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Referat: "Die Blechtrommel" von Günter Grass

Alles zu Günter Grass  - Blechtrommel, Die

BUCHVORSTELLUNG: „DIE BLECHTROMMEL“



Gliederung:
Biographie von Günter Grass 4. Entstehungszeit
Genre: Schelmenroman 5. Besonderheiten + Bewertung d. Buches

Inhaltsangabe 6. Quellen
Zitat: „Die Kritiker lobten und verrissen das Buch. Grass wurde als Pornograph, Nihilist und Lästerer dargestellt, aber 'die Blechtrommel` war äußerlich erfolgreich und ist ein monumentales Werk der Weltliteratur. Es ist eines jener Bücher, 'die man gelesen haben muss`.“ (Edgar Neis)
1. Biographie: Günter Grass
* 16.10.1927 in Danzig (heutiges Polen)
Sohn einer Kaufmannsfamilie ( besaßen Kolonialwarengeschäft (wie Oskars Eltern im Buch)
1933-34 Volkshochschule u. Gymnasium Danzig ( erste schriftstellerische u. künstlerische Erfahrungen
1944-46 Einberufung zum Luftwaffenhelfer ( Verwundung, Lazarettaufenthalt, amerikanische Kriegsgefangenschaft
mit 19J. Arbeit auf Land u. in Kalibergwerk bei Hildesheim
1947 Versuch Abitur nachzuholen ( „schmiss es hin, da er die Nase voll hatte“
danach Steinmetzlehre in Düsseldorf
1948-52 Studium der Graphik u. Bildhauerei an Kunstakademie Düsseldorf
1951-52 Reisen nach Italien und Frankreich
4J. später erste Ausstellungen von Plastiken und Graphiken in Stuttgart u. Berlin
+ schriftstellerisch tätig: Kurzprosa, Gedichte, Theaterstücke
mit 27J. Hochzeit mit schweizerischer Balletttänzerin Anna Schwarz + 1957 (30J.) Geburt der Zwillinge Franz und Raoul ( 4J. später Geburt der Tochter Laura
Viele Förderpreise z.B. für Uraufführung von Theaterstück „Onkel, Onkel“ in Köln
1959 „Die Blechtrommel“ erscheint ( internationale Anerkennung
Preise; Wahlkämpfe für SPD (mit Willy Brandt); politisch sehr engagiert; viele Veröffentlichungen (( Werke siehe auf dem Handout)
1963 (mit 36J.) Aufnahme in die Berliner Akademie der Künste
2J. später Geburt des Sohnes Bruno Thaddäus
viele Preise; Wahlkämpfe für SPD
( pol. Engagement (( jetzt nicht ausführen)
1979 Der Film „Die Blechtrommel“ (G.G. führte Regie) erhält viele bedeutende Preise, u.a. Oscar für den besten fremdsprachigen Film
1973 Reise mit Willy Brandt nach Israel
1979 (mit 52J.) zweite Heirat mit Uta Grunert
1986-87 Aufenthalt in Calcutta (Indien)
Seit 1990 (Wende) Bemühungen um die Versöhnung von Ost- und Westdeutschland
( für allmähliches Zusammenwachsen zur föderalistischen deutschen Kulturnation
1993 (mit 66J.) Austritt aus der SPD wegen Asylrechtsänderungen
10.12.1999 Literatur-Nobelpreis
heute 77 Jahre
2. Genrespezifische Merkmale
Roman: ( umfangreich
( als Prosatext verfasst
( fiktionaler (ausgedachter) erzählerischer Text
( dient der Unterhaltung
( Schilderung eines komplexen Geschehens

Schelmenroman:
(= Picaroroman; span. Picaro = Spitzbube, Schelm)
Handlung von Erlebnissen und Streichen eines Schelms
Held stammt aus niedriger sozialer Schicht
Protagonist schlägt sich mit List, Tücke und Betrügerei durchs Leben
Kritische Auseinandersetzung mit der damaligen Gesellschaft
Aufzeigen von satirischen und sozialkritischen Zügen
Desillusionierung von Oskar durch ironische u. satirische Bloßstellungen + groteske Verzerrung ( Bsp.: als die polnische Post zerbombt wird, sieht er es als Angriff auf seine Blechtrommel

Andere Schelmenromane:
Ägidius Albertinus "Der Landstörtzer Gusman von Alfarache" (1615)
H. J. C. von Grimmelshausen "Der abenteuerliche Simplicissimus" (1669)
A. R. Lesage "Gil Blas von Santillana" 1715-1735
J. Steinbeck, "Tortilla Flat" (1935)
Thomas Mann, "Felix Krull" (1954)
3. Inhaltsangabe (Unterteilung in 46 Kapitel)

