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Hilfe für Powi-Arbeit

Frage: Hilfe für Powi-Arbeit
(20 Antworten)


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Hallo!
Kann mir jemand bitteee meine Fragen beantworten?
Ich schreibe eine Powi-Arbeit zum Thema "Sozialisation und gesellschaftlicher Wandel".
Wie sehen denn Oberstufenarbeiten in Powi aus?(schreibe zum 1.
Mal)
Außerdem habe ich zwei Fragen dazu:
-Zusammenhang zwischen Jugendkultur und gesellschaftlicher Wandel
-Beispiele, wo Jugendkulturen zu einem Wandel der Gesellschaft beigetragen haben
Es wäre sehr nett, wenn jemand mir antworten könnte :)
Dankeschön im Voraus, mfg
Frage von Emilia_1 | am 28.10.2012 - 17:58


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Antwort von matata | 28.10.2012 - 19:03
Schreibst du eine GSF oder eine Facharbeit? Kannst du das noch erklären, bitte.
In welchem Bundesland gehst du zur Schule und welchen Schultyp besuchst du?
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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 07:16
Eine ganz normale Klausur
Hessen, Gymnasium


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Antwort von cleosulz | 29.10.2012 - 10:15
Welche Jugendkulturen kennst/meinst du:

Wandervogel
Swingjugend
Teenagerkultur der 50er (Rock `n Roll-Phase), Beatnik hin bis zu den "Halbstarken".
Mods oder die Hippies
später 68er oder Öko-Bewegung
bis Punk oder Gothic usw.


Hier einige Überlegungen:

Wandervogelbewegung, bündische Jugend usw.:=>
Um die Jahrhundertwende (zum 20. Jahrhundert) wurde Frauen "gestattet" die Röcke aus- und Hosen anzuziehen. Sie durften das schützende Haus verlassen und (wenn auch unter ihresgleichen) sich öffentlicher bewegen. Und Kinder wurde nicht mehr als kleine Erwachsene angesehen.

Jugendrevolte um 1950/1960/1970 =>
Ergebnis dieser Zeit war unter anderem die Abschaffung des berühmten `Kuppelei-Paragraphen`, der die gemeinsame Übernachtung unverheirateter Leute strengstens unter Strafandrohung stellte.
Oder => "Mein Bauch gehört mir" => Gesetze zur Abtreibung wurden geändert, ebenso die Paragrafen zur Homosexualität.

(Jugendrevolten brachten mehr sexuelle Freiheiten).

http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/jugendkulturen-in-deutschland/

http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/jugendkulturen-in-deutschland/36313/exkurs-no-woman-no-cry

http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Aktivitaeten/Jugendkultur_Farin_BAGSO.pdf
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Antwort von cleosulz | 29.10.2012 - 10:29
Ich denke, dass die westdeutsche Studentenbewegung einiges Zuwege brachte, was einen gesellschaftlichen Wandel brachte.
Ich denke auch an die Öko-Bewegung => hin bis zu der Gründung "Die Grünen", die Hochschulreform, die Frauenbewegung 60/70er Jahre, (Neuregelung § 218 StGB) => Schaffung von Frauenhäusern, usw.

Zu der jüngeren Vergangenheit fällt mir gerade nichts ein.
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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 18:34
Dankeschön :)
Echt sehr nette Antworten, die mich weiterbringen. Diese Bewegungen hatten wir noch nicht im Unterricht, aber sie passen gut(damit kann ich in der Arbeit punkten). Im Unterricht hatten wir eher Punk, Rock, Hippie, Flower Power und diese ganzen (noch aktuellen) Jugendkulturen.
Aber genau auf die Auswirkungen in der Gesellschaft waren wir nicht eingegangen.
Danke für die präzisen Antworten=)
Noch eine Frage: Worin besteht genau der Zusammenhang zwischen Jugendkultur und ges. Wandel?
Auf einem Arbeitsblatt stand, dass alle jung sein wollen und deshalb der Stil der Jugend große Auswirkunen auf den Konsumsektor hat?
Und (ich will ja nicht blöd klingen) aber noch eine Frage: Kommt in Klausuren irgendeine Quelle dran, an dem man das Wissen anwendet?Oder wie ist das sonst?


