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Referat zur gotischen Plastik

Alles zu Gotik

GOTIK (13. – 15. Jh.)


Begriff: ital. barbarisch, nicht antik
Stilepoche der mittelalterlichen Kunst in Europa nach der Romanik.
Selbständigster Stil des Abendlandes (westliche Zivilisation) nach der Antike .
Entstanden vor 1150 in Nordfrankreich, Verbreitung über West-, Mittel-, Südeuropa ,
abgewandelt durch Art der einzelnen Länder.

Wir unterscheiden:
Früh-
Hoch-
Spätgotische Stilstufen

Plastik:
Wie auch in der Romanik zunächst architekturgebundene Plastik (Wand und Konsole (=Ablage, Fensterbrett, Nische) waren nötig.
(Zunächst am Außenbau der Kathedralen.
Es gab Standbilder(stehende Figuren) und Reliefs.
Portale entwickelten sich immer reicher (üppiger)
Das gleiche gilt für Kapitelle, Altäre.

Kathedralen:
Kathedralskultpuren: (Merkmale)
Geschlossene säulenhafte Form (enge Verbindung zwischen gotischer Plastik und Architektur
Lang gestreckt, unkörperlich und überlängt (besonders weibliche Statuen --gotisches Schönheitsideal) ( Eindruck des Schwebens entsteht
Arme liegen eng an
Köpfe bringen innere Bewegtheit zum Ausdruck (neigen sich)
Anfängliche Starre beginnt sich zu lösen und einer gewissen Bewegungsfreiheit zuzustreben
Figurenkonsole zu Füssen und Baldachin (Altarhimmel-- Art Dach)
Obwohl die Figuren sehr ähnlich sind, Unterschiede durch Gesten und Gesichtszüge und Attribute (Eigenschaften) gekennzeichnet
( so sind einzelne Heilige klar zu erkennen und zu unterscheiden
Gewänder sind stilisiert
Gewand
Faltenzüge im sogenannten gotischen Schwung S- förmige schwingende Haltung der Gestalt (s.40) Bild
( damit Einleitung einer weit über die Gotik hinausreichenden kunstgeschichtlichen Entwicklung (siehe auch Grabbildweke (=Verziehrungen
an Gräbern und Reliquienschreine (Überreste des Sterblichen) (Schrein= Schränkchen)
Im Laufe der Entwicklung Befreiung der gotischen Skulptur von der Bindung der Architektur
13. Jh. allg. einsetzen der „Vermenschlichung“ in der europäischen Kultur
größere Wirklichkeitsnähe
Mensch wird in seiner Realität dargestellt
Stärkere Körperlichkeit--
Gestalt verselbstständigt sich
Gewandfalten werden immer plastischer und bestimmen den Aufbau der Figur in gegensätzlichen Spannungen
GOTTESMUTTER eins der beliebtesten der beliebtesten Leitbilder der Gotik
Zahlreiche Madonnenstatuen für Kirchen und private Andacht (Gebete)
Um 1400 so genannter weicher Stil in Ostdeutschland und Österreich „schöne Madonnen“ immer menschlicher
Typisch ist der Einsatz von Fremdmaterialien bei Statuen
Kostbare Bemalung der Statuen
Hände und Gesicht in zarter Hautfarbe
Haare oft golden
Gewänder und Säume mit Ornament, echten und falschen Edelsteinen
Reicher Glanz sollte den Eindruck von überirdischer Pracht vervollkommnen

Bsp:
Bamberger Reiter (1237) (S. 40 (Schulbuch)
Gesichtsausdruck : Helle, Entschiedenheit, Sicherheit in Wollen und Tun,
Wärme und Ernst, freier offener Blick in die Weite (-- Kopfwendung)
Steht vor der Wand ( Wirkung: eine von Spannung durchsetzte Ruhe
Waffenlosigkeit , Verzicht auf äußere Pracht, (außer Krone und Standort)
Allein die Erscheinung zeigt dass es ein Herrscher ist.
Pietà Wetzlar (S.36 Lehrbuch) um 1360
Trauernde Mutter (keine „Schönheit“)
Kadaverartiger Christus – Gefühlswelt des Betrachters wird getroffen
Es gibt eine Beziehung der Figuren zueinander – Beziehung zum Betenden wird hergestellt indem Christus Kopf in die Richtung schaut
Tuch aus Leder (Fremdmaterial)
Überbetonung durch Farbe und Form (Blutwunde)
Übergang zur Renaissance (von Gotik) 1460-1531
Tillmann Riemenschneider
Zeichnete sich durch bildhauerische Virtuosität aus, z.B. Schreine, Altaraufsätze
Holzbildhauerei
Besonderheiten: - Plastiken ( nicht farbig, monochrom behandelt
Dadurch Unterschiede in Struktur und Farbe wurden angeglichen, helles Lindenholz wurde getönt ( warmes Tiefenlicht entsteht wenn Licht rauftrifft
( dadurch Veredelung (dunklere Falten) ( Eigenschatten
( Licht wird nicht von stumpfer Oberfläche aufgesogen; dringt ein, wird

reflektiert, wird gebrochen
( schwebend, immateriell, unirdische Wirkung ( das Heilige Geschehen wird schon in äußerlicher Erscheinung dem irdischen und alltäglichen entrückt.
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