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Referat zu Literaturepoche - Empfindsamkeit

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Empfindsamkeit



Allgemein
Die Epoche der Empfindsamkeit ist eine gefühlvolle Gegenströmung der Aufklä-rung mit dem Ziel "Gefühl vor Verstand", d.h. nicht mehr der Verstand zählt, nicht das Genie (Sturm und Drang), sondern es wurde mehr Wert auf das Gefühl, als auf den Verstand gelegt. Es wurden Redewendungen und Wortschöpfungen benutzt, die den Gefühlen einen Ausdruck verleihen. Der Ursprung der Empfind-samkeit ist größtenteils religiös.

Politische und gesellschaftliche Situation
Zu der Zeit herrschten noch die Gesellschaftsschichten und die Armen, also das Bürgertum wurde von den Reichen Unterdrückt. Dadurch entstand eine gefühls-betont, enthusiastisch-sentimentale Weltansicht.

Themen
Die Themen waren u.a. seelische Regung (Empfindsamkeit), Ergriffenheit, freundschaftliche Gefühle, auch die Entdeckung und das Erleben der Natur spiel-ten eine wichtige Rolle und natürlich auch der Lebensgenuss.

Literarische Gattung
>; Hymne (Preis- und Lobgesang)
>; Epos (in Versen geschrieben, meist geschichtlich)
>; Roman (Briefroman)
>; Drama (Texte mit verteilten Rollen)


Merkmale
>; Gute Gefühle entsprechen in der Empfindsamkeit der Nächstenliebe, nicht der Leidenschaft. Geschwisterliebe, Freundschaft, Naturliebe und Trauer sind typi-sche Gefühle der Empfindsamkeit, während Raserei, Zorn, Begehren und Temperament nicht zu den Idealen gehören.

>; In der Personenrede und in der Lyrik sind Ausrufe wie "Oh!" und "Ach!" sehr typisch.

>; Ein weiteres Stilmittel ist die Ellipse oder Auslassung. Ein Satz wird angefan-gen, dann aber nicht beendet, weil das Gefühl die sprechende Figur hinweg-trägt.


Beispiel
"Die frühen Gräber" (1764) von Friedrich Gottlieb Klopstock

Willkommen, o silberner Mond,
Schöner stiller Gefährt' der Nacht!
Du entfliehst? Eile nicht, bleib, Gedankenfreund!
Sehet, er bleibt, das Gewölk wallte nur hin.

Des Maies Erwachen ist nur
Schöner noch wie die Sommernacht,
Wenn ihm Tau, hell wie ein Licht, aus der Locke träuft,
Und zu dem Hügel herauf rötlich er kömmt.

Ihr Edleren, ach, es bewächst
Eure Male schon ernstes Moos!
O wie war glücklich ich, als ich noch mit euch
Sahe sich röten den Tag, schimmern die Nacht


Vertreter
>; Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803)
>; Matthias Claudius (1740-1815) Literaturkreis
>; Johann Heinrich Voss (1751-1826) Göttinger Hainbund
>; Ludwig Heinrich Hölty (1748-1776)

>; Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769)
>; Sophie von La Roche (1730-1807)


Quellen:

http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/literaturge/empfindsam.htm
abgerufen: 19.02.2013

http://www.literaturwelt.com/epochen/empfind.html#vertreter
abgerufen: 19.02.2013

http://www.gedichte.com/gedichte/Friedrich_Gottlieb_Klopstock/Die_fr%C3%BChen_Gr%C3%A4ber
abgerufen: 19.02.2013

http://www.helpster.de/empfindsamkeit-merkmale-der-epoche-lernen-und-interpretieren_41362
abgerufen: 19.02.2013
Inhalt
Ich musste in der BOS ein Referat halten über Empfindsamkeit.
Das hier ist mein Handout dazu gewesen.
- Zeitliche Einordnung in die politische und gesellschaftliche Situation
- epochentypische Themen
- Sprache und Redewendungen mit Beispielen
- literarische Gattungen, die gepflegt wurden
- wichtige Vertreter der Zeit (407 Wörter)
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20.02.2013 von kcyxa
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