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Referat: Turniere, Schützenfeste und "offene Spiele" (im Mittelalter)

Alles zu Ritter und Burgen

Turniere, Schützenfeste und „offene Spiele


Turniere
Entstehung: Die ersten Turniere wurden nur von Adeligen und Königen organisiert.
Gründe: Ruhm und Ehre nach einem Sieg; Preise, um sich die Zukunft abzusichern; der verehrten Dame imponieren
Formen von Turnieren: Es gibt drei verschiedene Formen: Buhurt, Tjost und Turnei
Der Buhurt ist ein Massenkampf, bei dem sich zwei gleich große Mannschaften auf einem Feld mit stumpfen Waffen bekämpfen. Wenn ein Ritter vom Gegner gefasst wurde, musste er diesem Abgaben leisten (Lösegeld, Pferd)
Der Tjost ist ein Zweikampf, bei dem sich die Gegner mit Pferd und Lanze bekämpfen.
Die Turnei war eine Art Kreuzung der beiden anderen. Auf einem kleinen Feld standen sich zwei Gruppen gegenüber, die dann Mann gegen Mann versuchten, den anderen aus dem Sattel zu schmeißen.
Ablauf: Ein Turnier wurde mit Posaunen- und Trommelschall eröffnet. Darauf wurden alle Teilnehmer den Zuschauern vorgestellt, die Turnierregeln vorgelesen und schließlich wurden die Wettkämpfe ausgetragen. Den Preis übergab dem Sieger natürlich eine hübsche Dame. Am Ende folgte noch ein Festbankett, das die ganze Nacht dauerte.
Manche Turniere verliefen übrigens sehr blutig.
Termine: Hochzeiten, Hoftage, ...
Stellung der Kirche zu Turnieren: Die Kirche war strikt gegen diese „gottlose Eitelkeit und Kraftmeierei“, wie Papst Innozenz II. es einmal ausdrückte. So war es den Geistlichen ausdrücklich verboten, an Turnieren teilzunehmen. Dieses Verbot wurde allerdings nicht eingehalten. So veranlasste die Vorliebe der Konstanzer Domherren Kaiser Karl IV. zum Einschreiten. Auch gegen die Ritter, die an Turnieren teilnahmen und dabei starben, ging die Kirche vor: Sie durften nicht beigesetzt werden. Allerdings waren diese ganzen Bemühungen umsonst und so wurde das Verbot im Jahre 1316 nach 2 Jahrhunderten aufgehoben.

Entwicklung:
Frühzeit des Turniers: es geht um Ruhm und Ehre; Preis: ideeller Natur, z. B. Kranz, Kuß
Hochmittelalter: verarmte Adelige („Glücksritter“) kämpfen um materielle Gewinne, z. B. Geld
Wird immer mehr zurVolksbelustigung
Schützenfeste
Entstehung: 14 Jh.; Höhepunkt im 15., 16 Jh.
Schützenfeste: waren nicht nur für Adelige, auch für die städtische Oberschicht, also auch für Bürger. Sie hatten eine politische Bedeutung: Man knüpfte Kontakte mit anderen Städten und sprach über Politik und Handelsbeziehungen.
Ablauf: „Ladschreiben“ (Einladung): Regeln des Schießwettbewerbs, Programm, Preise
Es gab einen Ehrenausschuss, der die Waffen und die Bolzen prüfte und die Schießordnung handhabte, und einen „Pritschenmeister“ oder „Platznarr“, den man als Schiedsrichter des Mittelalter sehen kann. Er hatte eine Pritsche aus leichtem Holz (s. Bild oben), mit der er die Schützen bestrafte, die gegen die Regeln verstießen.
Termine: Fastnacht, Kirchweih’, Namenstag des Stadtpatrons
Programm: im Vordergrund war Büchsenschießen; außerdem: Wettlauf, Steinwurfwettbewerb, Königsschießen (man musste einen Vogel auf einer Stange treffen; bester war der, der den Vogel abschoss), Scheibenschießen (Zielscheibe mit Nagel/Zweck in der Mitte; Sieger hatte den „Zweckschuss“), Armbrustschießen

Offene Spiele
Waren Wettbewerbe, an denen jeder teilnehmen durfte (Laufen, Springen, Steinstoßen, ...). Da diese überall auf große Akzeptanz stießen, wurden deshalb an Schießfesten Wettläufe für Bürger, Knechte und Mägde veranstaltet.

Sonstiges:
Es gab außerdem zur „Kurzweil der Stadtbewohner“ Plätze außerhalb der Stadt zum Springen, Laufen und Ringen. In Wirtshäusern spielte man Karten- und Brettspiele und im Ballhaus spielte man mit dem Ball. Übrigens kommt von der Verbindung von Ballspiel und Reigentanz der Ball. Dies war der Tanz der Städter, der sich deutlich vom Tanz der Bauern unterschied. Außerdem gab es auf fast allen Schützenfesten Lotterien: „Griff in den Glückshafen“
Inhalt
Ein Kurzreferat zur Entstehung, dem Ablauf und Entwicklung des Turniers im Laufe der Zeit. Außerdem wird über die Formen, Gründe und Termine von Turnieren berichtet. Weiterhin erfährt man etwas über Schützenfeste, bei denen Schießwettbewerbe ausgetragen wurden, und Offene Spiele. (540 Wörter)
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05.06.2005 von unbekannt
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