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Referat: Folkrock (Referat)

Alles zu Cash, Johnny

FOLK ROCK


Folk Rock ist, wie der Name es schon sagt, eine Mischform aus Folklore, also Volksmusik, und Rock. Und hier möchte der Finger gehoben werden, denn was die Mehrheit unter Volksmusik in Deutschland versteht kann sich natürlich niemals auf anständige Weise mit Rock mischen.
Die Folkmusik in den Staaten hat doch größtenteils andere Wurzeln. Der Folksong entstammte ursprünglich aus dem traditionellen Liedbestand der jeweils eigenen Kultur des Sängers und wurde mündlich weitergegeben – genauso wie das Volkslied, denn „Folksong“ heißt ja nun mal auch nichts anderes als „Volkslied“. Die Songs beschäftigten sich überwiegend mit dem bäuerlichen und ländlichen Leben ihrer Interpreten.
Mit der Kommerzialisierung des Folks in den 30er Jahren wandte man sich sozial- und gesellschaftskritischen Themen wie Diskriminierung, Krieg u. ä. zu. Bekannte Vertreter dieser Zeit sind u. a. Woody Guthrie und Pete Seeger. Aus Pete Seegers Feder stammen z. B. „Turn, Turn, Turn“ und „Where Have All The Flowers Gone“. Typische Instrumente des Folks sind z. B. Gitarre, Mundharmonika, Geige und Flöte.
Aufgrund des überwältigenden Erfolges des Rock’n’roll und des Beats in den 50ern wurde die Folkmusik vorerst verdrängt und konnte sich erst wieder Ende der 50er, Anfang der 60er nach dem Abebben der Rock’n’roll-Welle etablieren. Nun kam es zu einem regelrechten Folk-Boom.
Einer der bedeutendsten Vertreter dieses Folk-Revival ist Bob Dylan. Dylan wurde am 24.Mai 1941 als Robert Allen Zimmermann in der Bergarbeiterstadt Hibbing geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Gedichte zu schreiben und brachte sich selbst Gitarre, Mundharmonika und das Klavierspiel bei. Unter dem Einfluss von Elvis Presley, Jerry Lee Lewis, Little Ritchie und anderen frühen Rockstars gründete er in den 50ern seine eigenen Rock’n’roll-Bands und trat in diversen Kneipen auf.
Doch das Landleben ödete Dylan an. Mit gerade mal 20 verließ er Hibbing und ging nach New York City. Dort lernte er im Greenwich Village die Szene um Pete Seeger kennen. Es dauerte nicht lange und auch Dylan war ein passionierter Folksänger. Er leugnete sogar jemals Rock’n’roll gespielt zu haben. Sein überragendes Talent blieb nicht lange unentdeckt. 1962 unterzeichnete er bei Columbia einen Plattenvertrag und schrieb mit „Blowin’ In The Wind“ die Folk-Hymne einer ganzen Generation.
BOB DYLAN – Blowin’ In The Wind
Weitere Evergreens wie „Masters Of War“, „The Times They Are A-Changing“ oder „Mr. Tambourine Man“ folgten.
BOB DYLAN – Mr. Tambourine Man
Bob Dylan schrieb zahlreiche zeitkritische Lieder und wurde Teil der politisch-sozialen Bewegung. Sein Ruhm vermehrte sich im Laufe der 60er Jahre derart, dass man ihn immer wieder als „Sprachrohr seiner Generation“ titulierte – ein Etikett, das er selbst hasste.
Dylan suchte in seiner gesamten Karriere immer wieder die Herausforderung. Nach nur vier Jahren ödete ihn der Folk bereits an. Er spürte das Verlangen sich über die akustischen und musikalischen Einschränkungen, die ihm die Folkbewegung auferlegte, hinwegzusetzen.

