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Facharbeit empirische Studie Holocaust

Alles zu Judenverfolgung im Dritten Reich

Amplonius-Gymnasium Rheinberg


Schuljahr: Q1
Kurs: P_GE-PJK1
Fach: Geschichte



Name: Gloria H. Jähnel
Thema: Ist die Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2017, welche den Wissenstand von Schülerinnen und Schülern in Deutschland über den Holocaust abfragt, repräsentativ für alle Gesellschaftsschichten Deutschlands und gibt es Möglichkeiten, um bessere Aufklärung zu betreiben und Antisemitismus langfristig zu bekämpfen?
Name des Fachlehrers: K. Schiwon
Abgabetermin: 07.06.2019


…………… ………………………………..
Unterschrift des Schülers Unterschrift des Fachlehrers



Die vorliegende Facharbeit wurde am 07.06.2019 eingereicht.

Note: 1+/ 15 Punkte



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Unterschrift der Fachlehrerin/des Fachlehrers

Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
1.1 Vorwort 3
1.2 Warum ist Gedenken an den Holocaust wichtig? 3
1.3 Definition Holocaust 4
2 Studiendesign 6
2.1 Reproduzierbarkeit 6
2.2 Umfragebedingungen/Durchführung 6
3 Auswertung der Studienergebnisse 7
3.1 Allgemeine Studienanalyse 7
3.2 Detaillierte Studienanalyse 8
3.3 Abweichungen/Übereinstimmungen 9
3.4 Gründe für Abweichungen/Übereinstimmungen 9
4 Vergleiche & Resultate 10
4.1 Frühere Studien 10
4.2 Lösungsansätze 11
5 Resümee 15
5.1 Zusammenfassung und Ausblick auf Forschungsdesiderate 15
Literaturverzeichnis 16
Webverzeichnis 17








