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Was ist die Europäische Union und was spricht für sie?

Frage: Was ist die Europäische Union und was spricht für sie?
(8 Antworten)


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Ich muss einen Aufsatz über die Europäische Union schreiben.
Was die Eu überhaupt ist, was für sie und für einen Staatenbund spricht.
Leider weiß ich kaum was für die Eu und einen Staatenbund spricht?
Danke für die Hilfe
Frage von Soffi (ehem. Mitglied) | am 02.07.2012 - 17:22


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Antwort von Lamina_cribrosa | 02.07.2012 - 17:40
Die Europäische Union ist einfach eine Gemeinschaft von mittlerweile 27 europäischen Staaten, deren Ziel es u.a. ist, mit den großen Wirtschaftsmächten Russland, USA, usw. mitzuhalten.

Lies Dir hierzu mal den Wikipedia-Artikel durch und falls Du iwelche konkreteren Fragen hast, kannst Du sie gerne hier stellen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Union

Edit: Noch bessere Erklärungen zum Thema findest Du auf dieser Seite:

http://europa.eu/index_de.htm



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Antwort von Bismarck93 (ehem. Mitglied) | 02.07.2012 - 17:47
Ein interessanter Gesichtspunkt ist auch das Demokratiedefizit der EU. Beispielsweise geben die Staaten durch den Vetrag von Lissabon immer mehr staatliche Souveränität ab, sodass hier sogar bereits das Wochenende eine Bürgerinitiative vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt hat.

Auch haben Wähler kaum Einfluss auf die verschiedensten Institutionen, da sie nur das Europäische Parlament wählen können, das keine Gesetzesinitiative besitzt. Die anderen Gremien werden mitunter von Staatsbeamten und Ministern besetzt, auf die die Wähler auch keinen Einfluss haben.

Die Schweiz ist beispielsweise gar nicht in der EU drin. Einen interessanten Artikel dazu findest du hier: http://www.cap-lmu.de/aktuell/positionen/2004/demokratie_eu.php

Viele Grüße Otto

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Antwort von cleosulz | 02.07.2012 - 17:48
EU - für Einsteiger

http://www.infopoint-europa.de/halloeuropa/Start.htm#Links

http://www.bremerhaven.de/downloads/425/32012/Die_EU_in_Leichter_Sprache.pdf

Staatenbund und Bundesstaat - EU


http://de.wikipedia.org/wiki/Staatenbund

http://www.europarl.europa.eu/brussels/website/content/modul_01/didaktisch.html

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=Staatenbund+und+Europa+Gemeinsamkeiten+Unterschiede+einfach+erkl%C3%A4rt&source=web&cd=10&ved=0CGcQFjAJ&url=http%3A%2F%2Fwww.bpb.de%2Fsystem%2Ffiles%2Fdokument_pdf%2F4323b_eu_lehrer_120131.pdf&ei=HcLxT8CXN8Gg4gSP3dj3DQ&usg=AFQjCNFmh9EKC89Pbqrrit9V_D9odU_RRQ&cad=rja
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Antwort von Soffi (ehem. Mitglied) | 02.07.2012 - 18:25
Danke für die Antworten! haben sehr geholfen
nur leider weiß ich immer noch nicht was für einen staatenbund spricht, könnt ihr mir da noch einmal helfen? wäre sehr nett


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Antwort von Lukas_Jochum (ehem. Mitglied) | 02.07.2012 - 19:51
Schöne Frage.

„Leider weiß ich kaum was für die EU und einen Staatenbund spricht“

Für die EU und insbesondere für einen Staatenbund sprechen aus Sicht der meisten Länder etliche Vorteile. Außer natürlich aus deutscher Sicht, denn Deutschland muß schließlich die Wohltaten in fast allen Ländern der EU bezahlen. Diese Wohltaten, die in sozialistischer Volksbeglückung über die Griechen, Spanier, Italiener und Franzosen verteilt werden, können sich diese Länder heute nicht mehr leisten.
Mehr noch, diese Wohltaten konnten sich jene Volkswirtschaften auch schon in den letzten 15 Jahren nicht leisten.

