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Rechtsanwaltskanzlei Praktikum

Frage: Rechtsanwaltskanzlei Praktikum
(6 Antworten)


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Ich mache zur Zeit ein 3 wöchiges Praktikum beim Rechtsanwalt. Die erste Woche ist schon um, und ich muss sagen, dass ich nicht mehr weiß, was ich machen soll. Zunächst möchte ich sagen, dass ich zufrieden bin mit meiner Praktikumsstelle beim Rechtsanwalt. Ich hab mich wirklich drauf gefreut und kam auch am ersten Tag mit voller Freude und Motivation an. Die Kanzlei ist nicht gerade groß was die Räumlichkeit angeht und die Angestellten auch. In der Kanzlei arbeiten 2 Leute, ein Rechtsanwalt und eine Sekräterin.

Nun zu meiner Frage:
Alles in einem bin ich wirklich dankbar trotz allem. Ich mache mir nur Gedanken über meinen Praktikumsbericht. Ich muss jede Woche jeweils einen Tag berichten. Ich möchte einen sehr guten und ausführlichen Bericht schreiben. Und die Aufgaben die ich da mache sind Routine also sie werden jeden Tag gemacht. Nun frage ich euch, über was ich erzählen kann ( ich bitte nur um Beispiele, ich möchte nicht dass mir etwas vorgesagt wird (: ) Ist es richtig dass wenn da nicht viel los ist auf die Kleinigkeiten genau einzugehen ? Also ich meine auf die jeweiligen Aufgaben: Tätigkeiten genauer einzugehen ? Was meint ihr ? Habt ihr ein Rat für mich ? Und muss ich auf Fachbegriffe eingehen ? Kann ich auf die Räumlichkeit genauer eingehen und darf ich auch schreiben was mir nicht so gefallen hat ? Lg und danke vielmals fürs lesen & fürs Antworten ( falls )
Frage von Acelya3030 | am 13.11.2019 - 20:55


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Antwort von matata | 13.11.2019 - 21:20
Acelya3030 schrieb auch

Ich mache zur Zeit meinen Praktikum in einer Rechtsanwaltskanzlei.
Zitat:
Die Kanzlei an sich ist nicht so groß. Besteht aus 3 Arbeitsräumen,
Toilette, Küche und einen Besprechungsraum. Nun zu meiner Frage : Soll/ darf man beim praktikumsbericht die Räumlichkeiten beschreiben ? Kommt das gut an ? Was meint ihr ?

Fragen zum gleichen Thema gehören unter einen gemeinsamen Titel in einen Thread.
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Antwort von matata | 13.11.2019 - 21:23
Natürlich gehört die Beschreibung der Räumlichkeiten zu deinem Praktikumsbericht. Wenn der Leiter der Kanzlei damit einverstanden ist, kannst du sogar Fotos davon machen. Du achtest einfach darauf, dass du keine Betriebsgeheimnisse verrätst.
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Antwort von matata | 13.11.2019 - 21:27
Für einen anderen User habe ich einmal zusammengetragen, was so alles in einen Praktikumsbericht gehört. Das findest du hier

