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Referat: Nationalsozialismus in Wuppertal

Alles zu Nationalsozialismus

Wuppertal in der Zeit des Nationalsozialismus



Im Zusammenhang mit Hitlers Machtergreifung, der Gleichschaltung der Länder und Institutionen und den eintritt in den Zweiten Weltkrieg
Aufbau und Festigung der Diktatur - Einige Grundlegende Informationen aus der Geschichte Deutschlands von 1933 – 1945
Wuppertal in der Zeit des Nationalsozialismus
2.1 Vorgeschichte: Wuppertal am Vorabend des Zweiten Weltkriegs
2.2 Terror und Widerstand
2.3 Totale Gleichschaltung
2.4 Folterhölle KZ Kemna
2.5 Die Rolle der Kirche
2.6 Luftschutzübung als Volksfest
2.7 Synagogen gingen in Flammen auf
2.8 Volksmaske und Lebensmittelkarten
2.9 Wuppertal starb den Bombentod
2.10 Blutiger Abschied des 3 Reiches
3. Chronik der Judenverfolgung in Wuppertal
4. Literaturverzeichnis
Zu 1.
1. Aufbau und Festigung der Diktatur
Am 30 Januar 1933 beruft Reichspräsident Hindenburg Hitler zum Reichskanzler.
Hitler löst den Reichstag auf. Für den 5 März 1933 werden Neuwahlen ausgeschrieben.
27 Februar 1933: Der Reichstag brennt, worauf am 28 Februar 1933 die „Notverordnung zum Schutz von Volk und Staat“ erlassen wurde.
NSDAP DNVP SPD KPD Zentrum

43,9% 8,1% 18,8% 12,3% 11,2%
Der Stimmenanteil der NSDAP steigt trotz massiver Propaganda bei den Wahlen vom 5 März 1933 lediglich auf 44% (die von Propagandaminister Joseph Goebbels „überwältigende Mehrheit“ genannt wurde, die es nie gegeben hat)
Daraufhin beschloß der Reichstag am 23 März 1933 das sogenannte „Ermächtigungsgesetz“.
10 Mai 1933: Tag der Bücherverbrennung.
Ab dem 1 Mai 1933, dem Festtag der Arbeiterbewegung begannen SA und SS gewerkschaftliche Organisationen gewaltsam zu zerschlagen.
Am 1 Juni 1933 wurde die SPD verboten, von da an gab es nur noch die NSDAP („Ein-parteien-Staat“), jegliche Neugründung einer Partei war verboten.
Nach dem „Röhm-Putsch“ ab dem 30 Juni 1934 ließ Hitler viele hohe SA Führer erschießen mit der Rechtfertigung einer geplanten Revolte.
Am 2 August 1934 starb Hindenburg worauf Hitler ebenfalls das Amt des Reichspräsidenten bekleidete.
Am 15 September 1935: Erlaß der Nürnberger Gesetze.
1935 Wiedereingliederung des Saarlandes ins Reich (89% der Stimmen der Saarländer waren dafür!)
Am 7 März marschieren Hitlers Truppen ins Rheinland ein.
Im Spanischen Bürgerkrieg ab Juli 1936 wurde erstmals deutsche Soldaten eingesetzt.
1938 der „Anschluß Österreichs“ an Deutschland; damit hatte Hitler seine Heimat an das Reich angeschlossen.
9 November 1938: Reichskristallnacht
Am 1 September 1939: Überfall auf Polen. Damit entfesselt Hitler den zweiten Weltkrieg der erst am 8 Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands endet.
Zu 2.
2.1 Vorgeschichte: Wuppertal am Vorabend des Zweiten Weltkriegs
Die politischen Spannungen in Wuppertal verschärfen sich ab Ende 1930 immer mehr. (51000 registrierte Arbeitslose in Wuppertal). Das „Weimar System“ geriet in eine tiefe Krise, denn Arbeitslosigkeit, Not und Elend gestalten sich als idealer Nährboden der bislang bedeutungslosen NSDAP. Bald stand Wuppertal ganz im Zeichen der für den 31 Juli 1932 vorgesehenen Reichstagswahlen. Die NSDAP ließ ihre Spitzenkandidaten aufmarschieren: Hermann Göring sprach in der Stadthalle, Goebbels und Hitler mobilisieren im Stadion am Zoo ihre Anhänger. Im Dezember 1932 hatte Wuppertal 414000 Einwohner davon waren 58000 als arbeitslos registriert.

