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Facharbeit: Diskussion des Mill-Textes: „Die Lebensauffassung des Utilitarismus“

Alles zu John Stuart Mill  - Der Utilitarismus

Aufgabenstellung zur Hausarbeit im 2.Schulhalbjahr 2007



Thema:
Diskussion des Mill-Textes: „Die Lebensauffassung des Utilitarismus“
Verfasserin: *****
Kursleiterin: *****
Schuljahr/ Klasse: 2007/08
Ausgabe: **.**.2007
Abgabetermin: **.**.2007

INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung…………………………………………………….2
Definition des Utilitarismus
Biografie von John Stuart Mill…………………….………………………………......…3

Was ist Thema des Textes?
Geben Sie seinen Inhalt wieder…...........................................................................4
Wie bestimmt Mill die Begriffe Lust und Glück?
Benennen Sie auch, was er ausdrücklich darunter nicht versteht……………………………………………….…7
Diskutieren Sie seine These, es sei besser,
„ein unzufriedener Sokrates al ein zufriedener Narr zu sein“

Und nehmen Sie Stellung zu der Behauptung:
„Der Utilitarismus ist eigentlich eine besonders raffinierte Form des Egoismus“…..……………………...………………………...9
Schlusswort
Eigene Stellungnahme
Kritik am Utilitarismus………..…………………………11
Literatur-/Quellenangabe…………………………………...12
Versicherung………………………………………………..13
1.Einleitung
Die folgende Arbeit entstand im Verlauf des Philosophieunterrichtes 07/08.
In dieser möchte ich auf die Grundzüge des Utilitarismus anhand eines Textausschnittes (S.13-22) von John Stuart Mill aus seinem Buch „Der Utilitarismus“ (Stuttgart; Reclam; 1976) eingehen und auf die wesentlichen Dinge verweisen.
Das Thema wurde in drei zentrale Fragestellungen geteilt.
Zunächst werde ich allerdings die Person J.S. Mill anhand einer kurzen Darstellung seiner Person vorstellen.
Der erste Teil soll allgemeinen zusammenfassenden Überblick über das Thema des bearbeiteten Textes geben, wobei der zweite Teil dann näher auf die Bedeutung der Begriffe „Lust und Glück“ eingeht. Wiederholungen sind aufgrund des Zusammenhanges unumgehbar.
In dritten Teil werde ich anhand des erarbeiteten Hintergrundwissens die These, es sei besser, „ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr zu sein“ diskutieren und der Behauptung „Der Utilitarismus ist eigentlich eine besonders raffinierte Form des Egoismus“ Stellung nehmen, wodurch sich auch mögliche Kritikpunkte an dem Utilitarismus zeigen werden.

