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Korrektur meiner Gedichtanalyse und Interpretation

Frage: Korrektur meiner Gedichtanalyse und Interpretation
(13 Antworten)


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Hallo, könnte jemand bitte meine Gedichtinterpretation zum Gedicht: der übernächste Krieg von Hilde Domin, Korrektur lesen und bewerten/mir Tipps zur Verbesserung geben?

Um es kürzer zu fassen, habe ich Einleitung und Wertung mit Schluss weggelassen und mit der Inhaltsangabe begonnen.

Das lyrische Ich äußert sich darüber, wie gefangen es auf der zerstörten Erde ist und charakterisiert die Menschen als Zerstörer.
Um Aufmerksamkeit zu erregen, macht das lyrische Ich die Folgen und das Ausmaß der fortschreitenden Zerstörung deutlich.

In der 12-zeiligen ersten Strophe erläutert das lyrische Ich seine Situation und vergleicht seine Hände am Körper mit "Flügeln" (Z.3), um die Situation näher zu bestimmen. Es bezeichnet die Menschen als "Töter" (Z.9) und macht damit seine Verachtung gegenüber den Menschen deutlich. Die Wörter "werden" und "umarmen" sind weibliche Kadenzen, die die Strophe klingender wirken lassen. Die erste Strophe besteht aus einem einzigen Satz. Außer am Strophenende sind keine Satzzeichen vorhanden. Durch diese Enjabements werden die Zeilen inhaltlich miteinander verbunden. Zudem wird dadurch die Zusammengehörigkeit der Aussagen des lyr. Ichs deutlich. Denn die Überlegungen des lyr ich bauen aufeinander auf. In der zweiten Strophe, bestehend aus 6 Zeilen verweist das lyr. Ich auf Einstein, der vom übernächsten Krieg sprach. Auch das lyr. Ich erwähnt den übernächsten Krieg. Durch die Anapher der wird der Text strukturiert. Die Aussage des lyr. Ichs und der zitierten Einsteins stellen einen parallelismus dar, der die gleichartigkeit dieser beiden Aussagen verdeutlicht. In der dritten Strophe, die 4 Verse beinhaltet, bietet das lyr. Ich denen, die sich der Welt nicht anpassen wollenoder können, den Mond als Ausweg an(Z.21). Die Welt und der Mond stellen männliche Kadenzendar, die den Text stumpfer klingen lassen. In dieser Strophe ist kein Satzzeichen zu finden. Dadurch wird das Ende offen gelassen und der Leser kann sich so selbst einr Meinung zum Thema des Gedichtes bilden.