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Antwort von cleosulz | 29.10.2012 - 19:32
Hallöchen,

ihr hattet als Jugendbewegung also Punk, Rock, Hippie = Flower Power ....

Na ja, diese Bewegungen gingen hauptsächlich von der Jugend aus.

Überlege doch einmal, was wollten die jungen Menschen damals und heute damit zeigen? Wie wollten sie sich abgrenzen? Warum?

Mir fällt hier der Spruch ein, den ich irgendwo einmal gehört oder gelesen habe:
"Unter den Talaren steckt der Muff von 1000 Jahren".

Ziel der Jugendkultur ist nicht unbedingt das "jung bleiben".

Zitat:

Lt. Wikipedia ist ...

Der Kern einer Jugendkultur ist die Etablierung einer eigenen Subkultur innerhalb einer bestehenden Kultur der Erwachsenen, da diese den Heranwachsenden keine sie befriedigenden Ausdrucksmöglichkeiten für ihr als neu empfundenes Lebensgefühl anbietet.



Ich lese das als Abgenzung/Rebellion gegenüber den Erwachsenen.
Dies passiert durch Kleidung, Lebenstil und jugendliche Identität.

Es ist richtig, dass in den vergangenen Jahrzehnten diese Jugendkultur immer mehr in den Fokus der Konsumgesellschaft geraten ist.

Der Kommerz will uns vorspiegeln, dass wenn wir uns entsprechend kleiden, verhalten -egal in welchem Alter- wir dem entsprechenden Kulturkreis angehören. = Jung bleiben/sind.

Inhalte der jeweiligen Jugendkultur sind da uninteressant.

Beispiel Rocker:

Überspitzt: Rocker -> Rocker sind jung - fahren Motorad - tragen eine Kutte (über der Lederjacke - sind kriminell - sind männlich

Sind alle männlichen Motorradfahrer, die in Leder fahren deshalb Rocker?

oder Punker:

Sind alle Frauen mit pinken Haaren, die ein Loch in der Feinstrumpfhose haben und einem Lederhalsband tragen junge Punker?


Jugendkuktur ist eng mit Mode und Konsumverhalten verknüpft.

Wobei der Lebenstil und die Lebensauffassung der Hippie /Flower-Power-Bewegung allmählich in die alternative Bewegung überging.

=> siehe neue soziale Bewegungen

http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Soziale_Bewegungen

diese neuen Bewegungen führten dann zu extremen gesellschaftlichen Veränderungen z. B.

=> Frauenbewegung
=> Friedensbewegungen
=> Öko- /Anti-Atomkraft-Bewegungen usw.
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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 19:33
Achso, wo es mir gerade einfällt:Der Unterschied zwischen Erziehung und Sozialisation besteht ja darin, dass Erziehug ab der Pubertät eigentlich kaum noch das soziale Bewusstsein ändern kann, sondern eher das Umfeld, sodass Sozialisation auch die Erziehung umfasst?


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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 19:36
Habe deine Antwort soeben gelesen. Ich meine, wie verändert sich das Gesellschaftsmodell dadurch, dass es eben diese Kulturen gibt?


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Antwort von cleosulz | 29.10.2012 - 20:01
Überspitzt:

Was war ein Hippie und was wurde durch ihn verändert?

=> bisheriges "Spießermodell" Mann arbeitet, verdient das Geld, Frau ist daheim, tut was der Mann sagt, erzieht die Kinder und kümmert sich um den Haushalt

=> Flower-Power = neues Lebensgefühl, die (jungen) Menschen begehren auf, tun was ihnen gefällt. Gearbeitet wird nur, wenn man Geld braucht, Arbeit wird nicht als Lebensziel gesehen. Alle snd glücklich (Drogen sind legal), Kinder werden von allen erzogen, frei und ohne Zwang. Ebenso wird das Sexualleben nicht tabuisiert.

Zitat:
„Das Ziel der Hippies war eine antiautoritäre und enthierarchisierte Welt- und Wertordnung ohne Klassenunterschiede, Leistungsnormen, Unterdrückung, Grausamkeit und Kriege.