2.2 Terror und Widerstand
Als am 30 Januar 1933 um 14 Uhr über den Rundfunk die Hiobsbotschaft der Berufung Hitlers zum Reichskanzler ausgestrahlt wurde versammelten sich vor dem Barmer Rathaus mehrere tausend Gegner des Regimes. Die Demonstranten marschierten in mehreren Zügen nach Elberfeld und forderten unmißverständlich in Sprechchören „Nieder mit Hitler“. Erst am nächsten Tag gelang es der SA diese Gegenkundgebung gewaltsam niederzuschlagen. Die Reichstagswahlen am 12 März fanden in einer Atmosphäre der Angst und des Terrors statt. Das Ergebnis der Stadtratswahlen sah folgendermaßen aus: der NSDAP fehlten an der Absoluten Mehrheit nur 2 Sitze (verfügte sie bis jetzt nur über 2 Mandate, so hatte sie jetzt 37). Auf die SPD entfielen 18 auf die KPD 12 Sitze.

2.3 Totale Gleichschaltung
Durch das Ermächtigungsgesetz stand der Totalen Gleichschaltung nichts mehr im Weg. Der Terror nahm immer brutalere Methoden an. Am 31 März rief die NSDAP in Wuppertal zum Boykott jüdischer Geschäfte auf. Drei Tage später verbrannten SA Leute vor dem Barmer Rathaus Bücher „Undeutschen Geistes“ ( Werke von Marx, Engels, Erich Kästner, Tucholski usw. ) Am 13 April wurde die alte Verbindungsstraße zwischen Barmen und Elberfeld in Adolf-Hitler-Straße umbenannt.

2.4 Folterhölle KZ Kemna
Am 10 Juli 1933 erhielt Oberführer Veller den Befehl, das „Konzentrationslager Wuppertal Barmen, Beyenburger Straße 146“ zu gründen – nach der dortigen Ortsbezeichnung kurz Kemna genannt. Über 4000 Menschen gingen innerhalb eines halben Jahres durch diese in einer leerstehenden Fabrik eingerichtete Folterhölle. Nach Schließung des SA Konzentrationslagers im Frühjahr 1934 wurde ein Teil der Häftlinge entlassen, der andere Teil in die inzwischen erbauten Arbeitslager ins Emsland verlegt. Obwohl nur für 200 – 300 Personen vorgesehen befanden sich zeitweise mehr als 1000 Gefangene in dem Lager. Die Versorgung war dementsprechend menschenunwürdig. Da diese „Putzwolle Fabrik“ in unmittelbarer Nähe der Stadt lag, und das Lager von Spaziergängern leicht einzusehen war, drangen bald Gerüchte über die schrecklichen Zustände in der Kemna an die Öffentlichkeit. Das war der Eigentliche Grund für die Schließung.