1 Einleitung
1.1 Vorwort
Als ich die Aufgabe bekam eine Projektarbeit über das Thema „Nationalsozialismus“ zu verfassen, war ich zunächst etwas unsicher bei der Auswahl des richtigen Themas. Nachdem ich bereits ein Thema gefunden hatte, welches sich aber leider aufgrund mangelnder Literatur nicht verwirklichen ließ, stieß ich im Internet durch Zufall auf einen Artikel, welcher sich auf eine Forsa-Umfrage bezog, die besagte, dass 41% der Schülerinnen und Schüler in Deutschland ab 14 Jahren nicht wüssten, was Auschwitz-Birkenau bzw. ein Vernichtungslager war und was der Begriff „Holocaust“ bedeutet. Dabei wurden die Befragten offen und ohne Vorgaben gebeten, anzugeben, was Auschwitz-Birkenau war. Die Koerber-Stiftung, eine 1959 ins Leben gerufene gemeinnützige Stiftung, welche sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen beschäftigt, schreibt selbst: „Von den befragten Schülern wissen nur 59 Prozent, was Auschwitz-Birkenau war. Den älteren Schülern ab 17 Jahren ist dies deutlich häufiger als den jüngeren Schülern von 14 bis 16 Jahren bekannt.“
In Anbetracht dessen, dass das Thema „Nationalsozialismus“ in Klasse 9 im Geschichtsunterricht ausführlich behandelt wird, empfand ich die Ergebnisse als fraglich und beschloss diese zum Thema meiner Arbeit zu machen. In der Folge stellte ich mir die Frage, ob sich diese Zahlen anhand einer Umfrage an meiner Schule, dem Amplonius-Gymnasium in Rheinberg, bestätigen. Eventuell lässt sich damit die Frage beantworten, ob diese Statistik wirklich repräsentativ für ganz Deutschland ist. Zum Schluss werde ich ein Fazit ziehen, welches mögliche Gründe und Deutungen der Ergebnisse beinhaltet. Außerdem werde ich verschiedene didaktische Methoden, welche Schülern das Thema näherbringen vorstellen und diese anhand selbstgewählter Kriterien, hauptsächlich der Prävention von Antisemitismus, bewerten.
1.2 Warum ist Gedenken an den Holocaust wichtig?
Zuerst stellt sich die Frage, wieso es eigentlich so wichtig ist, dass die Bevölkerung, insbesondere die Jugend, über ein fundiertes Wissen zum Thema „Holocaust“ verfügt. Die Antwort darauf ist recht eindeutig. Vielen übereinstimmenden Quellen ist zu entnehmen, dass die bleibende Verantwortung Deutschlands von Generation zu Generation weitergegeben werden müsse. Dies ist auch deshalb wichtig, weil die Erinnerung aktuelles politisches Handeln prägt – und die Deutschen insbesondere zum Kampf für das Existenzrecht Israels verpflichtet.
Außerdem sind Gedenken und Aufklärung wichtig, damit sich ein solches Verbrechen niemals wiederholt. Dies ist allerdings nur möglich, wenn man die Vergangenheit kennt. „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“ , so äußerte sich George Santayana, ein spanischer Philosoph, Schriftsteller und Literaturkritiker, bereits 1905. Dies lässt noch einmal die Wichtigkeit der Erinnerungskultur deutlich werden, denn die Aussage ist nicht nur auf den Holocaust zu beziehen, sondern als eine allgemeingültige Feststellung zu werten, welche die gesamte Aufklärung über das Geschehen sowie die Verwendung finanzieller Mittel zu diesem Zweck legitimiert.
Wie aus der Forsa-Umfrage hervorgeht, spiegelt dies auch den größten Teil der Gesellschaft wider. Laut der Studie finden es „63 Prozent der Bundesbürger sehr wichtig, dass Schüler in der Schule Geschichte lernen. 32 Prozent finden dies wichtig. Fast niemand gibt an, Geschichtsunterricht sei nicht so wichtig (3%) oder überhaupt nicht wichtig (1%) zu finden.“
1.3 Definition Holocaust
Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen, musste ich zunächst eine allgemeine Definition zum Begriff „Holocaust“ finden. Zur Ausarbeitung habe ich mich diverser Internetquellen bedient. Wikipedia definiert den Begriff „Holocaust“ beispielsweise so: „Der Holocaust […] war der nationalsozialistische Völkermord an 5,6 bis 6,3 Millionen europäischen Juden. Deutsche und ihre Helfer führten ihn von 1941 bis 1945 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durch, mit dem Ziel, alle Juden im deutschen Machtbereich zu vernichten.“
Im Duden wird der Holocaust als „(zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft) Verfolgung, Gettoisierung und insbesondere Massenvernichtung der Juden in Deutschland und Europa, Massenvernichtung menschlichen Lebens“ definiert. Um jedoch eingehender zu überprüfen, über welches Wissen die Schüler verfügen, ist eine ausführlichere Definition nötig. Darum verfasste ich eine eigene, welche alle zentralen Aspekte des Holocausts beinhaltet.
Diese lautet wie folgt:
Der Holocaust bezeichnet die geplante, systematische Vernichtung von ungefähr sechs Millionen europäischer Juden in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945), welche offiziell ab 1941 stattfand und mit dem Rassen-Antisemitismus als Staatsideologie begründet und gesamtstaatlich organisiert, systematisch auch mit industriellen Methoden durchgeführt wurde und auf die Vernichtung aller Juden zielte. Die Vertreibung, beziehungsweise das Verbot der Einbürgerung der Juden in den angestrebten „Führerstaat“ wurde bereits 1919 im sogenannten 25-Punkte Programm, dem Parteiprogramm der NSDAP, propagiert. Das Wort „Holocaust“ leitet sich von dem altgriechischen Wort „holókaustos“ ab, was so viel wie „vollständig verbrannt“, bedeutet . „In der NS-Ideologie wurde der Völkermord an den Juden seit dem Überfall auf Polen als ‚Vernichtung lebensunwerten Lebens‘ gerechtfertigt und mit den NS-Krankenmorden der ‚Aktion T4‘ und der Kinder-‚Euthanasie‘ auf eine Stufe gestellt. Der endgültige Entschluss zur Ermordung aller Juden fiel in engem Zusammenhang mit dem Vernichtungskrieg gegen die UdSSR ab Sommer 1941.“
Die Vernichtung geschah in sogenannten Konzentrations- und Vernichtungslagern, wo die Menschen schwere Arbeit leisten und unter lebensfeindlichen Bedingungen sowie ohne medizinische Versorgung leben mussten. Häufig starben diese an Folgen von Unterernährung, Entkräftung und an Krankheiten. Die anderen Personen kamen in den Gaskammern der Lager oder durch Massenerschießungen ums Leben. Einige bekannte Beispiele für Konzentrationslager sind Auschwitz-Birkenau, Buchenwald, Dachau und Mauthausen. In jüdischen Kreisen ist der Holocaust eher unter dem Namen „Shoah“ bekannt. Obwohl während des Nationalsozialismus nicht nur Juden, sondern auch u.a. politische Gefangene, Sinti, Roma und sog. „Reichsfeinde“ ermordet wurden, steht der Begriff „Holocaust“, aus der Sicht vieler Historiker, allein für die Verbrechen an den Juden. Historiker gehen heutzutage von insgesamt über 500.000 Tätern aus, welche in irgendeiner Form zu diesem Verbrechen beigetragen haben. Die Haupttäter waren unter anderem Hitler und der engere Führungszirkel des NS-Regimes, die Massenpartei NSDAP, die SS, die Gestapo, Ordnungs-, Sicherheits- und Kriminalpolizei, die Wehrmacht, viele Wirtschafts- und Industrieverbände und Unternehmen, die zivilen und militärischen Besatzungsverwaltungen, das Personal vieler Staats- und Verwaltungsbehörden, sowie indirekt auch Wissenschaftsinstitute, Universitäten, die u.a. Menschenversuchen wissenschaftlich begleitet haben. Auch die Kirchen, die ihre Tauf- und Eheregister zur Erfassung der „Nichtarier“ zur Verfügung gestellt haben, waren indirekt beteiligt.
