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Aristoteles, Epikur und andere Glücksvorstellungen

Alles zu Aristoteles

Ulrike Dornblut


1.197)
junge Mädchen werden in einigen afrikanischen Stämmen beschnitten um die Reinlichkeit zu bewahren
In Australien wird man mit einem „How are you?“ begrüßt, dies ist jedoch keine Frage nach dem wirklichen Befinden sondern die klassische Begrüßung.. Mitunter missverstehen Nicht-Australier das als Interesse an der eigenen Person und beginnen, vom eigenen Befinden zu berichten oder gar „schlecht“ zu sagen. Doch auf diese Begrüßung reicht ein schlichtes „Thank you, fine“.
In Bulgarien redet man sich nur in zwanglosen Treffen an, Frauen küssen sich nur auf die Wange wenn sie gut befreundet sind und ansonsten redet man sich mit dem Berufstitel oder mit Herr und Frau an.
Frauen werden in islamischen Kulturkreisen als minderwertig angesehen und in diesen Ländern verstößt dies nicht gegen moralische Vorstellung so wie bei uns

2. 197)
Die Ethik muss versuchen geltende moralische Vorstellung mit einander zu verknüpfen und muss auch helfen andere moralische Vorstellung zu akzeptieren auch wenn sie nicht unseren Vorstellungen entsprechen. Denn meist sind diese „anderen“ moralischen Vorstellungen begründet auf Religion oder die Geschichte dieses Kulturkreises.

1. 198)
Dagegen spricht das es sicherlich auch bestimmte Moralprinzipien gibt die nicht kulturrelativ sind und auch in anderen Kulturen gelten, der eth. Rel. geht aber davon aus das Moralprinzipien kulturrelativ, daher nur in einer bestimmten Kultur gültig sind.
Dagegen würde auch sprechen das man davon ausgeht das es keine für alle Menschen gültigen Moralprinzipien gibt, es gibt sicherlich welche denn durch welche m. Vorstellung lässt sich Mord rechtfertigen?
Es wird davon ausgegangen das man verschiedene Moralvorstellungen der verschiedenen Kulturen nicht mit einander vergleichen oder bewerten darf, sicher darf man das, um sich ein Urteil zu bilden welchem Kulturkreis man sich anschließen möchte muss man doch wissen ob die eigene moralische Wertvorstellung mit der des Kulturkreises kompatibel ist.
Somit ist es also auch nicht sinnlos die eigenen moralischen Prinzipien auf fremde Kulturen zu übertragen.

2. 198)
Die Christen haben mit den 10 Geboten sozusagen einen Leitfaden in denen ihre moralischen Wertvorstellungen verankert sind, Philosophen haben so etwas nicht sie haben die Aufgabe sich damit immer wieder neu auseinander zu setzen und muss es als Hintergrund betrachten und stets mit ein beziehen weil der Mensch sich nicht in die Historie eines Kulturkreises vollständig hinein versetzen kann.
S.199-203

Inhalt:
In diesem Text „Die eudaimonia als Ziel allen Handelns“ geht es um die Glückseligkeit, nach der wie Aristoteles sagt jeder Mensch strebt. Es ist demnach das „Ziel allen Handelns“. Aristoteles sagt was seiner Meinung nach Glück ausmacht, wie es in Verbindung zu der Selbstgenügsamkeit steht, wie man Glückseligkeit erreichen und halten kann.

Thesen:
Wir streben nach dem Guten
Ziel allen Handelns ist das Gute und das Beste
Jede Erkenntnis und Jeder Entschluss strebt nach Guten
Das Endziel also das vollkommenste Ziel ist die Glückseligkeit
Glückseligkeit ist was für sich allein das Leben begehrenswert macht
Muße birgt Glückseligkeit
Glückseligkeit ergibt sich durch Selbstgenügsamkeit, freie Zeit und Freiheit von Ermüdung

