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Leserbrief zum Thema "Sprache als Mittel der Integration"

Frage: Leserbrief zum Thema "Sprache als Mittel der Integration"
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Leserbrief zum Thema "Sprache als Mittel der Integration".
Guten Abend,
anbei beifüge ich meinen Leserbrief, die ca.380 Worter umfasst.
Ich bitte um die Korrektur, zwecks meiner Vorbereitung auf die Prüfung C2 Goethe Institut.
Wenn ihr Wiederholungen oder unbedeutende Sätze merken, bitte signalisieren sie bei der Antwort.
ich wäre sie dankbar, wenn sie auch die Fehler durch Farben oder eine fettgedruckte Form auf dem Text markieren.
Einen schönen Tag wünscht ich euch und vielen Dank im Voraus für eure Mühe.
Alessandra

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Thema “ Sprache als Mittel der Integration”

1. Es ist eine völlig willkürliche Annahme, dass die Loyalität zu einem Land mit der Kenntnis von dessen Sprache verbunden ist.
2. Stärker als alles andere entscheiden Sprachkenntnisse über die Integration von Migranten.
3. Kein Denken ohne Sprache, keine Identität ohne Worte. Sprache ist Teil von Kultur und ihr Erhalt maßgeblich für die Kulturenvielfalt. Die Muttersprache der Migranten muss gefördert werden.


Sehr geehrte Redaktion,

mit großem Interesse habe ich im Radio ihre Sendung zum Thema „Zwischen Deutsch und Muttersprache – Sprache als Mittel der Integration“ gehört. Nach meiner Einreise in Deutschland nahm ich an dem Integrationskurs „Leben in Deutschland“ teil. Der Erwerb von Kenntnisse in verscheidenen Bereichen wie z.B. Geschichte, Rechtsordnung und Politik hielt ich als vorteilhaft für meine Anpassung an die neuen Gesellschaft. Hier möchte ich daher zu den drei Diskussionsbeiträgen Stellung nehmen.

Der deutsche Pass ist ein Zeichen, dass Deutschland möchte, dass der junge Migrant oder die junge Migrantin dazugehört. Man sollte freiwillig sich einzubürgern zu lassen. Wenn einige Voraussetzungen wie z.B. den Erwerb auf Sprachkenntnisse (B1 Niveau) und das Bestanden der oben genannten Integrationsprüfung erfüllen werden, darf man den Antrag zum deuschen Pass stellen.

Dass die Solidarität zu einem Land mit der Kenntnis von dessen Sprache verbunden ist, halte ich für eine unbegründete Behauptung. Man kann sich in Norvegen aufhalten, da die Landschaft uns anregt. Man fühlt sich dort wohl ohne die Landessprache zu kennen. Meiner Meinung nach hat diese Haltung nicht mit Unsolidarität gegenüber der Bevölkerung des neuen Lands zu tun. Der Erwerb der Sprache hilft aber dabei, sich in einer Gesellschaft einzufügen. Die Sprache gilt als Kommunikationsmittel, um sich zurechtzufinden.

Ihrer zweiten Diskussionsbeitrag, dass die Sprache als wichtigster Faktor fü die Integration gilt, stimme ich zu. Im Bereich der Bildung stellt sie eine wertvolle Ressource dar, weil der schulische Unterricht meist in der jeweiligen Landessprache gegeben wird. Auch für den Erfolg am Arbeitsmarkt spielt die Sprache eine Rolle. Wer nicht der Sprache mächtig ist, hat Nachteile z.B. bezüglich seiner Einkommen. Der Integrationsprozess wird auch durch die Möglichkeiten sozialer Partizipation, wie z.B. die politische Beteiligung oder der Einbindung in Vereine, begünstigt.
Was Ihren dritten Diskussionsbeitrag betrifft, dass die Muttersprache der Migranten gefördert sein muss, halte ich für richtig. Sie muss nicht in Vergessenheit geraten, da sie für Identität gilt. Die „Vielfalt“ unserer Denkweise wird dem Ansprechpartner vermittelt. Die politische Maßnahme sollten z.B. die Begründung von Vereine seitens der Migranten fördern. In der Schule sollte man die Zweisprachigkeit unterstützen. Unterrichtseinheiten in den Minderheitensprachen sollen z.B. freiwillig für ausländische Kinder bereitgestellt werden.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Spaltung der Gesellschaft in sprachlich getrennte Teile eine Drohung für die Integration darstellt, die durch Maßnahmen seitens der Einwanderungsländer beseitigt werden muss.
Frage von AlessandraV | am 05.08.2019 - 02:48