2 Studiendesign
2.1 Reproduzierbarkeit
Um die Kenntnisse zu objektivieren, müssen Kriterien festgelegt werden, an denen sich das Wissen messen lässt. Dazu eignet sich ein Erwartungshorizont (Abb. 1), welcher die verschiedenen, allgemeinen Aspekte des Holocaust und Grundgedanken der NS-Ideologie beinhaltet und somit eine Reproduzierbarkeit der erhobenen Daten sicherstellt. Diesen werde ich im folgenden Abschnitt erläutern.
SuS nennen folgende Aspekte: Max. Punkte: Erreichte Punkte:
Geplante, systematische Vernichtung 2
6 Millionen Juden 1
Nationalsozialismus 2
Rassen-Antisemitismus 1
Ziel: Ausrottung aller Juden 2
Konzentrationslager 2
Auschwitz-Birkenau 2
Jüdischer Begriff: „Shoa“ 1
Tod durch: Vergasung, Krankheit, Unterernährung 1
Gesetze zur Vernichtung u. Ausgrenzung 1
Summe 15
Abb. 1
Unter 5 Punkte: Nicht ausreichende Kenntnisse
Ab 5 Punkten: grundlegende, ausreichende Kenntnisse
Ab 7 Punkten: befriedigende Kenntnisse
Ab 10 Punkten: gute Kenntnisse, über die Grundlagen hinaus
Ab 13 Punkten: sehr gute, weiterführende Kenntnisse
2.2 Umfragebedingungen/Durchführung
Um möglichst gleiche Bedingungen zur Original-Umfrage zu schaffen, wurden 75 Schüler im Alter von 14-17 Jahren befragt. Die Anzahl der Jungen und Mädchen war dabei in etwa gleich hoch. Sie wurden gebeten, alles, was Ihnen zum Thema „Holocaust“ einfällt, zu erzählen. Wenn die Schüler Begriffe beziehungsweise sinngemäß Inhalte wiedergaben, welche im Erwartungshorizont formuliert waren, wurden dafür Punkte vergeben. Die Gesamtsumme der nachgewiesenen Kenntnisse wurde am Ende anonymisiert in einer Tabelle erfasst, welche jedoch nach Jahrgangstufe sortiert war, damit es in jeder Stufe ungefähr eine gleich hohe Anzahl an Befragten gibt. Damit wird ein möglichst repräsentatives Ergebnis gewährleistet. Diese Tabelle lässt sich mit dem Statistikprogramm IBM©SPSS STATISTICS auswerten und in Diagrammen anschaulich visualisieren. Außerdem lässt sich ein Mittelwert bestimmen, welcher allgemein Auskunft über den durchschnittlichen Wissensstand der jeweiligen Jahrgangsstufe beziehungsweise der Schule gibt.
3 Auswertung der Studienergebnisse
3.1 Allgemeine Studienanalyse
Von den fünf zuvor festgelegten Klassen gliederten sich alle Befragten in die drei obersten Klassen ein (7-9; 10-12; 13-15). Daher lässt sich eine allgemeine Aussage bereits vor der eigentlichen Datenanalyse treffen. Das Ergebnis der Forsa-Studie aus dem Jahr 2017, welches belegen soll, dass nur 59% aller Schüler in Deutschland wüssten, was Auschwitz- Birkenau und der Holocaust waren, deckt sich keinesfalls mit den erhobenen Daten meiner durchgeführten Umfrage.
Der Tabelle (Abb. 2) ist zu entnehmen, dass 100% aller Schüler der Jahrgangsstufen 9-11 des Amplonius-Gymnasiums mindestens über ein Grundwissen zu diesem Thema verfügen und den Holocaust sowie auch den Begriff des Konzentrationslagers grob definieren können. In den meisten Fällen gehen diese Kenntnisse auch über die Grundlagen hinaus und die Schüler waren in der Lage weiterführende Fakten, Daten und Aspekte des Holocaust zu benennen.
Der durchschnittliche Wissensstand lässt sich außerdem anhand der arithmetischen Mittel belegen, welche in Jahrgangsstufe 9 bei 12,24 Punkten, in Jahrgangsstufe 10 bei 12,16 Punkten und in Jahrgangsstufe 11 bei 12,32 Punkten liegt. Das arithmetische Mittel aller befragten Stufen liegt bei 12,24 Punkten. Somit lässt sich festhalten, dass alle Schüler des Amplonius-Gymnasiums über im Durchschnitt gute, über die Grundlagen hinaus gehende Kenntnisse über den Holocaust und Auschwitz-Birkenau verfügen.
Festzustellen ist, dass keine großen Unterschiede zwischen den Jahrgangstufen nachzuweisen sind. Jedoch existieren geringfügige Abweichungen.
Ein möglicher Grund für den minimal niedrigeren Wert in Jahrgangstufe 10 kann sein, dass das Thema nicht im Curriculum für Klasse 10 an Gymnasien in Nordrhein-Westfalen enthalten ist und somit kein aktueller Bezug hergestellt ist. In Klasse 9 beispielsweise, wo das Thema „Nationalsozialismus“ im Geschichtsunterricht behandelt wird, oder in Klasse 11, wo an der zur Befragung genutzten Schule ein Geschichts- und Sozialwissenschaftsprojektkurs zu diesem Thema angeboten werden, welche von etwa einem Drittel der Stufe gewählt wurden.
Allerdings ist diese Abweichung so gering, dass sich daraus keine offizielle Aussage treffen lässt.
Das arithmetische Mittel hat bei ordinal skalierten Daten nur eine geringe Aussagekraft, da er von Ausreißern stark beeinflusst wird, wohingegen der Median etwas aussagekräftiger und nicht von Ausreißern beeinflussbar ist. Dieser liegt für die Gesamtheit aller befragten Stufen bei 13,00.
3.2 Detaillierte Studienanalyse
Mittels SPSS wurde eine Kreuztabelle erstellt, welche alle genauen Daten in Prozentzahl enthält. Diese wurde dann in einem gruppierten Balkendiagramm anschaulich visualisiert.
Dem Diagramm ist zu entnehmen, dass, wie bereits zuvor erwähnt, alle Schüler sich in nur drei der fünf zuvor definierten Klassen eingliedern. Der Anschaulichkeit halber wurden daher die ersten beiden Klassen aus der Kreuztabelle sowie auch aus dem Diagramm entfernt.
In Jahrgangsstufe 9 haben 3 Personen, was 4% der Gesamtheit der Befragten entspricht, Ergebnisse im befriedigenden Bereich erzielt. In Jahrgangsstufe 10 ließen sich dieselben Ergebnisse feststellen. Eine geringe Abweichung gibt es in Jahrgangstufe 11, wo 4 Personen, was 5,3% der Gesamtheit der Befragten entspricht, über befriedigende Kenntnisse verfügen. Daraus resultiert sich eine Gesamtheit von insgesamt 13,3% (10 Personen), die befriedigende Kenntnisse zum Holocaust aufweist.
In Jahrgangsstufe 9 gliedern sich 9 der 25 Befragten in die zweithöchste Klasse ein und verfügen somit über gute Kenntnisse, welche über die Grundlagen hinaus gehen. Dies drückt 12,0% der Gesamtheit aus. Aus allen 25 Befragten der 10. Jahrgangsstufe hatten ebenfalls 9 Schüler gute, über die Grundlagen hinausgehende Kenntnisse, was wieder 12,0% der Gesamtheit sind.
6 der 25 Befragten in Jahrgangsstufe 11, das sind 8% der Gesamtheit, gliederten sich ebenfalls in die zweithöchste Kenntnisklasse ein. Somit verfügen insgesamt 32,0% aller Schüler über gute, über die Grundlagen hinausgehende Kenntnisse.
Über sehr gute, weiterführende Kenntnisse verfügen in der 9. Jahrgangsstufe 13 Personen. Dies entspricht 17,3% der Gesamtheit aller Befragten. Auf dasselbe Ergebnis kommen auch die Schüler der Jahrgangsstufe 10. In Jahrgangsstufe 11 ist die Zahl leicht erhöht, insgesamt konnten 15 Schüler der Stufe, also 20,0% der Gesamtheit, dieses Ergebnis erzielen. Zusammengefasst haben 54,7% der Schüler aller befragten Stufen sehr gute, weiterführende Kenntnisse.
3.3 Abweichungen/Übereinstimmungen
Die Studie des Forsa Instituts belegt, dass 47% der 14-16jährigen Schüler und 71% der mindestens 17jährigen Schüler in Deutschland wissen, was Auschwitz-Birkenau war. Dies sind insgesamt 59% der Gesamtheit. Jungen konnten sich dabei im Durchschnitt etwas häufiger richtig zu diesem Thema äußern (60%) als Mädchen (57%). Da ich jedoch meinen Schwerpunkt nicht auf die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gelegt habe, berücksichtigte ich diese Variable nicht in meiner Umfrage. Die in meiner Studie befragten Schüler waren ebenfalls in einem Alter zwischen 14 und 17 Jahren und 100% aller Schüler von 14-16 sowie auch 100% aller mindestens 17 Jahre alten Schüler wussten, was Auschwitz-Birkenau war und konnten den Holocaust mindestens in ihren Grundzügen beschreiben.