Stellungnahme:
Man kann Aristoteles in einigen Punkten zustimmen denn jeder strebt in seinem Leben nach Glück und fast jede Handlung ist darauf ausgerichtet Glück zu erreichen. Kaum ein Mensch würde Dinge tun die ihm nicht zum Glück verhelfen oder zu mindestens den Weg zum Glück frei räumen. Er schreibt über eine Sache die für uns heute so selbstverständlich scheint, das Glück. Leider ist Glück heutzutage in gewissem Maße kaufbar aber dennoch auch dieses Glück ist Glück und Aristoteles hat Recht wenn er sagt unser Leben ist darauf ausgerichtet das wir glücklich sind, werden oder zumindestens versuchen danach zu streben.
S.202/3

Inhalt:
Aristoteles sagt, dass die Glückseligkeit in der Selbstgenügsamkeit realisiert ist. Glück ist nicht durch oder von anderen beeinflussbar, denn jeder ist selber der Schlüssel zu seinem persönlichen Glück. Um seiner selbst Willen strebt man Glück an begründet durch seine Aussage, dass man Krieg führt um endlich Frieden zu haben. Glück wird angestrebt um seine Selbstgenügsamkeit zu erreichen. Es geht um die eigene vollkommene Glückseligkeit, die man nur für sich selbst und nicht für andere anstrebt. Das persönliche Befinden spielt dabei die Hauptrolle, jeder ist sich also selbst am nächsten.
S.203-204

Inhalt:
In dem Text „Die Lust als Lebensziel“ von Epikur, wird erklärt warum die Lust als Lebensziel zu verstehen ist. Es wird erklärt was Lust überhaupt bedeutet und wie man die maximale Lust erkennt und richtig genießt.

Thesen:
Lust des einzelnen, als Glück
Geistige Lust ist höher als die Fleischliche Lust
Zufriedenheit ist wichtig
Schmerz ist das größte aller Übel
Man soll ihn aber nicht meiden wenn er höhere Lust hervorbringt
Weise ist der, der Lust empfindet mit Vernunft gepaart
Man braucht nicht die Gesellschaft um Glücklich zu sein, ist dieser auch nicht verpflichtet nur sich selbst und Freunden gegenüber
Mit Gleichgesinnten erreicht man Glück
Freundlicher Umgang miteinander notwendig

Stellungnahme:
Es wird hier eine interessante Überlegung aufgezeigt. Im Grunde wird verlangt, dass man sich mit den wesentlichen Dingen des Lebens zufrieden gibt und selbst wenn man kaum noch etwas hat nicht den Reichen beneidet. Lust und Glück sind hiernach keine greifbaren Dinge sondern einfach vorhanden aber man muss sie erkennen, nutzen, halten und verstehen können und darf sich nicht durch Rückschläge im Leben ihrer berauben lassen. Auch wird davon ausgegangen das man im verborgenen lebt, das heißt das Glück im heimischen sucht und auch aufwertet. Es wird nicht mehr von einer Unterordnung durch den Staat gesprochen denn dieser dient jetzt nur noch zum Schutz.
Freundlichkeit untereinander und auch der respektvolle Umgang miteinander bringen demnach Glück.