=> Dazu kam der Krieg (Vitnamkrieg?) Der hatte eigentlich nicht viel mit den Hippies zu tun.
=> Die friedliebende Flower-Power-Generation war dagegen => Friedensbewegung fand dort also eine Plattform
=> dadurch das Sexualität nicht mehr "nur daheim im dunkeln ausgelebt wird" kommen Themen wie Selbstbestimmung der Frau => Abtreibung usw. ins Gespräch.
=> Folge: Frauenbewegung

Frauenbewegungen gab es schon immer, schon zum Ende des 19. Jahrhunderts bis heute.

Jugend war zu allen Zeiten "unangepasst", hat rebelliert.
Mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg.

Die daraus resultierenden Jugendkulturen führten eben mitunter zu irgendwelchen Bewegungen - die letztlich dann in gesellschaftlichen Veränderungen endeten.
Diese Veränderungen werden nur nicht immer den jeweiligen Jugendkulturen zugeschrieben.
Die Übergänge sind ja auch fließend.


Aber vielleicht sehe ich das auch falsch ... beteiligt sich sonst noch jemand an unser Diskussion?
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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 20:05
Ahaa!Also haben die Jugendlichen durch ihre Bewegungen andere Bewegungen hervorgerufen, insofern sind sie große Teilnehmer am Wandel der Gesellschaft, jetzt verstehe ich , danke!
Mehr Beteiligte wären echt gut.
Dann noch mal zu meinem fälschlicherweise eröffneten Thread: Da habe ich noch was geschrieben, ich weiß nicht, ob du es gesehen hast.


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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 20:08
Was ist diese Flamme neben dem Thread?


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Antwort von cleosulz | 29.10.2012 - 20:18
Na ja, so habe ich das jedenfalls verstanden.

Jugendkultur = Rebellion und Abgrenzung -> dadurch Aufmerksamkeit -> Veränderungen werden sichtbar und mitunter durchgesetzt.

Nicht jede Jugendkultur führt zur Veränderung.

Zu Gothic fällt mir jetzt spontan nichts ein.


Zu welcher Veränderung in der Gesellschaft führte die Punkerkultur?

Rock `n Roll = Auflehnung Ausdruck von gesellschaftlicher Rebellion mit Wurzeln im Rhythm and Blues => später Musik für Weiß & Schwarz (je nach Richtung) => Beginn der Aufhebung der Rassentrennung in Amerika? (War wohl erst später ...)
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Antwort von cleosulz | 29.10.2012 - 20:19
Zitat:
Was ist diese Flamme neben dem Thread?


=> mehr als 10 Beiträge
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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 20:22
Die Punkerbewegung fand während der industriellen Revolution in England statt.Sie protestierten gegen den Missstand in den unteren Schichten, erreichten (glaube ich) bessere Arbeitsbedingungen.Heutzutage stehen sie gegen Hochrüstüng und Atomkraft mit dem Motto"No future"


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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 20:29
Könntest du mir bitteeee den Unterschied zwischen Erziehung und Sozialisation sagen?
Im Internet stehen sehr verwirrende Informationen, aus denen ich beim besten Willen nicht schlau werde... :(


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Antwort von Emilia_1 | 29.10.2012 - 20:42
Falls ich zu viel Zeit von dir eingenommen habe, entschuldige ich für meine Dummheit:)
(Ich frage immer sehr viel) Dankeschön für die guten Antworten, ich schreibe morgen und hoffe, dass es gut läuft. Ich gehe jetzt off(sehr müde), falls aber doch später Antworten erscheinen sollten, wäre es wirklich gut.


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Antwort von cleosulz | 29.10.2012 - 20:43
Punk und No Future => heute ?

http://de.wikipedia.org/wiki/No_Future

http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Punk.html
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Antwort von cleosulz | 29.10.2012 - 20:58
Zitat:
Im allgemeinen versteht man unter Erziehung soziales Handeln, welches bestimmte Lernprozesse bewusst und absichtlich herbeiführen und unterstützen will, um relativ dauerhafte Veränderungen des Verhaltens, die bestimmten Erziehungszielen entsprechen, zu erreichen


Quelle: http://lexikon.stangl.eu/1410/erziehung/

Sozialisation bezeichnet man den Lernprozess und die Entwicklung die ein Mensch, in Auseinandersetzung mit seiner Umwelt (Familie, Freunde, Gesellschaft, Kultur) durchläuft.