Definition des Utilitarismus

Zunächst einmal möchte ich allerdings zum besseren Verständnis der konkreten Ansicht von Mill an dieser Stelle eine allgemeine Definition für den Utilitarismus geben:
Der Utilitarismus ist die Theorie der Ethik, des Rechtes und der Sozialphilosophie. Nach dieser Lehre kann eine Handlung ethisch gut beurteilt werden, wenn sie für das Glück der meisten Menschen förderlich oder nützlich ist.
Nützlich soll das sein, was zu einem lustbetonten, befriedigten und glücklichen Leben beiträgt.
Jeremy Bentham stellte eine erste systematische Darstellung des Utilitarismus in seinem Werk „Einführung in die Prinzipien der Gesetzgebung und der Moral“ auf.
2. Biografie von John Stuart Mill
John Stuart Mill wurde am 20. Mai 1806 in Pentonville, London geboren und war englicher Philosoph, Ökonom und einer der einflussreichsten liberalen Denker seiner Zeit. Er war Anhänger des Utilitarismus. Die wirtschaftlichen Werke zählen zu den Grundlagen der klassischen Nationalökonomie und machten ihn zu einem der Hauptvertreter.
Der hochbegabte Junge wurde als Ältestes von neun Kinder, der Eltern James Hill und Harriet Murrow geboren und lernte schon sehr früh Griechisch, Latein und später Französisch und Deutsch. Mit acht Jahren war er dann soweit, dass er seinen jüngeren Geschwistern Latein beibrachte.
In seinem von strengen Leben, indem er in wissenschaftlichen Disziplinen, wie Staatslehre, Philosophie, Logik und Wirtschaft unterrichtet wurde, fand er erst, nach einem kompletten Kurs politischen Ökonomie und einem Studium in Montpellier in Chemie, Zoologie, Mathematik, Logik und Metaphysik, mit 14 Jahren die Möglichkeit bei Samuel Bentham in Frankreich Freundschaften zu schließen und Sport zu betreiben. In diesem Alter endeckte er auch sein Hobby, welches er noch bis zu seinem Lebensende betrieb, die Botanik.
1822 gründete er dann die „Utilitaristische Gesellschaft“, in der er ethische und gesellschaftspolitische Fragen diskutieren konnte.
John Stuart Mill stirbt am 07.05.1873 an einer Wundrose.
3. Was ist das Thema des Textes?
Geben Sie seinen Inhalt wieder.
Thema des Textes ist die Grundlage bei der Moral der Lebensauffassung des Utilitarismus, die das Prinzip des größten Glücks bzw. die Nützlichkeit einer Sache, einer Person oder einer Tätigkeit ist.
Die Ethik, die Mill vertritt, beurteilt Handlungen dann als moralisch und sittlich richtig und gut, wenn sie eher Glück steigern als es zu vermindern oder eher das Gegenteil von Glück Unglück bewirken, also einfach gesagt, nützlich sind. Eine Sittlichkeit sei dann gegeben, wenn diese die Tendenz haben, Glück zu befördern, während Handlungen moralisch falsch seien, wenn sie zu Leiden führen. Glück (happiness) wird nicht als Triebbefriedigung, wie zum Beispiel bei der Sexualität, definiert, sondern eher als Freude, Vergnügung, Wohlbefinden und als Freisein von Unlust (pain). Unglück (unhappiness) ist Unlust und das Fehlen von Lust.
Aus diesen Grundlagen begründet sich die Theorie, die besagt, dass Lust und das Freisein von Unlust als Endzwecke einzig wünschenswert und wichtig sind. Andere vielseitige wünschenswerte Dinge in dem Leben einer Person können aufgrund der damit verbundenen Lust, also als Mittel zu diesem Zweck dienen. Allerdings sah er dieses nicht so differenziert, indem er sagte, dass nützliches Handeln stets an Lustgewinn geknüpft ist, Leiden und Schmerzen, wo hingegen Ausdruck schädlicher und unnützer Aktivitäten sein.
Diese Theorie der Moral ähnelt in seinen Grundzügen stark der inneren Logik der epikureischen Lehre, die unter anderem durch die zentrale Stellung von Lust und Lebensfreude deutlich wird. Für Epikur, dem Begründer der Epikurs Lehre ist das Suchen nach Lust und das Vermeiden von Unlust fast gleichzustellen und so anzusehen wie Naturgesetzte, welche man genauso spüren, erleben bzw. durch Erfahrung verstehen kann und akzeptieren muss.
Mills Meinung nach streben alle Menschen danach, Lust zu gewinnen und Unlust zu vermeiden.