S 204/3
Ein Epikureer ist ein Mensch, der es weiß zu genießen und sich an den „kleinen“ Dingen des Lebens erfreut. Er würde aus der heutigen Sicht heraus missverstanden werden, denn ein schöner Sommertag über den er sich freuen wird, würde von anderen nur als heiß und bedrückend empfunden werden.
Ein Epikureer hätte erfüllte Freundschaften mit Menschen die so denken wie er, sie würden Wandertouren oder einfach nur Ausflüge miteinander unternehmen in denen es um die Entdeckung der elementaren Dinge geht.
Er würde vielleicht in einem Hilfsprojekt arbeiten um sich durch diese Arbeit bestätigt zu fühlen und somit Glück zu erreichen.
Er würde sich gegen den Krieg auflehnen und gegen Menschen- und oder Kinderhandel auflehnen denn der wohlwollende Umgang untereinander ist bei Epikur sehr hochgehalten.
Er wäre wahrscheinlich Single denn möglichste Ruhe und Ungestörtheit sind Vorraussetzung aber nicht Bedingung fürs Glücklichsein.
Leider leben wir heute in einer Gesellschaft in der Macht, Ruhm und Besitzt die Hauptrolle spielen. Es ist uns nicht mehr möglich uns an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen, wir haben es verlernt. Wir selber bedanken uns am ausschweifendsten bei dem, der uns das größte Geschenk zum Geburtstag bringt ; eine Karte mit lieben Worten dagegen wird gelesen und enttäuscht sucht einer vergeblich nach dem 10€ Schein. Wir sind leider zu fremdbestimmt, als das wir unser Glück von uns selbst abhängig machen können. Wir haben Möglichkeiten uns unsere Träume zu erfüllen aber meist scheitert dies am Geld weil unsere Träume viel zu geldorientiert sind. Manchmal würde ich gern in einer Gesellschaft leben in der Glück und Zufriedenheit nicht am Kontostand und dem Aussehen gemessen wird, eine Gesellschaft in der zwischenmenschliche Beziehungen an erster Stellte stehen, würde ich sehr viel besser finden. Aber dennoch kann ich diese Gesellschaft nicht schlecht machen denn wir leben ja unbewusst einen kleinen Teil des Epikurismus aus, wir freuen uns über einen warmen Frühlingstag, genießen den Abend mit Freunden und netten Gesprächen und freuen uns manchmal, also zumindestens ich, über kleine Gesten der Aufmerksamkeit.
Wir müssen uns vielleicht einfach nur täglich daran erinnern, wie wir mit kleinen Dingen glücklich waren und dies wieder werden.
S.205-207

Inhalt:
In dem Text „ Tugend als Weg zur Glückseligkeit“ von Seneca, zeigt dieser, dass nur durch das Vorantreiben von Tugend, Freiheit und Glück/Glückseligkeit erreicht wird. Glück ist demnach abhängig von der Tugend des einzelnen. Glückseligkeit kann nur erreicht werden bei einer nicht Gleichstellung von Vergnügen und Tugend, wer Gott gehorcht nur der allein erricht Glückseligkeit und Freiheit.

Thesen:
Individuum ist Teil eines ganzen
Vernunft und Erkenntnis sind wichtig für die Tugend
Gefühle werden ausgeschaltet
Sind also Aphatiker > frei von Gefühlen
Sie erheben sich über Gott
Im einklang mit Natur und Gemeinschaft leben
Für die Gemeinschaft da sein, dieser aber nicht schaden
Lust wird nicht abgelehnt wenn diese durch Tugend, Vernunft und Erkenntnis entstanden ist
Der Selbsterhaltungstrieb wird geduldet da er der ursprünglichste aller Triebe
Freiheit wird nur durch Tugend erreichbar
Wahres Glück ist die Tugend
Vergnügen wird nur beherrscht von dem der die Tugend nicht verliert

Stellungnahme:
Ich kann mit Senecas Meinung nicht so wirklich übereinstimmen, ja vielleicht ist es einfacher ein Leben ohne Gefühle wie Trauer, Begierde und Furcht zu leben, aber was für ein Leben soll das sein?! Tugend ist lernbar und durch Wissen erreichbar, in Lernprozessen fühlt man doch etwas. Ich kann nicht Glücklichsein ohne vorher Unglücklich gewesen zu sein. Denn wie soll man feststellen, dass man es nun ist wenn man das Gegenteil nicht kennt? Wie soll ich Freiheit erreichen wenn ich gar nicht weiß wie es ist, nicht frei zu sein? Sicherlich ist es falsch das Vergnügen im Leben an die erste Stelle zu stellen oder gar als Lebensmittelpunkt anzusehen, aber ist es nicht das Vergnügen was uns glücklich und frei werden lässt? Auch wenn es meiner Meinung nach keinen Gott sondern eine Form von Energie gibt die uns leitet und lenkt, dürfen sich die Stoiker- Seneca ist einer- nicht anmaßen, sich über Gott zustellen. Denn zu Tugend gehört meiner Meinung nach auch, andere und deren Meinung akzeptieren.
Frei sein kann also nur der der auf seine innere Stimme hört und sich nicht anmaßt über andere urteilen zu dürfen.