=> es gibt verschiedene Arten der Definition hierzu =>

Quelle: http://paedagogik-news.stangl.eu/124/sozialisation


Erziehung ist die Prägung durch die Eltern
und Sozialisierung ist die Prägung durch alle Menschen, denen man im Laufe seines Lebens begegnet.

Erziehung geschieht bewusst (aktiv) z.B. durch Eltern, Lehrer
=> wenn deine Mutter sagt: Die Herdplatte ist heiß, nicht anfassen.
=> dein Lehrer sagt: Älteren Menschen bietet man im Bus einen Sitzplatz an.
=> hat was damit zu tun, dass z.B. ein Erwachsener einem jüngeren (Kind) etwas beibringt = hat auch was mit Macht und Autorität zu tun => findet (eher) einseitig statt
=> ist auf die Kindheit beschränkt


Sozialisierung eher unbewusst (aktiv oder passiv sowie durch Personen/Gesellschaft sowie auch materielle Umwelt)
=> wenn du einen bösen Blick bekommst, wenn du bei Rot über die Ampel läufst
=> findet gegenseitig statt (z.B.in der Gruppe, die sich gegenseitig erzieht)
=> findet ein Leben lang statt

Hier findest du eine gute Seite, die die Unterschiede gegenüber stellt:

http://www.cobocards.com/pool/en/card/4334308/online-karteikarten-o/
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Antwort von algieba (ehem. Mitglied) | 30.10.2012 - 16:56
Zitat:
Die Punkerbewegung fand während der industriellen Revolution in England statt.


Die industrielle Revolution in GB fand ca. zwischen 1780 und 1850 statt. Punker sind seit den 1970ern aktuell. Ob man von "Bewegung" sprechen kann, möchte ich in Zweifel ziehen, weil "Bewegung" doch eher nach Organisation mit Ortsgruppen, Vorständen und Mitgliederakquise mit Infostand in der Fußgängerzone und so klingt. Vor allem aber klingt es nach der Verabredung: "So, wir gründen jetzt eine Punkbewegung, mal schaun, wer noch mitmacht." Genau das ist bei Punks nun gerade nicht der Fall.

Zitat:
Sie protestierten gegen den Missstand in den unteren Schichten, erreichten (glaube ich) bessere Arbeitsbedingungen.


Es gab Leute, die zur Zeit der industriellen Revolution in England gegen die Lebensbedingungen der unteren Schichten protestierten und auch Verbesserungen erreichten. Das waren aber gewiss keine Punks.

Zitat:
Heutzutage stehen sie gegen Hochrüstüng und Atomkraft


Auch wenn es unter diesen Personen vereinzelt Punks geben mag, sind das wieder ganz andere Leute; die müssen auch nicht unbedingt was miteinander zu tun haben.

Zu Jugendkulturen allgemein: Überleg dir, was "jugendlich" eigentlich bedeutet, was als jugendlich durchgeht und warum bzw. warum zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Altersgruppen unter Jugend gefasst werden. Befrag dazu aber nicht dein Bauchgefühl, sondern schau dir auch Literatur zum Thema an; das Thema wird schon seit einigen Jahrzehnten erforscht.

Außerdem: Was soll eine JugendKULTUR denn sein? Dass alle Personen, die zur Jugend zählen, dieselbe Musik hören, dieselben Klamotten tragen, dasselbe Freizeitverhalten zeigen etc.? Es ist so, dass Jugendkulturen wesentlich mit gemeinsamem Musikgeschmack und Stil (Klamottenstil und Lifestyle) zu tun haben, was dann wieder identitätsstiftende Verhaltensweisen, wie der gemeinsame Besuch bestimmter Konzerte oder sowas, nach sich ziehen kann. Es kann aber in einer Generation viele verschiedene davon geben und eine Kultur kann auch in sich sehr heterogen sein.

