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Vergleich Duales Studium - Ausbildung

Alles zu Ausbildung

Duales Studium vs. Ausbildung - Die Vor- und Nachteile auf einen Blick


Du hast das Abitur erfolgreich bestanden, die Entscheidung für einen direkten Start ins Berufsleben ist auch schon gefallen. Nun musst du dich entscheiden: bewirbst du dich auf einen der begehrten dualen Studienplätze oder lieber auf einen Ausbildungsplatz. Wir schauen uns beide Möglichkeiten an und erklären dir die Vor- und Nachteile.

Was ist ein duales Studium?


In einem dualen Studium kombinierst du die gängigen Ausbildungselemente im Betrieb mit einem Studium. Die duale Form wird in den letzten Jahren immer beliebter, weil sie Theorie und Praxis optimal verbindet. Entsprechend hat sich die Anzahl der Studiengänge seit 2004 mehr als verdreifacht. Auch die Zahl der Unternehmen, die diese Form des Berufeinstieges anbieten sowie die der dual Studierenden steigt stetig an.



Quelle: https://www.bibb.de/dokumente/pdf/59df505289ed7_bibb_09-282_ausbildungplus_barrierefrei_korr_urn.pdf

Wie auch Azubi durchläufst du verschiedene Abteilungen des Unternehmens und lernst die dortigen Abläufe kennen. In den Hochschulphasen baust du theoretische Kenntnisse auf, die du im Betrieb direkt anwenden kannst.

In Deutschland gibt es mehrere Hochschultypen, die ein solches Studium anbieten.

• Universitäten
• Hochschulen
• Fachhochschulen
• Berufsakademien
• Duale Hochschulen

Prinzipiell sind duale Studiengänge an Hochschulen und Berufsakademien verbreiteter als an Universitäten, sodass das Studienangebot und das Partnernetzwerk dort meist größer ist.
Man unterscheidet zwischen zwei dualen Studienformen, dem ausbildungsintegrierenden dualen Studium und dem praxisintegrierenden dualen Studium.

Link zum Artikel „Wie findet man freie duale Studienplätze für 2018?“
Link zum Artikel „Welche dualen Studiengänge gibt es?“

Ausbildungsintegrierend oder praxisintegrierend studieren?


Beim ausbildungsintegrierenden dualen Studium studierst du an einer Hochschule und machst parallel eine Berufsausbildung in einem Unternehmen inklusive dem Besuch an der Berufsschule. Nach Beendigung des Studiums erhältst du zusätzlich zum Bachelor- auch einen staatlich anerkannten Ausbildungsabschluss. Diese Doppel bzw. Dreifachbelastung ist nicht für jeden etwas.

Die praxisintegrierenden Studiengänge sind die schlankere Form des dualen Studiums. Hier verzichtest du auf die zusätzliche klassische Ausbildung im Betrieb und erhältst am Ende des Studiums "nur" den akademischen Titel.
Normalerweise schließt du mit einem Unternehmen einen Arbeitsvertrag für die Zeit des dualen Studiums und verbringst die Praxisphasen bei deinem Arbeitgeber. Eine andere Variante sieht jedoch vor, das du dir für die Praxisphasen je Semester ein Praktikum in einem anderen Unternehmen suchst.

Vor- und Nachteile des dualen Studiums


Der große Vorteil liegt auf der Hand: Rund 90 Prozent der Absolventen eines dualen Studiums erhalten im Anschluss ein Stellenangebot von ihrem Ausbildungsunternehmen. Das hängt damit zusammen, dass die Finanzierung eines dualen Studenten das Unternehmen meist mehr als 100.000 Euro kostet und man die gut ausgebildeten Fachkräfte danach natürlich gern halten möchte.

Für viele Abiturienten bietet neben der direkten Praxiserfahrung auch das Gehalt einen Anreiz, sich für das duale Studium zu entscheiden. Die Unternehmen zahlen ihren Studenten eine Ausbildungsvergütung und übernehmen in der Regel auch die Studienkosten. Je nach Branche und Region bewegt sich das Gehalt zwischen 600 und 1800 Euro monatlich. Ein Zuschuss zu Miete und Fahrtkosten ist zusätzlich möglich.

