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Kreatives Schreiben Geschichte weiterschreiben

Frage: Kreatives Schreiben Geschichte weiterschreiben
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Letzte Woche machte Fred mit Katrin Schluss – per SMS.
Katrins Versuche ihn umzustimmen und die Beziehung zu retten, waren einfach beispiellos. Zunächst beschloss sie, überhaupt nicht auf die SMS zu reagieren und tat so, als hätte sie keine bekommen. Wie jeden Tag erwartete sie ihn nach der Schule.
Hier mein Text:
Es war Ende September und ein wunderschöner Herbsttag, als Katrin das Schulgebäude verlass. Draußen schien die Sonne und das Herbstlaub glitzerte. Ihre Schritte raschelten im Laub. Sie hatte sich heute morgen extra besonders schön zurechtgemacht. Nicht das sie es nötig gehabt hätte, aber sie wollte heute nichts unversucht lassen um ihren Freund, den sie über alles geliebt hatte, und es immer noch tat, zurückzugewinnen. Wie konnte er nur mit ihr Schluss machen. Sie war das hübscheste Mädchen der ganzen Schule. Ihre Mutter war ein ehemaliges Model und sie hatte ihre Schönheit geerbt. Ihr Vater war ein erfolgreicher Rechtsanwalt, der den ganzen Tag und manchmal auch die Nacht durcharbeitete und damit, nachdem er die ganzen horrenden Steuern an den Staat zahlte, der ihn schröpfte, wie eine Weihnachtsgans, immer noch doppelt soviel verdiente wie die meisten Eltern ihrer Klassenkameraden. Ihr stand eine tolle Zukunft bevor. Nach ihrem Abi, das sie wahrscheinlich mit 1,0 abschließen würde, hatte sie bereits durch ihren Vater mehrere Angebote der Top Unis des Landes. Sie würde seinen Weg gehen und Anwältin werden, in einem großen Haus leben und ein schickes Auto fahren. Ihr Leben war bis ins kleinste geplant, alles würde wunderschön werden...aber Moment! Da fehlte etwas...Ihr süßer Freund Fred, der Kapitän des Fußball Teams der Schule. Den alle Mädchen anhimmelten, doch nur für sie interessierte er sich. Später würden sie einmal heiraten, davon war sie fest überzeugt. Das Traumpaar der Schule, wie man sie oft nannte. Aber das war einmal...Aus unerklärlichen Gründen hatte er mit ihr Schluss gemacht, per SMS! Sie hatte es niemanden gesagt. Zu groß wäre die Schande vor ihren Freundinnen gewesen. Sie, das Mädchen das immer alles bekam, was sie wollte. Die Einser-Schreiberin mit den teuren Markenklamotten. Nein, diese Blamage wollte sie nicht über sich ergehen lassen.

Auf einmal wurde Katrin aus ihren Gedanken gerissen. Fred kam aus dem Schulgebäude. Er war über 1,80 m groß und hatte mittellange honigblonde Haare. Sein eng geschnittenes Hemd betonte seine sportliche Figur. Sie wurde nervös. Jetzt bloß nichts falsch machen. Kerzengerade saß sie auf der Bank, an der er direkt vorbei laufen musste. Ihre langen Haare wehten im leichten Wind, als er sich mit schnellen Schritten näherte. Sie lächelte ihn, mit ihrem bezauberndsten Lächeln an und wollte gerade aufstehen um ihn in die Arme zu schließen, als er sie plötzlich wütend an funkelte und mit den Worten „schau mich nicht so an, du weißt es ist aus“ davon lief...