3.4 Gründe für Abweichungen/Übereinstimmungen
Da die Abweichungen der Forsa-Studie exorbitant hoch sind und ein komplett anderes Bild vermitteln als die Ergebnisse meiner Studie, stellt sich die Frage, woran dies liegen könnte. Dafür gibt es mehrere mögliche Erklärungsansätze.
1. Zunächst muss klar unterschieden werden, dass in der Forsa-Studie Schüler aus allen Gesellschafts- und Bildungsschichten sowie auch Schüler mit Migrationsgeschichte befragt wurden, die eventuell nicht den gesamten Teil ihrer Schullaufbahn in Deutschland absolviert haben. In der von mir durchgeführten Vergleichsstudie wurden allein Gymnasiasten befragt, welche fast alle mindestens seit der fünften Klasse in Deutschland leben und eine Schule besuchen. In anderen Ländern werden im Geschichtsunterricht andere Schwerpunkte gesetzt und Schüler aus bildungsfernen Schichten schneiden in der Schule häufig schlechter ab. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) hervor, die besagt: „Bundesweit erreichen laut den Ergebnissen Schüler aus sozial besser gestellten Familien […] im Durchschnitt 82 Punkte mehr als Jugendliche aus sozial schwächer gestellten Familien. Dies entspricht einem Leistungsvorsprung von fast drei Schuljahren zugunsten der Schülerinnen und Schüler mit einem hohen Sozialstatus“ . Da der Großteil der Befragten meiner Vergleichsstudie aus eher sozial besser gestellten Familien stammt, resultiert daraus ein möglicher Erklärungsansatz.
2. Die Schule, die alle befragten Schüler meiner Vergleichsstudie besuchen, bietet zusätzliche Kurse und Fahrten in Klasse 11 an, welche der Aufklärung und der Aufrechterhaltung der Gedenkkultur dienen. Diese Kurse, welche von etwa einem Drittel der Jahrgangsstufe jährlich gewählt werden, erarbeiten unter anderem Produkte und entwickeln Konzepte, welche den jüngeren Klassen das Thema Nationalsozialismus und Holocaust kreativ näherbringen sollen. Ein Beispiel dafür sind Theaterstücke, Bildergalerien oder kurze, selbst erstellte Videos. Dadurch befassen sich nicht nur die Schüler der Projektkurse selbst mit dem Thema, sondern vermitteln das erlangte Wissen auch an jüngere Schüler, welche ebenfalls davon profitieren. Des Weiteren wird am Amplonius-Gymnasium „Im Wahlpflichtbereich II der Klassen 8 und 9 […] in Zusammenarbeit mit dem Fach Politik/Sozialwissenschaften ein Kurs Geschichte/Politik zweistündig angeboten. In den 4 Halbjahren werden Inhalte aus lokal-, regional-, deutsch- und europäisch-orientierter Politik und Geschichte thematisiert und mit Hilfe sozial- und geschichtswissenschaftlicher Methoden erarbeitet.“ Dort wird insbesondere das Thema Nationalsozialismus behandelt.
4 Vergleiche & Resultate
4.1 Frühere Studien
Ältere Forsa-Umfragen aus den Jahren 2005 und 2012 belegen, dass damals noch 89% bzw. 90% der Gesamtbevölkerung wussten, was in Auschwitz-Birkenau geschehen war. Im Jahr 2017 betrug die Anzahl der Personen nur noch 86%. Woran kann das liegen?
Zunächst lässt sich feststellen, dass das Wissen deutschlandweit innerhalb weniger Jahre um 4 Prozentpunkte zurückgegangen ist.
Das klingt vielleicht auf den ersten Blick nicht viel, jedoch in Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass 2012 ca. 74.511.000 Personen wussten, was Auschwitz-Birkenau war, und 5 Jahre später nur noch 71.199.400 Personen informiert waren, wenn man von einer Population mit ca. 82.790.000 Personen ausgeht (Zahlen Einwohnerzahl DE 2017) .
Das ist eine Differenz von 3.311.600 Personen und ein starker Rückgang innerhalb eines so geringen Zeitraums. Dies lässt darauf schließen, dass vor allem die junge Generation, welche 2012 noch nicht befragt wurde, zu wenig Wissen über den Nationalsozialismus hat. Das geht auch aus der bereits zu Beginn der Arbeit erwähnten Studie hervor, die sich ausschließlich auf Schüler bezieht. Diese erzielen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung erheblich schlechtere Ergebnisse (59% zu 86%). Außerdem geht aus der Studie zum Wissen der Gesamtbevölkerung hervor, dass vor allem unter 30jährige deutlich schlechter abschneiden als die über 30-jährigen (14-29 Jahre: 78%; 30-: 88%).
Während sich die Anzahl derjenigen verringert, die historisch gebildet sind, ist die Anzahl derjenigen, die sich wünschen mit der Aufarbeitung des Nationalsozialismus abzuschließen, sehr hoch. Dies geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2007 hervor. Laut Bertelsmann wünschten sich 2007 58% der Deutschen, dass ein Schlussstrich gezogen würde. Dabei ist auffällig, dass während Personen mit niedriger Bildung zu zwei Dritteln einen Schlussstrich fordern, sich die Mehrheit (56%) der Personen mit hoher Bildung dagegen ausspricht.
Dadurch, dass sich so viele Menschen ein Ende der Aufarbeitung wünschen, sinkt auch das Interesse an der Geschichte. Dies kann eine Erklärung dafür sein, wieso das Wissen über den Holocaust deutschlandweit zurückgeht.
4.2 Lösungsansätze
Da es aus den in Abschnitt 1.2 bereits erläuterten Gründen von höchster Wichtigkeit ist, sich weiterhin mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Gedenkkultur aufrechtzuerhalten, sind neue Ansätze zur Lösung des Problems dringend erforderlich. Diese sollten, wie den Studien zu entnehmen sind, bereits im Kindes- und Jugendalter anfangen und ein Bewusstsein schaffen, welches Handeln, Denken und Entwicklung eines jeden Individuums prägt und beeinflusst. Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen muss dringend vor Augen geführt werden, dass die Taten der Nazis während des Holocausts nicht einmalig sind, sondern sich (in egal welcher Form) wiederholen können, wenn niemand etwas gegen Rassismus und Ausgrenzung unternimmt. Die sich aus den Analyseergebnissen meiner Studie resultierenden Lösungsansätze lauten:
1. Es muss mehr Aufklärung über die emotionale Ebene erfolgen. Während Unterricht aus dem Schulbuch zwar Daten und Fakten zum Holocaust vermittelt, aber davon leider häufig nicht viel im Gedächtnis der Schüler bleibt, hinterlässt emotionale Aufklärung bleibende Eindrücke. Wenn jedes Individuum einmal versucht, sich in die Lage eines Opfers des Holocausts hineinzuversetzen (auch wenn dies wohl nur sehr begrenzt möglich ist) und versteht, dass es jeden hätte treffen können, dann würde auch das Interesse am Gedenken an den Holocaust wieder steigen. Emotionale Aufklärung ist schwierig und teuer. Über einen Film können nicht die Gefühle hervorgerufen werden, wie durch das reale Erleben und Sehen. Daher fordere ich die Aufstockung finanzieller Mittel für Kampagnen und Aktionen gegen Antisemitismus an Schulen, Universitäten und in der Öffentlichkeit. Mehrere Beispiele dafür sind der verpflichtende Besuch eines Konzentrationslagers während der Schulzeit (Gedenkstättenpädagogik) oder die Möglichkeit Zeitzeugen zu treffen, sowie die Aufarbeitung anhand konkreter Fallbeispiele, welche jedem vor Augen führen, dass in den Konzentrationslagern Menschen ermordet wurden, die genauso waren, wie die Leser, Zuhörer bzw. Schüler.