In der Zwischenzeit hatten Bands wie „The Byrds“ einige seiner Titel gecovert – und zwar mit elektrisch verstärkten Instrumenten. So hörte sich Dylans Mr. Tambourine Man in der Coverversion der Byrds folgendermaßen an:
THE BYRDS – Mr. Tambourine Man
So war es nun auch nicht weiter verwunderlich, dass Dylan selbst die Klampfe gegen die E-Gitarre eintauschte. Im Juli 1965 trat er erstmals beim Newport Folk Festival mit einer vollständigen Rockbandbegleitung auf. Dieses Datum gilt bei vielen als Geburtsstunde des Folk Rock. Dylan löste damit einen Sturm der Empörung aus und wurde von den Fans erbarmungslos ausgebuht. Doch Dylan blieb seiner neuen Linie treu. Die anschließende Welttournee brachte ihm und seiner Band große Popularität und machte den Folk Rock langsam aber sicher immer beliebter.
Klang Dylans „One Too Many Mornings“ bisher so…
BOB DYLAN – One Too Many Mornings
… war es nun kaum noch wieder zu erkennen.
BOB DYLAN – One Too Many Mornings (1966)
Klassische Instrumente wurden nun mit elektronischen gemischt. Zu den Standardinstrumenten einer Rockband, also E-Gitarre, Bass und Schlagzeug, kombinierte man z. B. Mundharmonika und Geigentöne.
BOB DYLAN – Sara
Aber auch Klavier und verschiedene Bluesinstrumente sind typisch für den Folk Rock.

BOB DYLAN – Dear Landlord

Die Songs beschäftigten sich weiterhin mit gesellschaftskritischen und politischen Themen wie z. B. der Bürgerrechtsbewegung oder dem Vietnamkrieg. Weiterhin wurden aber auch persönliche Erfahrungen und Schicksalsschläge in den Songs verarbeitet. Unter „persönliche Erfahrungen“ fällt übrigens auch folgendes:
BOB DYLAN – Rainy Day Women # 12 & 35
Wie bereits erwähnt fühlte sich der 25jährige Dylan in seiner Rolle als Ikone überhaupt nicht wohl. Somit kann man seinen schweren Unfall im Jahre 1966 fast schon als Glück im Unglück bezeichnen. Er erlaubte Dylan sich in die Abgeschiedenheit seines Heims in Woodstock, New York, zurückzuziehen. Acht Jahre lang verzichtete er fast völlig auf öffentliche Auftritte. In dieser Zeit sorgte er in der Rockszene für Irritationen als er mehrere country-orientierte Alben produzierte, wobei er eng mit Johnny Cash zusammenarbeitete. Dylan wurde damit zum ersten und wichtigsten Wegbereiter des Country-Rock.