Das lyr. Ich macht deutlich, dass es gefangen ist und daran nichts ändern kann. Um seinen Zustand noch deutlicher zu machen und diesen dem Leser zu erläutern, vergleicht das lyr. Ich die Hände mit Flügeln. Das lyr. Ich überlegt ein Vogel zu werden, um seine Situation damit zu ändern. Es sieht eine Flucht als einzige Möglichkeit an, um frei zu sein. Doch das lyr. Ich stellt ernüchtert fest, dass es keine Möglichkeiten hat, so frei wie ein Vogel zu sein. Es muss diese Situation noch weiter ertragen und überlegt daher, welchen anderen Ausweg es aus der Gefangenschaft gibt. Es wägt daher ab ein Mensch zu werden. Doch auch diese Möglichkeit ist kein Ausweg, denn das lyr. Ich stellt fest, dass es nicht töten und somit auch kein Mensch werden kann. Es macht somit deutlich, dass alle Menschen nur Zerstörer von Leben sind und keine Retter. Auch wenn ein Mensch Arme besitzt, somit Dinge anfassen und auch Gefühle ausdrücken kann, stellt das lyr. Ich fest, das es so nicht werden will. Das lyr ich macht eindeutig klar, dass man solche Wesen, wie die Menschen es sind, nicht mögen und lieb haben muss. Es liefert die Begründung, indem es alle Menschen als Töter bezeichnet. Es hält alle Menschen für Verbrecher und zeigt auch Verachtung gegenüber den Menschen. Dies wird sich niemals ändern. Das Ausmaß der Zerstörung wird immer größer, ganze Länder werden zerstört. Daran eird deutlich, dass die Menschen ohne Rücksichtauf verluste handeln und alles dem Erdboden gleich machen, um mehr Macht zu haben.
In der zweiten Strophe meint das lyr. Ich dass die Menschen alles zerstören werden, irgendwann werden alke Waffen ausgereizt und die Rohstoffe zum Bau dieser nicht mehr vorhanden sein. Außerdem wird einmal die ganze Menschheit in den Krieg involviert sein, sodass die Waffen von jedermann zu bedienen sein müssen. Das lyr. Ich ist der Meinung, dass in Zukunft alle Rohstoffe weg sind und es daher auch keinen Strom mehr gibt. Alles was sich die Menschen im Laufe der Zeit erarbeitet haben, wird zerstört. Man muss sich alles wieder neu aufbauen.
In der dritten Strophe bietet dad lyr. Ich einen Ausweg an, für die Unangepassten. So besteht die einzige Möglichkeit der halb zerstörtn Welt darin die Erde zu verlassen und zum Mond zu fliehen. Jedoch ist sich das lyr. Ich nicht sicher, ob dies ein Ausweg ist, immerhin herrschen dort andere Lebensbedingungen. Daran müssten sich die Menschen erst gewöhnen. Aber auch dort wäre alles karg und traurig. Ein schönes Leben scheint nirgends mehr möglich. Denn auch auf dem Mond sieht es nicht anders aus, als es auf der Erde einmal sein wird. Das lyr. Ich will als Fazit den Leser zum Umdenken bewegen, um etwas an dessen Lebensweise zu ändern.

(Die Zeilenangaben habe ich dann auch weggelassen.)

Freundl. Grüße!
Frage von Superkiss15 | am 02.07.2017 - 17:10


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Antwort von matata | 02.07.2017 - 21:16
Deine Gedichtanalyse kann man schlecht korrigieren,
wenn man den Text des Gedichtes nicht lesen kann. Wo kann man dieses Gedicht finden? Hast du den Text oder einen Link dazu?


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Antwort von Superkiss15 | 03.07.2017 - 15:18
Ja, hier der Text:

Ich habe keine Arme
Meine Hände sind an meine Schulter geheftet
wie Flügel
vielleicht sollte ich ein Vogel werden
aber ich fliege nicht
vielleicht ein Mensch
ich töte nicht
und ich brauche euch nicht zu umarmen
ihr Töter
deren Hand den Stein wirft
von Anbeginn
nur die Schleuder hat sich verändert.

Der übernächste Krieg
sagte Einstein
wird wieder mit Pfeil und Bogen geführt
der übernächste Kühlschrank
wird wieder ein Tonkrug
mit Regenwasser sein.

Bis dahin
für die Unangepassten der Welt
vielleicht noch der Mond
als universales K*Z


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Antwort von n8flug (ehem. Mitglied) | 03.07.2017 - 15:59
Hallo Superkiss, also die Aussage mit dem Mond könntest Du irgendwie falsch interpretiert haben. Hilde Domin, geb. 1909, hat ja das 3.Reich miterlebt und denkt darüber nach, wie Kriege in Zukunft aussehen könnten. Dabei hat sie auch die Idee, den Mond als nächstes KZ zu nutzen für alle Andersdenkenden und Anders-seienden, eben den Unangepassten/Regimekritikern. Vielleicht sollen ihrer Meinung nach aus allen Kriegen des Universums (also von allen Planeten) alle Querulanten zum Mond verfrachtet werden. Der Mond als Lösung des Problems... oder als Ersatz für die KZ´s des 3.Reiches.
Ein bisschen Sience Fiction... Du interpretierst da viel zu viel und vor allem was anderes hinein, glaube ich.


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Antwort von Superkiss15 | 03.07.2017 - 17:01
Wie würdet ihr den meine Interpretation mit Noten bewerten?


