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Mittelalter: Klausurvorbereitung

Frage: Mittelalter: Klausurvorbereitung
(18 Antworten)

 
Hi, ich hab ein echt großes Problem

Ich schreib am Do in Geschihcte eine Kursarbeit über Mittelalter und kann gar nix, ich weil nicht was wir im unterricht gemacht haben, oder was wir gerade machen, ich weiß nix über mittelalter,
ich weiß nur dass wir sau viel über mittelalter gemacht haben

und jetzt versuch ich grad zu lernen, aber ich weißß nicht wo ich anfangen soll
kann mir jemand sagen welche themen es über mittelalter gibt?
GAST stellte diese Frage am 09.11.2010 - 00:39


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Antwort von matata | 09.11.2010 - 01:00
Dann fang einmal an zu lernen:

http://www.wcurrlin.de/links/basiswissen/basiswissen.htm

Alles,
was auf dieser Seite in der Mitte unter dem Titel Mittelalter steht !

Wenn du noch Fragen hast, dann stelle sie hier im Forum unter diesem Thread. Dann bekommst du auch alle Antworten zusammenhängend.
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Antwort von GAST | 09.11.2010 - 01:32
ok danke, ich hab ne frage zur Grundherrschaft

Ich hab das nun so verstanden,
Grundherrschaft ist die Herrschaft über Land Leute. Dabei gibt der zweite Stand, also König, Klerus und Adel, ein Stück Land an Bauern zur Bewirtschaftung. Diese müssen dann Abgaben aus Viehbestand und etc. leisten. 1.Nennt man diese Abgaben dann Frondienst?
Die Bauern können frei, hörig (also halb frei) und leibeigen sein. Wenn sie leibeigen sind, dann nennt man das Leibeigenschaft, das heißt dann dass die Menschen an den Boden gebunden sind. 2.Ist man auch leibeigen, wenn man hörig ist? und 3.ich versteh das nicht, wenn ein Bauer frei ist, dann funktioniert das Prinzip der Grundherrschaft doch gar net, weil die Bauern ja abhängig sein müssen, damit sie den Grundherrn abgaben leisten?
Der Grundherr ist zugleich Leibherr/Gerichtsherr und Kirchenherr, ok das hab ich soweit verstanden....ne moment,4. gilt diese Tatsache nur,wenn man leibeigen ist? also ist der Grundherr zugleich Leibherr/Gerichtsherr/Kirchenherr nur wenn der Bauer leibeigen ist, oder gilt das auch für freie/hörige Bauern?
5. Ich versteh nicht so recht, wie die großgrunbesizer ihr Land organisieren?
also ein Teil des Landes wird mit Mägden und Knechten in eigenregie bewirtschaftet, das nennt man dann salland. Hufenbauern müssen dabei frondienste leisten. 5.1) was sind Hufenbauern?
Dann gibt es das Hufenlandm das bewirtschafteten dann die die abhängigen Bauern, sie müssen auch abgaben leisten,
dann gibt es noch den fronhof, 5.2) was damit gemeint ist, weiß ich auch net so recht, ich hab das jetzt so verstanden, das diese Fronhöfe extra für den Empfang des Königs odder anfallenden arbeiten eingerichtet

ich hoffe ihr könnt mir meine fragen beantworten


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Antwort von matata | 09.11.2010 - 01:49
Zitat:
Ein Pachtbauernhof im Rahmen der Villikation (einer Dorfgründung) heißt "Hufe" (Die Hufe, Mehrzahl: Die Hufen). Der Grundherr profitiert über Abgaben und Dienste, die Pachtbauern finden ebenfalls ihr Auskommen.

"Pacht" nennt man die Entschädigung für Land, das man bewirtschaften darf. Diese musste man dem Gutseigentümer entrichten.

Zitat:
Der Fronhof ist ein Herrengut, das vom Herrn oder einem Verwalter
bewirtschaftet wurde. Dabei leisteten die der Grundherrschaft hörigen Bauern Frondienste. Der Fronhof umfasste die Wohngebäude des Grundherren oder seines Meiers (Verwalter) und Wirtschaftgebäude. Zu den Wirtschaftgebäude gehörten die Vorratscheune und die Ställe. Zum Fronhof gehört auch Land.

Unter Frondienst oder Fronden versteht man die Dienste, die in der Verrichtung körperlicher Arbeiten bestehen und unentgeltlich geleistet werden müssen. Die Frondienstleistenden waren hörige oder leibeigene Bauern.


Freie Bauern gab es im Mittelalter nicht. Der Boden gehörte immer einem Adeligen oder einem Kloster. Die Bauern durften immer auch einen Teil eines Hofes für sich bewirtschaften, dafür mussten sie aber Zinsen abgeben in Form von Naturalien: Korn, Vieh, Hühner, Schweine, gewebte Stoffe, Wolle, etc. Bezahlung in Form von Geld kannte man zu dieser Zeit nicht.

Den ersten Teil über die Stände hast du verstanden.
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Antwort von GAST | 09.11.2010 - 02:00
und könnt ihr hier etwas hinzufügen bzw. hab ich hier etwas wichtiges vergessen?

