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Facharbeit: Doping

Alles zu Doping

Facharbeit: Doping im Sport


Gliederung:
1) Doping – Worum geht es?
2) Verbotene Substanzen
3) Beschreibung der verbotenen Substanzen und Methoden
4) Dopingkontrollen
5) Eigene Meinung über Doping im Sport

Doping - Worum geht es?


Doping im Sport ist ein aktuelles Thema, über das innerhalb und auch außerhalb der Medien sehr viel diskutiert wird. Das ist einer der Gründe, warum ich mich dazu entschieden habe, dieses Thema für meine Lernleistung im Fach Sport auszuwählen. Ich finde es interessant zu erfahren, was hinter den “Doping-Skandalen” der größeren sportlichen Wettbewerbe steckt und wie diese Mittel tatsächlich auf den Organismus wirken, sodass die Sportler dazu in der Lage sind, durch sie bessere Leistungen zu erbringen. Zudem ist die Olympiade 2004 in Athen erst einige Wochen her und jeder kann sich wahrscheinlich noch an den Wirbel um die Doping-Kontrollen bei den Sportlern jeglicher Disziplinen erinnern.

Zunächst stellt sich jedoch eine Frage: Was ist eigentlich Doping? Die meisten wissen es nur ansatzweise. Eine genaue Definition für Doping existiert wirklich nicht, aber zusammenfassend kann man sagen, dass es sich dabei um die (beabsichtigte oder unbeabsichtigte) Einnahme von verbotenen Substanzen und die Anwendung für den Sport nicht erlaubter Methoden der aktuellen Dopingliste handelt, die eine (nicht trainingsbedingte) Leistungssteigerung bewirken und fast immer gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Diese Schäden können angefangen bei Bluthochdruck bis hin zu Todesfällen alles beinhalten und sind nicht zu unterschätzen, dazu aber mehr auf den nächsten Seiten. Unter diesen Umständen kommt jedoch leicht die Frage auf, aus welchen Gründen immer mehr Sportler heute zu Dopingmitteln greifen, wenn die Gefahren dabei so hoch sind. Gründe dafür könnten zum Beispiel der steigende Druck der Athleten sein, der durch die finanzielle Abhängigkeit von der Leistung herrührt. Ohne Leistung bleiben nämlich auch die Sponsoren aus, was für die Sportler bedeutet, dass ihr Gehalt sinkt oder sogar ausbleibt. Jedoch sind diese Zukunftsängste nicht der einzige Grund für den Gebrauch von Doping. Sie spielen auch beim immer schlimmer werdenden Körperkult eine Rolle, da viele von ihnen den Muskelaufbau steigern und so ein “männlicheres Aussehen” verleihen (“Muskeldysmorphie”). Viele Männer oder sogar Jugendliche eifern so ihren muskulösen Vorbildern aus Filmen etc. nach und sind dabei meist nicht einmal über wahrscheinliche Spätfolgen informiert.

Das Problem “Doping” ist inzwischen nahezu in jeder Sportart ein Thema. Jedoch ist es besonders häufig in Schnellkraft – und Ausdauersportarten vertreten, beispielsweise im Gewichtheben, Bodybuilding, Radsport, Leichtathletik oder im Skilanglauf. Bei Sportarten, die technisch anspruchsvoller sind, kommt es zwar nicht so häufig vor, sollte aber trotzdem nicht außer Acht gelassen werden, da es auch dort in geringem Maße die Leistungen der Sportler verbessern kann.

Um dem Ausmaß des Doping-Konsums entgegenzuwirken, haben internationale Sportverbände schließlich eine Liste aufgestellt, die von allen nationalen Verbänden übernommen wird und in der alle verbotenen Substanzen und auch Methoden für Sportler in offiziellen Wettkämpfen festgelegt sind. Ein Dopingverstoß liegt laut dieser Liste dann vor, wenn eine oder mehrere dieser Substanzen im Körper des Athleten bei Doping-Kontrollen nachgewiesen werden können. Außerdem liegt ein Vergehen auch dann vor, wenn sich der Sportler einer solchen Kontrolle entzieht. Bei einem positivem Befund wird der Teilnehmer disqualifiziert und verliert in den meisten Fällen für zwei Jahre die Teilnahmeberechtigung an den Wettkämpfen.

