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Buddhisten / christen

Frage: Buddhisten / christen
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Sind Buddhisten in Deutschland die eigentlich "besseren Chrsiten" in der alltäglichen Umsetzung ihrer Glaubenslehre?
Frage von Wasserwanderer | am 26.10.2017 - 14:44


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Antwort von cleosulz | 26.10.2017 - 19:41
Du musst doch erst herausfinden, was Kernpunkte der jeweiligen Religion sind.
Dann kannst du vergleichen.

Bei den Buddhisten ist Leben Leiden und dieses Leiden endet, wenn der Mensch Hass, Gier und Unwissenheit überwunden hat. Im frühen Buddhismus gab es keinen transzendenten Gott. Im späten Buddhismus gibt es mögliche Nothelfer. => Bodhisattvas
Ein Mensch ist das Produkt von Körper, Empfindung, Wahrnehmung, Bewusstsein und Geistesformation. => 5 Daseinsformen
Es gibt gutes und schlechtes Karma.
Das Karma bestimmt das Geschick des Menschen. Es kommt darauf an, ob ein Mensch gute und schlechte Taten in seinem früheren Leben tat. Eine Sünde, wie im Christentum gibt es nicht.
=> Wiedergeburt
Der Tod ist der Anfang eines neuen Lebens. => Wiedergeburt
Der Mensch wird so lange wiedergeboren, bis er erleuchtet ist und dann ins "Nirvana" eintreten kann. => Eintritt ins Nirvana = verlöschen/verwehen
Der Mensch hat keine dauerhafte Seele.

Im Buddhismus kennt man weder Hölle noch Himmel. Versprochen wird nicht das ewige Leben sondern Erlösung durch Selbsterkenntnis.

Was gut ein guter Buddhist, um seine Religion zu leben?
Er lebt friedlich, ohne Stress und stabilisiert seine Persönlichkeit, und festgefahrene Meinungen müssen nicht sein. Er meditiert und tut möglichst gute Taten.
Buddhismus lebt von Erfahrung und das Streben besteht darin, Buddha zu werden.
Zitat:
Buddha, .... ein Wesen, das aus eigener Kraft die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine grenzenlose Entfaltung aller in ihm vorhandenen Potenziale erlangt hat: vollkommene Weisheit (Prajna) und unendliches, gleichwohl distanziertes Mitgefühl (Karuna) mit allem Lebendigen.
Quelle: Wikipedia

Und was machen Christen, um ihre Glaubenslehre umzusetzen?
Genügt es schon, möglichst gute Taten zu begehen (Almosen, Mithilfe, Mitgefühl), sich mit sich und der Umwelt auseinander zu setzen, zu meditieren und festzustellen, dass das Leben ein einziger Leidensweg ist?
Kann ich "gute Taten" gleichsetzen mit "sündenfrei leben"? Ist das Streben nach Reinheit und Vollkommenheit des Geistes gleichzusetzen mit einer "besseren Lebensgestaltung"?

Was ist deine Meinung?
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Antwort von Wasserwanderer | 26.10.2017 - 22:12
Vielen Dank für die Antwort!

Ja, das Thema überscchneidet ja andere themen, war eine allgemeine Frage..
Wie ich z.b auch Fragen habe zu den Grundlagen beider Glaubensrichtungen wie auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Christen und Buddhisten, Buddhisten in Deutschland --> wie entwickelte sich der Buddhismus in Deutschland und die heutigen buddhistischen Gemeinden in Deutschland.

Ich bin selbst der Meinung, dass die meisten Christen (zwar nicht alle) sich durch den Namen "Christen" beschützen, dass heißt, wenn sie einen Fehler machen sagen, es wird nichts passieren weil ich ein Christ bin, Gott beschützt mich.
Wieso ruhen sich die Menschen auf dem Namen aus? (Nicht alle!)


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Antwort von cleosulz | 27.10.2017 - 09:12
Gute Frage.
Nicht jeder getaufte Christ,
verhält sich christlich. Aber wie verhält sich das bei Buddhisten?
Nächste Frage: Was ist christliches Verhalten?
Buddhisten haben keinen Gott, andere Religionen schon.
Nächste Frage: Vielleicht verstecken sich die anderen Religionen hinter diesem Gott, um ihr Verhalten nicht für ihr Verhalten gerade stehen zu müssen?
Aber nicht nur Christen, auch Muslime, die im angeblichen Auftrag Gottes die Ungläubigen vernichten dürfen/müssen. Die im Koran sogar Rechtfertigungen für Ehrenmorde finden usw.
Christen handeln, um in ein Paradies zu ihrem Gott zu kommen.
Buddhisten handeln, um die Erleuchtung zu erfahren, um ins Nirvana einzutreten.
Christen wollen jemandem gefallen (gottgefällig handeln), Buddhisten sind da eher ichbezogen (arbeiten an sich und ihrem Karma).