1.Buch:
- Selbstvorstellung Oskar Matzeraths als Insasse einer Pflege- u. Heilanstalt + Abhandlung über seine Vorfahren (Oma Anna + Opa Joseph + Geburt von seiner Mutter Agnes)
- Bericht über Verhältnis zw. Mutter u. Onkel Jan Bronski + Hochzeit v. Mutter mit Matzerath
- Oskars Geburt im Jahre 1924 in Danzig (Polen) ( bekommt er scheinbar bewusst mit
3. Geburtstag: O. bekommt Blechtrommel (= Lebensbegleiter) geschenkt + Sturz von Kellertreppe ( Einstellen des Wachstums (94cm)
Zersingen von Glas mit schriller Stimme ( allerlei Schaden (Schutz vor Trommelwegnahme, Schaufenster, Uhren usw.)
O. Einschulung ( nicht gemeinschaftsfähig, zersingt Brille der Lehrerin
Lernt lesen + schreiben bei Nachbarin Gretchen Scheffler ( Goethe u. Rasputin als „Lehrer“
- Ungewollte Schwangerschaft seiner Mutter ( übermäßiges Essen von Fisch ( Tod durch Fischvergiftung + Beerdigung der Mutter
- 1937 Kennen lernen des Meister Bebra u. Roswitha Raguna ( sind ebenfalls kleinwüchsig
- Reichskristallnacht: Zerstörung des Spielzeugladens von Sigismund Markus, wo er seine Blechtrommeln kaufte

2.Buch:
- 1939 erste Kampfhandlungen: pol. Post in Verteidigungszustand ( Kämpfe um das Gebäude ( pol. Post fällt, Jan Bronski wird erschossen ( einige Zeit später besucht O. den Friedhof Saspe, wo Bronski erschossen wurde
- 1. Sept. (= Kriegsbeginn) Eingeständnis, dass O. erst seine Mutter u. dann Jan Bronski indirekt ins Grab brachte
- Maria beginnt in Matzeraths Laden zu arbeiten ( Oskars erste Liebe ( anmutend amouröse Szenen ( „Brausepulverorgien“ (nachher in Filmszene) ( bringt Maria zum Orgasmus
- Maria ist schwanger ( O. meint, er sei der Vater, trotz des Verhältnisses zw. Maria u. Matzerath ( O. versucht vergebens Schwangerschaftsabbrüche
- 12.6.1941 Geburt von Kurt (Oskars Sohn od. Halbbruder) ( verspricht ihm Blechtrommel
- Gemüsehändler u. Nachbar Greff erhängt sich an selbstgebastelten kunstvollen Balken ( seit dem ist Freitod für O. die „würdigste u. schönste Art zu sterben“
- O. reist zusammen mit Bebra u. Roswitha (und zwei Akrobaten) an die Westfront ( spielen Fronttheater (Bebra als Clown, Akrobaten verknoten sich, O. zersingt Glas, Roswitha macht Männern schöne Augen + kleine Zaubertricks) ( O. ist sehr angetan von Paris
Roswitha stirbt bei Angriff der Alliierten ( Trennung von Bebra ( O. kehrt nach Hause zurück (herzliche Begrüßung von Matzerath) ( schenkt Kurt zum 3. Geburtstag die versprochene Blechtrommel ( dieser zerschlägt sie sofort zu Schrott
Gründung der Jugendgruppe „die Stäuber“ (O. als Anführer)( begehen viele Verbrechen, Einbruche, Plünderein und Diebstähle ( O. lässt sich in einer Kirche als Jesus feiern (Kapitel: „Nachfolge Christi“)( werden erwischt ( O. gesteht vor Gericht als einziger nicht, sondern gibt sich als Opfer aus
- Brand u. Zerstörung Danzigs ( bei Angriff: Tod Matzeraths durch Ersticken an Parteiabzeichen ( Beerdigung Matzeraths u. der Blechtrommel + Entschluss wieder zu wachsen (mit 21J.), da er jetzt Vollwaise ist
- O. wird krank ( Fahrt mit Maria u. Kurt im Güterzug Richtung Westen ( Ausbildung eines Buckels bei O. + Einlieferung ins Krankenhaus ( Mai 1946 Verlassen der Klinik mit 1,23m Größe ( Beginn eines neuen erwachsenen Lebens