Dafür ist es besonders im Kindesalter von Vorteil, in etwa gleichaltrige Personenbeispiele zu nehmen, mit denen sich die Kinder besser identifizieren können.
2. Auch der Unterricht in der Schule muss an sich begreifbarer werden. Daher ist ein weiteres Konzept, welches ich gerne vorstellen möchte, das niederländische Projekt „Oorlog Onderweg“ , was zu deutsch so viel heißt wie „Krieg unterwegs“. Die zentralen Aspekte, die bearbeitet werden, sind der damalige Antisemitismus in Deutschland, Anne Frank, die Flüchtlinge, die in die Niederlande kamen, die Judenverfolgung und Deportation, sowie die systematische Tötung, aber auch das Leben in Widerstand. Der Verlauf des Projekts ist in etwa so: Zunächst wird den Kindern die Geschichte eines Jungen und seiner Mutter erzählt, welche sich in der Stadt, in der die Schüler leben, versteckt halten. Dazu bekommen sie Fotos, Lieder, Texte, Tagebuchenträge, gemalte Bilder und Zeugenberichte gezeigt, welche zu der Geschichte des Jungen passen, um eine emotionale Verbindung aufbauen zu können. Während des gesamten Projekts werden den Schülern Fragen gestellt, welche sie zum Nachdenken anregen sollen und eine gewisse Identifikation mit dem Jungen ermöglichen. Diese steigern sich in ihrer Brisanz im Verlauf des Projekts und können beispielsweise so lauten: „Deine Mutter sagt dir heute Morgen am Frühstückstisch, dass du dich nicht mehr mit deinem besten Freund treffen darfst und er jetzt wegziehen muss, weil die Regierung das vorschreibt. Wie findest du das?“ Während der Schwerpunkt zu Beginn hauptsächlich auf den Opfern liegt, verlagert er sich im Verlauf eher auf die Mitläufer und stellt die Kinder vor Dilemma-Situationen. Zum Ende sollen auch Bezüge zur Gegenwart hergestellt werden und die Schüler sollen Gruppen oder Beispiele nennen, die heute noch diskriminiert werden. Dem Vorbereitungsbuch auf das Projekt ist zu entnehmen, dass bereits viele Lehrer in den Niederlanden gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht haben und Rassismus und Diskriminierung manchmal gar nicht so weit entfernt ist, wie man manchmal denkt, sondern schon auf dem Schulhof beginnen kann. Den Schülern wird so aktiv bewusst gemacht, was es konkret bedeutet, in der Opferrolle zu sein oder in ein solches Schicksal involviert zu sein. Dieses Projekt lässt sich auch einfach auf Deutschland übertragen und zeigt, dass Antisemitismus auch dann, wenn nur wenige finanzielle Mittel vorhanden sind, aktiv bekämpft werden kann.
3. Ein Thema, welches Pädagogen, Erziehung- und Bildungswissenschaftler, aber natürlich auch Eltern immer wieder interessiert und zu großen Debatten führt, lautet: „Wann ist das perfekte Alter, um mit der Aufarbeitung des Holocausts zu beginnen?“ Es gibt bereits für Kinder ab drei Jahren Materialien zur Thematisierung des Holocausts. Die Verfasserin des Kinderbuchs „Als eure Großeltern noch jung waren“ argumentiert, dass bereits im Kleinkindalter Wissen über den Holocaust gesammelt wird, teilweise durch Massenmedien, aber auch durch das Thematisieren in der eigenen Familie. Dadurch, dass Kinder häufig erkennen, dass die Erwachsenen dieses Thema ungern vor den Kinder oder in der Öffentlichkeit thematisieren wollen, entsteht eine intuitive Tabuisierung, was aber eigentlich vermieden werden soll. Stattdessen setzt Kestenberg darauf, Kindern die Verbrechen in Märchenform oder biblischen Geschichten näher zu bringen und die Schuld Ersatzpersonen bzw. fiktiven Gestalten zu geben. Die Autorin ist der Meinung, dass Kinder Gehörtes bewusst verarbeiten und dadurch bereits früh erkennen, dass Erwachsene auch Fehler machen und vor allem, dass es wichtig ist, Verantwortung für Fehlverhalten zu tragen. In Israel, wo der Holocaust einen zentralen Stellenwert in der Gesellschaft einnimmt, ist es gängige Praxis, bereits so früh mit der Aufarbeitung zu beginnen. In Deutschland, wo dem nicht so ist, denke ich persönlich aber, dass es zu früh ist und die Kinder emotional und auch kognitiv überfordern könnte. Im Grundschulalter nehmen Kinder immer bewusster die Handlungen und Entwicklungen ihrer Umwelt wahr und auch die kognitiven Strukturen im Gehirn des Individuums festigen sich in diesem Alter. Grundschulkinder sind häufig noch unbefangener mit dem Thema als zum Beispiel Schüler der Sekundarstufe 1, die in den allermeisten Fällen zum ersten Mal genauere Informationen zum Nationalsozialismus bekommen. Diese zeigen sich oft eher befangen, über die NS-Zeit zu sprechen und haben eine gewisse Abwehrhaltung, da das Thema immer noch tabuisiert ist. Wichtig bei der Thematisierung des Holocaust bei Grundschülern ist, es auf ein kindgerechtes Level herunterzubrechen und sie nicht damit zu traumatisieren. Daher sollte der Schwerpunkt eher auf den Alltag, die Diskriminierung und das Leben im Widerstand gelegt werden, als auf beispielsweise den Tod und die Vergasung. Allerdings muss auch hierbei der Rahmen gewahrt werden, so dass das Thema keinesfalls verharmlost wird. Dabei dürfen auch Emotionen gezeigt werden. Die Wahrnehmung, dass auch Erwachsene Trauer, Wut, Angst oder Verständnislosigkeit spüren, hilft Kindern mit ihren Gefühlen umzugehen. Meiner Meinung nach ist es für Kinder im Kindergartenalter zu früh, um mit dem Thema konfrontiert zu werden und die Werte können auch anders vermittelt werden. Im Grundschulalter finde ich es jedoch wichtig, auf kindgerechter Ebene einen Einstieg in das Thema zu finden, welches dann später auf einem höheren Niveau noch einmal wiederholt und vertieft wird (Sek 1/2). Aus den zuvor erläuterten Gründen resultiert mein dritter Lösungsansatz. Die Aufarbeitung sollte bereits im Grundschulalter beginnen.
4. Auf Grund dessen, dass die an einem Gymnasium durchgeführte Vergleichsstudie deutlich besser ausfiel als die Studie, welche Schulformen übergreifend durchgeführt wurde, halte ich es für sinnvoll, besondere Förderungen an Haupt- und Realschulen anzubieten und die oben genannten Ansätze zu berücksichtigen, weil besonders dort noch Wissenslücken bestehen. Dies lässt sich auch aus der bereits erwähnten Forsa-Umfrage der Gesamtbevölkerung ableiten, welche den Wissenstand nach Schulabschluss differenziert dargestellt hat.
5 Resümee
5.1 Zusammenfassung und Ausblick auf Forschungsdesiderate
Was lässt sich aus den Ergebnissen der Arbeit ableiten? Zunächst ist anzumerken, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte von großer Wichtigkeit ist. Allerdings ist festzustellen, dass es eine große Spaltung in der Gesellschaft gibt. Diese zeichnet sich unter anderem in historischem Wissen und dessen Zusammenhang mit Rassismus, Antisemitismus, sowie mangelndem Verantwortungsbewusstsein und Interesse für die eigene Geschichte ab. Es zeigt sich, dass mit zunehmender Bildung die Anzahl derjenigen sinkt, die nichts über den Holocaust wissen und ebenfalls deutlich niedriger ist die Anzahl derjenigen, die den Holocaust hinter sich lassen wollen. Dies bedeutet automatisch, dass dieses Thema den zukünftigen Generationen nicht weitervermittelt wird. Das kann fatale Auswirkungen haben.

