Referat: Die Berlinerblockade (Zusammenfassung) | Deutschland 1945-1949
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Referat: Die Berlinerblockade (Zusammenfassung)

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Berlinblockade


Die Berlinblockade ist eine von der Sowjetunion verhängte Sperrung der Land- und Wasserwege für den Personen- und Güterverkehr zwischen Berlin (west) und Westdeutschland vom 24.06.1948 (als Reaktion auf die westdeutsche Währungsreform) bis zum 12.05.1949, während der die Versorgung von Berlin (West) durch die von den USA und Großbritannien errichtete Luftbrücke aufrechterhalten werden konnte (in fast 200.000 Flügen wurden 1,44 Mio.t Güter eingeflogen)
Gegen Kriegsende wurde in den Londoner Protokollen festgelegt, dass Berlin in 4 Sektoren aufgeteilt wird. Später stellte sich dies aber als Problem heraus, da Berlin
mitten in der sowjetischen Zone lag
und somit den drei Westmächte
Schwierigkeiten bereiteten ihren Teil
von Berlin zu kontrollieren.
Die Versorgung Berlins aus der Luft
wurde notwendig, da in der Nacht zum
24. Juni 1948 sämtliche
Landesverbindungen von den
Westzonen nach Berlin durch die
sowjetischen Streitkräfte gesperrt
werden. Sämtliche
Nahrungsmittellieferungen aus Ost
und West mussten somit eingestellt
werden. Die Stromversorgung für
Berlin wurde unterbrochen. Mit dieser
Aktion wollte Russland die westlichen
Truppen zum Abzug aus Berlin und
somit zur Aufgabe Berlins zwingen.
Schon im Vorfeld zur Berlinblockade versuchten russischen Streitkräfte die Versorgung Berlins so gut wie möglich zu behindern. Es wurden Militärzüge angehalten, der Gütertransport durch immer neue Vorschriften behindert. Am 20. März 1948 traten die sowjetischen Vertreter aus dem Alliierten Kontrollrat für die vier Besatzungszonen aus. Am 16. Juni wurde die Arbeit in der Alliierten Kommandantur der Stadt beendet.
Die Lage spitzte sich aber erst mit dem Inkrafttreten der Währungsreform in den drei Westzonen zu. Die sowjetische Führung sah sich zum Handeln herausgefordert und erließen am 24. Juni eine eigene Währungsreform, die für die Ostsektoren und Großberlin gelten sollte. Diese Währungsreform wurde aber von den Westmächten sofort für nichtig erklärt. Die Deutsche Mark konnte sich in das als Währung festigen. Als Reaktion auf die Festigung der DM als neue Währung blockierten dann sowjetische Truppe in der Nacht zum 24. Juni 1948 die Landesverbindung nach Berlin.
Die Luftverbindungen waren bereits gleich nach dem Krieg in den Protokollen festgelegt worden- es handelte sich dabei um 3 Luftkorridore von Berlin aus nach Frankfurt, Hamburg und Hannover mit einer Breite von je 32 Km.
Ziele der SU (Sowjetunion)
Die Blockade sollte die Schwäche der Westmächte und ihre instabile Position in Berlin verdeutlichen
Die Rolle der SU als Führungsmacht sollte der Weltöffentlichkeit durch die Brüskierung der USA dokumentiert werden.