3.Buch:
- Besuch von Volkshochschulkursen u. andere Tätigkeiten ( Frühjahr 1947 Einstellung als Praktikant in Steinmetzlehre ( wird beim Schriftklopfen von Grabsteinen eingesetzt
- 1948 O. macht Maria Heiratsantrag ( sie lehnt diesen ab ( Feststellung für O., dass er kein „guter Bürger“ mehr werden kann
- O. stellt sich als Aktmodell der Kunstakademie zur Verfügung ( O. soll sich mit einer Blechtrommel zeichnen lassen ( kann nicht widerstehen
- O. lässt sich zusammen mit anderer Frau (Ulla) zeichnen ( Maria ist enttäuscht über ihn + kündigt gemeinsame Wohnung ( O. zieht bei Fam. Zeidler als Untermieter ein
- O. verguckt sich in Nachbarin u. Krankenschwester Dorothea ( fängt aus Eifersucht zum Arzt Briefe von ihr ab und beschattet sie
- Gründung einer Jazzband mit Klepp u. Scholle (O. ist Schlagzeuger) ( spielen anfangs regelmäßig im Gasthaus „Zwiebelkeller“ ( lukrativer Vertrag mit Konzertagentur
- vorher Reise in die Normandie ( nach Rückkehr Begegnung mit Meister Bebra = Chef der Agentur ( Bebra stellt O. über seine Morde bzw. veranlasste Tode zur Rede ( danach Unterzeichnung des Arbeitsvertrages ( O. wird durch Tourneen ein sehr reicher Mann + Plattenaufnahme, Interviews, Annerkennung (er will seine Erfolge aber nicht weiter ausführen) ( kauft Maria ein modernes Feinkostgeschäft
- Nach Rückkehr von einer Tournee ist Bebra tot ( O. sagt Tourneen ab ( macht aus Trauer lange Spaziergänge mit geliehenem Rottweiler (aus Tierheim)
- Hund stöbert weiblichen Finger mit Ring auf + O. steckt den Finger samt Ring ein u. konserviert ihn in Spiritus ( Anwohner Vittlar zeigt O. an ( Finger eventuell von der ermordeten Dorothea ( Freundschaft mit Vittlar
- O. reist (um Verdacht zu bestärken, da er eh festgenommen wird) nach Paris, wo er auf der Rolltreppe einer Metrostation festgenommen wird ( er stellt sich den Polizeibeamten mit „Ich bin Jesus!“ vor
- heute ist O. 30 Jahre alt ( Prozess wegen Ringfinger wird neu aufgerollt u. sein Anwalt ist zuversichtlich, dass Oskar freigesprochen wird, da jemand anders Schwester Dorothea umgebracht haben soll