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Antwort von n8flug (ehem. Mitglied) | 03.07.2017 - 17:28
Dein Text ist ermüdend, immer das lyr.Ich... Veilleicht beschreibt die Hilde einfach nur Ihre Vorstellungen über kommende Kriege und Ihre Angst vor zerstörung und Rückentwicklung der gesamten Menschheit, weg von der Zivilisation. Die Idee mit dem Mond könnte der Hilde auch durch die Mondlandungen von Appollo gekommen sein...
Ich bin kein Lehrer und kann deshalb nix zur Note sagen, das könnte matata und cleosulz.


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Antwort von Superkiss15 | 03.07.2017 - 21:10
Ok, danke erstmal. Vielleicht könnten matata oder cleosulz nochmal drüber schauen? :)


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Antwort von matata | 03.07.2017 - 22:09
Ich mache keine Bewertungen / Noten für Aufgaben, die ich nicht selber aufgegeben und mit den Schülern oder Schülerinnen erarbeitet habe. Das ist nämlich nicht möglich...Ich habe habe keine Ahnung, welche Bedingungen deine Lehrkraft gestellt hat, welche Voraussetzungen du mitbringst, um diese Aufgabe zu lösen.


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Antwort von cleosulz | 03.07.2017 - 23:57
Ich kann nicht "deutsche Literatur"
Ich kann nur Denkanstöße geben.

"Das Gedicht hat den Titel "Der übernächste Krieg" und stammt von Hilde Domin.
Das Gedicht enthält ein Zitat von Albert Einstein.
nämlich: => "Der übernächste Krieg wird nur noch mit Pfeil und Bogen entschieden."

Zitat:
Gedichte von Hilde Domin werden als "poetisches Plädoyers für Gewaltverzicht in der Politik" bezeichnet.

Zitat:
Hilde Domins lyrisches Werk hängt eng mit ihrer Biographie zusammen, denn von den Nationalsozialisten ins Exil gezwungen, fand sie in Santo Domingo ihre innere Heimat in der deutschen Sprache.

Hilde Domin wurde 1909 in Köln geboren und starb 2006 in Heidelberg.
Sie war als Lyrikerin bekannt. Sie lebte nach dem Exil in der DomRep ab 1961 wieder in Heidelberg.


Ich bin der Meinung, dass man immer etwas über den Autor/die Autorin herausfinden sollte.
Deshalb habe ich etwas gegoogelt:
Hilde Domin hatte jüdische Eltern und wuchs in Köln auf und studierte zunächst Jura in Heidelberg. Später wechselte sie das Studienfach.
1932 fing sie in Auslandsstudium in Italien an, wo sie ihren Mann heiratete.
Nachdem 1934 die Rassengesetze auch in Italien Juden verfolgte, floh sie mit ihrem Mann über Frankreich nach England. 1940 verließ sie England und floh in die Dominikanische Republik. 1952 kehrte sie zunächst zurück, pendelte aber zwischen Deutschland und Spanien.
Sie arbeitete unter anderem für ihren Ehemann.

Die Eltern von Hilde Domin starben nicht in einem KZ.
Ihre Eltern flüchteten 1934 aus Deutschland. Ihr Vater starb 1944 in einem Krankenhaus in NY und ihre Mutter 1951.

Sie schrieb "Warn- bzw. Protestgedichte".
Sie schrieb Nachkriegsliteratur.
In ihren Texten kam sie direkt zur Sache.

Jetzt kannst du das Gedicht zerpflücken.
Mir fällt der letzte Satz auf. Er ist sarkastisch.
"Bis dahin
für die Unangepassten der Welt
vielleicht noch der Mond
als universales KZ"

Das Gedicht enthält auch zwei rethorische Fragen:
"Meine Hände sind an meine Schulter geheftet
wie Flügel
vielleicht sollte ich ein Vogel werden
aber ich fliege nicht
vielleicht ein Mensch
ich töte nicht

Mit dem Satz:"Meine Hände sind an meine Schulter geheftet wie Flügel"
könnte man die Aussage interpretieren, dass sie zum Nichtstun verdammt ist.
Sie hat Hände, mit denen sie nichts tut. Die an der Schulter angeheftet sind und doch nutzlos sind.
Die Frage, ob sie ein Vogel werden sollte, beantwortet sie sich selbst. Sie fliegt nicht.
= Sie sagt nicht: Ich kann nicht fielgen.