Es ist festzustellen, dass noch viel getan werden muss, um dieser Spaltung entgegenzuwirken, Antisemitismus erfolgreich zu bekämpfen und den Menschen die Universalität des Holocaust deutlich zu machen. Dies beinhaltet die Förderung von Haupt- und Realschulen, vor allem in sozialen Brennpunkten, um auch Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten die Möglichkeit zu geben, an einer Gedenkstättenfahrt oder einem Museumsbesuch teilzunehmen, was ihnen im privaten Rahmen nicht ermöglicht werden könnte. Deshalb müssen auch mehr finanzielle Mittel von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt werden.
Zur Behandlung des Holocaust an Schulen, aber auch bei edukativen Initiativen für Erwachsene eignen sich am besten die verschiedenen Methoden, welche versuchen die Geschichte aktiv, durch eigenes emotionales Erleben, greifbar zu machen. Die genannten Beispiele dafür sind die Gedenkstättenpädagogik, Zeitzeugentreffen, das Projekt „Oorlog Onderweg“ und die eigene Identifikation mit einem Fallbeispiel. Das Konzept „Oorlog Onderweg“ gibt es in diesem Umfang in Deutschland noch nicht, jedoch würde es sich durchaus auch einfach übertragen lassen. Dafür ist jedoch noch eine ausführliche Nachforschung und Ausarbeitung von kindgerechten Fallbeispielen im Umkreis der jeweiligen Heimatstädte der Schüler erforderlich.
Ein weiterer Aspekt meiner Arbeit war das Alter, welches sich am besten dazu eignet, um einen Einstieg in das Thema „Nationalsozialismus & Holocaust“ zu finden.
Hier kam ich zu dem Resultat, dass es viele verschiedene Expertenmeinungen und Ansätze gibt und man die Frage nicht pauschal mit einer eindeutigen Zahl beantworten kann. Die bisherigen Forschungen und Literatur im deutschsprachigen Raum zu diesem Thema sind allerdings sehr beschränkt, weshalb ich es begrüßen würde, wenn darüber noch weitere Untersuchungen und Forschungen angestellt werden, um genauere Ergebnisse zu erzielen. Ich persönlich würde jedoch eher dazu tendieren, mit Kindern im Grundschulalter bereits anzufangen kindgerecht über den Holocaust zu sprechen.
Dies setzt jedoch einen reflektierten Erwachsenen voraus.
Letztendlich muss jedes Bundesland individuell entscheiden, ob der Holocaust bereits in das Curriculum der Primarstufe übernommen wird.




