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Gedichtanalyse: Clemens Brentano - Wenn die Sonne weggegange

Frage: Gedichtanalyse: Clemens Brentano - Wenn die Sonne weggegange
(4 Antworten)


Autor
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Hallo :)


Kann mir jemand bei meiner Gedichtsanalyse helfen, im Hinblick auf Inhalt, Stilmittel, formaler Aufbau, ...?

Clemens Brentano - Wenn die Sonne weggegangen (1803)

Wenn die Sonne weggegangen,
Kömmt die Dunkelheit heran,
Abendrot hat goldne Wangen,
Und die Nacht hat Trauer an.

5 Seit die Liebe weggegangen,
Bin ich nun ein Mohrenkind,
Und die roten, frohen Wangen,
Dunkel und verloren sind.

Dunkelheit muß tief verschweigen,
10 Alles Wehe, alle Lust,
Aber Mond und Sterne zeigen,
Was ihr wohnet in der Brust.

Wenn die Lippen dir verschweigen
Meines Herzens stille Glut,
15 Müssen Blick und Tränen zeigen,
Wie die Liebe nimmer ruht.


Das habe ich bereits herausgefunden, nur wüsste ich gerne, ob ihr der gleichen Meinung seid:

Aufbau: 4 Strophen mit 4 versen, Kreuzreim, 4-hebiger Trochäus, mit abwechselnd weiblich und männlichen Kadenzen.
Inhalt: Das lyrische ich wurde von seiner "Liebe" verlassen und sehnt sich nun nach ihr.
Stilmittel: Sonne, Dunkelheit, Abendrot, Nacht und Liebe werden personifiziert


Ich würde mich über eure Hilfe sehr freuen

Liebe Grüße
Frage von Schlumpfine00 | am 14.02.2012 - 14:28


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1559
Antwort von matata | 14.02.2012 - 16:23
http://www.gedichte-fuer-alle-faelle.de/allegedichte/gedicht_1876.html

Text des Gedichtes

http://online-lernen.levrai.de/deutsch-uebungen/gedichtinterpretation/gedichte/brentano_clemens_gedichte.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_Brentano

http://www.dieterwunderlich.de/Clemens_Brentano.htm

http://www.rhetoriksturm.de/clemens-brentano.php
________________________
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Antwort von Schlumpfine00 | 14.02.2012 - 16:30
Die Links helfen mir leider gar nicht. Ich brauche eher Informationen zum Gedicht, anstatt Informationen zum Autor.


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11
Antwort von Waldfee1 | 14.02.2012 - 19:14
Schau mal hier:
www.abiunity.de/thread.php?postid=24697

 
Antwort von GAST | 14.02.2012 - 19:40
Deine Analyse ist so weit i.O.

würdest du evtl. so weit gehen statt von "Personifizierung" von "Metaphern" zu sprechen?

Für mich ist das "Mohrenkind" in 2/2 das Schlüsselwort.

(ich sehe da immer den "Sarotti-Mohren" vor mir)
Anfang des 19.Jh`s dachte man in Europa bei "Mohr" noch nicht an die gepeinigten Sklaven Amerikas sondern vielmehr an die "süßen" Mohren an den Kalifenthronen des Orients.

Hier: Mit dem Weggang der/des Geliebten fühlt sich das lyrische Ich
beschädigt: es gibt keine "goldenen Wangen" mehr; dafür Trauer .. er/sie ist zum (niedlichen?)"Mohren" degradiert, der Trauer und Schmerz erleidet;

aber: es gibt Hoffnung/Stärke/Selbstvertrauen: denn Blicke und Tränen also das, was in Strophe 3 als "Mond und Sterne" metaphisiert werden, bleiben als Ausdruck immerwährender Liebe erhalten.

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