https://e-hausaufgaben.de/Thema-204519-Abschlussbericht-Praktikum.php
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Antwort von matata | 13.11.2019 - 21:44
Es gibt an jedem Arbeitsplatz Routinearbeiten und Arbeiten, die nur hin und wieder anfallen. Gliedere im Praktikumsbericht also nach diesen zwei Kriterien. Arbeiten, die nur hin und wieder vorkommen, kannst du wahrscheinlich bei den Mitarbeitern der Kanzlei beobachten...
Du schreibst den Praktikumsbericht ja für dich und nicht für die Lehrkraft oder den Praktikumsleiter. Der ausführliche Bericht soll dir später helfen, zu entscheiden, ob eine Ausbildung in Richtung Rechtsanwältin oder Rechtsanwaltsgehilfin für dich in Frage kommt. Also musst du festhalten, welche Tätigkeiten und Vorkommnisse dir gefallen haben. Wenn du den Bericht wieder liest, kann er eine Entscheidungshilfe sein.
Auch für den Betrieb kann dein Praktikumsbericht hilfreich sein. Jeder Betrieb möchte doch ein gutes und abwechlungsreiches Praktikum anbieten und damit Werbung machen für den Beruf, den du dir anschaust. Deine Hinweise im Bericht können dabei helfen, den Ablauf des Praktikums für den nächsten Praktikanten zu verbessern. Deshalb gehören die Dinge, die du langweilig oder zu anspruchsvoll findest während der Praktikumszeit auch in deinen Bericht.
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Antwort von cleosulz | 13.11.2019 - 22:01
Wie soll dein Praktikumsbericht denn aussehen?
Welche Vorgaben hast du?
Ich kenne verschiedene Anforderungen. = Das ist von Schule zu Schule verschieden.
Meistens soll man auch den Betrieb beschreiben.
Und wenn es eine kleine Rechtsanwaltskanzlei ist, dann ist das ok, wenn du schreibst, dass es eine Kanzlei ist, die z.B. in einem Bürogebäude ist und aus verschiedenen Räumen besteht:

Büro des Rechtsanwalts
Büro der Sekretärin (mit Schreibtisch, Telefonanlage, Kopierer, Faxgerät, Computer ....)
Empfang / Warteraum / Besprechungsraum
Kaffeeküche / Sozialraum / Toiletten

Und wenn du beschreibst, dass diese Kanzlei mitten in der City oder in einem Teilort liegt, dann ist das auch ok.

Mehr brauchst du ja nicht.

Hattest du einen extra Arbeitsplatz?

Und dass du in 3 Wochen nur "einen kleinen Einblick" in den Büroalltag bekommst und dass dieser aus Routinearbeiten besteht, ist nun mal so.
Vor allem, wenn du in einer kleinen Kanzlei bist. Aber sicher wirst du auch mal mit zu einem Gerichtstermin mitgenommen oder musst bei Gericht etwas abgeben oder holen.
So was kannst du auch beschreiben.
Du musst ja nicht immer den gleichen Ablauf beschreiben sondern du kannst einzelne Tätigkeiten herausheben (die jeden Tag passieren - aber jede Woche einen anderen Teil genauer beschreiben und beleuchten).

Du beschreibst die Tätigkeiten bzw. was an diesen Tätigkeiten so besonders ist (im Hinblick auf sonstige Bürotätigkeit). Da findet sich im Anwaltsalltag sicher einiges.
Fristen sind im Anwaltsbüro z. B. sehr, sehr wichtig.

Kalenderverwaltung ist etwas, da kann man sehr viel darüber schreiben. Oder Aktenführung.

Wie lange werden die Akten aufbewahrt und wo? Wie ist das mit der Aktenvernichtung? Was muss da beachtet werden?

Wie wichtig sind Empfangsbekenntnisse?
Wie ist das mit den Treuhandkonten - den Geldern, die für die Mandanten eingehen und weitergeleitet werden müssen? Diese Gelder dürfen ja nicht einfach so auf dem Konto der Kanzlei geführt werden. => Lass dir das erklären.

Hier kannst du nachlesen, was so die Aufgaben und Tätigkeiten im RA-Büro sind:

https://www.rechtsanwaltsfachangestellte.org/aufgaben/

https://www.anwalt.org/rechtsanwaltsfachangestellte/

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=oahmfDUJa2rmqLctvq4iITUZ2az8ZMgJXcB6rbnO2t7l_o5wrT-E!718000990?path=null/kurzbeschreibung/taetigkeitsinhalte&dkz=7958

