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Analyse Brief vom 16.Juni im Hinblick auf Werthers emotional

Frage: Analyse Brief vom 16.Juni im Hinblick auf Werthers emotional
(keine Antwort)

 
Alsoo ich schreibe Morgen Schulaufgabe und das ist mein Übungsaufsatz..ich wäre sehr dankbar wenn ihr es beurteilen und eventuell verbessern köntet.. danke im voraus :)



Analyse Brief vom 16.Juni im Hinblick auf Werthers emotionale Verfassung

In dem Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“, der von Johan Wolfgang von Goethe verfasst und 1774 erschienen ist, geht es um die unglückliche Liebe Werthers zu einer jungen Frau namens Lotte, die jedoch schon an einen Geschäftsmann Namens Albert vergeben ist. Während dieser auf Geschäftsreisen ist, erlebt Werther mit seiner Lotte die wunderbarste Zeit seines Lebens, die jedoch nach der Ankunft Alberts endet und Werther sehr verletzt. Dieser versucht seine Gefühle zu unterdrücken, indem er sich auf Reisen begibt, es gelingt ihm jedoch nicht, einen anderen Ausweg zu finden, und so begeht er schließlich Selbstmord.
In dem Brief vom 16.Juni beschreibt er sein erstes Zusammentreffen mit Lotte. Sein emotionaler Zusatand soll im Folgenden genauer erschlossen werden.
Werther entschuldigt sich zu Beginn des Briefes dafür, dass er schon so lange nicht mehr schreiben konnte. Er begründet dies damit, dass er eine Frau, Lotte, kennengelernt hat und schon in seiner Beschreibung nennt er sie "Engel, liebenswürdigstes Geschöpf, das er je getroffen hat" und macht hiermit deutlich, wie sehr er sich in Sie verliebt hat: „Einen Engel! (...) Und doch bin ich nicht imstande, dir zu sagen, wie sie vollkommen ist, warum sie vollkommen ist; genug, sie hat allen meinen Sinn gefangengenommen.“ (S.15, Z.37ff.). Es ist offensichtlich, dass Werther zu dieser Zeit kaum bei sich ist und durch Hyperbeln seine Gefühle noch stärker zum Ausdruck bringt. Zudem ist in diesem Abschnitt eine Parenthese erkennbar, welches zeigt, dass Werther kaum klar denken kann. Anschließend erzählt er von seinem ersten Treffen mit Lotte. Dieses erfolgte, als Werther auf dem Weg zu einem Ball anhalten musste, um Lotte abzuholen. Seine Begleitung warnte ihn bereits, sich nicht in sie zu verlieben, da sie bereits vergeben ist. Bei Lotte angekommen, sieht er sie in einfachem weißen Kleid und mit roten Schleifen, umgeben von mehreren Kindern und ist völlig fasziniert von diesem friedlichen Anblick und Lottes Fürsorglichkeit: „(…)und da ich die vorliegenden Treppen hinaufgestiegen war und in die Tür trat, fiel mir das reizendste Schauspiel in die Augen, das ich je gesehen habe. In dem Vorsaale wimmelten sechs Kinder von elf zu zwei Jahren um ein Mädchen von schöner Gestalt, mittlerer Größe, die ein simples weißes Kleid, mit blaßroten Schleifen an Arm und Brust, anhatte.“(S.17, Z.8ff.). Die Beschreibung Lottes lässt auf ein „reines“ und unschuldiges Mädchen schließen, was zeigt, das Werther schon von ihrer Erscheinung begeistert war. In der Kutsche eingestiegen, unterhalten sich Lotte und Werther ununterbrochen und verstehen sich auf Anhieb, sodass Werther sie nur noch mehr bewundert: „ich fand so viel Charakter in allem, was sie sagte, ich sah mit jedem Wort neue Reize, neue Strahlen des Geistes aus ihren Gesichtszügen hervorbrechen, die sich nach und nach vergnügt zu entfalten schienen, weil sie an mir fühlte, daß ich sie verstand.“(S.18, Z.22ff.). Nicht nur die Hyperbeln lassen darauf zurückführen, dass Werther völlig fasziniert von Lotte ist, sondern auch seine Vermutung das Lotte ihn zu mögen scheint, bringen ihn total aus der Fassung.
Beim Ball angekommen, tanzen sie erst getrennt, dann lange zusammen und Werther ist aufs Neue total fasziniert von Lotte. Eine Frau erinnert Lotte dann mahnend an Albert und erklärt auf Nachfrage, dass Albert ihr Verlobter sei. Dies verwirrt Werther ein wenig, obwohl er vorher schon darüber informiert wurde. Dann bricht jedoch ein starkes Gewitter aus und der Tanz hört auf, während viele Angst bekommen. Um die Situation aufzulockern, organisiert Lotte schnell ein Spiel und fasziniert Werther ein weiteres Mal. Später stehen dann Lotte und Werther mit tränengefüllten Augen gemeinsam am Fenster und stellen dann auch noch eine Seelenverwandtschaft fest, da sie gleichzeitig „Klopstock“ (Dichter des Sturm und Drang) sagen. Werther kann sich dann nicht mehr zurückhalten und küsst ihre Hand.(siehe S.22, Z.25ff.). Seinen Gefühlsüberschwang macht er jedes Mal deutlich, indem er unteranderem Hyperbeln benutzt: „So viel Einfalt bei so viel Verstand, so viel Güte bei so viel Festigkeit und die Ruhe der Seele bei dem wahren Leben und der Tätigkeit.“(S.16, Z.1ff.)
In jedem seiner Erzählungen von Lotte ist er völlig Gefühlsbetont und denkt kaum darüber nach, dass Lotte doch schon vergeben ist und seine Liebe zu ihr von Anfang an „sinnlos“ ist. Dieses Emotionale Handeln, ein wichtiges Element des Sturm und Drang, steht völlig im Kontrast zu der Vernunft der Aufklärung.
Seine Liebe zu Lotte wird nun immer stärker werden, auch nachdem Lottes Verlobter Albert aus seinen Geschäftsreisen zurückkommt und wird ihn schließlich so mitreißen, dass er nur noch für Lotte lebt. Die völlig verzweifelte Lotte jedoch, wird Werthers Liebe vernünftiger Weise nicht erwidern können und ihn abweisen, sodass Werther so verzweifelt sein wird, dass er Selbstmord begeht.
GAST stellte diese Frage am 26.04.2012 - 20:59





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