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Johann Buddenbrook d.Ä.

Frage: Johann Buddenbrook d.Ä.
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Hallo,

ich brauche Charaktereigenschaften von Johann Buddenbrook dem Älteren.
Wenn vorhanden wären Belegstellen zb Seitenzahl wunderbar =)

Danke
Frage von Keksi_92 (ehem. Mitglied) | am 31.08.2009 - 16:56


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Antwort von EeePc (ehem. Mitglied) | 05.12.2011 - 11:56
Johann Buddenbrook der Ältere

Johann Buddenbrook der Ältere (1765–1842) hat während der Befreiungskriege als Getreidegroßhändler und preußischer Heereslieferant den Grundstock des Buddenbrookschen Vermögens gelegt. Seine erste Frau Josephine,
„die Tochter eines Bremer Kaufmannes“, die er „in rührender Weise geliebt haben“ muss und der er das schönste Jahr seines Lebens verdankt („L’année la plus heureuse de ma vie“), starb bei der Geburt seines Sohnes Gotthold (1796). Er hat dem Sohn diesen „Mord der Mutter“ nie verziehen. In zweiter Ehe ist Johann Buddenbrook „mit Antoinette Duchamps, dem Kinde einer reichen und hochangesehenen Hamburger Familie, vermählt“. Beide leben „respektvoll und aufmerksam […] nebeneinander“ und haben eine Tochter und einen Sohn, Johann (Jean) Buddenbrook, der, obwohl nicht der Erstgeborene, die Firma erbt, nachdem sein Halbbruder Gotthold in leidenschaftlicher Liebe zu einer gewissen Mamsell Stüwing inflammiert war“ und mit ihr, des Vaters „strengem Verbot zum Trotz“, eine „Mesalliance einging“.

Johann Buddenbrook ist von nüchterner Sachlichkeit und unerschütterlichem Selbstvertrauen, bodenständig und weltläufig zugleich - er spricht sowohl plattdeutsch als auch fließend französisch, im Zorn gelegentlich auch gern beides gleichzeitig. Außerdem kann er (von seiner Schwiegertochter „auf dem Harmonium begleitet“) „die Flöte blasen“, eine Begabung, die er nicht weitervererbt hat. Weltanschaulich tendiert er zur Philosophie der Aufklärung und hält spöttische Distanz zur Religion.

Als literarische Vorlage in Thomas Manns Familie wird Johann Siegmund Mann I, der Gründer der Firma Mann, gesehen (s. Abb.). Von ihm stammt der Wahlspruch der Kaufleute im Roman: „Mein Sohn, sey mit Lust bey den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, daß wir bey Nacht ruhig schlafen können“. Er wurde 87 Jahre alt und starb, so Viktor Mann, „im Revolutionsmärz 1848, wie man erzählt, an einem Schlaganfall, den ihm, dem lübischen Großbürger und Republikaner, seine kochende Wut über die harmlos randalierende ‚Canaille‘ eingetragen hatte“.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Buddenbrooks#Johann_Buddenbrook_der_.C3.84ltere

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