https://www.ausbildungspark.com/berufsbilder/rechtsanwaltsfachangestellter/

Nimm dir einfach einige Tätigkeiten heraus und beschreibe sie:
Das, was du machen durftest.
Warum du es gemacht hast?
z.B. Empfangsbekenntnis ...
Das Gericht schickt dem Anwalt ein Dokument zu (Ausfertigung eines Urteils, eine Anklageschrift, eine Klageschrift, einen Kostenfestsetzungsbeschluss) usw.
Dieses Schriftstück wird meistens von einem "Empfangsbekenntnis" begleitet.
Jetzt beschreibst du, was es mit diesem "Empfangsbekenntnis" auf sich hat.
Welche Funktion es hat.
Was macht man damit? Man legt es mit dem zuzustellenden Schriftstück des Gerichts (oder der Staatsanwaltschaft) dem Anwalt vor. Er ergänzt es mit dem Datum und der Unterschrift und dann schickt das Sekretariat dieses "Empfangsbekenntnis" an den Absender unverzüglich zurück (oder faxt es der Geschäftsstelle durch).
Welchen Nutzen hat das - warum machst du (oder die Sekretärin) das?
Was hat das für Folgen, wenn da ein falsches Datum darauf steht?

==> hier kannst du es nachlesen. Lass es dir aber auch vom Anwalt erklären.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zustellung_(Deutschland)

https://dejure.org/gesetze/ZPO/174.html

In diesem Zusammenhang kommen wieder die Fristen ins Gespräch.
Frage doch mal nach, wie wichtig die Einhaltung von Fristen ist.
Was passiert, wenn ein Anwalt einmal eine Frist versäumt, weil die Sekretärin geschlampt hat? Ich sage hier nur einmal: Wiedereinsetzung in den vorigen Stand.

Vielleicht darfst du ja auch mal bei einer Mandantenbesprechung dabei sein?
Beschreibe wie das war.
Begrüßung. Mandant schildert den Fall. Rechtsanwalt macht Notizen.
Akten/Unterlagen des Mandanten werden kopiert. Der Anwalt diktiert in Anwesenheit des Mandanten einen Antragsentwurf. Das Sekretariat muss später das Banddiktat abtippen.
Es wird im Entwurf dem Mandanten zugeleitet (oder vielleicht wartet er ja).

Es wird eine Akte angelegt. Nach Rücksprache mit dem Mandanten wird der Antrag dann zB bei Gericht eingereicht (bei einer Zivilklage zB nicht ohne gleichzeitige Einzahlung des Gerichtskostenvorschusses) oder der Anwalt formuliert einen Anwaltsschriftsatz an einen anderen Anwalt oder den (Prozess)Gegner.
Eine Klageschrift wird zB ja nicht in einfacher Fertigung eingereicht, sondern man reicht mehrere Exemplare ein (für jede beteiligte Partei und deren Anwalt eine Kopie), Anlagen müssen extra als solche gekennzeichnet werden und ebenfalls in entsprechender Anzahl beigefügt werden usw, usw. .....

Du siehst: Man kann sehr, sehr viel schreiben und ausarbeiten.

Einfach zu schreiben: "Morgens kamm der Postbote, wir öffneten die Briefumschläge, nahmen die Briefe heraus und ordneten die Post den entsprechenden Akten zu und legten sie dem Rechtsanwalt vor, zusammen mit 1 Tasse starken Kaffee" ... ist zu wenig.
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Antwort von Rikko (ehem. Mitglied) | 14.11.2019 - 15:18
Wichtig ist auch, ob es ein Fachanwalt ist! Ist er Fachanwalt für Strafrecht, Verkehrsrecht, Familienrecht, Steuerrecht usw. Entsprechend hat er mit bestimmten Gerichten zu tun. Dazu kannst du auch ein paar Gesetze nennen. Du kannst ja auch mal ein paar Begriffe erfragen, wie Streitwert, Prozesskostenhilfe und nur mal jeden Tag einen davon erläutern. Z.B. heute habe ich mich vom Rechtsanwalt folgenden Begriff erklären lassen...Welche Fälle bearbeitet er denn so? Vielleicht Ehescheidungen, Sorgerechtsentscheidungen, Erbsachen... Frage ruhig nach den Arbeitsabläufen, auch wenn du selbst diese nicht ausführst. Schreibe etwas über die Tätigkeiten eine Reno-Gehilfin.

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