Beide Lebensauffassungen stießen auf eine weit verbreitete gegnerische Meinung und Kritik, da viele Menschen die Lust selber und das Streben danach als nicht erstrebenswertes Ziel sahen bzw. die diesen Zweck des Lebens zu primitiv ansahen. Das Luststreben wird ins Zentrum menschlichen Handels gestellt und lässt so keinen Raum für edlere Ziele und höheren Zwecken. Die Lust definierten sie als ein nur den Schweinen vorbehaltendes Gefühl, womit auch die Epikureer schon sehr früh gleichgestellt wurden.
Die Anhänger des Epikurs benutzen als Gegenargument den Gedankengang, dass bei dieser Ansicht, also bei Gleichstellung mit Schweinen man voraussetze, dass man als Mensch keine höhere Lust als auch Schweine spüren könne, wodurch der Grad der Spezies des Menschen erniedrigt wird.
Und welcher homo sapiens , der „weiß, dass er nichts weiß“, würde sich schon mit einem Tier gleichsetzten oder tauschen wollen, was weniger intelligent ist, wobei man als solches sein ganzes mögliches Wissen befriedigen könne?
Die meisten Menschen würden nicht mit einem solchen, allgemein gesagt, untergeordneten Wesen tauschen wollen, obwohl man durch die oben genannte Befriedigung sicherlich zufriedener wäre, als im Zustand des intelligenten Menschen. Die einzigen Ausnahmen wären Menschen, die von einem äußersten Unglück, wie einer schweren Behinderung oder einer Krankheit geplagt wären, aber auch schon ein scheinbar unlösbares Problem, kann den Wunsch bringen ein anderes, egal welches, Schicksal zu bekommen.
Die Tatsache, dass ein niederes Wesen eine größere Chance hat vollkommen glücklich zu werden, ist einfach zu erklären, denn als Wesen mit einer höherer Begabung, also Bevorzugung setzt man seine Maßstäbe für sein Glück weitaus höher und kann dementsprechend auch tiefer fallen, wodurch ein größeres Leides, aufgrund dem Verfehlen des gewollten Glücks bewirkt werden kann.
Mögliche Erklärungen für diese abneigende Haltung kann man in Eigenschaften und Gefühle des Menschen suchen. Als Beispiele nennt Mill den „Stolz“, die „Freiheitsliebe“ und damit zusammenhängend das „Streben nach Unabhängigkeit“, womit schon die Stoiker ein wirksames Mittel für diesen Widerwillen fanden, die „Liebe zur Macht“ und „Liebe zur begeisterten Erregtheit“, was eine andere Form der Lust darstellt. Am zutreffendsten jedoch ist laut Mill der Begriff der „Würde“. Alle Menschen besitzen dieses Gefühl und ob es eher schwach oder eher stark ausgeprägt ist, sagt etwas über die Größe des Teils des Glücks aus. Bei Menschen die ein stark ausgeprägtes Würdegefühl haben muss alles was Glück auslösen soll mit dieser Würde vereinbar sein, nach dem, was nichtvereinbar ist, können und wollen solche Menschen gar nicht erst streben.
So wie oben dargstellt hieße es also, dass man als höher begabtes Wesen man automatisch ein kein vollkommenes Glück haben kann und auf jeden Fall ein Opfer leisten muss, da es unter gleichen Vorraussetzungen nicht glücklicher als ein weniger begabtes Wesen wäre.
Doch vernachlässigt man bei diesem Gedankengang die Differenzierung und die Verschiedenheit der Begriffe Glück (happiness) und Zufriedenheit (content).
Die aufgegriffene These, ein nicht so begabtes Wesen habe größere Chancen für ein vollkommenes Ausleben seines Glücks, als ein begabtes Wesen ist einleuchtend und unbestreitbar. Die Frage ist also wie ein Leben mit einem ständig so unvollkommenen Glück lebenswert sein kann. Die Lösung ist Akzeptanz der Situation und die Möglichkeit damit umzugehen und zu leben, denn etwas zu beneiden, was nur möglich ist, da der Beneidete sich keine Vorstellung von der, in der Welt, möglichen Vollkommenheit machen kann, macht keinen Sinn. Man wünscht sich etwas, was man in dem gewünschten Zustand gar nicht verstehen könnte, aber zu dem gewünschten Zeitpunkt miteinander vergleicht. In Endeffekt wünscht man sich also Unwissenheit über die Welt.
Da hier ein Knackpunkt ist, kommt man zu dem Entschluss, dass es zwar das Prinzip des größten Glücks ist, ein Leben zu führen, das möglichst frei von Unlust ist und ein große Menge von Lust empfinden lässt, was man allerdings in quantitativer und qualitativer Hinsicht vergleichen muss.
