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Referat: Friedrich Schiller

Alles zu Friedrich Schiller

Friedrich Schiller



In der kleinen Stadt Marbach am Necker erblickte Johann Christoph Friedrich Schiller am 10.11.1759 das Licht der Welt. Für seine Eltern Elisabeth Dorothea Kodweiß und Johann Caspar Schiller blieb er neben fünf Töchtern, der einzige Sohn. Schiller besuchte damals eine Lateinschule und schrieb, angeregt durch seine Konfirmation, bereits mit dreizehn seine ersten Stücke „Die Christen“ und „Absalom“. Leider blieben diese Werke bis heute nicht erhalten. 1773 musste der damals vierzehn-jährige Schiller auf Befehl der Herzogs in die Millitärsschule „Karlsschule“ eintreten und begann so zwei Jahre später sein Studium der Medizin. Neben seinem Studium widmete er sich wichtigen literarischen Werken, wie die von Shakespeare, Rousseau und Klopstock, die ihm die Motivation für den Beginn seines Dramas „Die Räuber“ gaben. Zu dieser Zeit handelte sich Schiller des Öfteren der Ärger der Lehrer ein, da beispielsweise die schöngeistige Literatur Shakespeares verboten war. Die harte Erziehung der Schule hatte auch seine Nachwirkungen auf Schiller, ein Bespiel ist, dass er bis zu seinem fünfzehnten Lebensjahr noch Bettnässer war. 1780 hatte Schiller dann sein Studium beendet und die Urfassung seines Werkes „Die Räuber“ fertig gestellt. Als Dichter und Arzt zog der damals 21-jährige nach Stuttgart und veröffentlichte 1781 sein Werk anonym. Trotz eines Verbotes wohnen Schiller und sein Freund Andreas Streicher bei der Uraufführung in Mannheim bei. „Die Räuber“ löst eine Welle der Begeisterung, insbesondere bei den jüngeren Zuschauern, aus und bald darauf werden die ersten „Räuberbanden“ von Jugendlichen gegründet. Der Herzog erwischt ihn und Streicher jedoch auf einer Aufführung, lässt ihn 14 Tage einsperren und verbietet ihm Komödien und „dergleichen Zeugs“ zu schreiben. Doch Schiller ließ es sich nicht gefallen und floh in der Nacht vom 22. auf den 23. September 1782 mit Streicher aus Stuttgart nach Mannheim. Dort veröffentlichte er, in seinem bereits bekanntem Nationaltheater, sein neues Stück, „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“. Vor der Veröffentlichung gab es jedoch Probleme mit dem Regisseur. Dieser fragte Streicher verlegen, ob er sicher sei, dass das Werk von Schiller sei, „Weil der Fiesco das Allerschlechteste ist, was ich je in meinem Leben gehört, und weil es unmöglich ist, dass derselbe Schiller, der die Räuber geschrieben, etwas so Gemeines, Elendes sollte gemacht haben.“ Später stellte sich allerdings heraus, dass der Vorleser des Stückes, es unfreiwillig mit seiner schwäbischen Aussprache verändert hatte. Heute wird es, als noch exzellenteres Stück, als „Die Räuber“ beschrieben. Angesteckt von der Schreiberei seines Freundes, schilderte der eigentliche Musiker Streicher, die Flucht mit Schiller in dem Buch „Schillers Flucht von Stuttgart und Aufenthalt in Mannheim von 1782 bis 1785“. Ende 1782 erschien außerdem ein Gedichteband Schillers, das den Namen „Anthologie auf das Jahr 1782“ trug. Nachdem Schiller ein kurzes Asyl in Bauersbach bei der Mutter eines Studienfreundes bekam, zog es ihn 1783 wieder zurück nach Mannheim, wo er Theaterdichter des Nationaltheaters wurde, das schon „Die Räuber“ aufgeführt hatte. Dort schrieb er Stücke wie „Luise Millerin“ (das später in „Kabale und Liebe“ umbenannt wurde) und „Don Carlos“. Im September 1783 erkrankte er leicht an Malaria, was seine Gesundheit dauerhaft beschädigte. Wenige Jahre später hält seine Pechsträhne an, denn trotz erfolgreicher Lesungen, verlängert das Theater seinen Vertrag nicht und Schiller verfällt in Schulden. 1785 reiste er nach Leipzig, was sich als seine Rettung herausstellte. Sein Freund Christian Gottfried Körner half Schiller aus den Schulden. Als Dank schrieb Schiller darauf die mehr als bekannte Ode „An die Freundschaft“. Dieses Gedicht ist bekannt durch die 9. Sinfonie Beethovens, mit der Schiller die Ode vertonte. Dort lautet es: „Freude schöner Götterfunken. Tochter aus Elysien.“ Nachdem er sich von seiner finanziellen Krise erholt hatte, reiste Schiller 1787 nach Weimar, wo er das erste Mal Goethe traf, zu dem er jedoch zuerst keine Sympathie entwickelte. Zwei Jahre Später nahm der 30-Jährige eine Stelle als Historiker in Jena an. Obwohl er gegen seinen Erwartungen nicht bezahlt wurde, brachte die Stelle ihm Glück. Der durch „Die Räuber“ sehr beliebte Dichter brachte mit Vorlesungen, wie „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?“ die Hörsäle zum Überlaufen und die Stadt in Aufruhr. Im selben Jahr erschien die Erstausgabe seines Buches „Die Geisterseher“, die gute Erfolge feierte und er heiratete am 22. Februar 1790 Charlotte von Lengefeld. Diese galt später als perfekte Hausfrau und Mutter, aber auch als langweilig und stumpfsinnig. Dabei zeigt ihr Briefwechsel mit Schiller, welch tiefsinnige Frau sie war. Zusammen bekamen sie die zwei Söhne Karl Ludwig Friedrich Schiller und Ernst Friedrich Wilhelm Schiller und zwei Töchter, namens Karoline Luise Friederike Schiller und Emilie Henriette Luise Schiller. Doch ein berufliches und familiäres Glück war ihm nicht gegönnt, so erkrankte er bereits 1791 lebensgefährlich. Viele Zusammenbrüche und Ohnmachtsanfälle deuteten auf eine Tuberkulose hin, von der er sich lebenslänglich nicht erholte. Als Erleichterung zahlten ihm Freunde eine jährliche Pension von 1.000 Taler im Jahr, die ihm fünf Jahre lang gezahlt wurde. Zu der Zeit schrieb er weitere Werke wie, „Die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges“, „Neue Thalia“ und „Über die tragische Kunst“. Da Schiller die Vorgänge der Französischen Revolution immer fremder geworden waren, wünschte er sich ein Journal das sich ausschließlich mit der Kunst und der Philosophie beschäftigte. Daher gab er 1794 das Magazin „Die Horen“ (Nach den Töchtern des griechischen Gottes Zeus benannt.) heraus. Auch Goethe beteiligte sich an der Zeitschrift, sodass durch stetigem Briefwechsel, eine Freundschaft zwischen den beiden entstand. 1797 galt als das Balladenjahr in Schillers Karriere. Zu dieser Zeit schrieb er berühmte Balladen, wie „Der Taucher“, „Der Handschuh“, „Der Ring des Polykrates“, „Der Gang nach dem Eisenhammer“ und „Die Kraniche des Ibykus“. Im darauf folgenden Jahr schrieb er dann seine wohl berühmteste Ballade „Die Bürgschaft“. 1799 zieht es Schiller in sein altbekanntes Weimar zurück, wo er sich mit seiner Familie ansiedelt. Die Weimarer Luft inspirierte ihn zu seinen ebenfalls sehr berühmten Stücken „Die Jungfrau von Orléans“ und „Maria Stuart“. Außerdem verfasste er das Gedicht „Der Antritt des neuen Jahrhunderts“, bei dem er sich wohl von der Französischen Revolution inspiriert hatte. Dies erkennt man bei diesem Auszug:
Edler Freund, wo öffnet sich dem Frieden,
Wo der Freiheit sich ein Zufluchtsort?
Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden,
Und das neue öffnet sich mit Mord.
Ironischer Weise kam wenige Monate vor seinem tatsächlichen Tod, eine Falschmeldung in die Zeitungen, die von seinem Tod berichtete. Zu dieser Zeit erkrankte Schiller immer häufiger, bis er schließlich am 9. Mai 1805 an einer, durch seine Tuberkuloseerkrankung hervorgerufene, Lungenentzündung in Weimar starb. Auf dem Jacobsfriedhof in Weimar wurde der 46-jährige Historiker, Philosoph, Mediziner und vor allem Dichter beigesetzt. Auf eigenen Wunsch ließ sich 1832 Goethe neben Schiller begraben.
Textausschnitt
Friedrich Schiller

