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Referat: Depressionen - Häufigkeit / Theorien und Therapien

Alles zu Klinische Psychologie

Epidemiologie (= Häufigkeit)


bei Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten
Welt = 340 Mio. Fälle vorhanden
100 – 150 Mio. Neuerkrankungen
USA
etwa 17,6 Millionen Menschen
25% aller Frauen + 12% aller Männer einmal im Leben schwere Depression
Studie an 17.000 erwachsenen Amerikanern zeigte, dass Menschen mit stark belastenden Kindheitserfahrungen ein 460 % höheres Risiko einer depressiven Erkrankung haben als Menschen ohne diese Erfahrungen
2-7% Bev. westl. Industrieländern
Deutschland
20 % aller Bundesbürger erkranken einmal im Leben
Altersverteilung
zwischen 20. und 30.
zwischen 50. und 60. Lebensjahr -> midlife-crisis/ Senioren -> Altersheime

affektive Störung:
Frauen doppelt so häufig wie Männer => 2 : 1 = ca. 25 % erwachsener Frauen + ca. 10 % aller erwachsenen Männer

bipolaren Störung:
kein Geschlechtsunterschiede => etwa 1%

Kinder
ca. 1 % unter 6 Jahren 2 % Kinder unter 12 Jahren (= Schulkinder) 5 % Jungendliche unter 20 Jahren
1. Lebensjahrzehnt = überwiegend Jungen; 2. = Mädchen
Gründe: Perspektivlosigkeit, Leistungsdruck, Mangel d. Elternliebe
Schwangerschaft
seltener ( ca. 4 % )
postnatal (im Anschluß an eine Geburt) deutlich gehäuft
Hinweis auf genetische Einflüsse = Zwillingsstudien
eineiigen Zwillingen = 65,1 %
zweieiigen Zwillingen = 14 %
10 - 15 % aller Depressionspatienten begehen Selbstmord
Wahrscheinlichkeit im Laufe eines Menschenlebens an einer Depression zu erkranken beträgt etwa 5 - 12% in D.

Gründe für Frauen:
Frauen, die als Kinder schwer sexuell missbraucht wurden, haben ein deutlich erhöhtes Risiko

Die klassischen Faktoren:
genetische Veranlagung
ein Erziehungsstil, der Mädchen zur Zurückhaltung anhält
Körperlicher und sexueller Missbrauch
Die Identifikation mit dem Rollenauftrag als "Unterstützerin“
Auswirkungen von Verzicht auf die eigene Gefühlswelt und auf soziale Kontakte zugunsten der Familie
Verhaltensunterschiede

Weibliche Sexualhormone
viele Frauen über Kulturgrenzen hinweg mit Doppelbelastungen konfrontiert sind (z. B. Kinder, Haushalt und Beruf)

Männer
Depression bei Männern häufiger maskiert => Männer schrecken davor .... Häufigkeit der Depression bei Männern unterschätzt
Bezug auf Arztpraxen in Deutschland
• Allgemeinbevölkerung jeder 3. - 10. • Allgemeinpraxis jeder 4. - 20. • Nervenarztpraxis jeder 2. - 10. • psychiatrische Kliniken ~ jeder 8. Patient
THERAPIE
Psychoanalytisch-psychodynamische Depressionstherapie
Ziel = Veränderung von basalen Merkmalen der Persönlichkeitsstruktur
Methoden = z. B. der Traumdeutung oder der freien Assoziation, frühkindliche Konflikte aufgedeckt und bearbeitet
Kognitiv-therapeutische Ansätze der Depressionstherapie
eine aktive, direkte, zeitlich begrenzte, strukturierte Methode zur Behandlung einer Vielfalt psychiatrischer Störungen
Gestörte Konzeptbildungen (Art und Weise, die Welt zu sehen) werden identifiziert, überprüft und korrigiert => negativen Realitäts- und Selbstbewertungen zu prüfen und zu korrigieren

kognitive Techniken:
Kontrolle von negativen Gedanken
Erkennen von Zusammenhängen zwischen Denken, Fühlen und Handeln
Prüfung des Pro und Contra von Gedanken
Bezugnahme einseitiger Kognitionen stärker auf die Realität
Erlernen der Fähigkeit, verzerrende Überzeugungen zu erkennen und zu ändern, etc.
unrealistische Erwartungen + depressive Gedankenverzerrungen sollen entdeckt werden

Zusätzlich u.a. verhaltensbezogene Techniken:
Führen eines wöchentlichen Aktivitätsplanes
Bewertung der Aktivitäten auf einer Bewältigungs- und Zufriedenheitsskala
Erledigung gestufter Aufgaben, die die Patient/innen an ein für sie scheinbar unerreichbares Ziel heran führen
Selbstbehauptungstraining