Die unterschiedliche Begabtheit der verschiedenen Menschen, die auch durch Erfahrung und Beobachtungen bieten durch den allgemeinen „Erfahrungshorizont“ die besten Vergleichsmöglichkeiten.
Das durch die These als Norm des Handels beschriebene Prinzip kann „definiert werden als die Gesamtheit der Handlungsregeln und Handlungsvorschriften“, wodurch der erwünschte Endweck sich für die Menschen erfüllen kann und sich auch auf die gesamte Natur übertragen kann.
4. Wie bestimmt Mill die Begriffe Lust und Glück? Benennen Sie auch, was er ausdrücklich darunter nicht versteht.
Glück (happiness) ist für Mill der Oberbegriff für Lust (pleasure) und das Freisein von Unlust (pain). Unter Unlust versteht man demnach das Fehlen von Lust und Unlust. Lust ist allerdings keine Triebbefriedigung oder die Motivation etwas zu tun, sondern eher der Zustand, nämlich Freude, Vergnügen oder auch Wohlbefinden. Und dieser Endzustand des Zufriedenseins ist für Mill das einzig wünschenswerte.
Allerdings versteht er darunter nicht, dass man faul ist, keine Verpflichtungen erfüllt und nur noch das macht, was einem beliebt, denn auch wenn man etwas tut was einem nicht direkt gefällt oder jemand anderen hilft, also keine direkte Lust sichtbar ist, können dennoch solche Tätigkeiten als „Mittel zur Beförderung von Lust und zur Vermeidung von Unlust“ dienen. In diesem Fall, wäre das gute Gefühl, etwas getan zu haben und etwas hinter sich gebracht zu haben das gute Gefühl der Lust.
Der Lustbegriff bezieht sich jedoch nicht zwangsweise auf direkte Sinneswahrnemung und Stimulationen, sondern primär, wie Mill versucht herauszuheben, auf geistige Erfüllung und Glück. Das Streben nach Lust, welches nach Mill unterschiedliche Qualitäten aufweist, auch ein Streben nach höheren Entwicklungsstufen.
Glück ist nichts festgelegtes, sondern muss aufgrund der unterschiedlichen Begabung, die in dem ersten Kapitel weiter erläutert wurden, für jedes Wesen in qualitativer und quantitativer Hinsicht verglichen werden, nämlich anhand der jeweiligen Erfahrung des betreffenden.
Diese Individualität des Glücks schließt sich aus der Differenz zwischen, Glück (happiness) und Zufriedenheit (pain).
Da ein höher begabtes Wesen niemals das vollkommene Glück erfahren wird, da er seine Ansprüche daran weitaus höher stellt, muss dieses lernen die Unvollkommenheit zu akzeptieren und sich demnach damit zufrieden geben, damit es sich überhaupt an dem vorhandenen Glück erfreuen kann.
Das heißt allerdings auch, dass das der Zweck und das Ziel des Lebens für ein höher begabtes Wesen nie zu erfüllen ist, wobei er allerdings die Möglichkeit hätte, indem er einfach seine Erwartungen zurückschrauben könne. Da dies aber gleichzusetzen ist mit dem Tauschen des Schicksals eines minder begabten Wesens, ist dieses auch im Regelfall auch nicht möglich, da hier die Problematik der menschlichen Eigenschaften und Gefühle deutlich wird.
Aufgrund von „Stolz“, „Freiheitsliebe“, „Streben nach Unabhängigkeit“, „Liebe zur Macht und zur begeisterten Erregtheit“, besonders aber die „Würde“ steht.
Das Gefühl der Würde besitzt jeder Mensch, egal ob schwach ausgeprägt oder stark ausgeprägt. Diese Individuelle Ausprägung nimmt im unterschiedlichen Ausmaß Teil an dem jeweiligen Glück des Betreffenden.
Dadurch entsteht eine weiter Differenzierungen des Begriffs „Glück“.
Ausnahmen des beschrieben Regelfalls können aufgrund von äußersten Unglücke entstehen, doch sind diese allein schon von Grund auf paradox, da man sich als höher begabtes Wesen, den Zustand eines nieder begabtes Wesen wünscht, welches sich allerdings nie den Zustand des Wünschenden vorstellen kann.
5. Diskutieren Sie seine These, es sei besser, „ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr zu sein“ und nehmen Sie Stellung zu der Behauptung: „Der Utilitarismus ist eigentlich eine besonders raffinierte Form des Egoismus“.