Ihre Welt brach in diesem Moment in tausend Teile. Seine Worte trafen sie wie Messer, direkt ins Herz. Sie brach fast zusammen, zum Glück saß sie schon. Plötzlich schoss ihr der Gedanke durch den Kopf, das ihre Freundinnen sie auf keinen Fall in diesem Zustand sehen durften. Sie rappelte sich auf und ging im schnellen Schritt zu ihrem Auto. Sie startete den Motor, schoss aus der Parklücke und gab Vollgas. Der Lärm des Sportwagens war bis zu den weit entfernten Klassenzimmern zu hören. In nicht einmal 5 Minuten war sie daheim angekommen. So schnell war dieses scheiß Auto und so nah war das Haus ihrer Eltern von der Schule entfernt. Sie rannte die Treppe zu ihrem Zimmer hoch und schmiss sich aufs Bett. Zum Glück war niemand daheim. Als sie die Realität wieder einholte brach sie in Tränen aus. Fred hatte sie verlassen und hätte wahrscheinlich bald eine andere. Was ergab denn noch Sinn ohne ihn? So lag sie auf dem Bett und hing ihren Gedanken nach, als das Handy klingelte. Es zeigte die Nummer von Martina, ihrer besten Freundin. Katrin ignorierte den Anruf und schlief kurz darauf ein. Nach einem Traumlosen Schlaf erwachte sie und sah auf einmal alles ganz deutlich. Sie musste Fred zurückgewinnen und zwar egal wie. Sie würde nicht kampflos das Feld räumen. Mit unterdrückter Nummer wählte sie Freds Nummer. Hallo? Seine tiefe Stimme lies ihre Knie wacklig werden. Hey ich bin es Katrin. Er verstummte. Was willst du noch von mir?War meine SMS nicht deutlich genug? Schatz bitte wir müssen reden, ich verstehe dich einfach nicht, wir waren doch so glücklich.Wir waren glücklich?Du warst glücklich, es geht immer nur um dich. Ich muss jetzt lernen, lass mich einfach in Ruhe. Mit diesen Worten legte er auf.
Fuck! Mit einem wütenden Tritt beförderte Katrin ihre Tasche aus dem Zimmer. Wie konnte er nur so etwas sagen?Sie dachte nur an sich. Was für ein Blödsinn. Schließlich war ihre Zukunft wichtig und gut angezogen sein musste sie auch, da blieb nun mal nicht viel Zeit für einen Freund.
Immer noch wütend ging sie ins Bad und betrachtete sich im Spiegel. War sie wirklich so selbstsüchtig? Sie sah perfekt aus, da gab es nichts zu zweifeln. Man hätte sie,auch bei genauerem hinsehen mit einem Star verwechseln können. Aber war das wirklich alles? Hatte sie soviel Wert auf ihr Äußeres, ihre Klamotten und ihre Zukunft gelegt und damit ihren Schatz verjagt? Gedankenverloren schlich sie in ihr Zimmer und grübelte fieberhaft über Möglichkeiten ihn zurückzuholen..
Die nächsten Tage vergingen wie in Zeitlupe. Vor ihren Freundinnen ließ sie sich nichts anmerken und tat so als wäre alles wie immer. Denen viel sowieso nichts auf, sie hatten viel zu sehr mit sich selbst zu tun. Aber innerlich sah es anders in ihr aus:
Jeden Tag ließ sie sich etwas einfallen um Fred von ihrer neu gewonnenen Selbstlosigkeit zu überzeugen. Sie schickte ihm SMS, schrieb Briefe und sendete diese zusammen mit Blumen zu ihm nach Hause. Sie wartete auf ihn nach der Schule, jeden Tag. Aber er strafte sie nur mit totaler Ignoranz. Das konnte doch nicht sein. In ihrer Verzweiflung hatte sie ihm exquisite Geschenke zukommen lassen. Eine wunderschöne Uhr, sein Lieblingsshampoo, ja sogar einen Tablett PC. Aber alles half nichts. Sie waren auseinander und so würde es auch bleiben.
Am nächsten Morgen wachte Katrin früh auf und hatte plötzlich einen Geistesblitz. All ihre teuren Geschenke hatten nichts gebracht. Sie musste umdenken. Ihn irgendwie überzeugen ein anderer Mensch geworden zu sein. Sie überlegte was er gerne hatte. Aber das war gar nicht so einfach. Sie kannte ihn eigentlich gar nicht so richtig, da sie ihm nie zugehört hatte. Zu wichtig waren für sie ihre endlosen Reden über ihre grandiose Zukunft und die neuste Designer Jeans gewesen. Für was interessierte er sich? Er spielte Fußball, das wusste sie. Und des öfteren hatte er auch von seinem Lieblingsteam, dem FC Bayern München gesprochen. Sie hatte immer nur mit halbem Ohr hingehört, weil ihr die neuen Prada Schuhe viel wichtiger waren, aber das wusste sie noch. Also wollte sie voller neuem Tatendrang 2 Karten für das kommende Heimspiel, gegen den Tabellenführer organisieren.

Fortsetzung im nächsten Beitrag
Frage von banker4life | am 27.10.2013 - 21:39


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Antwort von banker4life | 27.10.2013 - 21:39
Das Spiel was natürlich längst ausverkauft, aber durch die guten Kontakte ihres Vaters konnte sie noch 2 V.i.p Karten ergattern. Ein Anruf und die Karten waren abholbereit bei Jochen, dem Vorstand irgendeiner großen Firma, die den FC Bayern sponserte. Sie eilte los, holte die Karten und bedankte sich überschwänglich. Fred würde Augen machen...

Gleich am nächsten Tag, nach der Schule wartete sie auf Fred der wie üblich kurz nach 15 Uhr das Schulgebäude verließ. Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern packte sie ihn am Arm und schleifte ihn mit um die Ecke. Fred war total perplex und sagte erstmal kein Wort. Aber er hätte sowieso keine Chance gehabt. Die Worte sprudelten nur so aus Katrins Mund: Fred, du hast Recht. Ich war total egoistisch und habe nur an mich gedacht. Ich hab mich nicht für deine Sachen interessiert. Aber damit ist jetzt Schluss. Ich werde mich für dich ändern. Bitte gib mir noch eine Chance. Immer noch verwirrt starrte Fred sie an. Ob sie das wirklich ernst meinte? Er blickte ihr direkt in die Augen und sagte: Wie soll ich dir glauben? Mit fester Überzeugung holte sie die 2 Karten aus der Tasche und reichte sie Fred. Ich würde gerne das Spiel mit dir anschauen und anschließend erzählst du mir alles über dich. Fred traute seinem Augen nicht. Das waren V.i.p Karten für das Spiel gegen Dortmund. Er stotterte:Wie bist du an diese Karten gekommen, das Spiel ist doch seit Monaten ausverkauft? Sie legte ihm den Finger auf die Lippen, flüsterte: psssst und gab ihm einen leidenschaftlichen Kuss. Er erwiderte den Kuss und ihre Lippen verschmolzen ineinander...

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