Als am wichtigsten erachtete ich jedoch, dass die zukünftigen Genrationen zu liberalen, freiheitlichen, antirassistischen, toleranten, autonomen und verantwortungsbewussten Individuen erzogen werden, welche sich interkulturell verständigen können, reflektiert sind und Konflikte diplomatisch lösen können sowie zwischen verschiedenen Parteien lernen zu vermitteln, um langfristig den Frieden und die Freiheit zu wahren.





























Literaturverzeichnis
Jürgen Moysich/Matthias Heyl (Hrsg.) „Der Holocaust - ein Thema für Kindergarten und Grundschule?“
Judith S. Kestenberg, 1993 „Als eure Großeltern noch jung waren“
Geschiedenis & Maatschappij, Mooren, P. (1997). Handleiding “Oorlog Onderweg”. Noord-Brabant/Tilburg in de Tweede Wereldoorlog. Tilburg: Provincie Noord-Brabant/ SBD.
Zoni Weisz, «De vergeten Holocaust»

























Webverzeichnis
https://www.koerber-stiftung.de/fileadmin/user_upload/koerber-stiftung/redaktion/handlungsfeld_internationale-verstaendigung/pdf/2017/Ergebnisse_forsa-Umfrage_Geschichtsunterricht_Koerber-Stiftung.pdf
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article12360268/Warum-wir-ewig-an-den-Holocaust-erinnern-muessen.html
https://www.koerber-stiftung.de/fileadmin/user_upload/koerber-stiftung/redaktion/handlungsfeld_internationale-verstaendigung/pdf/2017/Ergebnisse_forsa-Umfrage_Geschichtsunterricht_Koerber-Stiftung.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust
https://www.duden.de/rechtschreibung/Holocaust
https://www.wissen.de/wortherkunft/holocaust
https://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust#Täter
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neuer-schulleistungsvergleich-ostdeutsche-schueler-rechnen-besser-12613054.html
https://www.amplonius.de/faecherangebot/geschichte/
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2861/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands/
https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GP_Deutsche_und_Juden_verbindende_Vergangenheit.pdf
https://www.liberale-synagoge-darmstadt.de/liberale-synagoge/erinnerungsort/










