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Wir geben Tipps für die Zeit nach dem Schulabschluss

Wie soll es nach dem Schulabschluss weitergehen? Studium? Ausbildung?
Inhalt:



Schule, und dann?


Du stehst kurz vor dem Schulabschluss, hast ihn vielleicht sogar schon in der Tasche, hast aber noch keine Ahnung wie es nun weitergehen soll? Dann wird es höchste Zeit, dich umfassend zu informieren und eine Entscheidung zu treffen.

Ist ein Studium das Richtige für dich? Oder hast du nach dem ganzen Lernstress in der Schule eher Lust auf etwas Praktisches, willst direkt eigenes Geld verdienen bei einer Ausbildung? Manch einer will auch erst einmal den Kopf freikriegen und sich bei einem längeren Auslandsaufenthalt über seine Zukunft klar werden.

Wie sollst du dich entscheiden? Wir bringen in der Rubrik "Schule, und dann?" Licht in den Begriffe-Dschungel von "Azubi" bis "Zentrale Studienberatung" und stellen dir die gängigsten Möglichkeiten nach der Schule vor.


Berufswahl - wo will ich hin, was bringe ich mit


Wenn du dich noch in der Phase der Berufsorientierung befindest, geht es vor allem darum herauszufinden, wo deine Stärken und Interessen liegen. Welche Erwartungen stellst du an deinen künftigen Beruf? Soll er krisensicher sein, Zukunftspotenzial haben, wie wichtig ist dir ein hohes Gehalt, bringst du Flexibilität und Mobilität mit, und, und, und.

Zudem solltest du dir überlegen, welche Voraussetzungen du selbst mitbringst: Welche Themen interessieren mich? Habe ich besondere Talente? Welche körperlichen und mentalen Voraussetzungen bringe ich mit. Auf welchen Gebieten besitze ich genug Ehrgeiz und Spaß, um auch langfristig damit zufrieden und glücklich zu werden?

Diese Fragen zu beantworten ist schwierig und oft auch relativ langwierig. Daher machst du dir idealerweise schon ein bis zwei Jahre vor deinem Abschluss darüber Gedanken. Doch auch, wenn du dich erst nach deinem Abschluss mit dem Thema beschäftigst, solltest du deine Berufsorientierung ernst nehmen und dir selbst ausreichend Zeit für eine Entscheidung geben.

Es ist immer besser, sich ein Jahr zum Überlegen zu nehmen, als sich kopflos in ein Studium oder eine Ausbildung zu stürzen und erst nach zwei oder drei Jahren festzustellen, dass man eigentlich lieber etwas anderes machen möchte.


Ausbildung - ohne Umwege direkt in den Beruf


Etwa zwei Drittel der Schulabsolventen entscheiden sich für einen der rund 350 anerkannten Ausbildungsberufe. Auf Ausbildungsmessen, die regelmäßig in allen größeren Städten stattfinden, kannst du dich über die verschiedenen Berufe genau informieren. Hast du bereits eine konkrete Idee, welcher Job für dich infrage kommen könnte, bieten viele Betriebe gern ein Schnupperpraktikum vorab an.

Die duale Ausbildung in Deutschland setzt sich aus einem praktischen Teil direkt im Ausbildungsbetrieb und einem theoretischen Teil in der Berufsschule zusammen. Das hat den Vorteil, dass Azubis durch ihre Erfahrungen im Unternehmen optimal auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden. Andererseits erwerben sie aber auch fundierte Fachkenntnisse in einem schulischen Umfeld.

Eine Ausbildung dauert im Schnitt zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Du bekommst ein Gehalt, was je nach Branche und Ausbildungsberuf unterschiedlich hoch ist und kannst deinen Lebensunterhalt direkt nach der Schule selbst bestreiten.

Deine Karrieremöglichkeiten sind in vielen Unternehmen nach der Ausbildung jedoch begrenzt. Für gehobene Positionen ist meist ein Studienabschluss nötig. Wer ein Abitur hat, kann auch noch nach der Ausbildung ein Studium beginnen oder parallel zum Beruf ein sogenanntes Fernstudium absolvieren, beziehungsweise berufsbegleitend studieren.


Studium - eine völlig neue Art zu lernen


Frisch von der Schule geht es für viele Absolventen auch ohne Umwege direkt an die Universitäten und Hochschulen. Ein akademisches Studium ermöglicht dir den Weg in eine wissenschaftliche Karriere. Neben sehr viel theoretischem Fachwissen lernst du dort auch wertvolle Fähigkeiten wie eigenverantwortliches Arbeiten, gutes Zeitmanagement, sicheres Präsentieren von Inhalten, und, und, und.

Warst du es vor dem Abitur gewohnt, jeden Tag nach deinen Hausaufgaben gefragt zu werden, regelmäßige Leistungstests zu bestehen und dich für jedes Zuspätkommen rechtfertigen zu müssen, begegnet dir an der Universität ein komplett anderes Klima.

Hier kann es dir je nach Studienfach passieren, dass du deinen Stundenplan und die Prüfungen, die du absolvieren willst, komplett selbst gestalten und planen musst. Das gibt dir auf der einen Seite viele Freiheiten, erfordert auf der anderen Seite aber auch sehr viel Selbstdisziplin und Eigenorganisation.

