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"Der Schrei" von Edvard Munch

Frage: "Der Schrei" von Edvard Munch
(4 Antworten)

 
Kann mir jemand helfen?

Ich muss eine Bildanalyse & -interpretation zu Munchs "Der Schrei" machen, allerdings fällt mir nix wesentliches dazu ein! kann mir jemand dabei helfen?
GAST stellte diese Frage am 10.03.2005 - 14:51

 
Antwort von GAST | 10.03.2005 - 14:55
schreib einfach,
was du dennkst wenn du das bild siehst und denn ist gut ;)

MfG
DW


Autor
Beiträge 769
0
Antwort von Tinchen41 | 10.03.2005 - 15:01
dann hat er/sie es aber noch lang nich interpretiert und analysiert.. ich kenn des bild zwar dunkel aber was einfalln direkt würd mir au nix :D musst noch nie ne bildanalyse machn zum glück...

 
Antwort von GAST | 10.03.2005 - 15:07
http://www.fundus.org/referat.asp?id=2465

 
Antwort von GAST | 10.03.2005 - 15:11
Munch hat dieses abstrakte Selbstbildnis in verschiedenen Versionen und Techniken immer wieder neu geschaffen.
Das Bild zeigt eine dem Betrachter zugewandte Person auf einer Brücke stehend; sie hält sich in einer für den Menschen typischen Geste des Erschreckens die Hände an den Kopf, das Gesicht hat den Charakter eines Totenkopfes, Augen und Mund sind weit aufgerissen.
Die Figur lehnt an das Brückengeländer, die Brücke hat eine starke Flucht zum linken Bildmittelpunkt. Im Hintergrund gehen zwei Gestalten. Rechts hinter und unterhalb der Brücke sieht man eine bewegte, in fließenden Formen abstrahierte Landschaft, im Hintergrund einen Fjord, darüber einen dramatisch bewegten Himmel.

Die Brücke am Fjord ist nicht nur Schauplatz für Munchs Schrei. Die Aussicht auf den Fjord und Oslo im Hintergrund war ein beliebtes Motiv auf Postkarten um 1900. Unterhalb der Stelle, an der Munch seinen Schrei erlebte, lag der Schlachthof und nicht weit davon das psychiatrische Krankenhaus für Frauen, in das Munchs Schwester Laura eingeliefert war. Grund genug, sich schlecht zu fühlen.

Der Schrei ist kein besonders schönes Bild, wie man es von der Mona Lisa vielleicht noch behaupten könnte, und das hat einen einfachen Grund: es handelt von ANGST. Da es ein sehr authentisches Bild ist, bietet es -bei diesem Kontext- keinen ausgesprochen ästhetischen Genuß.


Frei fluktuirende Angst unter freiem Himmel

Es gibt kaum ein anderes Bild, das in so authentischer Weise das Phänomen ANGST als einen existentiellen menschlichen Zustand unmittelbar zum Ausdruck bringt. Der Schrei ist ein autobiografisches Dokument; ein Dokument der chronischen Lebensangst Edvard Munchs.
Es bezieht sich auf eine reale Begebenheit, die Munch in seinem Tagebuch beschrieben hat:

"Ich ging mit zwei Freunden die Straße entlang, die Sonne ging unter- ich spürte einen Hauch von Schwermut - der Himmel färbte sich plötzlich blutig rot. Ich blieb stehen, lehnte mich todmüde gegen einen Zaun- sah die flammenden Wolken wie Blut und Schwerter- den blauschwarzen Fjord und die Stadt- meine Freunde gingen weiter- ich stand da zitternd vor Angst- und ich fühlte wie ein langer unendlicher Schrei duch die Natur ging."

Munch hat dieses Erlebnis, wie alle seine bedeutenden Bilder, aus der Erinnerung gemalt.

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