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"Ein Leben beginnt nicht einmal, mit seiner Geburt, sondern ständig.

Alles zu Erörterungen"Ein Leben beginnt nicht einmal, mit seiner Geburt, sondern ständig. Zu Leben heißt, sich unablässig zu erneuern und sich von seinem Ursprung zu entfernen."

Aufgabe
Setzen sie sich kritisch mit der Auffassung von Andreas Steffens auseinander.
Arbeiten sie dabei ihre Vorstellungen zur Problematik einer ständigen Erneuerung im Leben aus.

Nicht nur die Menschheit, sondern auch die Tierwelt strotzt vor Veränderung, wer stehen bleibt, findet schnell den sicheren Tod. Wer sich nicht schnell genug zur Wehr setzt und neue Waffen gegen Feinde, oder Abwehrmöglichkeiten entwickelt, bringt es in dieser Welt nicht weit. So entwickelt sich die kleine wehrlose Raupe zu einem wunderschönen und flinken Schmetterling, der gekonnt seinen Fressfeinden, durch die Möglichkeit zum Flug, ausweichen kann. Der Schmetterling entfernt sich ganz nach Andreas Steffens von seinem Ursprung. Die Evolution hat so manches seltsame und skurrile Wesen hervorgebracht. Aber bedeutet jede Veränderung immer nur Gutes?
Wenn man denkt, schlimmer kann es gar nicht mehr kommen, hat das Leben eine perverse Freude daran, einen vom Gegenteil zu überzeugen. Aber so trostlos und unfair das Leben auch sein kann, gibt es ebenfalls Zeiten absoluten Glücks. Man hat eben seine Höhen und Tiefen. Und jedes Erlebnis ist ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung. Wenn man nach der Jahresarbeit von Therese Pohl geht, so bedeutet es, dass die Zeit für ein Kind praktisch stehen bleibt. Es denkt nur an das Jetzt, kann praktisch nichts mit den Begriffen Morgen und Gestern anfangen. Wenn man nun das Kind als Bezugspunkt setzt, so bleibt das Kind praktisch stehen und entwickelt sich nicht weiter.
Doch wenn man von der biologischen Seite aus schaut, sieht es plötzlich ganz anders aus, die Zellen in unserem Körper verändern sich ständig, jeden Tag sterben bis zu 2000 Stück, und Andere übernehmen dessen Funktionen. Also entwickeln sich die Zellen stetig weiter, da sie immer neue Aufgaben erlernen, ohne ihre alten Aufgaben aufzugeben.
Auch verändert sich das Bewusstsein des Kindes mit stetig wachsendem Alter weiter. So entwickelt sich das Kind zu einem Jugendlichen und ändert somit auch die Ansicht von Heute und Morgen. Dem Jugendlichen kann es meistens gar nicht schnell genug gehen mit dem Erwachsenwerden. Er will sein eigenes Geld verdienen, sein eigenes Auto besitzen und schnell ausziehen von seinen Eltern, am liebsten in seine eigene Wohnung. Somit kann ich Andreas Steffens nur zu stimmen wenn er sagt, Leben heißt sich von seinem Ursprung zu entfernen.
Schaut man nun allerdings noch weiter in der Entwicklung des Menschen. So verändert sich wieder alles, im hohen Alter wird man langsam nachdenklich, man erinnert sich zurück an eine frühere Zeit, ja es ist sogar wissenschaftlich belegt, dass ältere Menschen, umso älter sie werden, sich immer besser an ihre Vergangenheit erinnern können. Und den Draht zu ihrem Ursprung suchen. Ich merke es selber immer häufiger, wenn man Vater anfängt über seine Zeit zu reden. Früher war das noch nicht so, da spielte immer nur die Zukunft und das hier und jetzt eine Rolle, aber heutzutage kommt immer häufiger das Thema von Früher auf, auch meine Großeltern erzählen immer voller Stolz was sie in der Vergangenheit alles geleistet haben. Sie denken gar nicht mehr großartig an die Zukunft und das stetige weiter entwickeln.