Viele der verbotenen Mittel sind jedoch auch Bestandteil legaler medizinischer, und auch oft harmloser Arzneimittel, wodurch es zu Missverständnissen kommen könnte. Um dem vorzubeugen, ist der Sportler verpflichtet, die Einnahme solcher Mittel zu melden, wenn sie von einem Arzt aus gesundheitlichen Gründen verschrieben wurden.
Um welche Substanzen es sich dabei überhaupt genau handelt, wird auf den folgenden Seiten beschrieben. Ebenso wird erklärt, wie die Kontrollen vor, während und zwischen den größeren sportlichen Wettkämpfen ablaufen und wie sicher sie sind.

Verbotene Substanzen


Um die verbotenen leistungsfördernden Mittel im Sport zusammenzufassen, wurden Dopingmittel-Listen erstellt, die von den meisten Sportverbänden anerkannt wurden. Das IOC (Internationales Olympisches Komitee) hat z.B. eine solche Liste verfasst oder auch die WADA (World Anti Doping Agency). Darin sind die Mittel in unterschiedliche Kategorien eingeteilt:
Stimulanzien
Narkotika
Cannabinoide
Anabolika
Peptidhormone
Beta-2-Agonisten
Antiöstrogen wirkende Substanzen
Glucocorticoide

Außerdem sind in dieser Liste auch die für Sportler verbotenen Methoden zusammengefasst:
Erhöhung der Transportkapazität für Sauerstoff
Pharmakologische, chemische und physikalische Manipulation

Gendoping


Es gibt zudem in der Verbotsliste Substanzen, die nur in gewissen Sportarten, also nur beschränkt verboten sind oder bei deren Benutzung der Sportverband rechtzeitig informiert werden muss:
Alkohol
Betablocker

Diuretika
Auf den folgenden Seiten werde ich einige der hier genannten Mittel und Methoden (rot markiert) genauer beschreiben und ihre Wirkungen im Körper und ihre Nebenwirkungen erklären. Dudurch wird sicherlich deutlich, wie es möglich ist, dass diese Mittel die körperlichen Leistungen eines Menschen überhaupt verbessern können, aber auch, warum es fast immer ein großes Risiko mit sich bringt, sie anzuwenden.
Beschreibung der verbotenen Substanzen und Methoden

1. Stimulanzien

Stimulanzien sind Substanzen, die kurz vor oder während der sportlichen Wettkämpfe eingenommen werden und auf das zentrale Nervensystem und auf die peripheren Organen wie das Herz wirken. Dies ist dadurch möglich, da sie aufgrund ihrer Fettlöslichkeit die Blut-Hirnschranke passieren können und so direkt in das zentrale Nervensystem eindringen können. Sie bewirken dabei eine Anregung des Kreislaufs, da sie den körpereigenen Hormonen Adrenalin und Noradrenalin stark ähneln, die ebenfalls dafür zuständig sind, in Stresssituationen den Blutdruck steigen zu lassen, den Herzschlag zu erhöhen, die Körpertemperatur ansteigen zu lassen, die motorische Aktivität zu steigern und die Tätigkeit der Verdauungsorgane zu hemmen, um Energie zu sparen und so eine frühzeitige Ermüdung zu verhindern. Zudem sorgen sie für eine erhöhte Konzentrations- und Leistunsbereitschaft und eine bessere Atmung, die durch weitgestellte Bronchien erreicht werden kann und womit energieliefernde Stoffwechselvorgänge verstärkt werden. Auch die Ausdauerleistung wird durch diese Mittel verbessert, da dem Körper mit ihrer Hilfe mehr Fettsäuren zur Verfügung stehen und so mehr Kohlenhydratvorräte eingespart werden. Durch diese Wirkungen der Stimulanzien gerät der Sportler in einen Zustand der Euphorie, Wachheit, Motivation, Risikobereitschaft und Aggressivität, der sich in den meisten Wettkämpfen positiv auf dessen Leistung auswirkt. Außerdem wird seine Reaktionszeit stark verkürzt.
Einige Beispiele für verschiedene Stimulanzien sind Koffein (was jedoch erst ab einem Toleranzwert von 12mg pro Liter Urin geahndet wird), Cocain, Adrenalin, Phenylephrin und Amphetamine.

