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Bitte um Ihre Kritik bei der Erörterung

Frage: Bitte um Ihre Kritik bei der Erörterung
(4 Antworten)


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Hallo! Ich bereite mich für eine Aufnahmeprüfung und bitte Sie um Ihre Meinung: Ob ich die Aufgabe nicht verfehlt habe?

Aufgabe: Erläutern und erörtern Sie die Aussage Martin Ebels.
Beziehen Sie dabei Ihre Leseerfahrungen mit ein.




"Lesen bildet, Lesen zerstreut. Aber Lust? Diese Freude, ein Gedankenuniversum zu durchstreifen, dieser Flug aus der Welt der Sachzwänge in das Reich der unbegrenzten Möglichkeiten - das alles scheint nicht in unsere Zeit zu passen. [...] Von wo aber soll die Kraft, die Phantasie und die Hoffnung kommen, sich gegen eine gelähmte Gegenwart und gegen die Bedrohungen der Zukunft zu wenden?"

Martin Ebel: Die verlorene Lust am Lesen.
Aus: Badische Zeitung vom 5.10.1993



Einleitung
In der Aussage "Die verlorene Lust am Lesen" von Martin Ebel erschienen in der Badischen Zeitung, Oktober 2010 geht es um eine Problematik, dass bei den vielen Menschen in der letzten Zeit zunehmend die Lust am Lesen vergeht und wie es in der Zukunft weiter gehen soll, wenn das Lesen jetzt schon in unsere Zeit nicht hineinzupassen scheint.

Hauptteil - Erläuterung
Der Autor bezieht sich durch seine Aussage auf eine ernste Problematik in heutiger Zeit, nämlich die verlorene Lust am Lesen. Durch die rhetorische Rede werden Menschen angesprochen, die das Lesen für weniger wichtig oder gar für sinnlos halten. Dabei kann man aus der Aussage auch die Gefühle des Autors gut nachvollziehen. Er scheint traurig darüber zu sein, dass die Bücher immer weniger gelesen werden. Dies unterstreichen auch die vielen Metaphern, die in der Aussage verwendet werden. Der Autor stellt in dem ersten Satz fest, dass das Lesen für unsere Bildung sehr wichtig sei und dennoch zerstreut es, es wird weniger gelesen. Danach wird durch die kurze rhetorische Frage nach der Lust des Lesens gefragt. Durch diese Frage zeigt der Autor, dass er es nicht nachvollziehen kann, wie die Menschen die Lust am Lesen verlieren können. Dann beschreibt er die Freude des Lesens in vielen Metaphern. Durch die Aussage "Gedankenuniversum zu durchstreifen" deutet der Autor daraufhin, dass die Welt der Bücher sehr groß wie ein Universum ist, dass es eine Unmenge von Büchern zum beliebigen Thema gibt. Er beschreibt die Gesamtheit aller Bücher als "Reich der unbegrenzten Möglichkeiten", in den wir uns hineinversetzen und frei sein können, frei, vor dem alltäglichen Stress und Druck in unserer Gesellschaft. Dies wird auch durch die Metapher "Sachzwänge" ersichtlich. Durch die Aussage, dass diese Freude des Lesens nicht in unsere Zeit zu passen scheint, wird der Satz beendet, und man kann die Trauer und die Enttäuschung des Autors gut nachvollziehen. Danach folgen die Auslassungspunkte, durch die ersichtlich wird, dass der Autor noch viel zu dem Thema "Lesen" zu sagen hat, aber es nicht einmal versucht. Der letzte Satz ist eine rhetorische Frage. Dort wird unsere Gegenwart als "gelähmt" dargestellt und die Zukunft als "bedrohlich". Um in so einer Gegenwart zu leben, brauchen die Menschen Hoffnung und die Kraft. Dies alles können sie in den Büchern finden.

Hauptteil - Erörterung
Ich kann die Aussage des Autors gut nachvollziehen, weil heutzutage tatsächlich weniger gelesen wird. Laut der Befragung vergeht bei vielen Menschen immer mehr die Lust am Lesen. Die Bücher geraten langsam in Vergessenheit, dafür der Fernsehkonsum nimmt weiter zu. Besonders bei den Jugendlichen spielen die Bücher fast keine Rolle mehr. Viele sind der Meinung - warum noch Bücher lesen, wenn alles Gute schon verfilmt wird. Beim Fernsehen muss man sich nicht anstrengen, die Information wird einfacher und schneller übermittelt. Man spart auch viel Zeit damit. Viele der jungen Menschen schauen sich lieber ein Video an oder hören Musik und spielen Videospiele. Sie bevorzugen lieber, was man sich anschauen oder hören kann, doch beim Lesen muss man sich anstrengen, sich in das Buch hineinversetzen und vieles seiner Fantasie überlassen. Dafür verlieren die Jugendlichen immer mehr Interesse. Die anderen haben einfach andere Probleme und Sorgen, sie finden gar keine Zeit mehr zum Lesen.
Doch das Lesen von Büchern bringt viele Vorteile mit sich, die man nicht vergessen soll. Kein Film kann ein Buch ersetzen, weil beim Lesen unsere Vorstellungskraft gefördert wird. Wir drehen unseren Film praktisch selber und trainieren dadurch das Gehirn und fördern unsere Intelligenz. Das Lesen von Büchern verbessert unsere Aussprache und unsere Rechtschreibung. Durch dies werden auch unser Selbstvertrauen und die Kreativität gefördert. Lesen bietet den Unterhaltungsstoff. Bücher lernen uns zu argumentieren. Dadurch bilden wir uns weiter und erweitern unseres Wissen. Auch in der Schule fehlt den Kindern das Lernen viel leichter, wenn sie mehr Bücher lesen und dadurch bereiten sie sich besser in der Welt der Erwachsenen vor.

