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Hahn, Ulla - Als er zurück kam: Interpretation gesucht !

Frage: Hahn, Ulla - Als er zurück kam: Interpretation gesucht !
(12 Antworten)


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Hallo...


Ich bräuchte Hilfe, denn ich bin voll am verzweifeln....

Ich bräuchte eine Interpretation zu dem Gedicht von Ulla Hahn - als er zurückkam.

Verstehe das Gedicht nicht ganz und bin über jede Hilfe erfreut.

Danke schon mal sehr
Frage von Ponczus (ehem. Mitglied) | am 21.05.2012 - 16:32


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Antwort von cleosulz | 21.05.2012 - 16:57
Finde nur die Überschrift:
Das Überdauern einer Liebe ....
Es wäre jetzt interessant,
wem die Autorin das Gedicht gewidmet hat.
Ist der Mann, der da zurückkommt, krank (gewesen)?
Zumindest wird sie der Sterblichkeit des Menschen (Mannes) bewusst und betrachtet ihn auf einmal mit anderen Augen.

Was weißt du?
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Antwort von Ponczus (ehem. Mitglied) | 21.05.2012 - 17:05
Also ich nehme an, dass Ulla Hahn dieses Gedicht einer Person gewidmet hat, der ihr sehr nahe stand/steht oder ähnliches.
Jedoch handelt es sich um eine Vermutung meinerseits :(


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Antwort von cleosulz | 21.05.2012 - 17:06
Versuche mal was über Ulla Hahn herauszubekommen.
Verheiratet? Mann? Krank? Wie steht sie zum Leben und Sterben?
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Antwort von Ponczus (ehem. Mitglied) | 21.05.2012 - 17:20
Das ist ja das, was mir so viel Schwierigkeiten bereitet, um das Gedicht auf Ulla Hahn bezogen zu interpretieren.
Was ich über sie weiß ist nur, dass die mit Klaus von Dohnanyi verheiratet ist und, so bin ich der Meinung, auch glücklich.

Ich habe auch gehofft, dass ich irgendeine Internetseite finde, wo dieses Gedicht von jemand anderem interpretiert bzw. analysiert wurde. Einfach nur damit ich eine grobe Richtung habe. Jedoch erwies sich das Suchen als ein flop, da ich nicht ein bisschen im Internet über das Gedicht finde :(


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Antwort von cleosulz | 21.05.2012 - 17:27
Liebesgedicht, erotisches (?) Liebesgedicht,

in welcher Weise thematisiert das Gedicht Vergehen und Vergänglichkeit?

wo findet man Einsicht der Schreiberin über Vergehen und Vergessen?

Der Mann/ihr Geliebter (der Schreiberin) kommt zurück.
Sie erkennt, dass auch er vergänglich ist (war er krank, sieht er nicht mehr so aus, wie als sie sich kennenlernten, ist er gealtert?).
Sie spürt seinen Kuss und doch ist ihr, wie wenn sie ihm Leben einhauchen müsste, trotz dass er sie warm umfaßt. Sie spürt seine Umarmung, nimmt sie bewusst wahr.
Sie sieht ihn und seinen Körper plötzlich so, wie er ist, gealtert - 40 Jahre alt.
Sie liebt (Geschlechtsakt?) ihn mit dem Bewusstsein, dass er ein Mann "im besten Alter" (?) ist, ganz bewusst.
Sie denkt an ihn mit anderen Gefühlen, wenn er nicht bei ihr ist. Und wird sich seiner Vergänglichkeit bewusst. Dabei bemerkt sie, dass er für sie sehr kostbar ist.
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Antwort von Ponczus (ehem. Mitglied) | 21.05.2012 - 17:37
Hossa...

unter den Aspekten habe ich es gar nicht betrachtet...
Man sollte also davon ausgehen, dass etwas passiert ist oder einfach eine lange Zeit vergangen ist und sie so die Vergänglichkeit in ihm sah?

Die Realität wird ihr dann also bewusst und sie akzeptiert ihn so wie sie ist?!...


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Antwort von cleosulz | 21.05.2012 - 17:50
Zitat:
Als er zurückkam mein Freund mein Geliebter
blaß mager mich in den Arm nahm
begriff ich augenblicks daß er sterblich ist
mitten in seinem lebendigen Kuß.


Er kommt zurück - blaß und mager (Anzeichen von Krankheit? oder Mangel?)
Sie begriff sofort, dass er sterblich ist (offenbar strotzt er nicht vor Leben, vielleicht wirkt er kränklich?)
--> mitten in seinem lebendigen Kuß bemerkt sie, dass er sterblich ist.


