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Rawls, John - Gerechtigkeit als Fairness: Inhalt verstehen ?

Frage: Rawls, John - Gerechtigkeit als Fairness: Inhalt verstehen ?
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Hallo Leute... Ich muss diesen Text ausfürlich verstehen....

Verstehe grad leider nicht mal die Hälfte des Textes :(
Füge gleich den Text in den Kommentaren ein
Danke
Frage von MaxMay (ehem. Mitglied) | am 29.10.2014 - 18:54


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Antwort von cleosulz | 31.10.2014 - 15:57
Ich hatte mir zu dem Text oben notiert gehabt:
Die Gruppe regelt (und legt fest), was gut und vernünftig ist, und was gerecht und ungerecht ist = und lebt in dieser theoretischen Situation.
Wenn sie also nach ihren Regeln leben, dann leben sie in der theoretischen Situation von Freiheit und Gerechtigkeit.

Ist das dann der Urzustand, wie Rawls meinte?

aus diesem Urzustand ergeben sich 2 Grundsätze:
=> Gleichheit der Grundrechte und -pflichten
=> Grundsatz der Ungleichheit innerhalb Ungleichheiten wie z.B.
Armut/Reichtum, versch. Machtverhältnisse;
diejenigen, die daraus Vorteile haben, dürfen diese nur dann  haben, wenn aus diesen Vorteilen auch solche für die schwächtesten Mitgliedern der Gesellschaft  ergeben.

Nach den beiden Grundsätzen kann man nicht einfach sagen: Das und das ... rechtfertigt  das. Den Unbilden einiger steht ein größerer Gesamtnutzen gegenüber.
=> Alle, auch die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft müssen einen Nutzen/Vorteile  haben.

Zitat:
In der Theorie der Gerechtigkeit als Fairness spielt die ursprüngliche Situation der Gleichheit dieselbe Rolle wie der Naturzustand in der herkömmlichen Theorie des Gesellschaftsvertrags. Dieser Urzustand wird natürlich nicht als ein wirklicher geschichtlicher Zustand vorgestellt, noch weniger als primitives Stadium der Kultur. Er wird als rein theoretische Situation aufgefasst, die so beschaffen ist, dass sie zu einer bestimmten Gerechtigkeitsvorstellung führt.
 
Jetzt sollte man wissen, was Rawls genau mit "ursprüngliche Situation der Gleichheit" und was als "Naturzustand in der Theorie des Gesellschaftsvertrags" meint. 
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Antwort von MaxMay (ehem. Mitglied) | 29.10.2014 - 19:00
.


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Antwort von MaxMay (ehem. Mitglied) | 29.10.2014 - 19:02
Ja das ist der Text..
unten Rechts steht, was schwer zu erkenne ist: S. 1979,S19-32


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Antwort von matata | 29.10.2014 - 19:48
Vermutlich musst du mehrere Inhaltsangaben, Zusammenfassungen und Interpretationen lesen, bis du den Inhalt erfassen kannst.

http://de.wikipedia.org/wiki/John_Rawls

http://www.ethikseite.de/rawls-overview.html
---> Überblick über Rawls` Theorie der Gerechtigkeit

http://www.zeit.de/2003/20/ST-Rawls-ganzneu
---> Interpretation von Rawls `Grundsätzen aus Zeit Online

http://www.philosophie.uni-hamburg.de/Schramme/Rawls_/2%20Grundlagen.pdf
---> Vorlesung zum Thema

http://www.neuemoral.de/www_neuemoral_de/Philosophen/John_Rawls/john_rawls.html
---> Interpretation der Theorie vonJohn Rawls aus  Neue Zürcher Zeitung

http://ethik-werkstatt.de/Rawls_Theorie_der_Gerechtigkeit.htm
---> Darstellung der Theorie und Kritik daran

Wenn du einzelne Wörter nicht verstehst, dann schreib sie ins nächste Antwortfeld. Dann können wir nach einem gleichbedeutenden Begriff oder einer Erklärung suchen.
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Antwort von MaxMay (ehem. Mitglied) | 29.10.2014 - 20:07
Dankeschön & mache ich!