Dies ist jedoch ganz anders im Tierreich, wer hier nicht schnell genug ist, überlebt nicht lange. Andres Steffens ist der Meinung, dass das Leben von einer ständigen Veränderung geprägt ist. Er sagt: "Zu Leben heißt, sich unablässig zu erneuern". Und auch ich bin dieser, denn man muss sich vor allem ständig wechselnden Lebensbedingungen anpassen, so schrieb Charles Darwin in seiner Evolutionstheorie über den Darwinfinken, er stellte fest, dass dieser Darwinfinken einen Vorfahren hatte, und sich nun alle anderen Arten sich von diesem entwickelten. Dadurch dass Charles Darwin an seinen Forschungen auf den Galapagos Inseln arbeitete, konnte er auch andere Störfaktoren ausschalten. Da die Galapagos Inseln ohne Fremdeinwirkung, wie den Menschen, waren. Darwin stellte fest, dass sich jede Art des Finken unterschiedlich auf seine Umwelt angepasst hat. Durch die natürliche Selektion kam es zu einer Erneuerung und Weiterentwicklung von dem Ursprung,
Aber nicht jede Erneuerung bedeutet etwas Gutes. Wenn wir einmal im Tierreich bleiben und uns zum Beispiel den Riesenhirsch anschauen, so werden wir feststellen, dass sich durch seine Entwicklung, sein permanentes entfernen vom Ursprung, immer größere Geweihe auszubilden um den Weibchen zu gefallen, nicht die beste war. Denn die Geweihausbildung bedarf großer Mengen an Kalzium und Phosphat, was wiederum dazu führt, dass der Hirsch jede Menge Nahrung zu sich nehmen muss. Ist diese Nahrungsgrundlage aber nicht gegeben stirbt der Hirsch. Nun lebte diese Art von Hirsch in der Eiszeit, was das auffinden von Nahrung immer schwieriger werden ließ. Also lässt sich sagen, dass die Entwicklung dieses Hirsches nicht zum besseren geführt hat, somit wäre es für diesen Hirsch sinnvoller gewesen, sich nicht ständig zu erneuern und von seinem Ursprung zu entfernen, sondern stehen zu bleiben und mit dem glücklich werden was er hatte.
Zum Glück ergeht es aber nicht jedem Lebewesen wie unserem Riesenhirsch. Der Schmetterling erlebt auch viele Erneuerungen in seinem Leben, bis er ein so schöner Schmetterling werden kann. So steht am Anfang die Raupe, sie ernährt sich von Pflanzen und ist einem jeden Farmer ein Dorn im Auge, doch spinnt die Raupe erst mal ihren Faden und wickelt sich selber im Kokon ein, beginnt eine neue Phase. Nun dauert es nicht mehr lange und der Schmetterling schlüpft aus dem Kokon und beginnt die Herzen der Kinder und Erwachsenen zu erfreuen. Selbst kleine Lebewesen wie der Schmetterling beginnen ihr Leben ständig, wer ahnt schon dass sich ein so schöner Schmetterling mal aus einer so kleinen Raupe entwickeln würde. Hier kann man sicherlich Andreas Steffens nur Recht geben, dieser Schmetterling hat sich von seinem Ursprung entfernt.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich dem Zitat von Andreas Steffens zu stimme. Ein Leben im Stillstand ist nicht möglich. Jeder muss sich ständig und überall erneuern und anpassen an seine Umwelt. Nicht nur die Tierwelt tut dies, sondern auch der Mensch in seinem täglichen Leben, er passt sich an seine Kollegen an, um keinen auf den Schlips zu treten. Neue Kollegen bedeuten somit immer eine Erneuerung an die neuen Umstände.
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Erörterung zum Zitat

"Ein Leben beginnt nicht einmal, mit seiner Geburt, sondern ständig. Zu Leben heißt, sich unablässig zu erneuern und sich von seinem Ursprung zu entfernen." (1070 Wörter)
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