Während sie sich küssen, bemerkt sie, dass er (trotz des Aussehens?) doch voller Leben ist. Aber sie stellt fest, dass auch er vergänglich ist (sterblich).

Zitat:
Wie noch nie versicherte ich mich seiner Lippen der Zunge
ja mir war ich müßte mein Leben einfauchen
dem der mich so warm und verläßlich umschloß.


Wie noch nie versicherte ich mit seiner Lippen, der Zunge => intensiver und gefühlvoller Zungenkuss
ja mir war, ich müsste mein Leben (ihm) einfachen => ihr ist so, wie wenn sie ihr (blühendes?) Leben ihm mit dem Kuss einhauchen müsste, wie wenn sie ihre Lebensintensivität ihm einblasen müsste (daraus schließe ich, dass er doch kränklich ist ).

der, der mich so warm und verlässlich umschloss (warm = es ist noch Leben in ihm (?) und verlässlich (=> ?)

===> Bild: Paar, dass sich leidenschaftlich küsst und dabei "umklammert", zumindestens fest umarmt.

Mach du mal weiter:

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Antwort von cleosulz | 21.05.2012 - 17:53
Wenn du das Gedicht so liest, welche Bilder siehst du dann?
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Antwort von Ponczus (ehem. Mitglied) | 21.05.2012 - 18:25
Auf jedenfall habe ich immer das Bild vor Augen, dass der Mann/Partner von einer langen Reise zurückkommt.
Ich hatte kurz gedacht, dass der Mann eventuell vom Krieg zurückkehrt oder sonstiges...
Jedoch würde das nicht nicht zu Ulla Hahn und der modernen Lyrik passen, also gleich den Gedanken verworfen.

Das lyrische Ich ist einerseits von der Vergänglichkeit des Mannes Überrascht, aber zugleich ist sie auch sehr froh, dass das sie wieder die Nähe und die Geborgenheit des Mannes zurück hat....

das sind so zwei Bilder, die ich im Kopf habe.
Insgesamt also "fröhliche" Bilder


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Antwort von cleosulz | 21.05.2012 - 19:12
fröhliche Bilder .... mhm ...

Ich sehe da einen Menschen, der ausgemergelt und schmal aussieht ... den ich liebe, den ich plötzlich mit anderen Augen sehe.
Plötzlich erkenne ich, dass diese Liebe jäh enden könnte, weil mein Geliebter sterben könnte / sterblich ist. Ich erkenne, dass unsere Beziehung nicht unendlich ist sondern vergänglich.
Ich versuche ihm meine Lebenskraft einzuhauchen (leidenschaftlicher Kuss).
Dabei spüre ich seine Wärme (ist also noch am Leben, heißblütig?).
Ich sehe ihn und seinen Körper plötzlich realistisch, wie er ist.
Ich erkenne meine Liebe und diese Liebe ist anders als früher. Bewusster.
Ich stelle fest, wie wichtig mein Liebhaber mir ist, wie kostbar und wie vergänglich er (das Leben allgemein) sei kann.
Ich genieße ihn und meine Liebe zu ihm bewusster.

Ich = das lyrische Ich = ist schon froh.
Aber ob es auch fröhlich ist .... nein es ist sich der Vergänglichkeit, der Sterblichkeit der Menschen und hier des Gegenübers/des Liebhabers plötzlich bewusst.

Ich würde das lyrische Ich eher "leidenschaftlich" bezeichnen, denn fröhlich.
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Antwort von Ponczus (ehem. Mitglied) | 21.05.2012 - 19:41
Ja.. so fröhlich / aber nachdenklich und etwas erstaunlich ?!...

deine Punkte sind echt toll! ich danke dir jetzt schon!

kann man sagen, dass die Lieber zum Gegenüber "gefestigt" wirkt? also mehr als vorher?


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Antwort von cleosulz | 21.05.2012 - 19:49
Das ICH war schon erstaunt .... erstaunt über die Person, wie ihr plötzlcih gegenüber stand. Verletzlich (?) vergänglich, sterblich ...


Ich würde sagen, dass ICH (=> natürlich das das lyr. Ich) in meiner Liebe zu meinem Partner bewusster durch das Erkennen seiner Vergänglichkeit geworden bin.

Meine Liebe empfinde ich tiefer - und bewusster. => mit Blick auf die Sterblichkeit und körperliche Vergänglichkeit meines Gegenübers (und vielleicht auch auf meine Person).

Ich habe erkannt:
Das Leben ist nicht unendlich und ich (muss) meine Liebe bewusst wahrnehmen.
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