Identität ist übrigens ein wichtiges Stichwort: Abgrenzung von anderen Jugendkulturen, von Leuten, die als Mainstream begriffen werden, von den Eltern. Manchmal haben Jugendkulturen auch die Funktion, Themen, die in der Elterngeneration tabuisiert wurden, wieder hochzuholen und neu zu debattieren, oder Widersprüche, die die Elterngeneration ignoriert hat, anzusprechen. Trotzdem sind Jugendkulturen aber keineswegs immer eine Antwort auf die vorgefundenen Strukturen und Verhältnisse in der Gesellschaft und sie sind auch keineswegs immer politisch und wollen die Welt (oder wenigstens die eigene Situation) verändern. Die Popper der 80er mit ihren Lacoste-Hemden etwa sind nur um ihre eigene Achse gekreist und waren mit sich und der Welt zufrieden und auch unter den Gothics waren/sind viele nicht an politischen Themen interessiert. Und die Mods in den 60ern kamen aus dem Arbeiter- und Angestelltenmilieu und haben am Wochenende auf dicke Hose gemacht, um sich möglichst von diesem Milieu abzugrenzen - viel Willen zum gesellschaftlichen Wandel kann man da nicht erkennen.

Es ist außerdem kein Naturgesetz, dass die Jugend per se rebellisch ist und die Welt verändern will. Es gibt junge Leute, die sich widerspruchslos an die Welt anpassen, so wie sie sie vorfinden, ohne irgendwas kritisch zu hinterfragen.

Mainstream: Was als Mainstream empfunden wird und was nicht, wird sozusagen jeden Tag in sozialen Situationen diskursiv neu verhandelt. Die Jugendkulturen wirken auf den Mainstream und der wirkt auf die Jugendkulturen; die Gesamtgesellschaft und eine Jugendkultur sind keine abgeschlossenen Systeme. Die Konsumwelt erweckt den Eindruck, als könne jeder mit ein bisschen Geld individuell an seiner Identität basteln, indem er sich Elemente der Jugendkulturen bedient, die es inzwischen in jedem Kaufhaus gibt, teilweise auch dezidiert konsumkritischer Elemente. Das krasseste Beispiel dafür ist Punk mit seiner Do-it-youself-Haltung: Mittlerweile kann man zerrissene Strumpfhosen und Jeans käuflich erwerben, wenn man zu doof ist, die selbst zu zerreißen (oder eben zeigen will, dass man das Geld übrig hat...).

Wichtig ist auch, dass es das Phänomen "Jugendkultur" erst seit den 1950ern in den westlichen Gesellschaften gibt.

Das sind erstmal so ein paar oberflächlichle Gedanken dazu.

Literatur zum Thema was Jugend eigentlich ist und was einen Jugendkultur ist, die du bei Googlebooks findest:

Baacke, Dieter (2007): Jugend und Jugendkulturen. Darstellung und Deutung. 5. Auflage, 3., aktualisierte Auflage 1999. Weinheim und München: Juventa.

Hurrelmann, Klaus (2007): Lebensphase Jugend. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung. 9., aktualisierte Auflage. Weinheim und München: Juventa.

Schau noch auf der Seite vom Archiv der Jugendkulturen, die haben auch Bücher zu einzelnen Kulturen, die du sicher in der Bibliothek findest. Dort kommt auch zur Sprache, wie die Jugendkulturen auf die gesamte Gesellschaft gewirkt haben.

Ansonsten eine Gegenfrage: Ihr schreibt eine Klausur zu dem Thema und jeder sammelt sich die Infos selbst zusammen? Warum sprecht ihr da nicht im Unterricht drüber? Und wie soll das dann bewertet werden?


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Antwort von Emilia_1 | 30.10.2012 - 21:30
Hallo!
Ich habe heute die Powiarbeit geschrieben und dank eurer Hilfe lief sie ziemlich gut:)
Eure Beiträge,die ihr geschrieben habt, habe ich erst eben gesehen und gelesen.
Ich habe anscheinend gestern Abend ziemlich viel Quatsch über die Punker geschrieben, deine Korrekturen sind absolut richtig.(an algieba)
Zu der Gegenfrage: wir hatten einen Selbsteinschätzungsbogen über die Ferien bekommen, auf dem stand, was wir wissen sollten. Da wir aber die Arbeit gleich nach den Ferien geschrieben haben, konnten wir nicht im Plenum darüber reden.
Ich bedanke mich noch einmal herzlich bei cleosulz, die sich seehr viel Mühe bei ihren Antworten gemacht hat und mir dadurch viel geholfen hat und bei algieba, da sie die Diskussion etwas vielfältiger gemacht hat( nur zu zweit diskutieren ist nicht so toll) und durch ihre Korrektur mein falsches Bild von Punkern verändert hat :)

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