Könige/Adlige verliehen Land, einschließlich der darauf lebenden und bewirtschafteten Leute, Ämter und und Vorrechte als Lehen. Den Empfänger nennt man Lehnsmann oder Vasall und die bekamen schutz des Lehnsherrn, aber sie mussten ihm dafür rat,hilfe und amts/kriegsdient leisten
lehnsherr und vasall waren durch ein wechselseitiges treueverhältnis miteinander verbunden. --> Symbol handgang,
Der staat ruhte auf dieses system, deshalb nennt man es personenverbandstaat
Die vasallen, konnten dann auch land verleihen und so entstand dann eine Lehnshierachie.
es gibt, den obersten lehnsherr--> König
dann kommen kronvasallen, untervasallen und halbfreie/unfreie Bauern

bei der grundherrschafft handelt es sich um einen personenrechtlichees herrschaftsverhältnis
beim lehnsverhältnis handelt es sich um einen gegenseitigen vertrag, der vertrag kann aber nur von zwei freien eingegangen werden



und wann war nun die Grundherrschaft und wann das Lehnswesen?
und ist Grundherrschaft und lehnswesen feudalistisch?

Feudalistisch ist ja nur wenn eine kleine schicht von großgrundbesitzern politisch und gesellschaftlich tonangebend waren


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Antwort von matata | 09.11.2010 - 02:08
Grundherrschaft und Lehenswesen gehen immer miteinander. Grundherrschaft bedeutet ja, die Herrschaft über den Boden zu besitzen, also sein Eigentümer zu sein. Wer von einem Grundherrn Boden oder ein Gut geliehen bekommt, ist ein Lehensmann. Dieses System kann man als feudalistisch bezeichnen. Denn die Besitztümer der Könige, Klöster... waren riesig. Du kannst dir vorstellen, dass zum Beispiel das Gebiet der heutigen Schweiz lange Zeit nur 3 Fürstenhäusern und 4 grossen Klöstern gehörte.
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Antwort von matata | 09.11.2010 - 02:13
Zu 5. Die Ländereien der Grundherren waren zwar riesig. Aber es wurde gar nicht alles Land genutzt als Äcker oder Viehweiden. Es gab auch sehr viel Wald, den man zwar nutzte für Brenn- und Bauholz, aber ein grosser Teil war einfach ungenutzt. Deshalb war es nicht so schwierig, die Bewirtschaftung des Landes zu organisieren.

Zitat:
Salland

Großgrundbesitzer organisierten im Frühmittelalter ihren Landbesitz oft so: Ein Teil des Landes wurde mit Knechten und Mägden selber bewirtschaftet (Salland). Der andere Teil wurde an Lehensleute verpachtet. Dabei halfen Pachtbauern im Rahmen ihrer Dienstleistungen z.B. bei der Ernte mit.
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Antwort von GAST | 09.11.2010 - 02:32
mmh ok, das versteh ich ja
aber wurde grundherrschaft und lehnswesen dann zur selben zeit benutzt?

oder gingen die beiden systeme ineinander über?

 
Antwort von GAST | 09.11.2010 - 03:31
noch ein paar Fragen:

Wo ist das Byzantische Reich und wo das Frankenreich? und wie groß war das römische reich?
und was ist gleich nachdem das weströmische reich zerfiel, passiert?

 
Antwort von GAST | 09.11.2010 - 04:14
Ich versteh das mit dem Vertrag von Ribemont nicht

"Im Vertrag von Ribémont 880 wird das Mittelreich neu geteilt: Lothringen fällt an das ostfränkische Reich, aus dem Rest des Mittelreiches entstehen Hochburgund und Niederburgund sowie das Königreich Italien. Im Jahre 911 entsteht durch Abtrennung vom Frankenreich aus dem Ostfrankenreich das Deutsche Reich unter König Konrad I. (911 - 918 n.Chr.)"

---> und danach kam der Heinrich I.? aber König Konrad war doch der König?
--> und wo kommt jetzt Otto I. der Große her?

mmmhhh

 
Antwort von GAST | 09.11.2010 - 04:45
was meint man mit Kaisertum im Mittelalter so richtig? Dass da viele Kaiser herrschten oder wie?

 
Antwort von GAST | 09.11.2010 - 05:17
Kaisertum= Staatsform im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen

richtig?

 
Antwort von GAST | 09.11.2010 - 05:26
Kann mir jemand bitte in einfachen worten kurz erklären um was es in dem investiturstreit ging?

