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oh,oh... gedichtinterpretation

Frage: oh,oh... gedichtinterpretation
(7 Antworten)

 
wie würdet ihr dieses gedicht interpretieren?

"kann nicht steigen nicht fallen" von helga m.
novak

sieht so aus als hätte
ich das fliegen verlernt
kann nicht steigen nicht fallen
flügellahm
sitze ich da und brüte
liebeserklärungen aus

dabei gibt es eine menge vögel
die sich nie von der erde lösen
und springen und stolzieren
mit gewölbten federn
durch das wehende gras

ich bin für heute ein wasserhuhn
und suche dich im schilf
wo du mit sicherheit
an deinen vielen schwarzen haaren
dich verhedert hast
denk bloß nicht ich mache dich los
GAST stellte diese Frage am 25.10.2005 - 12:52

 
Antwort von GAST | 25.10.2005 - 12:55
und du erwartest jetzt,
dass dir hier jemand eine komplette interpretation hinlegt ?:)

 
Antwort von GAST | 25.10.2005 - 12:57
hast ja recht xD
aba ich dachte vielleicht schreibt jeder ein bisschen drüber.....

 
Antwort von GAST | 25.10.2005 - 13:00
Also zur Epoche schonmal würd ich sagen, das kommt aus dem Naturalismus, Romantik passt nicht, dafür is zu viel Natur mit drin...


Autor
Beiträge 1209
0
Antwort von piepsmausi | 25.10.2005 - 13:01
also ich interpretiere gerne gedichte aba sowas...fällt mir nix zu ein sorry..

 
Antwort von GAST | 25.10.2005 - 13:02
Also ich hab zum Naturalismus mal ne Klausur geschrieben, ich hab da irgendwo noch so nen Zettel mit Leitfragen zur Interpretation von Gedichten, fals dir das weiterhilft

 
Antwort von GAST | 25.10.2005 - 13:14
Hi an alle!

Einige Gedanken - so ganz spontan:

Form:
Strophengedicht. 3 Strophen. 2.Strophe: eine Zeile weniger, nämlich nur 5 Zeilen!

Inhalt:
Zeile 1-2: These wird aufgestellt.
Zeile 3-4: Beschreibung der These, Bezug zu Z.1+2
Zeile 5-6: Folge aus 3+4
Thema wird deutlich: "Liebeserklärungen".

Zeile 7: "Menge Vögel" - evtl synonym zu "Schmetterlinge".
Anspielung zu Zeile 2: "fliegen verlernt".
Zeile 8: Anspielung zu Zeile 3: "nicht steigen"
Zeile 9: "und springen und stolzieren": Hyperbel. Siehe: Z.3:
"nicht steigen nicht fallen" - analog dazu!
Zeile 10: "gewölbten Federn". Adjektiv zu Nomen. Was will
Wölbung ausrücken?
Zeile 11: "wehende Gras" - erneut Adjektiv zu Nomen, Gras auf dem
Boden, also Anspielung zu Zeile 2 (Thema)

Zeile 12: "Wasserhuhn" gegenteil. Analyse: Huhn= verrückt (?)
Zeile 13: "Schilf" - weder Huhn noch Schilf wurden durch Adjektiv
näher betrachtet!
Zeile 14: "Sicherheit" - Vermutung des Erzählers.
Zeile 15: "vielen schwarzen Haaren": exakteste Beschreibung.
Zeile 16: "verheddert" - Vermutung des Erzählers, Adjektiv (!)
drückt verhedderte Liebe aus (analytisch)
Zeile 17: Konsequenz, verlorene Liebe. (Bildlich gesprochen)

Reimschema:
keines.
Versmaß:
frei.

Anmerkung: Dass alles klein und ohne Satzzeichen geschrieben ist, ist nur durch Deine Abschrift entstanden, oder?

Mr.Music

 
Antwort von GAST | 26.10.2005 - 12:29
danke an euch alle!
:-)

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