2.5 Die Rolle der Kirche
Bisher hatte die Kirche zum totalen Machtanspruch der Nationalsozialisten geschwiegen, aber bei der am 23 Juli abgehaltenen Kirchenwahlen stellten sich zwei evangelische Gemeinden (Gemarke und Unterbarmen) der von der NSDAP unterstützten Einheitsliste „Deutsche Christen“ entgegen. Die Liste „Für Christus und Gemeinde“ in der Gemarke errang 39 Sitze gegen 21 der „Deutsche Christen“. In Unterbarmen entfielen auf die „Deutsche Christen“ zwar 37 Sitze, aber die Liste „Evangelium und Kirche“ konnte immerhin 23 Sitze für sich verbuchen. Die anschließenden Presbyterwahlen endeten mit einer Niederlage der „Deutsche Christen“ ( 5 gegen 16 Bekentnisstreue Presbyter). Aber die Nazis bliesen zum Gegenangriff und bezeichneten die Gemarke in der Presse als „Wespennest“. Doch durch diese und andere unverhüllte Drohungen ließen sich die standhaften Christen nicht einschüchtern, und noch in einem Lagebericht der Gestapo vom 4 April 1934 gestanden diese sich ein: „In Wuppertal ist die Opposition besonders stark...“. So wurde die Gemeinde Gemarke ein Symbol des Kirchenwiderstandes bis weit über die Grenzen Wuppertals hinaus.
2.6 Luftschutzübung als Volksfest
Noch dachte niemand an die Möglichkeit des Krieges und darum wurde die Luftschutzübung „Bombenflieger über Wuppertal“ am 20 August 1932 Im Stadion am Zoo als Volksfest gefeiert. Ebenso nahmen die Wuppertaler auch noch die im selben Jahr durchgeführten Verdunklungs– und Gasschutz– Übungen gelassen hin.
Die fortschreitende Motorisierung machte in den Jahren 1936 – 37 den Ausbau des Straßennetzes erforderlich. Nach der Fertigstellung des Westrings konnte die neu erbaute Verbindungsstraße Ruthenbeck-Kohlfurth-Solingen dem Verkehr übergeben werden. Gleichzeitig begannen die Straßen Durchbrucharbeiten zwischen dem Brausenwerth und der Hof Aue.
Längst war Wuppertal wieder Garnisionsstadt geworden, und am 12 Oktober 1937 hielt der Stab der ersten Leiter Brigade unter General Major Erich Hoepner in Wuppertal seinen Einzug es war übrigens der selbe General Hoepner, der später wegen Beteiligung am Aufstand des 20 Juli 1944 sein Leben verlor und dessen Namen heute eine Karserne an der Freundenberger Straße trägt.
2.7 Synagogen gingen in Flammen auf
Nachdem die Weltöffentlichkeit spätestens 1938 mit dem wahren Gesicht des Dritten Reiches konfrontiert wurde, gingen in Barmen in der Reichskristallnacht in Wuppertal beide Synagogen in Flammen auf und der jüdische Friedhof wurde geschändet. SA Leute holten nachts jüdische Mitbürger aus den Betten und mißhandelten sie. Der Oberbrandmeister Wessels ließ die Ruinen des Gotteshauses an der Genügsamkeitsstraße einebnen. Als Eigentümer gab er in seinem Bericht die „jüdische Gemeinde“ an. Seine weiteren Angaben lauteten „Stand: Parasiten, Wohnung. Palästina“.
2.8 Volksmaske und Lebensmittelkarten
Nicht ohne Sorgen gingen die Wuppertaler in das Jahr 1939 und bereits im Frühjahr zeichnete sich der kommende Krieg ab. Im Juni wurde darum den Wuppertalern der Kauf der „Volksgasmaske VM 37“ schmackhaft gemacht. Am 27 August wurden die ersten Lebensmittelkarten ausgegeben immerhin erhielt der Wuppertaler Normalbürger im Monat noch 12kg Brot, über 2,5 Pfund Fett, fast 6 Pfund Fleisch über 2,5 Pfund Zucker, 5,6 Liter Milch, dazu 5,5 Pfund Milcherzeugnisse wie z.B. Käse usw. und schließlich etwas mehr als 1 Pfund Nährmittel, 0,5 Pfund Kaffee und 20 Gramm Tee.
Mit dem Überfall auf Polen begann am 1 September 1939 der zweite Weltkrieg. Als im Morgengrauen über den Rundfunk die Meldung kam Deutsche Truppen würden seit 4,45 Uhr an der polnischen Grenze „zurückschießen“, glaubten die Bürger an einen bösen Traum, bald halten es die Wuppertaler schwarz auf weiß: „Seit heute Morgen sprechen die Kanonen“ lautete eine der Schlagzeilen des „Stadt Anzeiger für Wuppertal und Umgebung“ an diesem denkwürdigen Tag. Der Blitzkrieg gegen Polen dauerte zwei Wochen.
Die inzwischen an Siegesmeldungen gewöhnten Wuppertaler wurden jedoch im August geschockt, als die ersten britischen Bomben am Stadtrand von Wuppertal einschlugen. Bei einem zweiten Luftangriff wurden 3 Personen getötet und mehrere verletzt – der grauenvolle, für die Zivilbevölkerung verheerende, Bombenkrieg warf seine Schatten voraus.
2.9 Wuppertal starb den Bombentod

In der Nacht vom 29 Mai zum 30 Mai 1943 starben Barmen und Ronsdorf den Bombentod. Diesem Bombardement, das insgesamt 1 Stunde und 20 Minuten dauerte, folgte am 24 Juli 1943 der nicht weniger schwere Luftangriff auf Elberfeld. Nach Amtlichen Schätzungen betrugen die Verluste Wuppertals fast 6000 Tote. Wuppertal war zu 45% zerstört. Wie groß der Umfang der Zerstörung war, ging aus der Amtlichen Liste der betroffenen kulturellen Gebäude hervor:

Theater:
Das Stadttheater Barmen wurde schwer beschädigt.
Das Stadttheater Elberfeld wurde mittelschwer beschädigt.
Das Thalia – Theater wurde ebenfalls schwer beschädigt.

Museen und Kunstsammlungen:
Das Städtische Museum für Kunst und Geschichte in Elberfeld wurde zerstört.
Die Gemälde und Kunstsammlung in der Ruhmeshalle in Barmen wurden schwer beschädigt.
Das Naturwissenschaftliche Museum in Barmen wurde zerstört
Das Heimat Museum im Haus Bredt-Rübel in Barmen wurde zerstört.