Schluss
Meines Erachtens will der Autor mit seiner Aussage die Menschen einfach zu erinnern, an das, was die Bücher uns geben. Sie geben uns Bildung, Entwicklung, Hoffnung, Fantasie, Kraft und vieles mehr. Durch große Anforderungen und straken Druck in heutiger Gesellschaft, hat man immer weniger Zeit zum Lesen, weil man viele andere Probleme und Sorgen hat. Aber genau Bücher lassen uns unsere Sorgen vergessen und frei sein, frei, von dem ganzen Stress und Sorgen.
Frage von ALEXXX543 | am 07.07.2010 - 21:20


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Antwort von matata | 07.07.2010 - 21:36
Das Thema hast du auf keinen Fall verfehlt. Allerdings vermisse ich einen deutlichen Hinweis auf deine eigene Leseerfahrung, wie es in der Aufgabenstellung von dir verlangt wird. Das musst du noch nachholen.


Ersetze im Schlussteil den kursiv gesetzten Allgemeinplatz durch weitere Beispiele oder lass ihn weg.

Einleitung
In der Aussage "Die verlorene Lust am Lesen" von Martin Ebel, erschienen in der Badischen Zeitung am 5.Oktober 2010, geht es um die Problematik, dass vielen Menschen in der letzten Zeit zunehmend die Lust am Lesen vergangen ist, und wie es in der Zukunft weiter gehen soll, wenn das Lesen jetzt schon in unsere Zeit nicht hineinzupassen scheint.
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Antwort von matata | 07.07.2010 - 21:43
Hauptteil - Erläuterung
Der Autor bezieht sich in seiner Aussage auf eine ernste Problematik in der heutigen Zeit, nämlich auf die verlorene Lust am Lesen. Durch die rhetorische Rede werden Menschen angesprochen, die das Lesen für weniger wichtig oder gar für sinnlos halten. Dabei kann man aus der Aussage auch die Gefühle des Autors gut nachvollziehen. Er scheint betroffen darüber zu sein, dass immer weniger Bücher gelesen werden. Dies unterstreichen auch die vielen Metaphern, die in der Aussage verwendet werden. Der Autor stellt im ersten Satz fest, dass das Lesen für unsere Bildung sehr wichtig sei und dennoch zerstreue es, aber es wird weniger gelesen. Danach wird durch die kurze rhetorische Frage nach der Lust des Lesens gestellt. Durch diese Frage zeigt der Autor, dass er es nicht nachvollziehen kann, wie die Menschen die Lust am Lesen verlieren können. Dann beschreibt er die Freude des Lesens in vielen Metaphern. Durch die Aussage "Gedankenuniversum durchstreifen" deutet der Autor daraufhin, dass die Welt der Bücher so groß wie ein Universum ist, dass es eine Unmenge von Büchern zu beliebigen Themen gibt. Er beschreibt die Gesamtheit aller Bücher als "Reich der unbegrenzten Möglichkeiten", in das wir uns hineinversetzen und darin frei sein können, frei, vom alltäglichen Stress und Druck in unserer Gesellschaft. Dies wird auch durch die Metapher "Sachzwänge" ersichtlich. Durch die Aussage, dass diese Freude des Lesens nicht in unsere Zeit zu passen scheint, wird der Satz beendet, und man kann die Trauer und die Enttäuschung des Autors gut nachvollziehen. Danach folgen die Auslassungspunkte, durch die ersichtlich wird, dass der Autor noch viel zu dem Thema "Lesen" zu sagen hätte, aber es nicht einmal versucht. Der letzte Satz ist eine rhetorische Frage. Dort wird unsere Gegenwart als "gelähmt" dargestellt und die Zukunft als "bedrohlich". Um in so einer Gegenwart zu leben, brauchen die Menschen Hoffnung und die Kraft. Dies alles können sie in den Büchern finden.