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Antwort von cleosulz | 29.10.2014 - 23:47
www.zum.de

lies hier mal die Kundenrezesesionen: www.amazon.de
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Antwort von cleosulz | 31.10.2014 - 15:01
MaxMay sagte auch:
Ich verstehe diese Sätze nicht:


Zitat:
Sätze:
Die Entscheidung, die vernünftige Menschen in dieser theoretischen Situation der Freiheit und Gleichheit treffen würden, bestimmt die Grundsätze der Gerechtigkeit. (Wir nehmen für den Augenblick an, dass dieses Entscheidungsproblem eine Lösung hat.)


In der Theorie der Gerechtigkeit als Fairness spielt die ursprüngliche Situation der Gleichheit dieselbe Rolle wie der Naturzustand in der herkömmlichen Theorie des Gesellschaftsvertrags. Dieser Urzustand wird natürlich nicht als ein wirklicher geschichtlicher Zustand vorgestellt, noch weniger als primitives Stadium der Kultur. Er wird als rein theoretische Situation aufgefasst, die so beschaffen ist, dass sie zu einer bestimmten Gerechtigkeitsvorstellung führt.
 

Kann mir diese Sätze jemand erklären?
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Antwort von matata | 31.10.2014 - 15:43
Das ist nicht ganz so einfach, aber ich versuche es einmal:

Wenn Menschen sich in einer Gemeinschaft zusammenfinden, müssen sie zuerst lernen, wie sie zusammen leben wollen. Sie stellen Regeln auf oder leben nach ungeschriebenen Regeln, einfach bestrebt sich gegenseitig zu akzeptieren und nicht zu schaden. Ursprünglich waren die Menschen so frei, sich selbst die Regeln des Zusammenlebens zu geben. Sie lebten also theoretisch in Freiheit und waren einander gleich. Sie waren sicher bestrebt, untereinander gerecht / fair zu sein und sich nicht willentlich zu benachteiligen in irgendeiner Sache. Sonst hätten sie der Gemeinschaft geschadet. Auf diese waren sie aber angewiesen, denn sie schützte alle und half allen zu überleben.
Wann die Menschen im Laufe der Zeit merkten, dass sie gemeinsam besser überleben konnten und stärker waren, das weiss man nicht. Man weiss nur aus der Urgeschichte, dass die Menschen immer in Gruppen lebten (Höhlenbewohner,Steinzeitmenschen, Hunnenvölker etc.). Man kann also nicht genau sagen, wann die Idee der Gleichheit aufgekommen ist. Deshalb ist diese Gleichheit und das entsprechende Verhalten in Gruppen ein rein theoretische Annahme. Es muss aber so gewesen sein, denn auch moderne Erkenntnisse aus der heutigen Zeit zeigen, dass Gleichheit in einer Gruppe nur bestehen bleibt, wenn sich die einzelnen Gruppenmitglieder untereinander möglichst fair verhalten, sich respektieren und die Gruppenregeln einhalten.
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Antwort von cleosulz | 31.10.2014 - 15:57
Ich hatte mir zu dem Text oben notiert gehabt:
Die Gruppe regelt (und legt fest), was gut und vernünftig ist, und was gerecht und ungerecht ist = und lebt in dieser theoretischen Situation.
Wenn sie also nach ihren Regeln leben, dann leben sie in der theoretischen Situation von Freiheit und Gerechtigkeit.

Ist das dann der Urzustand, wie Rawls meinte?

aus diesem Urzustand ergeben sich 2 Grundsätze:
=> Gleichheit der Grundrechte und -pflichten
=> Grundsatz der Ungleichheit innerhalb Ungleichheiten wie z.B.
Armut/Reichtum, versch. Machtverhältnisse;
diejenigen, die daraus Vorteile haben, dürfen diese nur dann  haben, wenn aus diesen Vorteilen auch solche für die schwächtesten Mitgliedern der Gesellschaft  ergeben.

Nach den beiden Grundsätzen kann man nicht einfach sagen: Das und das ... rechtfertigt  das. Den Unbilden einiger steht ein größerer Gesamtnutzen gegenüber.
=> Alle, auch die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft müssen einen Nutzen/Vorteile  haben.

Zitat:
In der Theorie der Gerechtigkeit als Fairness spielt die ursprüngliche Situation der Gleichheit dieselbe Rolle wie der Naturzustand in der herkömmlichen Theorie des Gesellschaftsvertrags. Dieser Urzustand wird natürlich nicht als ein wirklicher geschichtlicher Zustand vorgestellt, noch weniger als primitives Stadium der Kultur. Er wird als rein theoretische Situation aufgefasst, die so beschaffen ist, dass sie zu einer bestimmten Gerechtigkeitsvorstellung führt.
 