Und die Deutschen sind schließlich ganz unverdient an ihr günstiges Zinsniveau für 10-jährige Papiere gekommen (aktuell etwa 1,2%). Das hat natürlich nichts damit zu tun, daß hier in Deutschland unendlich viele, sehr schmerzhafte Reformen durchgeführt wurden, nein, nein, auf keinen Fall! Die Märkte in London und an der NYSE schenken uns dieses Zinsniveau, da dort bekanntlich seit jeher die besten Freunde Deutschlands sitzen, das ist klar. (Man vergleiche die Rendite 10-jähriger deutscher Papiere aus den 90gern mit der heutigen Rendite, dann weiß man, welche Reformen die Menschen in Deutschland erdulden mußten.) Diese Renditen sind nämlich ein Ausdruck der Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft, mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Das ficht die Regierungen dieser Länder oder gar die Wähler dort nicht an. Im Gegenteil. Frankreich ist ja bekanntermaßen ein extrem reiches Land und hat keine Probleme mit der Demographie, daher kann man dort selbstverständlich das Rentenalter auf 60 Jahre herabsetzen.
Das ist z. B. etwas, das eindeutig für die EU spricht: Die Franzosen müssen nur bis 60 arbeiten; kein Problem, denn die Deutschen arbeiten gern bis 67 oder sogar noch länger.
Ein weiterer Vorteil der EU ist eindeutig, daß es sich die griechische Regierung seit 40 Jahren erlauben kann, lebenswichtige Reformen mit einer legendären Beharrlichkeit zu verweigern.
Die OECD stellte z. B. fest, daß die griechische Verwaltung nicht die Angewohnheit hat, Akten zu führen! Warum auch? Die Feuerwehr hat ja schließlich auch nicht die Angewohnheit, Brände zu löschen, das sollte eigentlich klar sein. Das ist also sehr schön für die Beschäftigten in der griechischen Verwaltung. Sie müssen nicht arbeiten, eine hochwertige Ausbildung haben sie auch nicht (gem. OECD Bericht) und sie sind nicht in der Lage, Informationen aus einem Text herauszulesen (gem. OECD Bericht). Besser geht es also kaum. Oder nicht? Natürlich geht es noch besser. Die Beschäftigten der griechischen Verwaltung erhalten durchschnittlich fast 18 Monatslöhne im Jahr! Der Durchschnitt in Griechenland liegt übrigens bei 15 Monatslöhnen im Jahr.
Zum Vergleich: Bundesbeamte in Deutschland sind an die Regeln der Laufbahnverordnung gebunden, erhalten 12 Monatslöhne im Jahr und arbeiten 41 Stunden in der Woche. Griechische Beamte hingegen sind schon aus Gewohnheitsrecht nicht in den Amtsstuben anzutreffen. Sie sind damit beschäftigt, Verwandte in die Verwaltung einzuschleusen oder Fakelaki zu kassieren.

Ein weiterer Vorteil, den die EU bietet, ist es, daß Deutschland grundsätzlich an allen Verfehlungen und Versäumnissen in der gesamten EU schuld ist. Z. B. tragen folgende Länder oder Sachverhalte die Schuld an der griechischen Tragödie: Die USA, der angloamerikanische Kapitalismus, Deutschland, das Osmanische Reich, die Habsburger, die Globalisierung. Selbstverständlich ist eine Gruppe völlig unschuldig an allem: Die Griechen selbst, das sollte klar sein! Schließlich haben sie nicht das günstige Zinsniveau nach der Einführung des Euro ausgenutzt, um sich maßlose Gehaltsteigerungen im Reallohnbereich zu gönnen, die zwischen 150% und 200% liegen (Zeitraum 2004 bis 2010). In den Jahren 2000 bis 2010 sanken die Reallöhne in Deutschland dagegen um 7,5 %.
Man sieht, die Griechen sind also eindeutig Opfer Deutschlands, welches nach dem 4. Reich strebt und als ersten Schritt dahin den Griechen den Euro schenkte, den diese sich durch gefälschte Bilanzen ermogelt hatten.