Ich habe eine Tabelle gefunden, in der ein Vergleich der beiden Religionen sinngemäß aufgeführt wurde:

Christentum:
Handeln aus Liebe, Feindesliebe, 10 Gebote
Die Bibel hat zwei Teile, Altes und Neues Testament. Im letzteren wird auf den Sohn Gottes verwiesen, der als Jesus Christus auf der Erde war und als Erlöser angesehen wird.
Jesus nannte sich selbst Gottes Sohn.
Christliches Mitglied der Kirche wird man durch die Taufe.

Buddhismus
Nicht töten, nicht stehlen, keusches Leben, nicht lügen, keinen Alkohol
Buddha wurde nach seinem Erwachen erleuchtet und ist selbsternannter Lehrer der vier edlen Lehren, die Grundlage der buddhistischen Lehre sind.
Von der Unkenntnis bis zum Erwachen, vom heilsamen Gedanken zum heilsamen Handeln. Die persönliche Erfahrung im Gegensatz zu blindem Glauben und Übernehmen ohne selber zu prüfen.
Buddhist wird man dadurch, dass man die buddhistische Lehre praktiziert - unabhängig davon, ob man sich einer buddhistischen Gruppe (kann man, muss man nicht!) anschließt.

Ob ein Buddhist ein besserer Christ ist, wenn er nach den Lehren Buddhas lebt oder
ein Christ, der nach den Lehren der Bibel und den 10 Geboten handelt, vermag ich nicht zu sagen. Ein gläubig handelnder Christ steht einem Buddhisten sicher nicht nach.
Wie viele Kirchensteuerzahler (Christen laut Statistik) tatsächlich gläubig sind und wie viele selbsternannte Buddhisten nach den Regeln des Erleuchtenden wirklich handeln, eben so wenig.
Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er ein guter Christ ist.
Das hat mit dem Besuch eines Gottesdienstes oder der Bezahlung von Kirchensteuern nichts zu tun.
Mitglied in einer christlichen Kirche wird man in aller Regel mit der Taufe und die wird - je nach Kirche - dem neuen Erdenbürger durch die Eltern zunächst aufgezwungen.
=> christliche Taufe im Säuglingsalter
Innere Einstellung und Taten stehen in beiden Religionen sicher an erster Stelle.
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Antwort von Wasserwanderer | 27.10.2017 - 14:31
Das stimmt, meiner meinung nach verlangt Gott kein Geld! Christliches verhalten meiner Meinung nach, sind Worte in Taten umzusetzen.
So wie Buddhisten taten und worte auch sehr schätzen.
Das stimmt ja auch, dass es an erster stelle steht.
Ansonsen könne man ja auch nicht vertrauen, also müsste es theorethisch bei jeden menschen so sein ob in einer Religion oder nicht. Generel sind sich alle Religionen ähnlich, NUR einige verstehen ihr eigene Bibel (wie man sie auch nennen mag) nicht!

Der Buddhismus ist ja auch in Deutschland mittlerweile sehr aktiv, aber wie ist er hier entstanden?
Und werden noch mehr Gemeinden für Buddhisten eröffnet?
Ich finde, dass die Buddhisten in Deutschland mehr hervorgeheben werden sollte.

Der Achtsamepfad und die 4 edlen Wahrheiten im buddhismus haben zusammenhänge mit den 10 Geboten, nur setzten sie Buddhisten eher ein, nehmen es eher wahr.

Klar, jeder kann entscheiden ob er ein guter Christ ist nur wird es hier in der heutigen Gesellschaft schwierig.
Für mich wirkt es auch das buddhisten eine eigene Gesellschaft haben und komplett in einer anderen Welt als wir leben.
Buddhisten hatten dazu außerdem noch nie Kriege geführt und, wenn z.b angenommen ein Kind nichts essen will, weil es satt ist aktzeptieren es die Buddhisten.
Andere hingegen haben angst dass das Kind zu dünn ist oder wird, und zwingen es dazu zu essen.


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Antwort von Wasserwanderer | 27.10.2017 - 14:42
So wie die Christen die Bibel haben, haben die Buddhisten das Dalai Lama


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Antwort von matata | 27.10.2017 - 16:35


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Antwort von Kampfsemmel | 27.10.2017 - 19:37
Zitat:
Buddhisten hatten dazu außerdem noch nie Kriege geführt und, wenn z.b angenommen ein Kind nichts essen will, weil es satt ist aktzeptieren es die Buddhisten.

Und was war mit dem 1. und 2. Weltkrieg ? Was war in Birma ?


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Antwort von Ritchy (ehem. Mitglied) | 28.10.2017 - 14:31
Die Fragestellung ist ja schon falsch! Buddhisten können doch nicht die "besseren Christen" sein! Ich persönlich könnte Jesus mit dem Erleuchteten vergleichen. Im Buddhismus endet dann die Gedankenwelt, im Christentum gibts da noch einen Gott, weil es eine montheistische Religion ist.
Außerdem gibt es unterschiedliche Glaubensrichtungen im Buddhismus. Übrigens gibts dort auch Geister [Verstorbene].
Ein Buddhist tut im Leben etwas für sein Kharma (Schicksal). Aber ein gläubiger Christ tut das ja auch (Gott straft alle Sünden).

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