Mill These es sei besser „ein unzufriedener Sokrates zu sein, als ein zufriedener Narr“, begründet sich auf seiner oben mehrfach angesprochenen Meinung, man könne als begabtes Wesen, welches mit Intelligenz ausgestattet ist (vgl. „Sokrates“) kein vollkommenes Glück erreichen und wäre daher unzufrieden. Ein weniger begabtes Wesen (vgl. „Narr“) könne, auf Grund seines Defizits, die Möglichkeiten, die das Leben bringen kann, nicht zu erkennen, sein vollkommenes Glück erreichen und daher zufrieden sein.
Die Frage ist nun, wieso die erste Vorstellung für Mill besser ist als die zweite, obwohl zwar beide nach dem vollkommenen Glück streben, aber nur der „Narr“ diese erreicht.
Für Mill ist es schlecht in Unwissenheit zu leben. Er möchte lieber die Unvollkommenheit seines Glücks erkennen, als in einem niedriger angesehenes Dasein zu sinken.
Noch heute steht Bildung als Maß im Vordergrund, bietet einem bessere Erfolgschancen und eine höhere und angesehene Stellung in der Gesellschaft. Unwissenheit wird als schändlich und belastend angesehen.
Er will mit dieser These ausdrücken, dass es besser ist Fehler zu erkennen und diese versuchen zu lösen, als mit Scheuklappen durch Leben zu gehen.
Außerdem ist nicht gesagt, und das gibt Mill auch zu indem er die beiden Begriffe „Glück“ und „Zufriedenheit“ differenziert, dass man als begabtes Wesen auch „Glück“ empfinden kann, also Freude und Vergnügen an dem Schönen, welches man erleben kann, auch wenn dieses Glück nicht vollkommen sein, kann man mit seinem Leben zufrieden sein.
In dieser These wird auch der oben aufgeführte Grund nach der Ablehnung eines Tauschs mit einem nicht so begabten Wesen noch einmal deutlich. Das „Streben nach Unabhängigkeit“ zeigt, dass Mill es vorzieht eigenständig zu denken und dabei Einschränkungen in der Vollkommenheit seines Glücks in Kauf zu nehmen. Mill schätzt geistige Bedürfnisse höher ein als physische und akzeptiert unter dem Gesichtspunkt auch eine Verzichtung der Befriedigung bestimmter Bedürfnisse.
Doch sind diese Einschränkungen nicht gerade Nachteile, denn das Streben nach der Vollkommenheit aller Dinge ist die Motivation, die die Menschheit seit Jahren antreibt und Fortschritte in der Forschung auf jeden Gebiet erzielen lässt. Ohne sie wären wir nicht auf dem heutigen Stand und hätten noch viele Erkenntnisse zum Beispiel in der Medizin einzubüssen.
Mill ist sich bewusst, dass zum Glück des Menschen ein Wissen um seine Möglichkeiten gehört, auch wenn diese (noch) nicht realisierbar sind.
Wenn man von dem allgemeinen Glück der Menschen ausgeht kann der Utilitarismus nur gut sein, somit wäre zunächst einmal die Behauptung „Der Utilitarismus ist eigentlich eine besonders raffinierte Form des Egoismus“ falsch. Der Gedanke würde stark in dem Menschenbild in dem Gesellschaftsmodell von John-Jacques Rousseau in seinem „volonte' generale“ ähneln. Der Mensch ist gut und alle verfolgen die selben, Interessen die zur, im Bezug auf den Utilitarismus, Steigerung des Glücks und Verminderung des Unglücks dienen.
Doch, wenn die Interessen nicht die eine Gruppe verfolgt und durch Terror auch bei der restlichen Bevölkerung umsetzt, kann die Idee des Utilitarismus schnell zu Egoismus führen, wie zum Beispiel in der Nationalsozialistische Zeit.
Im kleineren Rahmen kann eine Person den Utilitarismus als Legitimation für seine Machenschaften einsetzen und so alle Hindernisse, die in an der Erfüllung seinen Ziels stören außer Kraft setzen.
Um sein eigenes Glück umsetzen zu können ist es oft von Nöten andere wehzutun, die ein anderes Glück anstreben. Ein Beispiel ist ein Vater, der Tag und Nacht arbeitet um seinen Kindern uns seiner Frau alles ermöglichen zu können. Damit meint er, diese glücklich zu machen und wird durch das Glück der anderen selber glücklich. Doch wäre seine Familie viel zufriedener, wenn sie einige Bedürfnisse zurückschrauben müssen, aber dafür mehr Zeit mit dem Familienvater verbringen könnten; ein anderes Beispiel ist das eines Ehemanns, der sich von seiner Frau scheiden lassen will, da er seine Sekretärin liebt. Damit macht er sich und seine Sekretärin zwar glücklich, seine Frau aber zutiefst unglücklich.
Dies ist ein großer Kritikpunkt an dem Utilitarismus.