Besonders schön für die Italiener ist z. B., daß die Sparquote in Italien höher ist als in Deutschland und Italien trotzdem Geld von Deutschland bekommen hat und weiterhin erhalten soll. Warum sollten die italienischen Politiker auch die eigenen Kinder und Enkel ans Messer liefern, wenn man die Deutschen für 17 verlorene Jahre unter Herrn Berlutschkonni bluten lassen kann? Das wäre geradezu skandalös, verlangte man ein Einstehen des italienischen Volkes für das eigene Versagen.

Wenn gewünscht, kann ich das noch auf fast beliebig viele Seiten ausdehnen.


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Antwort von 00Frie | 03.07.2012 - 09:00
Zitat:
Wenn gewünscht, kann ich das noch auf fast beliebig viele Seiten ausdehnen.


Ja, ich würde gern noch ein paar Seiten von dir lesen. Wäre cool wenn du dabei ein bisschen auf den internationalen Handel im Allgemeinen und in Europa im Speziellen eingehen würdest. Insbesondere würde mich dann noch deine Meinung zu Deutschlands Exportverhalten interessieren. Vielleicht findest du auch noch ein paar Zeilen zu den Reisebedingungen innerhalb Europas damals und heute...

Wichtig wäre mir dabei, die EU nicht nur auf Deutschland, Griechenland, Spanien, Italien und Frankreich zu reduzieren und außerdem dabei nicht nur die letzten 2 bis 4 Jahre zu betrachten.

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Antwort von cleosulz | 03.07.2012 - 15:12
Brauchen wir Europa .... diese Frage führt zu folgenden Seiten:

http://europa.eu/abc/12lessons/lesson_1/index_de.htm

http://www.gutefrage.net/frage/warum-brauchen-wir-die-eu-union

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Interview/2012/06/2012-06-25-schaeuble-spiegel.html

http://www.lars-rohwer.de/component/content/article/32-politiknachschlag/144-wozu-brauchen-wir-die-europaeische-union-und-welche-rolle-kommt-dabei-den-osteuropaeischen-staaten-zu

Staatenbund / Bundesstaat

Zitat:
Völkerrechtlicher Zusammenschluss von Staaten, wobei die Staaten - anders als beim Bundesstaat - ihre volle Souveränität behalten und ein neuer Staat (sog. Gesamtstaat) nicht entsteht.

Quelle:
http://www.juraforum.de/lexikon/staatenbund



Vielleicht helfen dir auch diese Seiten weiter:

http://www.digitale-schule-bayern.de/dsdaten/120/48.pdf


http://www.lexexakt.de/glossar/staatenbund.php

http://www.lexexakt.de/glossar/bundesstaatsprinzip.html
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Antwort von Philly | 04.07.2012 - 15:47
Wir hatten gerade in Politik das Thema.
Interessant ist auch der Anfang der EU^^

Es begann mit dem jähen Ende der Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich..
1957 hatte der französische Außenminister Schumann die Idee, mehr und vorallem dauerhaften Frieden zwischen D und Fr zu schaffen. Er gründete die EGKS (Gemeinschaft für Kohle und Stahl), wo er durch einen gemeinsamen Markt und einer Zollunion die Handelshemmnisse zu überwinden plante und damit einen Wohlstand generierte.

Zu Anfang waren es Belgien, Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Italien und die Niederlande, die von dem Schumann-Plan profitieren sollten. Außerdem konnten Fr und D durch gemeinsamen Handel, und damit verbundener wirtschaftlicher Abhängigkeit, sich nicht so einfach den Krieg erklären. (Sie verdienten daran zu gut um einfach aufzuhören) :D

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