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Facharbeit

Frage: Facharbeit
(2 Antworten)


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Kann jemand meine Facharbeit lesen und korrigieren?
Frage von kateryna4 | am 14.02.2018 - 07:06


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Antwort von matata | 14.02.2018 - 11:25
In diesem Forum gibt es keine private Aufgabenhilfe. Du müsstest also deine Facharbeit ins Forum stellen. Wenn es aber eine mehrere Seiten lange Arbeit ist, übersteigt das meistens die Kapazität der Helfer...

Ausserdem wird nur nach Grammatik und Rechtschreibung korrigiert. Für den Inhalt bist du selber verantwortlich. Das ist ja auch der Sinn der Facharbeit.
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Antwort von kateryna4 | 14.02.2018 - 18:01
2. Definition der ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung)
Fast jeder kennt die Geschichten von Zappelphilipp, von Hans Guck in die Luft, mit welchen schon im Jahr 1845 der Frankfurter Nervenarzt, Heinrich Hoffman Kinder beschrieben hat, die heutzutage mit ADHS diagnostiziert werden könnten.(vgl.Gawrilow,2016,S.17)
ADHS ist die Abkürzung für das Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Häufig findet man dafür auch die Abkürzung ADHD, die von der englischen Bezeichnung Attention Deficit Hyperachtivity Disorder abgeleitet ist. ADHS ist das am häufigsten diagnostizierte Störungsbild im Kinders-und Jugendalter. (Paal,S.157) Aufmerksamkeitsstörungen bei den Kindern zeichnen sich durch Auffälligkeiten in den Bereichen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Die Symptome beginnen vor dem siebten Lebensjahr. (vgl. Lauth, Schlottke,2009.S.3).
2.1. Grundlegende Symptome der ADHS
Die Symptomenkriterien von ADHS sind im sogenannten ICD-10 bestimmt, einem Internationalen Klassifikationsschema der Weltorganisation und im DSM -IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung. In beiden Klassifikationssystemen werden ähnliche zentrale Kriterien aufgelistet, die für Diagnose Voraussetzung sind (vgl. Paal, 2007,S. 29)
Diagnostische Kriterien einer ADHS nach ICD-10
Unaufmerksamkeit
Es sind Mindestens sechs der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit bei dem Kind vorhanden und verlaufen mindestens 6 Monate lang, die beständig, mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbaren und in einemunangemessenen Ausmaß sind. (vgl. Paal,2007,S.29)
Die Kinder
Ø sind häufig unaufmerksam in Einzelheiten oder verursachen Flüchtigkeitsfehler bei der Erledigung der Hausaufgaben oder anderen Tätigkeiten,
Ø können nicht lange die Aufmerksamkeit beim Spielen oder bei anderen Aktivitäten aufrechterhalten,
Ø haben oft Schwierigkeiten zuzuhören, was Ihnen gesagt wird,
Ø sind häufig nicht in der Lage, die Anweisungen zu folgen oder erledigen ihre Schularbeiten, andere Tätigkeiten nicht, weil sie die Erklärungen nicht verstanden haben,
Ø scheinen häufig Schwierigkeiten bei der Organisation der Aktivitäten zu haben,
Ø zeigen Abneigungen bei ungeliebten Tätigkeiten wie Hausaufgaben die geistige Durchhaltevermögen verlangen,
Ø verlegen häufig Gegenstände die für bestimmte Aufgaben oder Tätigkeiten relevant sind, (z. B. Stifte, Bücher, Brillen)
Ø werden leicht durch äußere Reize abgelenkt,
Ø sind bei der Erledigung von Tätigkeiten oft vergesslich.(vgl.Paal,2007,S.29-30)
Überaktivität
Es wird mindestens drei der folgenden Symptome bei dem Kind während der letzten 6 Monate festgestellt, die mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbaren und in einem unangemessenen Ausmaß sind. (vgl.Paal,2007,S.30)
Die Kinder
Ø zappeln häufig mit Händen, Füßen und rutschen auf dem Stuhl hin und her,
Ø können nicht ruhig sitzen bleiben und verlassen ihren Platz in Klassenraum oder in anderen Situationen , in denen verlangt wird, sitzen zu bleiben,
Ø laufen im Raum umher und toben übermäßig herum,
Ø haben Schwierigkeiten leise zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten ruhig zu beschäftigen,
Ø demonstrieren ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivitäten, die durch den sozialen Umfeld oder Verboten nicht durchgreifend beeinflussen lassen.(vgl. Paal,2007,S.30-31).