An Emma.
Weit in nebelgrauer Ferne     Liegt mir das vergangne Glück, Nur an einem schönen Sterne     Weilt mit Liebe noch der Blick; Aber, wie des Sternes Pracht, Ist es nur ein Schein der Nacht.
Deckte dir der lange Schlummer,     Dir der Tod die Augen zu, Dich besäße doch mein Kummer,     Meinem Herzen lebtest du. Aber, ach! du lebst im Licht, Meiner Liebe lebst du nicht.
Kann der Liebe süß Verlangen,     Emma, kann's vergänglich sein? Was dahin ist und vergangen,     Emma, kann's die Liebe sein? Ihrer Flamme Himmelsglut - Stirbt sie wie ein irdisch Gut?

Die Räuber
Friedrich Schillers Werk „Die Räuber“ ist ein klassisches Stück der „Sturm und Drang“ -Epoche, die damals ungern gesehen wurde. Der Leitsatz dieser Epoche ist das Zitat von Johann Gottfried Herder. „Die Stimme des Herzens ist ausschlaggebend für die vernünftige Entscheidung.“ Was für uns heutzutage normal erscheint, war damals eine sehr fortschrittliche Denkart, die gleichzeitig die Monarchie in Frage stellte. Damals traf man Entscheidungen nach Moral und Gesellschaftsschichten, nicht nach Gefühlen. Deshalb mussten viele der damaligen Werke, meist waren es Dramen, anonym herausgegeben werden. Einer der größten Repräsentanten dieser Zeit war William Shakespeare. Er war auch ein großes Vorbild Schillers. „Die Räuber“ wurde später ein großes Werk dieser Zeit. Inspiration für Schillers großes Werk gab ihm die Erzählung „Zur Geschichte des menschlichen Herzens“ von Schubart. In „Die Räuber“ zeigt sich die Emotionalität und Aufbruchsstimmung, die in dieser Epoche typisch ist. Außerdem benutzt Schiller sehr viele verschiedene Stilmittel, wie z.B. Ironie, Metaphern, rhetorische Fragen und Interjektion (Das Einwerfen von Worten, wie „Hey“ oder „Öhm“). Durch diese Techniken erzeugt er Leidenschaft und Intensität, ebenfalls wichtige Merkmale dieser Zeit.
Inhalt
Ein ausführliches Referat über den Lebenslauf Schillers. Außerdem enthält es noch das Gedicht "An Emma" als Stilbeispiel und eine spezielle Erläuterung von "Die Räuber", eines von Schillers größten Werken. (1359 Wörter)
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06.11.2008 von Eponine
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