BOB DYLAN – Peggy Day
Es folgten zahlreiche Welttourneen, einige christlich inspirierte Alben, Best-of-Alben en masse. Seit 1988 befindet sich Dylan auf seiner „Neverending Tour“, die ihn schon mehrmals um den Erdball geführt hat. Insgesamt bringt Bob Dylan es auf die fast utopische Zahl von über 4000 Konzerten. 1991 wurde Dylan der Grammy für sein Lebenswerk verliehen. Vor einem Monat (November 2004) ist nun auch der erste Teil seiner Autobiographie veröffentlicht worden. Ein Kinofilm über sein Leben ist bereits in Arbeit.
Nun noch eins der bekanntesten und mehrfach gecoverten Dylansongs…
BOB DYLAN – Knockin’ on Heaven’s Door
Weitere Vertreter des Folk Rock sind z. B. „The Byrds“, „The Band“ sowie „Buffalo Springfield“.
Und genau mit dieser Band begann 1966 die Karriere eines weiteren Giganten des Folk Rock – Neil Young. 1970 konnte er sich mit seinem Album „After the Goldrush“ international auch als Solokünstler etablieren.
NEIL YOUNG – After The Goldrush
Neil Young zeigte im Laufe der jahre eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit. Er spielte Folk und Country im steten Wechsel mit „harter“ Rockmusik.
Nachdem Young Mitte der 70er Jahre mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte, veröffentlichte er 1979 „Rust Never Sleeps“ mit der Hymne „Hey hey, My my“.
In den 80ern begann für Young eine Phase des Experimentierens und des kommerziellen Risikos. Seine musikalischen Experimente scheiterten jedoch zum größten Teil, sodass das Jahrzehnt finanziell zum Desaster wurde.
Dafür erlebte Neil Young aber Anfang der 90er Jahre eine besonders kreative Phase und wurde zum Vorbild von späteren Grungebands. Auch Kurt Cobain war ein großer verehrer Youngs und hatte ihn vor seinem (angeblichen) Selbstmord mit dem Spruch „It’s better to burn out than to fade away“ aus „Hey hey, My my“ zitiert. Neil Young ging das damals sehr nahe. Er meinte cobain habe ihn völlig falsch verstanden. Mit seinem folgenden Album „Sleeps with Angels“ verarbeitete er Cobains Tod. Den gleichnamigen Titeltrack widmete er Cobain.
Zum Schluss noch Neil Youngs wohl populärstes Lied „Hey hey,My my“. Euch wird auffallen, dass er Young die Liedstelle „It’s better to burn out than to fade away“ verändert hat. Die hat er nämlich seit Cobains Tod nicht mehr in dieser ursprünglichen Form gesungen.
NEIL YOUNG – Hey Hey, My My
HEY HEY, MY MY (INTO THE BLACK)
Hey hey, my my
Rock and roll can never die
There’s more to the picture
Than meets the eye
Hey hey, my my
Out of the blue and into the black
You pay for this but they give you that
And once you’re gone you can’t come back
When you’re out of the blue
And into the black
The king is gone but he’s not forgotten
Is this the story of a Johnny Rotten
It’s better to burn out than to fade away
The king is gone but he’s not forgotten
Hey hey, my my
Rock and roll can never die
There’s more to the picture
Than meets the eye
NEIL YOUNG, 1978
KNOCKIN’ ON HEAVEN’S DOOR
Mama, take this badge off of me
I can’t use it anymore.
It’s getting’ dark, too dark for me to see
I feel like I’m knockin’ on heaven’s door.
Knock, knock, knockin’ on heaven’s door
Knock, knock, knockin’ on heaven’s door
Knock, knock, knockin’ on heaven’s door
Knock, knock, knockin’ on heaven’s door
Mama, put my guns in the ground
I can’t shoot them anymore.
That long black cloud is comin’ down
I feel like I’m knockin’ on heaven’s door.
Knock, knock, knockin’ on heaven’s door
Knock, knock, knockin’ on heaven’s door
Knock, knock, knockin’ on heaven’s door
Knock, knock, knockin’ on heaven’s door
BOB DYLAN, 1973
FOLK ROCK
Mischform aus Folk- und Rockmusik

Folk:
Songs entstammten ursprünglich aus dem traditionellen Liedbestand der jeweils eigenen Kultur des Sängers und wurden mdl. weitergegeben
Songs beschäftigten sich mit dem bäuerlichen und ländlichen Leben ihrer Interpreten
typische Instrumente: Gitarre, Mundharmonika, Geige & Flöte
Kommerzialisierung des Folk in den 30ern man wandte sich neuen (aktuellen) Themen zu, z.B. Diskriminierung, Krieg u.ä.
50er: Rock’n’roll- und Beat-Welle verdrängte Folk Folk konnte sich erst wieder Anfang der 60er etablieren (nach dem Abebben der Rock’n’roll-Welle) Folk-Boom
wichtige Vertreter: Woody Guthrie, Pete Seeger, Bob Dylan
Geburtsstunde des Folkrock = Newport Folk Festival (Juli 1965)
( Bob Dylan tritt mit vollständiger Rockbandbegleitung auf

Merkmale:
Zusammenspiel von klassischen und elektrischen Instrumenten; d.h. zu Standardinstrumenten einer Rockband kombiniert man z.B. Mundharmonika, Geige, Klavier, verschiedene Bluesinstrumente
oft lange Instrumentalsoli und Intros
Songs beschäftigen sich mit gesellschaftskritischen / politischen / sozialen Themen, aber auch mit persönlichen Erfahrungen und Schicksalsschlägen

Wichtige Vertreter:
Bob Dylan
Neil Young
Buffalo Springfield
The Band
The Byrds
Inhalt
Es handelt sich hier um einen ca. einstündigen Vortrag zum Thema "Folrock".

Dabei wird auf die Entstehungsgeschichte und die wichtigsten Vertreter näher eingegangen. Unterlegt wird der gesamte Vortrag mit Musikstücken die ich nun allerdings leider nicht mithochladen konnte.... ^^ dafür gibts zum Schluss aber eine Zusammenfassung für die lieben Mitschüler ^^ (1547 Wörter)
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17.05.2005 von unbekannt
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