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Funktion der Niere (Zusammenfassung)

Alles zu Innere Organe (Herz, Lunge, Niere, Darm,..)

Funktion der Niere


Infolge der größeren Weite der eintretenden Arteriole im Vergleich zur austretenden Arteriole entsteht im Glomerulus ein Staudruck
Infolgedessen wird Blutflüssigkeit durch die feinen Poren der Kapillarwände in die Bowmansche Kapsel abgepreßt
Dieses als Primärharn bezeichnete Ultrafiltrat etwa 170 l/ Tag enthält alle löslichen Eiweißstoffe
Diese bleiben also bei dieser Druckfiltration weitgehend im Blut zurück
Die direkte Analyse des Primärhaarns wird dadurch möglich, daß man durch Mikropunktion winzige Mengen von Primärharn entnimmt
Auf seinem Weg durch das Nierenkanälchen werden aus dem Ultrafiltrat des Glomerulus bestimmte Stoffe wieder rückresorbiert
Diese Rückresorption beruht auf verschiedenen Mechanismen
Die Rückresorption des Wassers, die in großem Umfang stattfindet, erfolgt an keiner Stelle des Tubulussystems aktiv, sondern stets passiv entsprechend dem osmotischen Gefälle
In geringem Maße diffundiert der Harnstoff passsiv zurück
Für viele Stoffe aber, z.B. für Glucose oder Natrium, gibt es aktive Transportmechanismen
Auch auf dem Weg des Ionenaustuasches, z.B. von NA+-Ionen gegen H+- oder K+ Ionen, kann eine Rückresorption erfolgen
Schließlich werden auch umgekehrt Stoffe in den Tubulus sezerniert, etwa in der Niere gebildete Ammoniumsalze oder eingenommene Medikamente
Durch Analyse der durch Mikropunktion an verschiedenen Stellen entnommene Tubulusflüssigkeit lassen sich die Transportprozesse längs des gesamten Tubulus lokalisieren
So konnte festgestellt werden, dass im kapselnahen Tubulus und im absteigenden Ast der Henleschen Schleife rund 60-70% des Wassers rückresorbiert werden, der Rest im kapselfernen Tubulus und im Sammelrohr
Die Wasserrückresorption wird einmal dadurch ermöglicht, dass der osmotische Druck in der Umgebung des Nierenkanälchens und des Sammelrohrs in der Richtung von der Rinde zur Nierenpapille ansteigt
Eine andere Ursache besteht in dem charakteristischen Verlauf des Tubulussystems
Abstieg des Nierenkanälchens von der Rinde zum Mark, Rückkehr in die Rinde und erneuter abstieg im Sammelrohr
Der Harn fließt also zweimal durch Gewebe mit ansteigendem osmotischen Druck
Die Zunahme des osmotischen Drucks beruht im wesentlichen auf dem aktiven Rücktransport von NA+ aus dem Tubulus in das umgebende Gewebe
Infolge der großen Wasserpermeabiltät der Wand des kapselnahen Tubulus folgt dem rückresorbierten Na+ das Wasser osmotisch nach, die Tubulusflüssigkeit bleibt damit etwa isoton gegenüber dem osmotischen Druck des Blutes
Im absteigenden Ast der Henleschen Schleife nimmt die Konzentration zu, im aufsteigenden Ast wieder ab
Im dicken, aufsteigenden Teil des kapselfernen Tubulus ist die Wasserpermeabilität gering, infolge der fortgesetzten Na+-Rückresorption wird der Tubulusinhalt hypoton
Im übrigen kapselfernen Tubulus und im Sammelrohr ist die Wasserpermeabilität wieder groß, so dass infolge der Hypertonie der Umgebung der Harn durch Wasseretnzug wieder isoton und zunehmend konzentriert ist
Die Wasserpermeabilität auf dieser zweiten Rückresorptionsstrecke – gewundener Teil des kapselfernen Tubulus und Sammelrohr – ist allerdings veriabel
Sie wird von einem Hormon des Hypophysenhinterlappens, dem Adiuretin, reguliert
Adiuretinausschüttung steigert die Wasserpermeabilität und damit die Rückresorption von Wasser, führt also zu einer Harnkonzentrierung und einer Verringerung der Endharnmenge
Wird die Hormonausschüttung in das Blut gehemmt, resultiert eine größere, aber verdünnte Endharnmenge
Die Rückresorption des Na+ unterliegt der Regulation durch das von der Nebennierenrinde gebildete Aldosteron
Inhalt
Wie genau wird das Blut in der Niere gefiltert? Dieser Vorgang wird hier sehr detailliert und stichpunktartig beschrieben. Dabei werden auch alle wichtigen Fachbegriffe verwendet! (477 Wörter)
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15.09.2002 von unbekannt
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