Rollenspiel
Ziel = Veränderung der verzerrten Wahrnehmungstendenzen in Situationen des Kontrollverlustes => Patient lernen, Misserfolgserlebnisse eben nicht mehr ausschließlich und dauerhaft auf sich selbst zurück zu führen
Verhaltenstherapeutische Ansätze der Depressionstherapie
Hintergrund: Wegfall positiver Rückmeldungen seitens der sozialen Umwelt -> depressiven Verhaltensmustern

Veränderung inadäquater Verstärkungsbedingungen:
Modifikation ungünstiger Umweltgegebenheiten
Modifikation bestimmter Verhaltensweisen der Patient/innen, die eine Nutzung potentiell vorhandener Verstärker verhindern
1. diagnostischen Phase

2. Interventionsphase:
a) Interaktionsverhalten – Veränderung ungünstiger Verstärkungsbedingungen durch Training
b) Soziale Fertigkeiten – generelles Training, so dass die Patient/innen in der Lage sind, potentielle Verstärker in ihrer Umgebung für sich wirksam zu nutzen
c) Aktivität – Ausbau positiv verstärkender Aktivitäten z. B. im Leistungs- und Freizeitbereich
Ergänzung = Methoden zur Bewältigung von Belastungen .... bspw. Entspannungsübungen, kognitives Training zur positiven Beeinflussung internaler Verarbeitung von Umweltreizen
Ziel = sozialen Basisängste reduzieren
Methoden: Dekonditionierungsmethoden Systematische Desensibilisierung Assertivitätstraining
=> Hindernisse gegen Aufnahme + Nutzung pos. verstärkender Kontakte ausgeräumt
Verstärkungsdefizite in der sozialen Umgebung können ausgeglichen werden
Soziotherapie
Arbeits- und Beschäftigungstherapie
Entdeckung kreativer Fähigkeiten, nicht-sprachliche Gefühlsverarbeitung oder Konzentrations- und Ausdauertraining Ziel der Behandlung
Somatische Therapie
Elektrokrampftherapie
kontrovers diskutierte Behandlungsmethode
Auslösung eines Krampfanfalles und einer vorübergehenden Bewusstlosigkeit durch einen durch das Gehirn der Patient/innen geleiteten Strom
z.B. bei hoher Selbstmordgefahr
Lichttherapie
bei saisonaler Depression
Patient/innen werden über einen längeren Zeitraum täglich hellem, weißem Licht ausgesetzt
Wachtherapie
Schlafentzug => Symptomreduktion
folgende Tag sollte ganz normal und ohne eine Schlafpause verbracht werden
Pharmakotherapie
die weltweit populärste Form der Therapie
sind chemische Verbindungen, die zentralnervöse Regulationen beeinflussen und auf diese Weise psychische Funktionen verändern
Formen beispielsweise =
Antidepressiva (= antriebssteigernd und angstlösend wirken)
Tranquilizer

Neuroleptika
Auswahl eines Medikaments richtet sich nach den erwarteten Nebenwirkungen + Erscheinungsbild => häufigste Verwendung von Antidepressiva
Ständige Beobachtung der Nebenwirkungen, wie epileptische Krampfanfälle – Zittern – Verwirrtheit – Herz- und Kreislaufstörung ... usw.
Nach Abklingen der Symptome sollte die Behandlung mindestens 6 - 12 Monate fortgesetzt werden, da ein hohes Rückfallrisiko besteht
Lithiumtherapie
Lithiumsalze werden zur Prophylaxe und Behandlung unipolarer Depressionen verwendet
Alternative zur Pharmakotherapie
kann depressiven Phasen die Spitze nehmen
Pflanzenheilmittel
Johanniskraut
Gegen depressive Zustände + Schlafstörungen
Auch mit Baldrian, Hopfen, Passionsblume + Melisse gekoppelt
Kaum Nebenwirkungen bekannt
Keinerlei Suchtgefahr
Jedoch späte Stimmungsaufhellung
Hafer
3monatige Kur
überwiegend bei Erschöpfung
Substanz steigert Ausdauer + Leistungsfähigkeit
späte Erfolge
DEPRESSION
- Psychologie 132 -
Inhalt
Depressionen, wie oft ist die Menschheit davon betroffen, welche Gründe gibt es und wie kann man helfen. (Referat im Fach Pädagogik) (865 Wörter)
Hochgeladen
06.06.2005 von unbekannt
Schlagwörter
Pädagogik | Referat | Depressionen | Depression | depressiv | Theorien für Depressivität | Therapien für Depressive | Psychoanalytisch-psychodynamische Depressionstherapie | Kognitiv-therapeutische Ansätze der Depressionstherapie | Verhaltenstherapeutische Ansätze der Depressionstherapie | Soziotherapie | Somatische Therapie
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