Die Verdienstaussichten und Karrieremöglichkeiten nach einem Studium sind in den meisten Branchen besser als nach einer Ausbildung. Allerdings bist du für die Zeit des Studiums, welches mehrere Jahre dauert, finanziell weiterhin von deinen Eltern abhängig oder bekommst Bafög. Das musst du später in Teilen zurückzahlen.


Duales Studium - für alle, die Wissenschaft und Praxis gerne kombinieren


Die Vorteile einer Ausbildung und eines Studiums bündelt das duale Studium. Hier hast du einen ähnlich großen Praxiseinsatz direkt im Unternehmen wie bei einer klassischen Ausbildung. Zusätzlich erhältst du wissenschaftlichen Unterricht an einer Hochschule oder Berufsakademie.

Das duale Studium ist dadurch sehr abwechslungsreich. Du kannst theoretisch Gelerntes - anders als bei einem klassischen Universitätsstudium - direkt anwenden. Du verdienst sofort eigenes Geld, musst aber dennoch nicht auf einen Studienabschluss verzichten.

Doch Achtung, ein duales Studium setzt eine hohe Leistungsbereitschaft und viel Disziplin voraus. Neben den normalen Anforderungen im Betrieb stehen Semesterklausuren und der Besuch von Vorlesungen an. Auf die an der Uni üblichen Semesterferien musst du verzichten, im dualen Studium stehen dir lediglich die betrieblichen Urlaubstage zu.

Zudem sind duale Studienplätze rar gesät und entsprechend hart umkämpft. Meist sind hervorragende Noten die Voraussetzung, um einen der begehrten Plätze zu ergattern.


Soziale Aufgaben - Erfüllung und Orientierungshilfe



Wer nach der Schule erst einmal eine Auszeit braucht, aber trotzdem etwas Sinnvolles und Erfüllendes tun möchte, entscheidet sich häufig für ein Freies Soziales, Ökologisches oder Kulturelles Jahr (FSJ, FÖJ und FKJ). Der früher für junge Männer verpflichtende Wehr- oder Zivildienst wurde vor einigen Jahren durch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und den Freiwilligen Wehrdienst ersetzt. Der BFD bietet Schulabsolventen diverse Möglichkeiten, sich auszuprobieren.

Neben dem sozialen Aspekt ist es zudem für viele Berufe sinnvoll, bereits vor dem Studium einen Einblick in den späteren Arbeitsalltag zu gewinnen. Einem angehenden Arzt wird es beispielsweise niemals schaden, vor seinem Medizinstudiums einmal ein Pflegepraktikum absolviert zu haben. Oder ein FSJ auf einer Krankenhausstation kann für ihn interessant sein.

Auch in viele Ausbildungsberufen kann man zum Beispiel in Form eines Praktikums, Ferienjobs oder über einen BFD schon vor der endgültigen Berufswahl unverbindlich rein schnuppern.


Du möchtest nach der Schule erst einmal die Welt erkunden?
Auslandsaufenthalt - erstmal die weite Welt erobern


Vielleicht zieht es dich nach der Schule erstmal ins Ausland bevor du dich in den "Ernst des Lebens" stürzen willst. Auch hier bieten sich dir auch hier viele Möglichkeiten, die Zeit zwischen Abschluss und Studium oder Ausbildung sinnvoll zu überbrücken.

Ganz egal, ob du nur wenige Wochen oder ein ganzes Jahr zur Verfügung hast, ein Auslandsaufenthalt ist auf jeden Fall eine spannende Erfahrung. Dabei kannst du viel über fremde Länder und Kulturen, aber auch über dich selbst lernen.

Je nachdem, wie lange du unterwegs sein möchtest und was dir genau vorschwebt, kannst du dich zum Beispiel bei einem Work & Travel teils arbeitend, teils reisend intensiv mit Land und Leuten auseinandersetzen. Der Vorteil: Durch verschiedene Aushilfsjobs finanzierst du dir deinen Auslandsaufenthalt selbst.

Eine andere interessante Möglichkeit sind Sprachreisen und Praktika im Ausland. Hier hältst du dich meist an einem Ort auf, kannst neu erworbene Sprachkenntnisse direkt praktisch anwenden und sammelst gegebenenfalls erste Berufserfahrung.

Wer gern mit Kindern arbeitet und sich auch im Ausland ein familiäres Umfeld wünscht, für den ist eine Arbeit als Au Pair das Richtige. Hierbei lebst du direkt im Haus der Familie, unterstützt sie bei der Kinderbetreuung und im Haushalt und besserst nebenbei dein Taschengeld auf.

Wer sich im Ausland gern sozial engagieren will, sollte sich im Bereich Freiwilligenarbeit genauer umschauen. Hier gibt es diverse soziale, ökologische, kulturelle und humanitäre Projekte, bei denen du ehrenamtlich mitarbeiten kannst. Dabei bekommst du einen ganz besonderen Einblick in andere Kulturen und Lebensverhältnisse.