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Antwort von Rikko | 06.08.2019 - 12:06
Hallo Alessandra, deine Korrektur ist richtig, weil du ja in einer Aufzählung von Beispielen bist. Sonst ginge beides. "...wie z.B. der politischen Beteiligung oder der Einbindung in Vereine... Nimm hier deine Korrektur. Ja, du musst weiter intensiv deutsch lernen, deshalb korrigiere ich einen kleinen Abschnitt von dir:


An Alle:
Das Thema "Träume im Ausland" interessiert mich sehr: Wenn Ihr Materialien darüber findet, teilt mir hier bitte die Quellen mit. Ich bin u.a. Publizistin und schreibe seit Jahren online in Spalten für italienische Portale und Zeitschriften, die sich mit Gesundheit und Psyche beschäftigen. Ich wäre euch sehr dankbar.

Die Anrede braucht man nur im Brief großschreiben. Normalerweise heißt es: Ihr-euch und Sie-Ihnen (förmlicher Brief).


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Antwort von Rikko | 05.08.2019 - 12:30
Hier mein Lösungsvorschlag:

Sehr geehrte Redaktion,

mit großem Interesse habe ich im Radio ihre Sendung zum Thema „Zwischen Deutsch und Muttersprache – Sprache als Mittel der Integration“ gehört (verfolgt). Nach meiner Einreise in Deutschland nahm ich am Integrationskurs „Leben in Deutschland“ teil. Der Erwerb von Kenntnissen in verschiedenen Bereichen wie z.B. Geschichte, Rechtsordnung und Politik fand ich sehr vorteilhaft für meine Integration in die neue Gesellschaft (oder:Anpassung an die Neue Gesellschaft). Hier möchte ich daher zu den drei Diskussionsbeiträgen Stellung nehmen.

Der deutsche Pass ist ein Zeichen dafür, dass Deutschland möchte, dass der junge Migrant oder die junge Migrantin dazugehört. Man sollte sich freiwillig einbürgern lassen. Wenn einige Voraussetzungen wie z.B. der Erwerb von Sprachkenntnissen auf B1 - Niveau und das Bestehen der oben genannten Integrationsprüfung erfüllt werden, darf (kann) man den Antrag auf einen deutschen Pass stellen.

Dass die Solidarität [hier: Loyalität] zu einem Land mit der Kenntnis von dessen Sprache verbunden ist, halte ich für eine unbegründete Behauptung. Man kann sich in Norwegen aufhalten, weil einem die Landschaft gefällt und sich wohlfühlen, ohne die Landessprache zu sprechen. Meiner Meinung nach hat diese Haltung nichts mit unsolidarischem Verhalten [hier: unloyalem Verhalten] gegenüber der Bevölkerung des neuen Landes zu tun. Der Erwerb der Sprache hilft aber dabei, sich in einer Gesellschaft einzufügen. Die Sprache gilt als Kommunikationsmittel, um sich zurechtzufinden.