Sie setzt weiter Menschen und Töten gleich.
Ein Mensch / der Mensch tötet.
Umgekehrt bedeutet das: Wenn ich nicht töte, bin ich kein Mensch?

Und ich brauche euch nicht zum Umarmen
ihr Töter

Sie will nicht von Menschen umarmt werden, die töten

ihr Töter
deren Hand den Stein wirft
von Anbeginn
nur die Schleuder hat sich verändert.

Menschen haben immer schon getötet. Früher war es ein Stein, eine Schleuder.
Heute sind es moderne Waffen, die töten (=> die Schleuder hat sich verändert).

Dann kommt das Zitat von Einstein.
Und hier ist die Frage, ob es überhaupt einen 4. Weltkrieg geben wird?
Wird die Erde nach einem 3. Weltkrieg überhaupt noch existieren?
Und wenn ja, in welcher Form?
Endzeitzenario? Wird der Mensch dann wieder von vorne anfangen müssen?

Ich habe jetzt nicht gefunden, wann dieses Gedicht geschrieben wurde.
Aber vermutlich in einer Zeit des "Kalten Krieges", als man von einem Atomkrieg und einer
Vernichtung großer Erdteile ausging.

So, das wären meine ersten Gedanken, die ich zu dem Gedicht gefunden / die ich mir gemacht habe.
________________________
 e-Hausaufgaben.de - Team


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Antwort von Superkiss15 | 04.07.2017 - 22:20
Danke :). Habt ihr Tipps wie ich bessere Aufsätze schreiben kann? Ich will nicht immer nue 8/9 Punkte bekommen...


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Antwort von Superkiss15 | 04.07.2017 - 22:56
Wie schätzt ihr denn die Kritik meines Lehrers ein...Ist sie übertrieben oder gerechtfertigt? Kritisiert wurde:
Arbeit mit dem Text
Viele Dinge nur allgemein formuliert
viele unterschiedliche Aspekte sollten tiefgründig erläutert werden

Ist dies gerechtfertigt um nur 9 Punkte zu geben?

Wie war eigentlich die Analyse, war sie lösgelöst vom Inhalt?


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Antwort von n8flug (ehem. Mitglied) | 04.07.2017 - 22:57
Du überinterpretierst zuviel. Du benutzt so viele Wiederholungen. Informiere Dich immer über die Hintergründe, also Lebensumstände des Autors und seine Ansichten.


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Antwort von Superkiss15 | 05.07.2017 - 10:04
Ja, nur war in der Arbeit nichts zum Autor gegeben.


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Antwort von n8flug (ehem. Mitglied) | 05.07.2017 - 13:15
Du hast mit 9 Punkten ja immerhin die Note Befriedigend + erhalten. Haarscharf an einer 2 vorbei. Also ist es nicht so schlecht gewesen.
Na ja, also in Deinem 2. Absatz hast Du fast nur über die Textgestaltung geschrieben.
Es fehlt auch der Gedanke darüber, daß es ja um den übernächsten Krieg geht und das Zitat von Einstein stammt. Er war ja Experte in Physik und jeder weiß ja, daß der nächste Krieg mit Atomwaffen geführt wird. Cleosulz hat sich mit ihren Gedanken mehr am Text gehalten. Du hast das Gedicht etwas überinterpretiert, sehr formell die Aussagen des Textes teilweise nacherzählt und hast Dich nicht gelöst.
Dadurch bist du fast einer Nacherzählung verfallen. Dadurch bist Du teilweise an der Oberfläche kleben geblieben.
Beim nächsten Mal solltest Du Dich mehr vom Text lösen und Dich in die Tiefgründe des Autors und seine Gedankenwelt hineinversetzen.
Also eine gute 3 ist ja auch etwas, man hätte Dir aber auch einen Punkt mehr geben können, denn den Textaufbau hast Du ja gut beschrieben.

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