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Römische Elegien (Goethe) - Gedichtsinterpretation?

Frage: Römische Elegien (Goethe) - Gedichtsinterpretation?
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Weeeh ich hab das ‘Vergnügen‘ mich mit dem Gedicht ‘Römische Elegien‘ von Goethe aus der Weimarer Klassik auseinanderzusetzen und dann ein Referat darüber zu halten. Zum Glück muss ich nicht die ganze Römische Elegie interpretieren, sondern muss nur auf vier Teile eingehen, die der Lehrer mir ausgehändigt hat: (Ein Spoiler wäre jetzt nicht schlecht gewesen).


I
Saget, Steine, mir an, o sprecht, ihr hohen Paläste!
Straßen, redet ein Wort! Genius, regst du dich nicht?
Ja, es ist alles beseelt in deinen heiligen Mauern,
Ewige Roma; nur mir schweiget noch alles so still.
O wer flüstert mir zu, an welchem Fenster erblick ich
Einst das holde Geschöpf, das mich versengend erquickt?
Ahn ich die Wege noch nicht, durch die ich immer und immer
Zu ihr und von ihr zu gehn, opfre die köstliche Zeit?
Noch betracht ich Kirch und Palast, Ruinen und Säulen,
Wie ein bedächtiger Mann schicklich die Reise benutzt.
Doch bald ist es vorbei: dann wird ein einziger Tempel
Amors Tempel nur sein, der den Geweihten empfängt.
Eine Welt zwar bist du, o Rom; doch ohne die Liebe
Wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht
Rom.

III
Laß dich, Geliebte, nicht reun, daß du mir so schnell dich ergeben!
Glaub es, ich denke nicht frech, denke nicht niedrig von dir.
Vielfach wirken die Pfeile des Amors: einige ritzen,
Und vom schleichenden Gift kranket auf Jahre das Herz.
Aber mächtig befiedert, mit frisch geschliffener Schärfe
Dringen die andern ins Mark, zünden behende das Blut.
In der heroischen Zeit, da Götter und Göttinnen liebten,
Folgte Begierde dem Blick, folgte Genuß der Begier.
Glaubst du, es habe sich lang die Göttin der Liebe besonnen,
Als im Idäischen Hain einst ihr Anchises gefiel?
Hätte Luna gesäumt, den schönen Schläfer zu küssen,
O, so hätt ihn geschwind, neidend, Aurora geweckt.
Hero erblickte Leandern am lauten Fest, und behende
Stürzte der Liebende sich heiß in die nächtliche Flut.
Rhea Silvia wandert, die fürstliche Jungfrau, den Tiber,
Wasser zu schöpfen, hinab, und sie ergreifet der Gott.
So erzeugte die Söhne sich Mars! – Die Zwillinge tränket
Eine Wölfin, und Rom nennt sich die Fürstin der Welt.

V
Froh empfind ich mich nun auf klassischem Boden begeistert,
Vor- und Mitwelt spricht lauter und reizender mir.
Hier befolg ich den Rat, durchblättre die Werke der Alten
Mit geschäftiger Hand, täglich mit neuem Genuß.
Aber die Nächte hindurch hält Amor mich anders beschäftigt;
Werd ich auch halb nur gelehrt, bin ich doch doppelt beglückt.
Und belehr ich mich nicht, indem ich des lieblichen Busens
Formen spähe, die Hand leite die Hüften hinab?
Dann versteh ich den Marmor erst recht: ich denk und vergleiche,
Sehe mit fühlendem Aug, fühle mit sehender Hand.
Raubt die Liebste denn gleich mir einige Stunden des Tages,
Gibt sie Stunden der Nacht mir zur Entschädigung hin.
Wird doch nicht immer geküßt, es wird vernünftig gesprochen,
Überfällt sie der Schlaf, lieg ich und denke mir viel.
Oftmals hab ich auch schon in ihren Armen gedichtet
Und des Hexameters Maß leise mit fingernder Hand
Ihr auf den Rücken gezählt. Sie atmet in lieblichem Schlummer,
Und es durchglühet ihr Hauch mir bis ins Tiefste die Brust.
Amor schüret die Lamp` indes und gedenket der Zeiten,
Da er den nämlichen Dienst seinen Triumvirn getan.