S.207/3
Beider Ziel ist es, das Glück in seiner Vollkommenheit zu erreichen, dies tun sie auf verschiedenen Wegen und in verschiedenen Absichten. Während Epikur das Streben nach Glück bereits als Beginn des Glück sieht, muss der nach Glück suchende bei Seneca einen richtigen Weg wählen, er hat nicht so viele Möglichkeiten wie bei Epikur. Bei beiden kann das Glück verfehlt oder verloren werden wenn man die Bedeutung des Gesuchten verfehlt und Fehler macht.
In Epikurs Sicht ist es nicht schwer Glück zu erreichen, bei Seneca dagegen ist der Weg zum Glück mit Steinen übersäht. Nach ihm muss man das ideale Gleichgewicht zwischen Wissen, Erkenntnis und Vernunft besitzen um glücklich zu sein und darf auf dem Weg zum Glück nichts fühlen.
Seneca begründet eher warum Menschen nicht immer das Glück erreichen das sie suchen, gerade weil sie sich zu sehr von ihren Gefühlen leiten lassen.
Nun stellt sich die Frage wessen Glück denn nun von größerer Gewichtung ist? Ich denke Epikur und Seneca haben in ihrer Definition von Glück verschiedenes gesehen aber dennoch beide das gleiche erreicht. Sie freuten sich über das was sie besaßen und nutzten die ihnen gegebenen Möglichkeiten, Wissen und Bildung zu erlangen und im Endeffekt war das ihr Glück was sie erreichen wollten.

S.208/2
Ich habe in meiner Arbeit im Altenheim, in der Behindertenwerkstatt und im Behindertenheim ähnliches erlebt. Ich fühlte mich glücklich, weil ich endlich in meinen Augen etwas Sinnvolles tat. Ich half Menschen aus ihrer Unselbstständigkeit heraus, half ihnen bei für uns völlig routiniert ablaufenden Vorgängen wie Anziehen und Waschen und erfuhr dafür eine Welle von Dankbarkeit und Zuneigung die mich manchmal fast zu Tränen gerührt hat. Glück haben heißt auch Glück teilen zu können und das ist das Wichtigste. Was nützt uns heute Glück wenn wir es niemanden mitteilen können weil wir beim erreichen unseres Glückes alle Menschen von uns gewiesen haben?
Aus diesem Grunde kann ich nicht wirklich mit Seneca oder Epikur meine Glücksvorstellung teilen, denn beide tun es im Grunde nur um selbst für sich glücklich zu sein und beachten dabei andere und ihre Wünsche nicht. Ein Mensch der keine Gefühle zu lässt aber Schmerz erträgt um Glücklich zu sein (Seneca) ist nie im Leben wirklich glücklich denn er freut sich nie mit anderen über ihr Glück.
Gesundheit. Liebe und Träume werden heute als Glück angesehen aber auch wer schon längst aufgegebene Ziele erreicht ist glücklich!
Nichts ist das Leben ohne Glück!

S.208/3
Für mich persönlich ist jede Glücksvorstellung schon Glück an sich, denn wer sich mit seinem persönlichen Glück auseinandersetzt ist auf dem Wege zum Glück. Auch wenn es sich widersprüchlich anhört haben Seneca und Epikur recht in dem was sie sagen. Denn jeder definiert sein Glück anders und erreicht es auf verschiedensten Wegen. Ich kenn viele Momente des Glücks. Das Glück, das man empfindet wenn verloren geglaubte Dinge wieder auftauchen, das Glück einen Menschen zu lieben, das Glück geliebt zu werden und das Glück gesund zu sein. Aber am meisten mag ich das Glück im Leben, das man immer wieder die Möglichkeit bekommt das Glück anderer mitzuerleben und sich mit ihnen zu freuen.
Inhalt
Gliederung:
- Probleme des menschlichen Handelns
- Zugänge zur philosophischen Ethik
- Aus Zugänge zur Philosophie Grundband für die Oberstufe

Was ist Glück? Denken des Aristoteles? Epikurismus? Eigene Glücksvorstellung? Glücksvorstellunge? Ethischer Relativismus (2096 Wörter)
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02.11.2004 von unbekannt
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