6. Schlusswort
Meine erste Reaktion auf den vorliegenden Text war, dass ich die Meinung von Mill nicht ganz teilte. Meiner Meinung nach strebt jeder nach dem vollkommenen Glück, ob es in der Familie, im Beruf oder im Freundeskreis ist, man möchte glücklich sein und daher würde mir doch eher der „zufriedene Narr“ zutreffen. Man möchte schöne Dinge sehen und nicht immer nur das Schlechte. Doch meint Mill nicht, dass man nur noch negativ durch die Welt geht. Man erkennt das Schöne und kann damit zufrieden sein, man sieht es nur nicht als das Vollkommene an. Ein Leben, dass die Möglichkeiten der Welt sieht und trotz einiger Unvollkommenheiten der Bedürfnisse zufrieden ist, ist ein Leben mit Geist und Verstand, mit moralischen Bedenken und Gewissen und wird durch eigenständiges Denken gelenkt.
Das Leben des „Narrs“ hingegen ist eine Traumwelt, welches die Wahrheit der Welt nicht erkennt und nicht wahrnehmen kann.
Somit bin ich nach der Bearbeitung des Textes und der Meinung von John Stuart Mill im Großen und Ganzen seiner Meinung, da die Idee des Utilitarismus den Vorteil des Fortschritts mit sich bringt.
Doch muss man die Idee mit Vorsicht genießen, da sie auch große Gefahren mit sich bringt und sich leicht ausnutzen lässt.
7. Literatur-/ Quellenangabe
J.S. Mill : Der Utilitarismus. Stuttgart: Reclam (1976) S. 13-22
Bertelsmann: Jugendlexikon: Bertelsmann Lexikon Verlag (1998)