4. Entstehungszeit
entstand im Jahre 1956 bis 1959 in einem kleinen Pavillon in einem Pariser Hinterhof, wo G.G. damals mit seiner Frau Anna lebte
Ursprung d. Blechtrommel in Figur eines Säulenheiligen ( Gedichtzyklus „der Säulenheilige“
(( nichts genaueres bekannt)
5. äußerliche und inhaltliche Besonderheiten / Bewertung
Viele lange, verschachtelte Sätze (= Hypotaxen) ( oft über eine Seite!;
aber auch Parataxen u. Ellipsen (sehr selten)
Ständiger Wechsel d. Erzählperspektive: Ich-Erzähler zu personalen Erzähler mit auktorialen Zügen, obwohl er immer von sich redet ( Seite 74 unten: ich(Oskar(ich
zwischendurch (Kapitel 32 „Wachstum im Güterwagen“) Personalerzähler Bruno
Aufbau als Autobiographie von Oskar ( Wechsel von 2 Romanebenen: die Erzählzeit, in der Oskar seine Biographie schreibt (1952-54) und Zeit, von der erzählt wird (1899-54)
Einbezug von Lyrik (Gedichte und Lieder) u. Dramatik („Bebras Fronttheater“ als Theaterstück)
Oskar erklärt kleinlichst, was u. wie er alles macht, sagt aber nie warum (z.B. Liebe zur Trommel, Glaszersingen usw.) ( das ganze Buch lässt Spekulationen u. Vermutungen zu
Viele Parallelen zu Grass’ Biographie: z.B....
Aufwachsen im Danziger Stadtteil Langfuhr während 20er Jahre (Kindheit + Jugend)
Sohn eines kleinen Kolonialwarenhändlers
In Familie mehrere Nationalitäten
Gelangt nach Kriegsende nach Westdeutschland
Steinmetzlehre
( Grass bricht Tabus mit erschreckender Leichtigkeit ( dabei verstört u. fasziniert er den Leser
Beispiele für ekelerregende Szenen: (( genau, oft seitenlange Ausführungen!)
findet, dass er Jesus ähnelt ( spielt ihm an seinem „Gieskännchen“ rum (Seite 141)
das „Erzählen“ mit Herberts zuckenden Narben auf dem Rücken
Vergehen an / Bespringen einer hölzernen Galionsfigur (nachdem Schlitz gemacht) ( Herbert hängt tot u. mit steifem Glied an Figur
Schlucken einer Brühe mit Kieselsteinen, Fröschen, Urin usw.
Bei Zerstörung des Spielzeugladens: Verrichtung kleiner u. großer Geschäfte auf Spielzeuge u. Vergehen an Puppen
Brausepulver mit Oskars Spucke auf Marias Hand u. Bauchnabel
Sitzt oft unter den 4 Röcken seiner Großmutter ( Geruch von ranziger Butter ( Vorstellungen von einem Familienfest im Bauch der Großmutter
Bei Aktmalerei: Beschreibung wie sich Ulla breitbeinig vor Student hinsetzt u. sie feucht wird
Scheußlich, anormal, penetrant, unappetitlich, abstoßend, ekelhaft, zum Erbrechen, grässlich, widerwärtig, absurd, schockierend, abscheulich, bestialisch, ungeheuerlich...
Aalfang mit Pferdekopfkadaver....
Zitat: „Grass läßt keine Gelegenheit aus, ungewöhnlich groteske, abnorme, widerwärtige, ekelerregende, krankhafte, psychopatische, schizophrene, fäkalische, sexuell-perverse, blasphemische Szenen und Exzesse darzustellen, und dies in solch einem Umfang, in solch einer Vielfalt und solch einer grob realistischen, plastischen Darstellungsweise, daß der Leser nicht umhin kann, sich drein zu ergeben, das Gebotene nur noch von der humorvollen Seite zu nehmen, sich über die immer neuen Erfindungen der abstrusen Abendteuer des Giftzwerges Oskar Matzerath zu amüsieren und verwundert – wenn er nicht moralisch betroffen sein will – den Kopf zu schütteln.“
Zitat: „Die Blechtrommel ist fraglos eines der schockierendsten Bücher, die je geschrieben wurden...“ (Walter Widmer)
Zitat: “...Die einzige Moral, die sich aus diesem Buch ergibt, ist, daß es keine Moral gibt...“
(Günter Blöckner)

6. Quellen
Buch „Die Blechtrommel“; Königs Erläuterungen und Materialien, Internet, verschiedene Lexika, Fremdwörterbücher, Film „Die Blechtrommel“, Spiegel vom 16.2.04
GÜNTER GRASS: „DIE BLECHTROMMEL“