Doch all diese für die Leistung des Sportlers positiven Wirkungen dieser Mittel bringen auch Nebenwirkungen, die dem Körper schwere Schäden zufügen können, mit sich. Durch das ständige “Aufputschen” des Körpers können vielerlei Stresssymptome entstehen, zum Beispiel psychische Störungen wie dauerhafte Aggression, Depressionen, Hyperaktivität, Halluzinationen und Suchtverhalten. Körperliche Folgen können Überlastungssymptome wie Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Blutdruckerhöhung, Erschöpfungserscheinungen, Ohnmacht und im extremsten Fall sogar der Tod sein.

2. Narkotika

Narkotika haben trotz ihrer Bezeichnung normalerweise keine narkotisierende Wirkung auf den Organismus, außer sie werden in sehr hohen Mengen eingenommen. Im Bereich der Dopingmittel werden damit schmerzlindernde Mittel beschrieben, die ihren Ursprung im Opium haben.

Zu den Narkotika zählen beispielsweise Morphin und Heroin. Außerdem bestehen alle zu den Narkotika gehörenden Substanzen aus Morphin, anderen Morphium-Derivaten oder einem verwandten Stoff. Diese Mittel verändern die Schmerzwahrnehmung des zentralen Nervensystems und werden daher normalerweise in der Medizin als Schmerzstiller verwendet. Zudem haben sie eine beruhigende Wirkung auf den Körper. Deshalb werden sie häufig als Doping-Mittel im Sport missbraucht, zum Beispiel bei Sportarten wie Golf oder oder Sportschießen, aber auch bei Kampfsportarten, um die Schmerzen zu unterdrücken.

Die Nebenwirkungen dieser Mittel sind jedoch sehr drastisch. Zum einen führt die Einnahme schnell zur Abhängigkeit. Andere körperliche Nebenwirkungen können eine Erschwerung der Atmung, Wahrnehmung- und Gleichgewichtsstörungen, Schwindel und Erbrechen sein. Im schlimmsten Fall führt die mögliche Lähmung des Atemzentrums durch eine zu hohe Dosierung sogar zum Tod.

Heute werden diese Mittel jedoch sowieso kaum noch als Doping-Mittel verwendet, da sie leicht nachzuweisen und deshalb für den Sportler nicht rentabel sind. Jedoch müssen sich die Athleten bei der Einnahme von bestimmten Erkältungsmitteln informieren, ob in ihnen Codein enthalten ist, da dieses vom Körper in Morphin umgewandelt wird. Damit eine Probe jedoch als positive angesehen wird, muss im Urin mindestens 1mg Morphin pro Liter nachgewiesen werden.

3. Anabolika (Anabole Steroide)

Die anabolen Steroide leiten sich alle von dem wichtigsten männlichen Geschlechtshormon, dem Testosteron, ab. Dieses Hormon bewirkt durch orale oder parenterale Einnahme (durch Injektion oder Infusion) eine Zunahme der Muskelmasse und eine gleichzeitige Abnahme von Fett. Zusätzlich verbessert es die Regenerationsfähigkeit. Dies ist vor allem im Bereich der Kraftsportarten, wie z.B. beim Bodybuilding, aber auch in Ausdauersportarten von Vorteil.