Wissen Media Verlag URL (zugriffen am 14.04.2007):
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=1264142.html
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=1060716.html
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/finanzen/wirtschaft/index,page=1191040.html

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Bearbeitungsstand:12. April 2007, 10.36 (zugegriffen am 13.04.2007) URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Logik
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Bearbeitungsstand: 14. April 2007, 16.28 (zugegriffen am 14.04.2007) URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialismus
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Bildquellen:
http://www.utilitarismus.de/images/JSMILL.JPG (zugegriffen am 12.04.2007)
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8.Versicherung
Ich versichere, dass ich diese schriftliche Arbeit selbstständig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln angefertigt habe und dass alle Stellen, die dem Wortlaut oder dem Sinn nach anderen Werken entnommen sind, durch Angabe der Quellen als Entlehnung kenntlich gemacht habe.
Mannheim, den 14.04.2007 Selin Saran
Utilitarismus (lat. utilis): nütlich
Jeremy Bentham (* 15.02.1748 in London; † 06.06.1832) war Lehrer von John Stuart Mill und Freund seines Vaters James Mill (* 06.04.1773 in Angus, Schottland; † 28.06.1836 in Kensington).
Klassische Schule der Nationalökonomie entstand 1776 mit Adam Smiths ( * 1723 in Kirkcaldy (Grafschaft Fife, Schottland; † 17.07.1790 in Edinburgh ) Werk „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“
Vertreter teilen einige Grundüberzeugungen, die Ausgangspunkt jeder Forschungarbeit waren

Siehe ²
Zur Staatlehre gehören Fragen wie die Definition des inneren und äußeren Staates, die Souveränität des Staates und die Legitimation von Herrschaft.
Philosophie (altgriech. „philosophia“): wörtlich „Liebe zur Weisheit“
Logik (griech.): „die denkende Kunst/Vorgehensweise“
Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung des menschlichen Bedarfs dienen
Bruder von Jeremy Bentham
Botanik (griech. „botaniké): Pflanzenkunde
Bakterielle Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege

pain (engl.): Schmerz, Mühe
Epikur (griech. „Epikouros“) * um 341 v. Chr. auf Samos; † um 270 v. Chr. In Athen war ein griechischer Philosoph und Begründer des Epikureismus.
Ein Naturgesetz ist ein physikalisches Gesetzt, welches, meist in mathematischer Form, Zustände und Änderungen dieser, mit Hilfe von eindeutig definierter physikalischen Größen, wie Parameter oder Variabeln, beschreibt.
„die Lust zur Lust“, wobei die erste Lust diesmal als Triebbefriedigung verstanden wird
Z.B.: göttliche Fügung
homo sapiens (lat.): für „der weise Mensch“
Grundsatz des griech, Philosophen Sokrates (*469 v. Chr.; † 399 v. Chr. (durch Gift hingerichtet; lebte und wirkte in Athen; Hauptgestalt der griechischen Philosophie und des abendländischen Denkens
Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst
Der Mensch wird als höchstes Wesen auf der Erde betrachtet, somit auch für das mächtigste
Physische Lust bzw. Sinnlichkeit
Egoismus (frz. „égoisme“; lat. „ego=ich“): Eigennützlichkeit; Selbstsucht ( selbstsüchtige Handlungsweisen
John- Jacques Rousseau (*28.06.1712 in Genf; † 02.07.1778 in Ermenonville bei Paris) war ein französisch-schweizerischer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Komponist und einer der einflussreichsten europäischen Autoren des 18. Jahrhunderts
Nationalsozialismus war die politische Bewegung, die 1918 entstand. 1933 gelang die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) an die macht und errichteten den NS-Staat (bestand bis 1945) und begaben aufgrund ihrer Ideologie die Verbrechen des Holocaust (Völkermord an etwa 6 Millionen Juden)
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Inhalt
Zwei Hauptfragen bezüglich des Utilitarismuses werden hier beantwortet

INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung
o Definition des Utilitarismus

2. Biografie von John Stuart Mill

3. Was ist Thema des Textes?
o Geben Sie seinen Inhalt wieder
4. Wie bestimmt Mill die Begriffe Lust und Glück?
o Benennen Sie auch, was er ausdrücklich darunter nicht versteht
5. Diskutieren Sie seine These, es sei besser,
„ein unzufriedener Sokrates al ein zufriedener Narr zu sein“
Und nehmen Sie Stellung zu der Behauptung:
„Der Utilitarismus ist eigentlich eine besonders raffinierte Form des Egoismus
6. Schlusswort
o Eigene Stellungnahme
o Kritik am Utilitarismus (3400 Wörter)
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