Ihrem zweiten Diskussionsbeitrag, dass die Sprache als wichtigster Faktor für die Integration gilt, stimme ich zu. Im Bereich der Bildung stellt sie eine wertvolle Ressource dar, weil der schulische Unterricht meist in der jeweiligen Landessprache erteilt wird. Auch für den Erfolg am Arbeitsmarkt spielt die Sprache eine wichtige Rolle. Wer nicht der Sprache mächtig ist, hat Nachteile z.B. bezüglich seines Einkommens. Der Integrationsprozess wird auch durch die Möglichkeiten sozialer Partizipation, wie z.B. die politische Beteiligung oder der Einbindung in Vereine, begünstigt.

Was Ihren dritten Diskussionsbeitrag betrifft, nämlich dass die Muttersprache der Migranten gefördert werden muss, halte ich für richtig. Sie sollte nicht in Vergessenheit geraten, da sie für ihre Identität steht. Die „Vielfalt“ unserer Denkweise wird dem Ansprechpartner vermittelt. Durch politische Maßnahmen sollten z.B. die Gründung von Vereine seitens der Migranten gefördert werden. In der Schule sollte man die Zweisprachigkeit unterstützen. Unterrichtseinheiten in ihren jeweiligen Landessprachen sollten z.B. freiwillig für ausländische Schüler angeboten werden.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Spaltung der Gesellschaft in sprachlich getrennte Teile eine Bedrohung für die Integration darstellt, die durch Maßnahmen seitens der Einwanderungsländer beseitigt werden muss.

Ich habe mich weitgehend an deine Vorlage gehalten und die Korrekturen fettgedruckt. In Klammern stehen Alternativen, die du auswählen kannst.


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Antwort von Rikko | 05.08.2019 - 13:00
Hallo nochmal. Du kannst auch schreiben:
So sollten z.B. freiwillig Unterrichtseinheiten für ausländische Schüler in ihrer jeweiligen Muttersprache angeboten werden.

Das ist besser!

Loyalität bedeutet ja, dass man sich mit einem Land und seinen Einwohnern verbunden fühlt. Im Urlaub ist es nicht so wichtig, aber wenn man in ein neues Land eingebürgert werden möchte und dort für immer leben will, ist es meiner Meinung schon erforderlich, die neue Sprache zu erlernen, auch um zu zeigen, dass man dazugehören will, sich mit Normen und der Kultur identifiziert und so Treue und Verbundenheit zu seinen neuen Mitbürgern empfindet.

Manchmal wirkt es befremdlich, wenn Migranten lange in Deutschland leben, aber kaum Deutsch sprechen. Das zeugt auch von mangelndem Interesse und führt zu dem Eindruck, dass diese nicht dazugehören oder vielleicht wieder in ihre Heimat reisen wollen...
In den anderen Abschnitten sagst du ja auch, dass die Landessprache sehr wichtiger Bestandteil der Integration ist.

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Antwort von cleosulz | 05.08.2019 - 13:44
Du hast unterschiedliche Auffassungen (siehe Rikkos Bemerkungen).
Solidarität, Loyalität und Integration

Suche nochmals nach Begriffserklärungen zu diesen unterschiedlichen Begriffen.
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Antwort von Rikko | 05.08.2019 - 14:00
Hallo noch einmal. Zu Punkt 1: Man kann es auch anders betrachten. Wenn ich perfektes Englisch oder Spanisch spreche, bedeutet das noch lange nicht, dass ich dem Land loyal gegenüberstehe. Andererseits kann ich dort Urlaub machen, muss aber nicht spanisch sprechen, kann aber trotzdem loyal zu den Bewohnern des Landes sein.

Ganz anders muss man es betrachten, wenn man für immer in einem neuen Land leben möchte! Obwohl die Sprache kein Beweis für Loyalität sein muss...
Auch wer perfektes Deutsch spricht, muss ja nicht zwangsläufig loyal sein...

Denn selbst ein Deutscher muss seinem Land nicht loyal sein, ist aber selten.

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Antwort von cleosulz | 05.08.2019 - 14:26
Anmerkungen zum Thema:
Eine Sprache beherrscht man, wenn man in ihr denkt bzw. träumt, ohne einen Unterschied zu bemerken.
Siehe auch mehrsprachig aufwachsende Kinder.