Die Langzeitfolgen nach der langjährigen Einnahme dieser Substanzen sind jedoch erschreckend: Durch die ständige Vergrößerung der gesamten Muskelmasse im Körper wird auch der Herzmuskel immer weiter vergrößert. Da die Aterien jedoch nicht mitwachsen können, wird das Herz nach einer gewissen Zeit mit Blut unterversorgt und es kommt zu Ablagerungen in den Blutgefäßen,was schnell zu einem Herzinfarkt führen kann. Zudem können Leberschäden entstehen, da zuviel Testosteron im Körper vorhanden ist und nicht schnell genug abgebaut werden kann. Auch für das Aussehen kann die Einnahme von Anabolika schlimme Folgen haben, da bei Frauen eine Vermännlichung (= Virilismus) stattfindet, was sich im Bartwachstum, Menstruationsstörungen, Zurückbildung der weiblichen Brust und einer tieferen Stimme äußert. Bei Männern ist es umgekehrt, da das Testosteron im Körper der Männer teilweise in das weibliche Sexualhormon Östrogen umgewandelt wird. So findet bei ihnen eine Verweiblichung statt. Sie bekommen eine weibliche Brust und ihre Samenproduktion wird gestört, weil die männlichen Geschlechtsorgane geschädigt werden. Bei Jugendlichen besteht die Gefahr eines Wachstumsstopps. Es können sich außerdem psychische Störungen zeigen, wie zum Beispiel ein gesteigertes Aggressivitätsverhalten und leichte Reizbarkeit, Depressionen und sogar Halluzinationen.

Testosteron ist bei Kontrollen im Blut schwer nachweisbar, da es normalerweise ein körpereigenes Hormon ist und außerdem innerhalb von 48 Stunden abgebaut wird. Darum wird der Gehalt an Epitestosteron überprüft, da dies normal im Verhältnis 1:1 zu Testosteron vorkommt. Dieser Test ist jedoch nicht 100%ig genau, da sich einige Sportler Epitestosteron spritzen, um das Verhältnis wiederherzustellen.

4. Peptidhormone

Die bekanntesten Beispiele für Peptidhormone sind das Wachstumshormon HGH (“human growth hormone”) oder STH (Somatotropes Hormon = Somatotropin), EPO (Erythropoietin) und ACTH (adrenocorticotropes Hormon = Corticotropin).

Das Hormon HGH ist ein körpereigenes Hormon, das für das Körperwachstum verantwortlich ist. Genau wie bei den Anabolen Wirkstoffen hilft es den Sportlern, Körperfett scheller abzubauen und Muskelmasse aufzubauen. Dies ist wiederum hilfreich in der Bodybuildingszene aber auch beispielsweise bei den Sprintern. Risiken, die das Wachstumshormon mit sich bringt, sind z.B. das Risiko einer Herzmuskelerkrankung oder das Größerwerden von Nase, Kinn, Finger, Zehen oder Gesichtsweichteilen wie Zunge oder Lippen.

HGH ist, wie auch EPO, im Blut nur sehr schwer nachweisbar, da der Körper es teilweise selbst bilden kann. Es gibt jedoch ein Verfahren, mit dem sich diese Hormone nachweisen lassen, nämlich ein Bluttest auf Antikörperbasis, der jedoch bisher nicht angewandt wird.
EPO ist ebenfalls ein Hormon, das der Körper mithilfe der Niere selbst in kleinen Mengen produziert und das die Sauerstoffaufnahmefähigkeit im Blut durch die Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen fördert und somit die Ausdauerleistung der Muskeln verbessert. Es wird synthetisch hergestellt, ist also ein Glykoprotein und wird vor allem im Bereich des Bodybuildings eingesetzt. Nebenwirkungen sind hierbei zum Beispiel eine Herzüberlastung durch Bluteindickung und Blutgerinnsel, was im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen kann.

Natürliche Funktion von EPO:
Das ebenfalls körpereigene Hormon ACTH ist für die Bildung von Kortison im Körper zuständig. Dadurch werden Fett- und Zuckerreserven abgebaut und Energie wird frei, sodass wiederum die Leistung gesteigert wird. Zudem wirkt es entzündungshemmend und hilft gegen Infektionen.