Die zwei Väter der Luftbrücke
Als eigentlicher Vater der Berliner Luftbrücke galt Lucius D. Clay. Er ermöglichte es durch seinen unerbittlichen Einsatz, dass die Versorgung Berlins aus der Luft nicht als bloße Idee bestehen blieb, sondern auch verwirklicht wurde. Die Versorgung Berlins aus der Luft war ein voller Erfolg. Die Bevölkerung wurde mit Lebensmitteln,
Kraftwerk beliefert . Aber die eigentliche
Idee der Luftbrücke stammt nicht etwa
von Lucius D. Clay, sondern von dem Engländer Rex Vait. Er war es auch der
seinerseits Lucius D. Clay davon über-
zeugte, dass eine Versorgung Berlins
aus der Luft die einzige Hoffnung für Kohle, und sogar den Einzelteilen für ein
die eingeschlossene Bevölkerung dar-
stellte. Rex Vait steht aber eigentlich im
Schatten von Lucius D. Clay, dem Mann,
der bis heute als der Vater der Luft-
brücke angesehen wird . Fest steht aber
eines: Ohne Lucius D. Clay und Rex Vait wäre eine erfolgreiche Durchführung
der Luftbrücke nicht möglich gewesen.
Lucius D. Clay
Nur durch das Zusammenarbeiten
beider Männer wurde diese Aktion ermöglicht. Durch Rex Vait mit seinem Organisationstalent und durch Lucius D. Clay mit seinen Beziehungen in hohe Kreise der amerikanischen Streitkräfte.
An der Berliner Luftbrücke beteiligten sich vor allem die USA und England. Sie führten einen Großteil der Flüge von und nach Berlin durch. Frankreich war hingegen nur mit sehr wenigen Flügen beteiligt, da Frankreich seinerseits seine Luftwaffe größtenteils im Indochina- Konflikt einsetzte. Die einzelnen Flüge waren genau durchgeplant. Die Flugzeuge flogen in Korridoren, die von 1.000- 10.000 ft (330 –3300m) reichten und 20 km breit waren und zudem noch in fünf Flughöhen gestaffelt werden. Die Abstände der einzelnen Flugzeuge betrug 15 Minuten in der jeweiligen Flughöhe und 3 Minuten zur nächsten Flughöhe. Es waren immer 32 Maschinen gleichzeitig in der Luft die rund um die Uhr flogen und im 90 Minuten-Takt landeten. An Spitzentagen waren es rund 1300 Flüge pro Tag.
Die Opfer der Berliner Luftbrücke
Die Berliner Luftbrücke hat auch ihre Opfer
gefordert. Es starben bei den Flügen insgesamt
31 Amerikaner, 40 Briten und 5 deutsche Helfer.
1951 wurde diesen Opfern der Hilfsaktion das
Luftbrückendenkmal in Berlin gewidmet, dass
vor dem Eingang des Berliner Flughafens
Tempelhof errichtet wurde. Dieser
Betonmonument stellt symbolisch eine Brücke in
die Lüfte dar.
Den Piloten der Luftbrücke wurde die Arbeit
durch die russischen Besatzungsmächte
erschwert. So wurden die Flugzeuge z.B. nachts
mit Scheinwerfern geblendet oder auch von
Jagdfliegern im Anflug gestört. Sie versuchten
auch eine Ballonsperre am Himmel zu errichten,
deren Ballons etwa der Größe eines
Wetterballons entsprach.

Ergebnis
Am 12. Mai 1949 wird die Berlinblockade durch das nach den Unterhändlern benannte „Jessup- Malik- Abkommen“ aufgehoben, nachdem ihre Nutzlosigkeit deutlich geworden war.
Die Berlin- Blockade markierte den Höhepunkt des kalten Krieges seit 1947
Berlin wird zum ersten Mal zum Testfall der Ost- West Beziehung
Die SU hatte sich nicht durchsetzen können, jedoch erkannt, dass die Westmächte den Einsatz von militärischen Mitteln scheuten
In den beiden folgenden Jahrzehnten fungierte Berlin wiederholt als Testfall der Ost- West Beziehung.
Weiler, den 14. 10. 2002 Natalie Vigano
Inhalt
Die Berliner Luftbrücke (1948-1949) und die Hintergründe (Sperrung der Land- und Wasserwege für den Personen- und Güterverkehr zwischen Ost-Berlin und Westdeutschland ...) (881 Wörter)
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19.11.2002 von unbekannt
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