Jetzt sollte man wissen, was Rawls genau mit "ursprüngliche Situation der Gleichheit" und was als "Naturzustand in der Theorie des Gesellschaftsvertrags" meint. 
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Antwort von cleosulz | 31.10.2014 - 16:05
sites.google.com
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Antwort von MaxMay (ehem. Mitglied) | 31.10.2014 - 18:07
Danke habt mir sehr geholfen...
Könnt ihr etwas zum Naturzustand sagen bezüglich des Textes?


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Antwort von matata | 31.10.2014 - 18:31
Verstehst du das?
Der Urzustand wurde von Hobbes  definiiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vertragstheorie

http://www.ethik-werkstatt.de/Klassische_Vertragstheorie.htm
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Antwort von cleosulz | 31.10.2014 - 22:34
Was hast du verstanden?
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Antwort von SteveZimmermann (ehem. Mitglied) | 31.10.2014 - 22:41
Habe ich es jetzt richtig verstanden mit °Naturzustand°

Das ist eine Art der Gerechtigkeit, die eine Theorie gewesen ist. In dieser Theorie gibt es keine Regeln , alle gegen alle.


FInde das irgendwie Schwirieg..bezug auf den Text zu nehmen. :(


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Antwort von SteveZimmermann (ehem. Mitglied) | 31.10.2014 - 22:46
Der Naturzustand/Urzustand

ist das das hier:
 Konstruktion einer fairen und gleichen Verhandlungssituation, die die Gerechtigkeitsprinzipien legitimieren soll. In dieser rein theoretischen Situation wird der Gesellschaftsvertrag geschlossen.

?


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Antwort von SteveZimmermann (ehem. Mitglied) | 31.10.2014 - 22:51
Aso..jetzt weiß ich was es ist.
Dies solle ein faires Gesellschaftsmodell darstellen, in dem jeder gleich behandelt wird......Stimmts?
Und wie funktioniert das:.....könnt ihr mir sagen wo das genau in meinem Text steht...hier ist der Text als Link:
http://www.zum.de/Faecher/Eth/SA/stoff12/rawls.htm
siehe unten


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Antwort von SteveZimmermann (ehem. Mitglied) | 31.10.2014 - 22:58
ah ich habe 2 Grundsätz gefunden!


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Antwort von matata | 31.10.2014 - 23:26
Hier habe ich für deinen Klassenkameraden mehrere Links gesucht mit Interpretationen und Erklärungen. Am besten liest du da einmal quer....

http://www.e-hausaufgaben.de/Thema-200049-Rawls-John-Gerechtigkeit-als-Fairness-Inhalt-verstehen-.php?seite=1
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Antwort von SteveZimmermann (ehem. Mitglied) | 31.10.2014 - 23:36
Ja wie beide befinden uns grad neben eiandner.

Das Probelm ist , dass das Deutsch auf dem Arbeitsblatt recht schwierig ist und diese Links enthalten die selbe Sprachauswahl. Dies bringt uns nicht wirklich weiter !


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Antwort von matata | 31.10.2014 - 23:47
Deutsch in Sachtexten ist Fachsprache und naturgemäss schwieriger zu verstehen als in Jugendbüchern oder bestimmten Zeitungen.
Der Wiki-Artikel in der Link-Sammlung ist ganz gut zu verstehen und hat auch schon eingebaute Hilfen zum Nachschlagen bestimmter Wörter. Ackert den noch einmal durch, und sonst fragt ihr nach bestimmten Ausdrücken im nächsten Antwortfeld. Ich formuliere grundsätzlich keine Texte neu für unsere User....
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Antwort von cleosulz | 01.11.2014 - 17:34
MaxMay schrieb auch:

Zitat:
Ich habe einige Sätze leider nicht verstanden...sind bzw. nicht richtig bei mir angekommen.....

1.)
"Sie will nicht besagen, die Begriffe der Gerechtigkeit und der Fairness seien ein und dasselbe, ebenso wenig wie der Ausdruck „Dichtung als Metapher“ sagen will, Dichtung und Metapher seien dasselbe."
Was meint man denn mit DIchtung und Mathapher ...?
 
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