Beherrscht man die Landessprache, tut man sich leichter.
Egal ob als Immigrantin oder Urlauberin.
Kommunikation funktioniert zwar nicht nur über Sprache, doch vornehmlich.

Solidarität drückt man durch Handeln aus, durch Unterstützung z.B.
Dabei ist Sprache zweitrangig.
Bei Loyalität ist es ähnlich.
Immigranten die die Sprache des Landes beherrschen zeigen jedoch eher, dass sie gewillt sind, ein Teil dieses Landes zu sein.
Das hat auch was mit Respekt gegenüber den "Inländern" zu tun.

Dies hat weder mit Aufgabe der eigenen Kultur noch mit übermäßiger Anpassung zu tun.

Fremdsprachige Parallelgesellschaften sind weder loyal noch solidarisch und dienen auf keinen Fall der Integration sondern sind für mich persönlich äußerst befremdlich.

Freiwilligen Sprachunterricht für Migranten in ihrer Muttersprache gab es schon in den 70ern bei den Fremdarbeiterkindern, siehe Italien. Damals mit dem Hintergrund, dass die Kinder der italienischen Hilfsarbeiter daheim in Italien wieder problemlos eingegliedert werden können, wenn Papa oder Mama zurück gehen. Waren die Fremdarbeiter ursprünglich nur Hilfsarbeiter auf Zeit gedacht.

Aus heutiger Sicht betrachte ich solchen Unterricht (auch ohne Rückkehrgedanken) als nützlich, da das Beherrschen von vielen Sprachen im Zeitalter der Globalisierung nur von Vorteil sein kann.
Zumal in vielen Familien die Heimatsprache im häuslichen Bereich gesprochen wird. Hier wäre ein Muttersprachunterricht (also lesen und schreiben) für mich auch wichtig.
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Antwort von AlessandraV | 05.08.2019 - 17:31
cleosulz: Eine Sprache beherrscht man, wenn man in ihr denkt bzw. träumt, ohne einen Unterschied zu bemerken.
Siehe auch mehrsprachig aufwachsende Kinder. ---
deine Aussage lässt mich ein bisschen nachdenklich,
bei den Träumen nutzen wir vorwiegend Bilder, ich meine, dass das Kognitiv u. a. die Sprache keine Rolle dafür spielt. Unser Gehirn macht keinen Unterschied zwischen Muttersprache oder Aufnahmeland-Sprache wenn wir träumen. einfach weil was in den Träumen geschehen gehört zu einer unterbewussten Ebene, obwohl unser Gehirn Elemente von Realität rausholt. Wenn du wirtschaftliche Info über dieses Thema hättest, hätte ich sie gerne .. Da es interessiert mich viel. Bin übrigens auch Psychologin. Danke für deinen Beitrag
Alessandra


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Antwort von Rikko | 05.08.2019 - 17:39
@cleosulz: also ich träume immer auf deutsch, selbst wenn ich im Ausland nur Englisch spreche. Also ich würde den Abschnitt mit der Solidarität/Loyalität (Fragestellung beachten!) umformulieren:
Dass die Loyalität zu einem Land mit seiner Sprachkenntnis verbunden ist, halte ich für eine unbegründete Behauptung.
Allgemein erwartet man zwar von einem Migranten, dass er sich bemüht, die deutsche Sprache zu erlernen. Trotz Sprachproblemen kann er aber loyal zu den Bewohnern und deren Staat sein, während ein fließend Deutschsprechender politischer Extremist ein schlechtes loyales Verhalten zeigen könnte.
Der Erwerb der Sprache als Kommunikationsmittel hilft aber dabei, sich in einer Gesellschaft besser einzufügen und zurechtzufinden.
Im Urlaub kann man loyal sein, auch wenn man die Landessprache nicht perfekt beherrscht.

So würde ich diesen Abschnitt schreiben.