5. Blutdoping

Unter Blutdoping versteht man die unerlaubte Erhöhung der Transportkapazität des Blutes für Sauerstoff. Es fällt unter die verbotenen Methoden und ist vor allem für den Ausdauersport von Bedeutung. Bei dieser Methode betreibt der Sportler einige Wochen vor einem wichtigen Wettkampf ein Höhentraining, d.h. er trainiert in den Bergen, wo die Luft dünner ist als in tieferliegenden Regionen. Dadurch bildet sein Blut mehr rote Blutkörperchen, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff versorgen zu können, das Training ist also anspruchsvoller. Von diesem Blut wird ungefähr ein halber bis ein Liter entnommen, eingefrohren, gelagert und unmittelbar vor dem Wettkampf wieder in den Körper des Sportlers injiziert. Dadurch kann die Ausdauerleistung gesteigert werden, da so eine vermehrte Anzahl von roten Blutkörperchen zur Verfügung steht, um die Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen.
Bei Doping-Kontrollen ist diese Methode nicht nachweisbar, außer es handelt sich nicht um Eigen-, sondern um Fremdblut, z.B. von einem anderen Sportler.

Das Blutdoping in Form eines Höhentrainings ist jedoch inzwischen schon veraltet, da es durch das EPO ersetzt, das eine ähnliche Wirkung hat, nämlich die Anzahl der roten Blutkörperchen im Blut zu steigern.
Die Gefahr bei der alten Methode des Blutdopings ist die Möglichkeit eines Blutmangels, nachdem das Blut entnommen wurde. So kann beim weiteren Training danach keine hundertprozentige Leistung erbracht werden, bis der Körper das fehlende Blut nachgebildet hat. Außerdem besteht bei der Injektion von Spenderblut die Gefahr, sich mit Krankheiten zu infizieren.

6. Gendoping
Das Gendoping ist die neueste Art des Dopings und ist bisher nur an Mäusen (erfolgreich) getestet worden, wurde also im Sport bis jetzt noch nicht zur Leistungssteigerung missbraucht.

Bei diesem Verfahren werden extrachromosomale Gene in Form von DNA-Molekülen durch Plasmide auf andere Zellen im Körper übertragen. Dies kann z.B. die Muskulatur sein. Dort regen sie dann die zelluläre DNA zu verstärktem Muskelwachstum oder zur Erhöhung der Sauerstofftransportkapazität an. Sie können so auch die Bildung von Peptidhormonen wie HGH oder EPO (s.o.) anregen.
Einen Nachweis für diese Art des Dopings gibt es (noch) nicht, da es sich dabei dann ja nicht mehr um körperfremde Stoffe handeln würde.

7. Diuretika

Diese Mittel dienen, anders als die vorigen, nicht der Leistungssteigerung. Zum ersten werden sie eingenommen, um eine schnelle Gewichtsabnahme zu erzielen. Dies ist dadurch möglich, dass sie im Körper die Nierenfunktion ändern und so zu Abführung des im Körper gespeicherten Wassers verursachen. Darum werden sie auch als “Wassertabletten” bezeichnet. Sie werden vor allem für Sportarten mit Gewichtsklassen wie Judo, Ringen, Skispringen oder im Reitsport missbraucht, da diese Sportler extreme leicht sein müssen, um startberechtigt sein zu können.
Aber auch im Bodybuilding werden sie häufig angewendet, da durch die Entwässerung des Körpers mehr Muskeln sichtbar werden.
Eine dritte Anwendung finden diese Mittel in der Verfälschung der Ergebnisse für andere Mittel bei den Dopingkontrollen, da diese damit schneller mit dem Urin ausgeschieden werden.

Die Nebenwirkungen der Diuretika sind jedoch nicht zu unterschätzen. Mit dem schnellen Entzug von Wasser aus dem Körper werden auch viele wichtige Mineralien mit ausgespült, sodass Mängel entstehen können. Es kann zu Muskelkrämpfen, Nierenschäden, Herzrythmusstörungen, Magen-Darmstörungen und zu Störungen der Kreislaufregulation kommen.