Hauptteil - Erörterung
Ich kann die Aussage des Autors gut nachvollziehen, weil heutzutage tatsächlich weniger gelesen wird. Laut der Befragung vergeht bei vielen Menschen immer mehr die Lust am Lesen. Die Bücher geraten langsam in Vergessenheit, dafür nimmt der Fernsehkonsum weiter zu. Besonders bei den Jugendlichen spielen die Bücher fast keine Rolle mehr. Viele sind der Meinung - warum noch Bücher lesen, wenn alles Gute schon verfilmt wird. Beim Fernsehen muss man sich nicht anstrengen, die Information wird einfacher und schneller übermittelt. Man spart auch viel Zeit damit. Viele der jungen Menschen schauen sich lieber ein Video an oder hören Musik und spielen Videospiele. Sie bevorzugen lieber, was man sich anschauen oder hören kann, denn beim Lesen muss man sich anstrengen, sich in das Buch hineinversetzen und vieles der eigenen Fantasie überlassen. Daran verlieren die Jugendlichen immer mehr das Interesse. Die anderen haben einfach andere Probleme und Sorgen, sie finden gar keine Zeit mehr zum Lesen.
Doch das Lesen von Büchern bringt viele Vorteile mit sich, die man nicht vergessen soll. Kein Film kann ein Buch ersetzen, weil beim Lesen unsere Vorstellungskraft gefördert wird. Wir drehen unseren Film praktisch selber und trainieren dadurch das Gehirn und fördern unsere Vorstellungskraft. Das Lesen von Büchern verbessert unsere Aussprache und unsere Rechtschreibung. Dadurch werden auch unser Selbstvertrauen und die Kreativität gefördert. Lesen bietet Unterhaltungsstoff. Bücher lehren uns zu argumentieren. Damit bilden wir uns weiter und erweitern unseres Wissen. Auch in der Schule fällt den Kindern das Lernen viel leichter, wenn sie mehr Bücher lesen und dadurch bereiten sie sich besser auf die Welt der Erwachsenen vor.
Schluss
Meines Erachtens will der Autor mit seiner Aussage die Menschen einfach daran erinnern, an das, was die Bücher uns geben. Sie geben uns Bildung, Entwicklung, Hoffnung, Fantasie, Kraft und vieles mehr. Durch hohe Anforderungen und starken Druck in der heutigen Gesellschaft hat man immer weniger Zeit zum Lesen, weil viele andere Probleme und Sorgen einem beschäftigen. Aber gerade Bücher lassen uns unsere Sorgen vergessen und frei sein, frei, von dem ganzen Stress und Sorgen.
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Antwort von GAST | 08.07.2010 - 00:43
Hi Alexx!

Meiner Meinung nach solltest du bei deiner Erörterung kritischer sein. Du teilst mir zu vorschnell die Meinung des Autors, als ob schon klar wäre, dass er Recht haben muss. Er ist aber kein Heiliger. Alles, was er schreibt, ist erstmal nur These.

Wer ist das überhaupt? Ein Kulturredakteur der Badischen Zeitung, ja? Von 1993? Das ist schon fast 17 Jahre her. Was er als "unsere Zeit" bezeichnet, ist die Zeit von vor 17 Jahren. "Die gelähmte Gegenwart" vor 17 Jahren. Und die "bedrohte Zukunft" soll dann heute sein?

Was soll überhaupt eine "gelähmte Gegenwart" sein? War die Zeit damals gelähmter als heute? Was hat die Zukunft zur "Bedrohung" gemacht? Und hat sich das bewahrheitet? Ist die Bedrohung Realität geworden?

Insgesamt fällt doch auf, dass der Autor hier ein Horrorszenarium entwirft, dass ziemlich abstrakt und abstrus bleibt. Man könnte in die "Lähmung" und die "Bedrohung" alles hineininterpretieren und anscheinend wurde die fehlende Lust am Lesen schon zu verschiedenen Zeiten beklagt. Nix Neues also. Vielleicht ein Standardthema von Kulturredakteuren in Tageszeitungen? Ist der Autor nicht schon ein ganz bestimmter Typ von Mensch?

Noch was:

Zitat:
Durch die Aussage "Gedankenuniversum zu durchstreifen" deutet der Autor daraufhin, dass die Welt der Bücher sehr groß wie ein Universum ist, dass es eine Unmenge von Büchern zum beliebigen Thema gibt.


Ich glaube, du hast diese Metapher falsch gedeutet. Es geht dem Autor ja nicht um das fehlende Lesen an sich oder Bücher insgesamt, sondern um das Lesen von bestimmten Büchern: Unterhaltungsliteratur, Romane und sowas. Bücher, die die Phantasie anregen und Lust am Lesen bereiten sollen. Nicht die Welt der Bücher ist so groß wie ein Universum, sondern die (durch die Phantasie angerengten) Gedanken sind grenzenlos.


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Antwort von ALEXXX543 | 08.07.2010 - 21:45
Vielen Dank für die Korrektur und Verbesserungsvorschläge! Ich werde den Text noch mal überabeiten,.. es hat mich weiter gebracht .. Danke Ihnen!

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