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Antwort von AlessandraV | 05.08.2019 - 19:15
Hallo, ich habe falsch loyalitat und Solidarität auf dem Text benutzt, da ich beide diese Begriffe als synonym betrachtet habe! Jetzt, in meinem einsprachigen Wörterbuch de/de steht Loyalität in Bezug auf dem Respekt gegenüber einem Land (und seinem System). Der Urlauber/aber auch ein Rentner, der will, ohne die Sprache zu kennen, sich in Norwegien aufhalten, zeigt sich lojal z. b. wenn er sich auf die Prinzipien und die Regeln der norwegischen Institutionen halten wird. z. b. Er kann sich schon vor seinem umzog über bestimmte Vereinbarungen und Regeln des zusammenlebens in diesem Land informieren, nutzt vor Ort Englisch um sich zurechtfinden. Er zeigt dort ein faires Verhalten da er bewusst seine Pflichte auf alle Fällen ist. Das gilt aber nur für eine erste Zeit, da danach ohne Sprache nicht leben kann. Aber wenn er in Norwegen örtliche Kontakte mit Menschen die auch seine Sprache sprechen, kann sich dabei unterstützen werden, Loyalität zu dieser Nation aufzuzeigen.

zu der Korrektur meiner Arbeit. Die Fehler die Rikko markiert hat, werde ich in meiner neuen Verfassung betrachten.
zu dem Inhalt meines Texts:
1.Bezuglich des ersten Diskussionsbeitrags sollte ich besser das Konzept der Loyalität ausdrücken?
3)bezuglich der Foerderung der Muttersprache sollte ich konkret Beispiele im Bereich zweisprachige Unterrichtsstunden berichten? Auch in Österreich gibt es z. b aktive schulische Projekte zur Unterstützung der Zweisprachigkeit in 22 Fremdsprachen.

Danke für eure ausführliche Antwort
Grazie :-)


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Antwort von Rikko | 05.08.2019 - 21:41
Hallo, du gibst dir viel Mühe Alessandra. In deinem letzten Beitrag sind einige Fehler, die aber meist auf Tippfehler durch Schnelligkeit hindeuten. Für die neue Fassung deiner Arbeit solltest du auch an die Anzahl der Wörter denken 350 + 10% ?, also max 385...
Ich glaube zur Loyalität muss man nicht viel sagen. Du kannst ja auch Wikipedia - Beiträge dazu lesen. Ich sehe Loyalität als die Verbundenheit zu einem Land, die Beachtung seiner Gesetze und der politischen Normen (Demokratie, Respekt) und Kultur. Das hat ja nicht unbedingt etwas mit der Sprache zu tun.
Wenn du noch ein paar Worte übrig hast, kannst du etwas über den zweisprachigen (=bilingualen) Unterricht in Österreich schreiben.
"Grazie" klingt italienisch...

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Antwort von cleosulz | 06.08.2019 - 00:24
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Studien dazu habe ich keine.

Das sind eigene Erfahrungen bzw von Freunden.

Ein Freund von mir erzählte, dass er, als er in längere Zeit in Amerika lebte, anfangs noch auf deutsch träumte. Je mehr er aber Englisch sprach - und vor allem nicht mehr täglich deutsch, desto mehr verloren sich die deutschsprachigen Träume. Ist er längere Zeit in den Staaten, träumt der Englisch. Ist er länger daheim in Deutschland träumt er wieder auf deutsch.
Ich fand das interessant.
Auch, weil ich meines Wissens noch nie in einer Fremdsprache geträumt habe. Aber ich spreche nur leidlich Englisch.

