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Referat: Aufklärung "Situation des Buchhandels im 18. Jahrhunderts"

Alles zu Aufklärung (1720 bis 1785)

Die Literatur in der Aufklärung


höfisch Literatur des 17. Jahrhunderts gekennzeichnet durch Volksferne, Realitätsverlust, Künstlichkeit und Motivarmut --> sprach immer weniger Menschen an, und wurde allmählich ersetzt
Fürsten entließen Hofpoeten und Hofdichter, stattdessen Gründung literarische Gesellschaften
statt fürstliche Mäzens --> bürgerliche Geldgeber ,die literarische Werke in Auftrag gaben, die dem Sinn der Aufklärung entsprachen
der Dichter sollte gelehrte Männer sein und sich nach Regeln halten, sowie sich selbst durch den Verstand kontrollieren
Dichtungsgattungen streng getrennt --> Mittelpunkt der Dichtung Menschen,
die sich durch ihren Willen und ihre Vernunft zu vollkommeneren Wesen entwickelten
Nicht mehr das Lob des Fürsten und die Unterhaltung der höfischen Gesellschaft, sondern die Würdigung des bürgerlichen Lebens und die Aufklärung des bürgerlichen Lesers
--> das Lehrgedicht, die Fabel und satirische Darstellungen (sehr beliebt auch der Reiseroman und später der Familienroman)
Träger der Literatur --> akademisch Gebildeten aus dem dritten Stand, besonders Theologen, Sprachgelehrte und Schulmänner
viele Schriftsteller lösten sich aus der finanziellen Abhängigkeit der Fürsten und lebten als freie Schriftsteller, wie zeitweilig Lessing und Klopstock
Schriftsteller --> großen Schwierigkeit --> Tatsache, dass die große Masse der Bevölkerung am Anfang des 18. Jahrhunderts weder lesen noch schreiben konnte
und die wenigen Bürger die es konnten, beschränkten ihre Lektüre auf die Bibel und sonstige religiöse Schriften
1770 konnten nur 15 % der Bevölkerung lesen, 1800 waren es schon 25 %
Der Kreis der Leser war natürlich noch kleiner
Es musste daher erst ein breites Lesepublikum und eine literarisch interessierte Öffentlichkeit geschaffen werden.
Der literarische Buchmarkt entsteht
Große Rolle der moralischen Wochenschriften wie "Der Biedermann", "Der Patriot" und "Die vernünftigen Tandlerinnen" (entstanden nach englischem Vorbild)
Sie waren wichtig für eine Herausbildung einer bürgerlichen Öffentlichkeit
Die Öffentlichkeit verändert sich
Wochenschriften (Produkt der Aufklärung) --> Ziel: Verbreitung des aufkläririschen Gedankenguts
weckten die Aufnahmebereitschaft des Publikums für neue Inhalte und Formen
erschlossen breitere Leserschichten und schufen die Voraussetzungen für literarische Bildung und die Entstehung eines literarischen Marktes --> großen Anteil: die verschiedenen Lesegesellschaften oder Lesezirkel
Die Lesezirkel, die seit dem Ende des 17. Jahrhunderts entstanden, dienten zur Verbilligung der Lektüre von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern, während die Lesegesellschaften sich noch zusätzlich als Gesellschaftskreise sahen, in denen die private Lektüre einen gesellschaftlichen Rang erhielt.
hohe Anzahl von Lesegesellschaften --> deutlich --> Bedürfnis nach Lektüre und Diskussion
Zutritt beschränkt durch entsprechende Mitgliedsbeiträge wohlhabende Bürger u. Adlige
Frauen und Studenten waren ausgeschlossen
die Kleinbürger und Unterschichten waren, wenn sie lesen konnten auf Leihbibliotheken, die es aber erst am Ende des 18. Jahrhunderts in größerer Zahl gab, angewiesen.
Der literarische Markt
entscheidend für den Schriftsteller --> Entstehung eines literarischen Marktes
verantwortlich --> rascher Anstieg der Buchproduktion und der sprunghafte zahlenmäßige Anstieg der Schriftsteller
an Stelle des Tauschhandels (1450 - ca. 1700) --> moderne Verlagswesen und der moderne Buchhandel
Verleger beauftragten Druckereien --> Bücher kamen dann zu Sortimentsbuchhändler
Produktions- und Verteilsystem hat sich bis heute erhalten (Bücher konnten nun nicht nur auf Messen sondern auch beim Buchhändler mit festen Preisen)
wirtschaftliche Stellung des Schriftstellers vom verlagsabhängigen Lohnarbeiter bis zum selbstständigen Warenproduzenten
Schriftsteller waren generell abhängig vom Verleger
Autoren nicht Eigentümer ihrer Schriften (Verleger hatte Eigentumsrechte und konnte mit den Manuskripten willkürlich umgehen)
geistiges Eigentum (Urheberrecht) wurde aktuell durch den Nachdruck unwesentlich
Buchhändler druckten Bücher nach (ohne Rücksicht auf Verlagsrechte) --> Verringerung Gewinn des Verlegers (damit auch den Gewinn des Autors)
Diskussionen über den Schutz des geistigen Eigentums dauerten aber noch im 19.Jahrh.
Schriftsteller - rechtlich ungesicherten Situation - Gesetzen des Marktes ausgeliefert; starker Konkurrenzdruck unter Autoren
auf dem literarischen Markt konnten nur diejenigen Autoren überleben, denen es gelang sich dem Publikumsgeschmack anzupassen, oder Autoren, deren Werke durch Originalität in Inhalt und Form das Interesse der literarischen Kenner auf sich ziehen konnten.
Zeitungs- und Zeitschriftenwesen vermittelte nicht das Tagesgeschehen, denn dafür war die Herstellung und Verbreitung zu langsam, sondern gesellschaftlichen, religiöse, moralische, ästhetische und literarische Ideen für das gebildete Publikum
Die Redaktion der Zeitschrift bestanden häufig nur aus dem Herausgeber und einigen freien Mitarbeiter.
Inhalt
- Die Literatur in der Aufklärung
- Der literarische Buchmarkt entsteht
- Die Öffentlichkeit verändert sich
- Der literarische Markt
Referat über die Situation des Buchhandels im 18 Jahrhundert. Leider in Stichpunkten d.h. schon gekürzt zum sicheren Durchdenken und Vortragen! (650 Wörter)
Hochgeladen
29.11.2002 von unbekannt
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