Bibliotheken:
Die Stadtbibliothek Elberfeld wurde leicht beschädigt.
Die Zweigstellen Barmen, Ronsdorf und Hahnerberg wurden zerstört.
Zwei Jugendbücherreien wurden ebenfalls zerstört.
Schwer beschädigt wurden darüber hinaus die Rathäuser von Elberfeld und Barmen, das Planetarium in den Barmeranlagen, der Elberfelder Bahnhof und die Vorhalle des Landgerichts. Als „total zerstört“ registrierten die Behörden: Das alte Elberfelder Rathaus im Turmhof (das heutige von der Heydt-Museum), die Rathäuser von Ronsdorf und Cronenberg und einige bauhistorische Kirchen.
Goebbels, der am 18 Februar das Volk zum „Totalen Krieg“ eingeschoren hatte, eilte unmittelbar nach dem Angriff auf Barmen an die Wupper, um in der Elberfelder Stadthalle die Trauerrede zu halten dabei rief Hitlers Propagandaminister die Wuppertaler auf in „verbissenem Trotz“ zu verharren bis zur „Blutiger Begleichung der Rechnung“, bis zur Stunde, wo die Stadt „als erste das Recht“ habe sich „vor der Göttin der Geschichte zu verneigen, um die Lorbeer des Sieges entgegenzunehmen“.
Durch den Mangel an Raum (von den verhandenen 140000 Wohnungen waren 61000 zerstört worden), die Angst vor neuen Angriffen und die katastrophale Ernährungslage zogen die Wuppertaler aufs Land – bis nach Thüringen und Pommern. Die Einwohnerzahl, die 1939 knapp 400000 betragen hatten sank bis auf 256000.
2.10 Blutiger Abschied des 3 Reiches
Nachdem am 20 Juli 1944 das Attentat des Obersten Graf Staufenberg auf Hitler mißlang, schlugen die Wellen der Verbitterung auch bis nach Wuppertal. Ehem. SPD und KPD Funktionäre wurden festgenommen. Bis zum äußersten Widerstand entschlossen, befahl Hitler im Oktober die Bildung des sogenannten „Volkssturm“, der alle Männer von 16 bis 60 Jahre angehören mußten. Nach am 9 Januar 1945 rief Kreisleiter Straßberg die Bevölkerung auf, Wäsche aller Art und Schuhe für die bereits besiegte Wehrmacht zu spenden.
In den Morgenstunden des 13 April, wenige Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner, wurde am Wenzelberg bei Solingen 71 Politische Häftlinge durch Genickschuß getötet, 60 von ihnen hatten Wuppertaler Gestapo Leute aus dem Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen, weitere Gefangene aus dem Gefängnis Bendahl auf „Höheren Befehl“ zum Hinrichtungsplatz verschleppt. Am 15 April 1945 war der braune Spuk in Wuppertal zu Ende. Zwei amerikanische Parlamentäre tauchten auf und kündigten den Einmarsch am nächsten Tag an. Den Amerikanern wurde die kampflose Übergabe zu gesagt und der Einmarsch vollzog sich reibungslos. Langsam setzten sich die Panzer mit dem weißem Stern in Bewegung, stießen auf den Südhöhen bis nach Ronsdorf und Cronenberg vor und erreichten noch am selben Tag das Tal selbst.
Chronik der Judenvervolgung in Wuppertal
7 März 1933 : Die jüdische Gemeinschaft in Wuppertal beklagt ihr erstes Opfer: Oswald Lauffer, Angehöriger des „Reichsbanners“, wird vor seinem Elternhaus in Elberfeld erschossen.
1 April 1933 : Boykott aller jüdischer Geschäfte, Rechtsanwälte und Ärzte durch die SA. Die Wuppertaler Presse wird von der Kreisleitung der NSDAP „gebeten“, einen entsprächenden Boykotaufruf zu Veröffentlichen. 2 jüdische Assessoren, die kommissarisch die richterliche Ämter bekleiden, werden suspendiert.
15 Mai 1933 : Der aus Elberfeld stammende jüdische Zahnarzt Dr. Alfred Mayer wird in Düsseldorf von SA-Leuten ermordet, die Leiche wird in der Bever-Talsperre versenkt.
16 Juni 1933 : Die Volkszählung in Wuppertal ergab einen jüdischen Bevölkerungsanteil von 2471 Personen, d.h. 0,6% der Wuppertaler Gesamtbevölkerung.
5 Juli : Einlieferung der ersten Häftlinge in das KZ Kemna.
17 März 1935 : Kanzelabkündigung der Bekennenden Kirche gegen den Rassismus, die sogenannte „Neue Religion“. Mehrere Hundert Pfarrer werden für einige Tage inhaftiert. In Wuppertal unter anderem die Pfarrer: Adolf Lauffs, Dr. Harrmannus Obendiek und Erich Schmidt ( Barmen – Gemarke) sowie Hans Groß aus der Elberfelder Süd Stadt.
Ende Dezember 1935 : Die Kreisleitung der NSDAP gibt „nur für den dienstlichen Gebrauch“ ein Boykottheft über „Juden in Wuppertal“ heraus. Es enthält ein alphabetisches Verzeichnis jüdischer Geschäfte, Kaufleute, Ärzte und Rechtsanwälte in Wuppertal, Remscheid und Solingen.
1 August 1936 : Am gleichem Tag der Eröffnung der XI. Olympischen Spiele in Berlin eröffnet eine jüdische Privatschule in Elberfeld, Nützenberger Straße 29.
27 September 1938 : Neben dem Erlaß der 5. Durchführungsbestimmung zum Reichsbürger Gesetz, welcher das Berufsverbot für jüdische Rechtsanwälte ab dem 30 November 1938 festlegte, wird die Wuppertaler Dichterin Else Laska-Schüler, die bereits 1933 in die Schweiz flüchtete, ausgebürgert.
5 Oktober 1938 : Zwangsschließung der Privatschule in der Nützenberger Straße.
11 November 1938 : Eine Gruppe von 125 „arbeitsfähigen“ Wuppertaler Juden wird in die Strafanstalt Bendahl eingeliefert und zwei Tage später in das KZ Daschau transportiert.
17 Mai 1939 : Eine Volkszählung ergibt, daß in Wuppertal die Zahl der Juden trotz Ausweisung und Auswanderung immer noch auf 1093 beziffert wurde, was 0,3% der Gesamtbevölkerung entspricht.
26 Oktober 1941 : Ziel des ersten Massentransports von Wuppertaler Juden –insgesamt 202 Männer, Frauen und Kinder- ist das Getto Litzmannstadt.
11 November 1941 : 233 Personen werden nach Minsk deportiert.
31 Dezember 1941 : Die jüdische Kreisgemeinde Wuppertal teilt ihren Mitgliedern auf Weisung der Gestapo mit, das Anfragen nach dem Verbleib der Juden, die nach Litzmannstadt „abgewandert“ sind, nicht beantwortet werden.
22 April 1942 : Ein weiterer Deportationszug verläßt mit 61 Wuppertaler Juden Düsseldorf.
17 November 1942: Goebbels erklärt in einer Kundgebung in der Stadthalle Wuppertal Elberfeld, die Juden, die den Nationalsozialisten mit Deportation und unschädlichmachung gedroht hätten, „haben zum großen Teil mittlerweile selbst diese Schicksal erlitten“.
24 November 1943 : Im KZ Daschau stirbt, 27 jährig, der Wuppertaler Theologe Helmut Hesse nach gerade mal 9 Tagen Lageraufenthalt.
17 September 1944 : Beginn der Deportation der letzten Wuppertaler Juden, die, die bisher wegen Ihrer „arischen“ Ehepartner als geschützt galten.
8 Mai 1945: Die bedingungslose Kapitulation Deutschlands.
Literaturverzeichnis

