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Textgebundene Erörterung zum thema massenmedien

Frage: Textgebundene Erörterung zum thema massenmedien
(4 Antworten)

 
ich soll eine textgebundene erörterung zu thema massenmedien schreiben.

kann mir da jemand ein paar tips geben. bin total verzweifel.

vielen dank im voraus
GAST stellte diese Frage am 11.02.2009 - 17:44

 
Antwort von GAST | 11.02.2009 - 17:52
textgebunden sprich du hast nen text vor dir nimm dir 2 farbige stifte und unterstreich mal pro und kontra argumente was für und gegen massenmedien spricht .....
und dann kannst du noch eigene aspekte reinbringen was weiß ich z.b.
durch zu viel fernsehn wird man dick weil man nur auf der couch sitzt und dazu meistens noch süßzeug knabbert....lass dir was einfallen und fang erstmal damit an die argumente rauszusuchen dann überleg dir ob du pro oder kontra bist und fang am besten mit der seite an die du nicht vertrittst und schreibe in argumenten auf was negativ ist ab und zu kannst du auch gleich gegenargumente mit reinbringen.als letztes argument sollte das der position die du ausgewählt hast und das was du denkst am wichtigsten und überzeugendsten ist stehn.

hoffe das hilft dir

 
Antwort von GAST | 11.02.2009 - 17:54
hier der text:

... Es gibt zwei Möglichkeiten, wie der Geist einer Kultur beschädigt werden kann. Im ersten Fall - Orwell hat ihn beschrieben - wird die Kultur zum Gefängnis; im zweiten Fall - ihn hat Huxley beschrieben - verkommt sie zum Varieté.

Jeder weiß, daß die gegenwärtige Welt von vielen Gefängniskulturen entstellt ist, deren Struktur Orwell in seinen Parabeln genau dargestellt hat. Romane wie `1984` und `Farm der Tiere (...) enthalten ziemlich exakte Aufrisse einer Apparatur zur Gedankenkontrolle, wie sie heute in Dutzenden von Ländern funktioniert und Millionen von Menschen beherrscht. Orwell war natürlich nicht der erste, der beschrieben hat, welche geistigen Verheerungen eine Tyrannei anrichtet. Unersetzlich ist sein Werk deshalb, weil er darauf beharrt, daß es keinen großen Unterschied macht, von welchen Ideologien sich unsere Wärter leiten lassen. Die Gefängnismauern sind gleich unüberwindlich, die Überwachung ist gleich streng, der Personenkult ist stets universell.

Huxley hat gezeigt, daß im technischen Zeitalter die kulturelle Verwüstung weit häufiger die Maske grinsender Betulichkeit trägt als die des Argwohns oder des Hasses. In Huxleys Prophezeiung ist der Große Bruder gar nicht erpicht darauf, uns zu sehen. Wir sind darauf erpicht, ihn zu sehen. Wächter, Gefängnistore oder Wahrheitsministerien sind unnötig. Wenn ein Volk sich von Trivialitäten ablenken läßt, wenn das kulturelle Leben neu bestimmt wird als eine endlose Reihe von Unterhaltungsveranstaltungen, als gigantischer Amüsierbetrieb, wenn deröffentliche Diskurs zum unterschiedslosen Geplapper wird, kurz, wenn aus Bürgern Zuschauer werden und ihre öffentlichen Angelegenheiten zur Varieté-Nummer herunterkommen, dann ist die Nation in Gefahr - das Absterben der Kultur wird zur realen Bedrohung.

Orwells Prophezeiungen haben für Amerika kaum Bedeutung, diejenigen Huxleys freilich sind nahe daran, Wirklichkeit zu werden. Denn Amerika hat sich auf ein Experiment zur Anpassung an die Zerstreuungen aus der Steckdose eingelassen, wie es ehrgeiziger anderswo auf der Welt nicht betrieben wird. Dieses Experiment begann langsam und bescheiden um die Mitte des 19. Jahrhunderts und hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Amerikas verzehrender Liebe zum Fernsehen ein fatales Reifestadium erreicht. Wie es nirgendwo sonst auf der Welt geschehen ist, haben die Amerikaner alles dafür getan, das Zeitalter des langsamen gedruckten Wortes zu beenden, und dabei haben sie dem Fernsehen die Vorherrschaft über ihre sämtlichen Institutionen eingeräumt. Amerika hat das Fernsehzeitalter eingeläutet und damit der Welt den Ausblick in eine Zukunft im Zeichen Huxleys eröffnet, wie man ihn klarer und anschaulicher nicht finden wird.

Diejenigen, die über solche Fragen sprechen. schlagen häufig einen fast hysterischen Ton an, was ihnen den Vorwurf einbringt, sie seien Nörgler, Quälgeister oder notorische Pessimisten. Aber sie tun das, weil das, worauf sie die anderen aufmerksam machen wollen, so harmlos erscheint, sofern es nicht überhaupt unsichtbar ist. Eine Orwell-Welt ist viel leichter zu erkennen als eine Huxley-Welt, und es ist auch leichter, sich ihr zu widersetzen. Unser gesamter kultureller Lebenszusammenhang hat uns darauf vorbereitet, ein Gefängnis als solches zu erkennen und Widerstand zu leisten(...) Gegen den lärmenden Ansturm des Unrechts greifen wir zu den Waffen (...) Wer ist bereit, sich gegen den Ansturm der Zerstreuungen aufzulehnen? Bei wem führen wir Klage - wann? und in welchem Tonfall? -, wenn sich der ernsthafte Diskurs in Gekicher auflöst? Welche Gegenmittel soll man einer Kultur verschreiben, die vom Gelächter aufgezehrt wird`?

 
Antwort von GAST | 11.02.2009 - 22:55
Das hast du jetzt extra alles abgetippt?

Du machst genau das, was die erste Posterin dir erklärt hat: geh den Text durch und markiere in zwei verschiedenen Farben die Pro- und Kontraargumente bzw Orwell und Huxley. Wenn es dir hilft, sortier die auf einem Extrazettel. Dann schreibst du deine Erörterung - "textgebunden" ist sie deswegen, weil du dir zunächst einmal gar keine eigene Gedanken machen musst, sondern lediglich die Argumente aus dem Text benutzt.

Der Rest funktioniert wie eine ganz "normale" Erörterung. Nur

 
Antwort von GAST | 11.02.2009 - 23:29
euch beiden vielen lieben dank für eure schnellen antworten !

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