Ich ertappe mich aber dabei, dass ich mich besser auf Englisch unterhalte, wenn ich mir den Satz auf Englisch denke, als wenn ich einen deutschen Text übersetzen will. Dann fehlen mir Begriffe.
Beim Draufzureden klappt es besser. Vermutlich sind es auch einfachere, kürzere Sätze. Spreche ich längere Zeit, geht es automatisch. Eine Übersetzung im Kopf findet nicht mehr statt. Höchstens die Suche nach einzelnen, nicht geläufigen Begriffen.
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Antwort von cleosulz | 06.08.2019 - 00:33
Zu mehrsprachigen Kindern:
Mein Patenkind spricht mit Papa Dialekt, mit Mama hochdeutsch.
Das sind 2 Sprachen.

Das klappt ohne nachzudenken.
Das Kind von Freunden spricht mit Papa französisch und mit der Mutter deutsch.
Es wechselt während der Unterhaltung in die jeweilige Sprache. Je nach dem, wer angesprochen wird. Ich habe den Eindruck, dass das auch automatisch, ohne nachzudenken geht. Das Kind weiß, dass beide Elternteile es verstehen.
Wichtig für das Sprache lernen ist aber auch das Schreiben.
Kinder die eine fremde Sprache zwar verstehen, können sie nicht automatisch lesen oder schreiben.
Das kenne ich aus der Familie.
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Antwort von AlessandraV | 06.08.2019 - 10:41
e Guten Morgen,

Für Rikko:
in deiner Korrektur hat du zufällig einen Fehler vergessen zu notieren?
Bestätige es noch mal bitte.
Der Integrationsprozess wird auch durch die Möglichkeiten sozialer Partizipation, wie z.B. die politische Beteiligung oder die Einbindung in Vereine, begünstigt.
Wenn ich neben deiner Korrekturen auch deine Verbesserung bezüglich des Loyalitätbezogen Abschnitt hinzufüge, dann sind wir mit der Fassung schon auf 384 Worter. Deswegen kommen die Beispiele über den zweisprachigen Unterricht in Österreich nicht mehr in Frage.
Ps: Deinen Satz "Im Urlaub kann man loyal sein, auch wenn man die Landessprache nicht perfekt beherrscht" habe ich weggelassen, da ansonsten die Grenze der insgesamten Wörter überschritten hätte.

Ps: ich gebe für meine Texte viel Mühe, da ich meine Deutsch Lehrerin kenne, und ich weiss dass Sie auf schon gegebene 10 Texte, hat sie nur 4 als "knapp ausreichend" bewertet. Uber die anderen hat sie insgesamt gesagt, dass ich die drei Aussagen der Augaben nicht wirklich verstanden habe... Aber ja, Deutsch muss man einfach langsam weiter lernen.

Für Allen:
Das Thema Träume im Ausland interessiert mich viel: Wenn ihr Materialien darüber finden, teilen die Quellen bitte hier mit. Ich bin u.a. Publizistin und schreibe seit Jahren auf Spalten für online italienische Portale und Zeitschriften, die sich mit Gesundheit und Psyche beschätigen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar.

Schönen Tag wünsche ich euch und noch
vielen vielen Dank für eure kontinuierliche Ünterstützung bei dem Lernen der deutschen Sprache.


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Antwort von Rikko | 06.08.2019 - 12:06
Hallo Alessandra, deine Korrektur ist richtig, weil du ja in einer Aufzählung von Beispielen bist. Sonst ginge beides. "...wie z.B. der politischen Beteiligung oder der Einbindung in Vereine... Nimm hier deine Korrektur. Ja, du musst weiter intensiv deutsch lernen, deshalb korrigiere ich einen kleinen Abschnitt von dir:


An Alle:
Das Thema "Träume im Ausland" interessiert mich sehr: Wenn Ihr Materialien darüber findet, teilt mir hier bitte die Quellen mit. Ich bin u.a. Publizistin und schreibe seit Jahren online in Spalten für italienische Portale und Zeitschriften, die sich mit Gesundheit und Psyche beschäftigen. Ich wäre euch sehr dankbar.

Die Anrede braucht man nur im Brief großschreiben. Normalerweise heißt es: Ihr-euch und Sie-Ihnen (förmlicher Brief).

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