Dopingkontrollen



Die Wettkampf- und Trainingskontrollen werden in Deutschland von der NADA

(= Nationale Anti-Doping-Agentur) durchgeführt. Damit es hierbei fair zugeht, wie es im Sport eigentlich immer sein sollte, wurde eine Liste mit den Rechten und Pflichten eines jeden Sportlers erstellt:

Zunächst sollte sich jeder Sportler in seinem eigenen Interesse mit der offiziellen Doping-Liste und der des jeweiligen Fachverbandes vertraut machen. Zudem ist er verpflichtet, seinen Arzt über seine Tätigkeit als Leistungssportler und über die ihm verbotenen Mittel zu informieren, damit ihm diese nicht verschrieben werden. Auch bei der Ernährung ist er verpflichtet, auf verbotene Substanzen zu achten, die enthalten sein können. Außerdem muss die NADA über die aktuelle Adresse, Traininszeiten und Trainingsorte informiert sein.

Die Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe werden von der NADA im Auftrag der Fachverbände durchgeführt. Sie erfolgen nach dem Zufallsprinzip, sollten also möglichst unangekündigt stattfinden. Sie werden von einem Auftragnehmer durchgeführt, der einen Ausweis der NADA bei sich trägt und für die Probenentnahme und den Probenversand zuständig ist.
Die Vorwettkampfkontrollen finden bei einigen Ausdauersportarten unmittelbar vor den Wettkämpfen statt. Sie dienen der Bestimmung des Hämoglobinwertes im Blut, bei dem ein bestimmter Grenzwert nicht überschritten werden darf, da sonst eine vorübergehende Wettkampfsperre droht.

Es gibt bei nationalen und internationalen Veranstaltungen außerdem Dopingkontrollen, die erst nach den Wettkämpfen von den Fachverbänden durchgeführt werden. Dabei werden einzelne zu testende Personen ausgewählt, die sich dann innerhalb von 30-60 Minuten nach Wettbewerbsende testen lassen müssen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden sie von einem Beauftragten der Dopingkommission begleitet und überwacht, um eine Manipulation auszuschließen.

Für die Auswertung der Urinproben wird eine Chromatographie durchgeführt, sie werden also chemisch analysiert. Im Falle eines positiven Ergebnisses, wenn also Spuren eines Dopingmittels festgestellt werden, müssen diese eindeutig identifiziert werden. Erst dann wird eine zweite Probe durchgeführt. Ist diese ebenfalls positiv, droht dem Sportler eine zweijährige Wettkampfsperre.
Eigene Meinung über Doping im Sport
Als ich mich für diesen Bericht näher mit dem Thema Doping auseinandergesetzt habe, wurde mir zum ersten mal bewusst, wie wichtig dieses Thema heutzutage ist. Traurigerweise ist es aus dem Sport kaum noch wegzudenken und viele Rekorde und Leistungen wären ohne diese verbotenen Mittel wohl leider nie zustande gekommen.

Außerdem haben mich die schlimmen Nebenwirkungen der meisten dieser Substanzen nachdenklich gemacht. Ich habe mich gefragt, was für ein Druck auf einem Menschen lasten muss, damit er dazu bereit ist, seinen Körper solch einem Risiko auszusetzen.
Ein großes Problem ist mit Sicherheit auch der Fortschritt. Wenn sich erst einmal das Gendoping durchgesetzt haben wird, wird es kaum mehr möglich sein, die Vergehen nachzuweisen und etwas dagegen zu unternehmen. Das Traurige dabei ist vor allem, dass die wirklichen Leistungen, die ein gesunder Mensch ohne zusätzliche Hilfsmittel im Sport leisten kann, außer acht gelassen und als nicht mehr ausreichend betrachtet werden. Das ist meiner Meinung nach nicht der Sinn solcher Wettkämpfe.
Ich denke, dass es nicht möglich ist, Wettkämpfe zu verantstalten, bei denen einige Teilnehmer mit ehrlichen und fairen Mitteln kämpfen und andere durch “gefälschte Leistungen” den Sieg erlangen.
Inhalt
Die Facharbeit beschreibt die in der Doping-Liste enthaltenen verbotenen Substanzen und Methoden. Außerdem werden die Doping-Kontrollen erläutert.

1) Doping – Worum geht es?
2) Verbotene Substanzen
3) Beschreibung der verbotenen Substanzen und Methoden
4) Dopingkontrollen
5) Eigene Meinung über Doping im Sport (2814 Wörter)
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10.11.2004 von unbekannt
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