XVIII
Eines ist mir verdrießlich vor allen Dingen, ein andres
Bleibt mir abscheulich, empört jegliche Faser in mir,
Nur der bloße Gedanke. Ich will es euch, Freunde, gestehen:
Gar verdrießlich ist mir einsam das Lager zu Nacht.
Aber ganz abscheulich ists, auf dem Wege der Liebe
Schlangen zu fürchten, und Gift unter den Rosen der Lust,
Wenn im schönsten Moment der hin sich gebenden Freude
Deinem sinkenden Haupt lispelnde Sorge sich naht.
Darum macht Faustine mein Glück: sie teilet das Lager
Gern mit mir, und bewahrt Treue dem Treuen genau.
Reizendes Hindernis will die rasche Jugend; ich liebe,
Mich des versicherten Guts lange bequem zu erfreun.
Welche Seligkeit ists! wir wechseln sichere Küsse,
Atem und Leben getrost saugen und flößen wir ein.
So erfreuen wir uns der langen Nächte, wir lauschen,
Busen an Busen gedrängt, Stürmen und Regen und Guß.
Und so dämmert der Morgen heran; es bringen die Stunden
Neue Blumen herbei, schmücken uns festlich den Tag.
Gönnet mir, o Quiriten! das Glück, und jedem gewähre
Aller Güter der Welt erstes und letztes der Gott!

Naja, ich hab mich schon mit der Biografie von Goethe, Merkmale der Weimarer Klassik und Elegien auseinandergesetzt… mit der Theorie sozusagen. Ich brauch eher mehr Hilfe beim inhaltlichen interpretieren dieses Gedichts. Goethe hat es ja nach seiner Italienreise verfasst und glaub auch nachdem er diese Christiane Vulpius kennen gelernt hat. Er will mit dieser römischen Elegie mehr widergeben, was er alles so in Italien erlebt, gelernt und neues entdeckt hat. Vor allem auch in Sache Liebe, eine Elegie ist ja ein Klagegedicht, wo jemand sein Liebesleid widergibt. Goethe hat sich an die Liebeselegien der Dichter aus der antiken römischen Zeit orientiert. Auf jeden Fall… Die erste und fünfte Elegie hab ich so mehr oder weniger, denk ich mal, relativ gut hinbekommen.
Und eigentlich würde jetzt hier ein relativ langer Text mit meinen bisherigen Interpretationsansätzen stehen, doch ich möchte ja gerne Hilfe oder wenigstens ein paar Denkanregungen. Zu viel Text schreckt ja meistens sowieso ab… (Kann es ja gegeben falls noch nachreichen). Wie gesagt, besonders bei der dritten und achtzehnten Elegie hab ich Probleme^^‘‘‘
Ich bin um jeden Post dankbar =)
Frage von Aqua-Blubb | am 10.03.2012 - 00:00


Autor
Beiträge 34688
1532
Antwort von matata | 10.03.2012 - 01:26
http://gutenberg.spiegel.de/buch/3666/1

Text

http://logos.kulando.de/post/2009/06/22/goethe-f-nfte-elegie-r-mische-elegien-analyse

http://www.scribd.com/summerkind/d/21070836-K12-Deutsch-Mitschrift-Romische-Elegie-V-Gedichtanalyse

http://www.kerber-net.de/literatur/deutsch/drama/goethe/werke/iphigele_int.htm
siehe Interpretation

http://www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/goethe-italien/roemische-elegien.html

http://www.mynetcologne.de/~nc-holzumbe2/faustina.htm

http://www.buchhilfe.org/buch/R%C3%B6mische+Elegien+von+Johann+Wolfgang+von+Goethe+%28Zusammenfassung,+Interpretation%29/390

http://www.school-scout.de/44155-goethe-johann-wolfgang-von-roemische-elegien-fuenf
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