Gliederung des Handouts:
Informationen zum Autor
Genre: Schelmenroman
Inhaltswiedergabe
kurze Bewertung
Günter Grass
Biographie
* 16.10.1927 in Danzig (heutiges Polen)
Sohn einer Kaufmannsfamilie
1933-34 Volkshochschule u. Gymnasium Danzig
1944-46 Einberufung zum Luftwaffenhelfer ( Verwundung, Lazarettaufenthalt, amer. Kriegsgefangenschaft
1947 Steinmetzlehre in Düsseldorf
1948-52 Studium der Graphik u. Bildhauerei an Kunstakademie Düsseldorf
1956-67 erste Ausstellungen von Plastiken u. Graphiken in Stuttgart u. Berlin
Schriftstellerisch tätig: Kurzprosa, Gedichte, Theaterstücke
Viele Förderpreise
1969 „Die Blechtrommel“ erscheint ( internationale Anerkennung
Preise; Wahlkämpfe für SPD; politisch sehr engagiert
Der Film „Die Blechtrommel“ erhält viele Preise, u.a. Oscar für den besten fremdsprachigen Film
Seit 1990 Bemühungen um die Versöhnung von Ost- und Westdeutschland
1993 Austritt aus der SPD
10.12.1999 Literatur-Nobelpreis
„Zusammenfassend einer der größten deutschen Autoren, der auf satirisch-ironische Weise von sich u. historischen Problemen zu erzählen weiß“; „ein politischer Moralist“
Werke
Theaterstücke & Ballette Romane & Novellen Gedichte „Hochwasser“ (1957)
„Onkel, Onkel“ (1958)
„Noch zehn Minuten bis Buffalo“ (1959)
„Die bösen Köche“ (1961)
„Die Plebejer proben den Aufstand“
„Davor“
„Stoffreste“
„Die Vogelscheuche“
„Fünf Köche“ „Die Blechtrommel“ (1959)
„Katz und Maus“ (1961)
„Hundejahre“ (1963)
„Örtlich betäubt“ (1969)
„Tagebuch einer Schnecke“
„Der Butt“ (1977)
„Das Treffen in Telgte“ (1979)
„Kopfgeburt oder die Deutschen sterben aus“
„Die Rättin“ (1986)
„Ein weites Feld“ (1995) „Die Vorzüge der Wildhühner“
„Lilien aus Schlaf“ (1955)
„Glücksdreieck“ (1960)
Lyrikband „Ausgefragt“ (1967)
„Liliengeprüft“
„Ach Butt, dein Märchen geht böse aus“ (1983)
„Glück“
2. Genre: Schelmenroman
= Sonderform des Abendteuerromans, der von den Erlebnissen u. Streichen eines Schelms handelt
Held stammt aus niederer sozialer Schicht
Held schlägt sich mit List u. Betrug durch Leben
Kritische Betrachtung der zeitgenössischen Gesellschaft
Abendteuer mit satirischen u./od. sozialkritischen Zügen
Zunehmende Desillusionierung des „Helden“ durch ironische u. derb satirische Bloßstellung u. grotesker Verzerrung
3. Inhaltswiedergabe
1.Buch: (vor dem 2. Weltkrieges)
Selbstvorstellung Oskar Matzeraths als Insasse einer Pflegeanstalt + Abhandlung über seine Vorfahren
Oskars Geburt im Jahre 1924 in Danzig (heutiges Polen)
3. Geburtstag: O. bekommt Blechtrommel geschenkt + beabsichtigter Sturz von der Kellertreppe ( willentliches, bewusstes Einstellen seines Wachstums (94cm)
Zersingen von Glas mit seiner schrillen Stimme ( allerlei Schaden
Ungewollte Schwangerschaft seiner Mutter ( Tod u. Beerdigung der Mutter
1937 Kennen lernen des Meister Bebra u. Roswitha Raguna ( sind ebenfalls kleinwüchsig
Zerstörung des Spielzeugladens von Sigismund Markus (Jude), wo O. immer seine Blechtrommeln kaufte
2.Buch: (während des 2. Weltkrieges)
1939 erste Kampfhandlungen: Verteidigungszustand der pol. Post in Danzig ( Kämpfe um das Gebäude
Polnische Post fällt; Jan Bronski wird erschossen
1. Sept. Eingeständnis, dass O. erst seine Mutter u. dann Jan Bronski indirekt ins Grab brachte
Maria beginnt in Matzeraths Laden zu arbeiten ( Oskars erste Liebe ( anmutend amouröse Szenen...
Maria ist schwanger ( O. meint, er sei der Vater, trotz des Verhältnisses zw. Maria u. Matzerath
12.6.1941 Geburt von Kurt (Oskars Sohn od. Halbbruder)
O. reist zusammen mit Bebra u. Roswitha an die Westfront ( spielen Fronttheater
Roswitha stirbt bei Angriff der Alliierten ( O. kehrt nach Hause zurück (herzliche Begrüßung) ( schenkt seinem Sohn Kurt zum 3. Geburtstag eine Blechtrommel ( dieser zerschlägt sie sofort zu Schrott
Brand u. Zerstörung Danzigs ( Tod + Beerdigung Matzeraths ( Entschluss wieder zu wachsen (mit 21J.) + „Beerdigung“ seiner Blechtrommel
