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gehirn und lesen...

Frage: gehirn und lesen...
(1 Antwort)

 
also hab da mal ne frage...welche rindenfelder sind beim lesen betroffen?

danke für eure antworten
lg + schönes restwochenende....
GAST stellte diese Frage am 18.11.2007 - 16:50

 
Antwort von GAST | 18.11.2007 - 16:55
Das Großhirn ist in der Mitte durch einen Einschnitt in zwei Halbkugeln (Hemisphären) geteilt. Diese sind stark gefaltet oder auch gefurcht. Es besteht eine breite Verbindung zwischen den Hemisphären, welche auch Balken genannt wird - es handelt sich dabei um einen dicken Nervenstrang. Außerdem existieren noch weitere kleinere Verbindungen.


Die 2-4mm dicke Oberfläche wird Großhirnrinde oder Kortex genannt. Sie enthält bei der Frau ca. 19 Mrd. Somata von Nervenzellen, beim Mann ca. 23 Mrd. Dadurch erscheint sie grau und wird demzufolge auch graue Substanz genannt.

Auf ihr lassen sich die so genannten Rindenfelder lokalisieren. Man unterscheidet zwischen primären Feldern und Assoziationsfeldern. Erstere verarbeiten ausschließlich Informationen einer Qualität. Diese sind entweder Information über Wahrnehmungen (Empfindung, z. B. Sehen, Riechen, Berührung, etc.) oder über Bewegungen (einfache Bewegungen). Letztere stimmen verschiedene Funktionen aufeinander ab. Wichtig zu beachten ist, dass ein einzelnes Rindenfeld nicht alleine für eine Funktion zuständig ist, sondern dass das korrekte Zusammenspiel in einem Netzwerk aus verschiedenen Nerven, die aus verschiedenen Feldern stammen, erst eine vollständige Funktion ermöglicht.

Zu den primären Feldern rechnet man beispielsweise den visuellen Cortex, auf dem die Projektionen der Sehbahn münden. Er liegt am hinteren Pol des Gehirns. Ein anderes Beispiel ist der auditorische Cortex, der der Verarbeitung von akustischen Reizen dient und sich seitlich im Schläfenlappen befindet.

Assoziative Felder findet man zum Beispiel im vorderen Teil des Gehirns. Diesen kommen Aufgaben wie Gedächtnis und höhere Denkvorgänge zu.

Die Position der Rindenfelder wurde durch Ausfälle (wie z.B. nach Schlaganfällen), Untersuchungen mit elektrischer Stimulation, mikroskopische und andere Techniken bestimmt.

Im inneren des Großhirns befindet sich die weiße Substanz. In dieser verlaufen Axone, welche die einzelnen Teile des Großhirns mit anderen Teilen des Nervensystems verbindet.

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