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Rede - Genetik

Alles zu Reden und (Streit)Gespräche

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Barbies und Kens,


Ich möchte sie bitten sich für kurze Zeit in die rosafarbene Plastikwelt zu begeben, in der ihr Sitznachbar gleichen Geschlechts, dieselbe traumhafte Figur wie sie haben könnte. Eine Welt in der scheinbar alle Männer aus derselben muskulösen Form gegossen und alle Frauen dieselbe Wespentaille auszeichnen könnte. Dabei würden sich nur noch Unterschiede im Geschmack der Haar-, Haut- und Augenfarbe ergeben und sogar die Intelligenz wäre bei allen gleich, egal wie viel in den Plastikköpfchen auch schlummern mag. Wir hätten alle dieselbe Kleider- und Schuhgröße und sähen auch im Bikini oder der Badeshort alle gleich aus.
Sie werden diese Welt vielleicht eine Phantasiewelt nennen, ich nenne sie eine Möglichkeit „der unmittelbaren Zukunft“ und ich stehe mit der Meinung nicht alleine dar. Unzählige Forscher befürchten die baldige Möglichkeit neue Menschen nach Lust und Laune erschaffen zu können.
Denn es ist nicht zu vergessen, dass es bereits gelungen ist zu klonen. Das Klonschaf Dolly verblüffte 1996 die ganze Welt - und wurde es auch nur satte 6 Jahre alt – kann man es heute noch in einem Museum in Scotland ausgestopft als Genetiktrophäe betrachten.
Damals ging das erste Mal die Diskussion über das Kopieren von Menschen um und diente so manchem Autor als erschreckende Romanvorlage.
Die Phantasiewelt, in die wir uns gerade begeben hatten, scheint immer näher zu rücken. Denn schon 3 Jahre bevor Dolly „geschaffen“ worden war, hatten es Forscher erstmals dazu gebracht, menschliche Embryos zu klonen, von denen keines älter als 6 Tage wurde. So erschreckend diese Fortschritte auch sind, ich bin ein bisschen froh sagen zu dürfen, dass wir Menschen doch noch einen Funken von Anstand behalten haben. Denn sonst hätten die sechs Embryos jetzt wahrscheinlich einen Platz neben Dolly im Museum.
So makaber das auch klingt, die Babiewelt scheint uns irgendwann erreicht zu haben.
Denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, wie lange die Industrieländer darunter auch Deutschland, es schaffen sich gegen das legitime Klonen von Menschen zu wehren.
In schweren Krankheitsfällen konnten vielen Patienten mit der Erkenntnis der Gentechnik schon das Leben gerettet werden, aber wird das Leben noch lebenswert sein, wenn wir die Augen- und Haarfarbe unseres Kindes bestimmen können, ja, vielleicht noch entscheiden können, welche guten Eigenschaften es von der Mutter und welche es vom Vater bekommt?!
Ein Gen, damit das Kind niemals dick wird, ein Gen damit das Kind gut Fremdsprachen sprechen kann und noch ein Gen, damit es immer lieb zu den Eltern ist. Alles in allem führt es doch zu nichts, denn wir Menschen würden es nie dazu bringen, einen „geschaffenen“ Mensch als PERFEKT zu bezeichnen, weil wir immer wieder das Bestreben dazu hätten, weitere „Fehler“ zu finden und auszumerzen. Denn gehen sie einmal in sich und überlegen, was sie sich alles an Eigenschaften für ihr Kind wünschen würden.
Stopp, da sehen sie es, in ihrem Kopf werden sich immer neue Gedanken auftürmen, mit denen sie gerne „spielen“ würden.
Da ist es doch viel spannender die Katz im Sack zu kaufen und nach der natürlichen Produktion zu gucken, was bei dem Teufelsgemisch herauskommt.
Deswegen sage ich ... gehet hin und mehret euch ... aber bitte auf natürliche Art und Weise! Viel Spaß!
Inhalt
Eine Rede, die sich auf eine ironische aber dennoch faktenhaltige Art mit dem Thema "Genetik" auseinandersetzt. In wie weit muss man sie fördern? In wie weit lässt sie Menschen die Macht Gott zu spielen? (530 Wörter)
Hochgeladen
10.09.2007 von unbekannt
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