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Kriegsende (2. Weltkreig)

Frage: Kriegsende (2. Weltkreig)
(2 Antworten)


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Hallo,

wie haben die menschen reagiert, als wie Deutsche den Krieg verlohren haben?
Was haben die Menschen gemacht und wie haben sie um das tägliche Leben gekämpft?
WelchenSchwierigkeiten gab es?

Danke für eure Hilfe!
Frage von DramGirl2109 | am 31.05.2011 - 12:47

 
Antwort von ANONYM | 31.05.2011 - 13:28
Hallo, meine Oma erzählte mir mal, dass - als die Franzosen kamen und unseren Ort quasi überrollten, sie "heilfroh" war. Das war kurz vor Kriegsende.

Als es dann hieß, der Krieg sei vorbei, seien sie alle voll erleichtert gewesen.
Zu diesem Zeitpunkt wusste sie noch nicht, dass ihr Mann gefallen war. Er war Ende April in Litauen gestorben.
Ich habe nicht nachgefragt (meine Oma ist tot), aber ich denke, dass sie dachte, dass wenn der Krieg jetzt vorbei ist, kommt der Mann wieder heim. Dem war leider nicht so.

Meine Oma musste dann mit 3 kleinen Kindern ohne Ehemann im Hause ihrer (ungeliebten) Schwiegermutter ohne Einkommen leben.
Sie bekam später nur eine ganz kleine Witwenrente. Oft hatten alle Hunger.
Sie hatten lediglich den Vorteil, dass sie auf dem Land lebten und so die Oma bei den Bauern aushelfen konnte und so zu Nahrungsmitteln kam. Aus Erzählungen weiß ich, dass es z. B. Fleisch nur am Sonntag gab und dann auch nur z. B. 1 Schnitzel für 4 Personen. Auch wurden junge Brennesseltriebe gesammelt, um daraus Spinat zu kochen.
Die Kinder mussten auf den Wiesen nach Ackersalat suchen. Auch sammelten alle Waldbeeren. Einmal sammelte meine Oma mit den Kindern Buchecker im Wald.
Weil sie aber keinen "Bezugsschein" vorweisen konnte, mussten sie alles an Ort und Stelle auskippen, als der Förster sie dabei ertappte.
Die Buchecker hätten sie zur Ölmühle gebracht und gegen Öl eintauschen wollen.
Gesammelt wurde alles: Waldbeeren, Tannenzapfen, Holz usw.
Meine Oma hatte außerdem ein Nähtalent.
Damit hat sie ihre Familie über die Notzeiten durchgebracht. Aus ausgedienten Wehrmachtmänteln wurden Anziehsachen für die Kinder genäht.
Jedes Kleidungsstück, das zu klein wurde, wurde umgeändert und "angepasst". Weggeworfen wurde nichts. Und wenn das Stoffstück noch so klein war, es wurde zusammengesetzt und dann wurde halt eine Patchwork-Decke daraus.
Sie nähte auch für andere Leute im Ort.
Bezahlt wurde meistens mit Naturalien bzw. mit Hilfsdiensten. Geld (und auch Waren) war wenig vorhanden.

Weil die Familie hungerte, wurde aus einem Stück Brachland ein Garten gemacht.
Meine Mutter erzählt noch heute, wie sie hungern mussten. Aber sie erzählt auch noch von freundlichen Besatzungssoldaten, von denen sie dann Schokolade bekamen.
Wer Verwandtschaft im Ausland hatte, bekam hin und wieder Fresspakete.


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Antwort von DramGirl2109 | 31.05.2011 - 13:37
danke für deine Mühe!
echt interessant, die Menschen mussten einem schon leid tun wie die leiden mussten. nochmal vielen Dane für deine Bemühung!
hast mir echt geholfen

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