O. wird krank ( Fahrt mit Güterzug Richtung Westen ( Ausbildung eines Buckels bei O. + Einlieferung ins Krankenhaus ( Mai 1946 Verlassen der Klinik mit 1,23m Größe ( Beginn eines neuen erwachsenen Lebens
3.Buch: (nach dem 2. Weltkrieg)
Frühjahr 1947 Praktikant in Steinmetzlehre
1948 O. macht Maria Heiratsantrag ( sie lehnt diesen ab
O. stellt sich als Aktmodell der Kunstakademie zur Verfügung ( Maria ist enttäuscht über ihn + kündigt gemeinsame Wohnung ( O. zieht bei Fam. Zeidler als Untermieter ein
Gründung einer Jazzband mit Klepp u. Scholle ( lukrativer Vertrag mit Konzertagentur
Reise in die Normandie ( nach Rückkehr Begegnung mit Meister Bebra = Chef der Agentur ( Unterzeichnung des Vertrages ( O. wird durch Tourneen ein reicher Mann
Nach Rückkehr von einer Tournee ist Bebra tot ( O. macht aus Trauer Spaziergänge mit geliehenem Rottweiler
Hund stöbert weiblichen Finger mit Ring auf ( O. steckt den Finger samt Ring ein ( Nachbar Vittlar zeigt O. an ( Finger eventuell von der ermordeten Dorothea (ehemalige Geliebte Oskars)
O. reist nach Paris ( wird verhaftet u. in Heilanstalt gebracht
1952 feiert Oskar seinen 30. Geburtstag
4. Bewertung des Buches
Krieg bildet als Geschichtsperiode nach Aufbau u. Thematik des Werkes genau die Romanmitte
( trotzdem keine genaue Beschreibung von Kriegsereignissen u. pol. Vorgängen ( Geschehen spiegeln sich in Oskars Lebenslauf wider
Grass umgeht ständige Anprangerung des Nationalsozialismus u. des Krieges ( zwar Kritik an Nazis und deren Regime, jedoch kein Hass ( Grass zeigt Situation des ganz normalen Kleinbürgers Oskar. M.
Blechtrommel als „Abstandshalter“ zu den Erwachsenen; glaszerbrechend schrille Stimme als Waffe gegenüber der Erwachsenenwelt ( Stimme + Trommel stillen Oskars Hunger nach Anerkennung und Macht
Kleinwüchsigkeit als Mittel, um sich als unwissendes, neugieriges, bettnässendes Kind ausgeben zu können („eine Perspektive, die von vornherein jede Verzerrung legitimiert“)
Durch sein ganzes Leben zieht sich ein problematisches Verhältnis zu Frauen ( trotzdem sehr viele Geliebte (mit „widernatürlichen, perversen sexuellen Erlebnissen“)
Auszüge aus der Kritik von Marcel Reich-Ranicki: Grass will mit dem Buch provozieren u. wachrütteln; er inszenierte einen Bürgerschreck; dem Buch wurde ein Stich ins Pubertäre gegeben; eine Überfülle von Einfällen, wobei vieles unverarbeitet bleibt; oft Überspitzung und Überpointierung, die bewundernswerte Einfälle verdirbt
Jan Bronski
Onkel und mutmaßlicher Vater (( Pole)
Cousin/Cousine ( Verhältnis
Kurt
Oskars Sohn od. Halbbruder?
Mutter Sohn
Roswitha Raguna
Geliebte während der Zeit des Fronttheaters
( kleinwüchsig
Sohn?
Vater?
erst Verhältnis,
später Ehe
wegen Kurt
verheiratet
Meister Bebra
Oskars lebenslanger Freund u. „Meister“ ( kleinwüchsig
Mutter
Agnes
Bruno
Pfleger in der Heilanstalt
OSKAR
Mittelpunkt
allen
Geschehens
Sigismund Markus
Spielzeughändler (Blechtrommeln) ( Freund und Jude
Anna Koljaiczek
Oma mütterlicherseits (Mutter von Agnes u. Jan)
Maria Truczinski
Oskars 1. Liebe + spätere Stiefmutter und Lebensgefährtin
Matzerath
Oskars ehelicher Vater
Bekanntschaft, bevor Oskar beide kennen lernt
Mutter Truczinski
Nachbarin, die oft auf ihn aufpasst
Herr Münzer/Klepp
Oskars Freund u. Mitglied in Jazzband
Gottfried von Vittlar
Freund, trotz dessen er Oskar bei Polizei anzeigte
Figurenkonstellation
Inhalt
Gliederung: 1.Biographie von Günter Grass, 2.Genre: Schelmenroman, 3.Inhaltsangabe, 4.Entstehungszeit, 5.Besonderheiten + Bewertung d. Buches, 6.Quellen
+ FIGURENKONSTELLATTION + FERTIGES HANDOUT! Viele Zitate über das Buch, alles stichpunktartig verfasst.
Aufgabenstellung lautete: Buchvorstellung ca. 40 Min. (kurze Info zum Dichter + zur Entstehungszeit, Figurenkonstellation, Inhaltswiedergabe, Textstellen vorlesen, genrespezifische Merkmale nachweisen, Zusammenfassung für Mitschüler erstellen)
Nun müsst ihr nur noch das Buch selber lesen... :-) (2777 Wörter)
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23.03.2005 von smiling86
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