Doch Achtung: Das duale Studium birgt auch Nachteile. Wer in seinem späteren Berufsleben zum Beispiel wissenschaftlich arbeiten oder gar seinen Doktor machen möchte, sollte sich lieber für ein klassisches Universitätsstudium entscheiden.
Mit der Wahl des Arbeitgebers geht meist eine Spezialisierung einher, die spätere Berufs- und Branchenwechsel erschweren kann.
Und auch die Doppelbelastung solltest du nicht unterschätzen: Nach oder neben Vorlesungen und Klausuren, geht es in der Praxis weiter mit Projekten und Arbeitsaufträgen bei deinem Arbeitgeber. Statt Semesterferien stehen dir nur die regulären Urlaubstage im Unternehmen zu. Dazu kommt eventuell auch noch die Berufsschule. Du solltest also belastbar und sehr motiviert sein, wenn du dich für diesen Weg entscheidest.

Link zum Artikel „Wie findest du einen freien dualen Studienplatz

Was ist eine Ausbildung?


Die Ausbildung in Deutschland funktioniert ebenfalls nach einem dualen Modell. Das bedeutet, Fachwissen wird parallel auf zwei Wegen vermittelt. Einen Teil der Woche (oder einen länger zusammenhängenden Block) verbringst du in der Berufsschule. Dort unterrichten dich Fachlehrer im theoretischen Wissen rund um deinen Ausbildungsberuf.

Die restlichen Tage wirst du direkt im Betrieb eingesetzt und kannst dort ganz praktisch dein Fachwissen anwenden und ausbauen. Idealerweise durchläufst du im Laufe deiner zwei bis dreieinhalb-jährigen Ausbildung alle für deine Ausbildung relevanten Abteilungen des Unternehmens. Dort bekommst du Einblick in die jeweiligen Arbeitsabläufe, erledigst unter Anleitung eigene Aufgaben und lernst, die nötigen Maschinen oder Computerprogramme zu bedienen.

Diese Kombination aus Theorie und Praxis bereitet dich optimal auf das spätere Berufsleben vor. Insgesamt gibt es etwa 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe, auf die du dich bewerben kannst.

Link zum Artikel „Wie findet man freie Lehrstellen zur Ausbildung für 2018“
Link zum Artikel „Die beliebtesten und unbeliebtesten Ausbildungsfächer“
Link zum Artikel „Welche Firma passt zu mir?“

Vor- und Nachteile einer betrieblichen Ausbildung


Eine Betriebsausbildung oder Lehre hat einige Vorteile. Viele Azubis beschreiben ihre Ausbildungszeit rückwirkend als sehr spannend und abwechslungsreich. Du steigst direkt in einen (hoffentlich) Traumberuf ein, wirst ab dem ersten Tag deiner Ausbildung bezahlt und kommst im Anschluss daran sehr jung auf den Arbeitsmarkt.

Die Perspektiven mit einem guten Abschluss sind hervorragend, denn viele Unternehmen in Deutschland klagen über einen Fachkräftemangel. Und auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt ist das deutsche Ausbildungsmodell sehr angesehen. So findest du in der Regel direkt im Anschluss an die Lehre eine Anstellung und kannst dich bei Interesse weiter fortbilden oder spezialisieren, um deinen Marktwert zu verbessern.

Wenn du auf der Karriereleiter weiter nach oben kommen möchtest, kannst du dich auch nach der Ausbildung noch für ein Studium entscheiden. Viele Fächer werden beispielsweise auch berufsbegleitend oder als Fernstudium angeboten.

Und für den ein oder anderen ist nach einigen Jahren Berufserfahrung vielleicht auch der Aufbau eines eigenen Betriebs eine Option. Dann kannst du selbst junge Menschen ausbilden und dein Wissen weitergeben.

Natürlich hat aber auch die Ausbildung ihre Nachteile: Mit einer abgeschlossenen Ausbildung sind deine Verdienstaussichten in den allermeisten Fällen schlechter als die von Akademikern. Möchtest du in einem Unternehmen eine Führungsposition einnehmen, führt meist kein Weg an einem Studium vorbei.

Außerdem sind viele Ausbildungsberufe sehr spezialisiert, was einen späteren Wechsel schwierig macht. Mit einer Ausbildung legst du dich, anders als bei den meisten Studiengängen, schon sehr jung auf eine Branche und einen konkreten Beruf fest.

Link zum Artikel „Wie findet man freie Lehrstellen zur Ausbildung für 2018“
Inhalt
Du möchtest dich zwischen einer Ausbildung und einem Dualen Studium entscheiden? Beide Optionen bieten dir eine spannende Kombination aus Theorie und gleichzeitiger Praxis im Betrieb oder Unternehmen.
Du wie sieht es bei der langfristigen Karriereplanung aus? Möchtest du dich früh spezialisieren oder lieber breiter aufstellen? Hast du vor eine Führungsposition in deinem Übernehmen zu übernehmen?

Wir haben die verschiedenen Vor- und Nachteile für dich zusammengestellt (1017 Wörter)
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30.03.2018 von Webmaster
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