Anhang A

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis:

(Abb.1)
SuS nennen folgende Aspekte Max. Punkte Erreichte Punkte:
Geplante, systematische Vernichtung 2
6 Millionen Juden 1
Nationalsozialismus 2
Rassen-Antisemitismus 1
Ziel: Ausrottung aller Juden 2
Konzentrationslager 2
Auschwitz-Birkenau 2
Jüdischer Begriff: „Shoa“ 1
Tod durch: Vergasung, Krankheit, Unterernährung 1
Gesetze zur Vernichtung u. Ausgrenzung 1
Summe 15

















Anhang B
(Abb. 2)

Jahrgangsstufe 11 Jahrgangsstufe 10 Jahrgangsstufe 9
7 7 8
8 9 9
9 9 9
9 10 10
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Anhang C
(Abb.3)


(Abb.4)


Anhang D
(Abb.5)


(Abb.6)
Inhalt
- Vergleich einer Holocauststudie mit eigener und Auswertung sowie Lösungsansätzen und Forschungsdesideraten.
- Antisemitismusprävention
- Ist die Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2017, welche den Wissenstand von Schülerinnen und Schülern in Deutschland über den Holocaust abfragt, repräsentativ für alle Gesellschaftsschichten Deutschlands und gibt es Möglichkeiten, um bessere Aufklärung zu betreiben und Antisemitismus langfristig zu bekämpfen? (4843 Wörter)
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20.07.2019 von meineinhornlebt
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