Goebel, Klaus (Hrsg.):
Über allem die Partei, Schule-Kunst-Musik in Wuppertal 1933 – 1945,
Oberhausen 1987

Goebel, Klaus (Hrsg.):
Wuppertal in der Zeit des Nationalsozialismus,
Wuppertal 1984

Pogt, Herbert (Hrsg.):
Vor Fünfzig Jahren, Bomben auf Wuppertal,
Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals, Bd. 36,
Wuppertal 1993

Schnöring, Kurt:
Auschitz begann in Wuppertal, jüdisches Schicksal unter dem Hakenkreuz,
Wuppertal 1981

Schnöring, Kurt:

Nacht über Wuppertal: Terror und Widerstand aus:

Goebel, Klaus; Knieriev, Michael; Schnöring, Kurt; Wittmütz, Volkmar; (Hrsg.):
Geschichte der Stadt Wuppertal,
Wuppertal, ohne Jahr
Inhalt
Ein Referat über den Nationalsozialismus in Wuppertal. Sehr ausführlich und genau! (2521 Wörter)
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Nationalsozialismus in Wuppertal | Geschichte | Referat | Ns-regime | Machtergreifung | Gleichschaltung der Länder und Institutionen und Den | Eintritt | Den | Zweiten | Weltkrieg
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