 
Antwort von GAST | 09.11.2010 - 10:13
Investiturstreit: Machtkampf zwischen Kaiser und Papst im 11./12. Jh. um die Frage, wer im Hl Röm.Reich Dt.Nat. Bischöfe einsetzen durfte; die Bischöfe waren ja nicht nur "geistliche" Herren, sondern hatten z.T. große Territorien, die Bistümer, unter sich . Der Kaiser als oberster Lehensherr nahm für sich in Anspruch, die Bischöfe daher einzusetzen; dem widersprach der Papst.
Als Kaiser Heinrich IV trotz päpstl. Warnung den Erzbischof von Mailand und selbst zwei Bischöfe im vom Papst geführten "Kirchenstaat" einsetzte, reagierte Papst Gregor VII,: Kaiser Heinr.IV wurde gebannt, aus der Kirche ausgeschlossen, der Papst ließ erklären, dass all Treueschwüre, die dem Kaiser gegenüber abgegeben worden waren, null und nichtig waren.
Durch den Büßergang nach Canossa, wo der Kaiser tagelang im Winter im Büßergewand vor dem Schlosstor auf ein Zeichen des Papstes wartete, wurden die Maßnahmen zwar rückgängig gemacht; das Papsttum trug aber insofern einen "Sieg" davon, als auf dem Reichstag zu Worms 1122 festgelegt wurde (das sog. Wormser Konkordat), dass der Papst durch die Vergabe von Ring und Siegel seinen Kandidaten als Bischof einsetzen darf, dass bei der Wahl aber die weltlichen Territorialfürsten anwesend sein mussten, und dass der Kaiser durch die Verleihung des Zepters die Investitur des Bischofs bestätigte.

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Antwort von matata | 09.11.2010 - 11:47
Das Byzantinische Reich im Mittelalter umfasste die heutige Türkei, Griechenland, alle Balkanländer, einen Teil Italiens.

Hier ist eine Karte:

http://www.wcurrlin.de/links/kartendownload/karte_byzanz_basileios.htm

Nicht vergessen darf man, dass diese Grenzen sehr oft wieder verschoben wurden durch Krieg, Erbschaften, Schenkungen....

Das Frankenreich wurde gegründet im frühen Mittelalter um etwa 480 n. Chr.
Aus diesem Gebiet entwickelte sich eines der grössten Reiche, die bestanden im Mittelalter.

Karte:http://databaseblb.unblog.fr/files/2008/06/royaumefrancclovis481511.jpg.

Orientiere dich an den bekannten Namen wie Nice(Nizza), Cannes, Genève(Genf)

Auf der Kartenseite kannst du die Entwicklung des Frankenreiches verfolgen auf den andern Karten.
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Antwort von matata | 09.11.2010 - 12:20
Zwischen der sagenhaften Gründung Roms 753 v.Chr. und dem Untergang des Weströmischen Reiches liegen mehr als 1.200 Jahre. Das Oströmische Reich wandelt sich bis zum Anfang des 7. Jahrhunderts in das Byzantinische Reich um und besteht weitere rund 1.000 Jahre bis 1453.

http://www.wcurrlin.de/links/kartendownload/karte_roemisches_reich_download.htm

Aufteilung des Römischen Reiches:
http://www.wcurrlin.de/links/kartendownload/mittelmeerwelt.jpg

Es gab natürlich mehrere Herrscher, die nebeneinander regierten. Auf dieser Darstellung siehst du, wer wann und wo an der Macht war:

http://www.deutschland-im-mittelalter.de/koenige-kaiser.php
scrollen bis zur farbigen Darstellung

die deutschen Kaiser:

http://www.martinschlu.de/kulturgeschichte/mittelalter/kaiser/start.htm

alle Herrscher des Mittelalters:
http://www.mittelalter-server.de/Mittelalter-Herrscher/Das-Mittelalter_ma_pers_h.html

Achtung: Beim Kopieren und Einfügen langer Links entstehen überflüssige Lücken in der Adresszeile. Also Adresszeile nach dem Einfügen kontrollieren und Lücken löschen, sonst gibt es eine Fehlermeldung oder der Link geht nicht auf.
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Antwort von matata | 09.11.2010 - 12:44
Zitat:
Kaisertum


Darunter versteht man den obersten weltlichen Herrscher, den eine Monarchie haben kann.
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Antwort von GAST | 10.11.2010 - 02:40
aha ok danke, und das weströmische reich wandelte sich dann in das frankenreich um oder wie?

 
Antwort von GAST | 10.11.2010 - 03:08
Nein, zwischen Westrom und dem Frankenreich steht kein direkter Zusammenhang;
das weström.Reich endete 476 n.Ch.: In Italien entstand das Reich des Odowakar,in Gallien herrschten die Burgunder, die Franken und die Westgoten; in Germanien die Alamanen, die Franken und die Sachsen.. 100 Jahre später hatte der Ostgote Theoderich fast das gesamte ehemalige weström.Reich mit Ausnahme von Germanien und weiten Teilen Gallien, wo sich die Franken ausbreiteten, zurückerobert; knapp 100 Jahre danach wiederum konnte Justian sein oströmisches Reich im Westen ausdehnen: er eroberte Italien zurück, während sich die Franken (die Merowinger unter Chlodwich) das ganze heutige Frankreich und große Teile des heutigen Süd- und Westdeutschlands beherrschten. Erst unter Karl dem Großen (764-814) gelang es den Franken, Nord- und Mittelitalien zu erobern und das süditalienische Herzogtum Benevent von sich abhängig zu machen.

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