Impulsivität
Es ist mindestens eines der folgenden Kriterien von Impulsivität bei dem Kind erwiesen wird, die über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten in einem Ausmaß vorhanden sein, dass es zu einer Fehlanpassung führt und dem Entwicklungsstand des Kindes nicht angemessen ist. (vgl.Paal,2007,S.31)
Die Kinder
Ø platzen oft mit den Antworten heraus, bevor eine Frage vollständig gestellt wird,
Ø können beim Spielen oder bei Gruppenaktivitäten nur schwer abwarten, bis sie an der Reihe sind,
Ø unterbrechen und stören andere , verstoßen auch oft gegen Regeln (mischen sich ins Spiel anderer ein),
Ø reden oft exzessiv, ohne Rücksicht auf soziale Beschränkungen zu nehmen. (vgl.Paal,2007,S.32)
Diese wesentlichen Symptome können sowohl gemeinsam als auch getrennt erscheinen. Bei einigen Kindern kann möglicherweise die Unaufmerksamkeit stark ausgeprägt sein, ohne dass Hyperaktivität oder Impulsivität erkannt ist. Im Gegensatz dazu bei anderen Kindern erscheint eine ausgeprägte motorische Unruhe und Impulsivität, wobei das wesentliche Symptom von Ablenkbarkeit nicht festgestellt ist. (vgl. Lauth, 2009,S.3)
Aufmerksamkeitsstörungen machen sich vor allen im Zusammenhang mit der Schule bekannt, genauer gesagt, dass sie durch die Schule wesentlich erkannt werden. Dies führt oft dazu, dass die Schule eine Aufmerksamkeitsstörung bemerkt, während dies von den Eltern oder dem betroffenen Schüler selbst nicht so bemerkt wird. (vgl. Lauth, 2009,S.5)
Personen mit ADHS enthalten auch viele positive Eigenschaften, die sie auch möglichst bewahren sollten:
  • sind kreativ, alles infrage stellen und Andersdenkender
  • sind neugierig an allem Neuen
  • besitzen eine ausgeprägte Phantasie mit viel Kreativität
  • enthalten einen ausgeprägten Sinn für die Gerechtigkeit und ertragen keine Ungerechtigkeit
  • haben Eigenschaft, Situationen und Menschen schnell zu durchspüren
  • sind oft begeisterungsfähig, schnell von etwas fasziniert und sind nur eine gewisse Zeit konzentrierter als andere, solange die Sache für sie neu und spannend ist
  • besitzen eine gute visuelle Merkfähigkeit
  • entwickeln viele neue Ideen bei inspirierter Tätigkeit, die den anderen Personen nicht so schnell einfallen würden
  • sind sehr hilfsbereit und merken sofort, wenn jemand Hilfe braucht (vgl. Simchen,2015,S.15)


2.2. Was sind die Ursachen für ADHS?
Heutzutage sind schon einige Ursachen, Risikofaktoren und Krankheitsauslöser festgestellt, trotzdem konnte die Wissenschaft dieser Störung noch nicht bis ins Detail durchleuchten. Man vermutet, dass viele verschiedene Faktoren zusammenwirken müssen, damit diese psychische Störung ausbricht. (vgl.Paal,2007,S.43)
Neurologische Faktoren
Laut den bisherigen Forschungen ADHS ist eine Störung, die im Transmittersystem des Gehirns stattfindet. Transmitter sind relevante Bottenstoffe wie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin, die im Gehirn befinden, sie dienen dazu, um Signale von einer Nervenzelle zu den anderen zu transportieren. Die Unterversorgung von Noradrenalin führt bei den Kindern dazu, dass die Aufmerksamkeit verringert wird. Der Mangel an Dopamin verursacht Hyperaktivität und Koordinationsschwierigkeiten und der Serotonin – Mangel leiten zu depressiven Verstimmungen und Ängsten. Wissenschaftler beweisen, dass auch Gene bei der Erkrankung eine relevante Rolle spielen. Aber nicht bei jedem, wer ADHS vererbt hat, wird diese Störung ausbrechen. Außerdem Geburtskomplikationen, während die das kindliche Gehirn Schaden trägt, können zu Auftreten von ADHS-Erkrankung führen. Daneben können Alkohol und Rauchen während der Schwangerschaft eine Schädigung des kindlichen Gehirns hervorrufen. (vgl.Paal,2007,S.43-45)
Psychosoziale Faktoren
Geringe emotionale Zuwendung zu dem Kind, ein gestörtes Mutter-Kind-Beziehung, schlechte soziale Integration und negatives Selbstbild wirkt sich auf Intelligenz und Persönlichkeit aus.
Förderungsmöglichkeiten von ADHS -Kindern in weiterführenden Schulen
Nicht nur die Eltern haben den Einfluss auf die Entwicklung der Kinder, sondern auch Schule und Lehrer spielen dabei sehr wichtige Rolle. Gerade bei den Schülern die sowohl als Lern als auch Verhaltensschwierigkeiten haben, kann die Schule zur psychischen Belastung mit negativen Folgen auf die gesamte Persönlichkeitsentwicklung führen. Deswegen ist es notwendig ein pädagogisches Unterrichtskonzept einführen, von dem nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer und Eltern profitieren. (vgl.Simchen,2005;S.199).
Es gibt verschiedene Trainings zur Förderung der ADHS-Schüler. Diese Trainings enthalten vorwiegend Aspekte, die sich speziell nicht nur auf die Schüler eingehen, sondern auch auf die Pädagogischen Fachkräfte der betroffenen Kinder. Die Effektivität diesen Trainingsprogramme praktisch und theoretisch belegt. (Gawrilow,2016,S.131)

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