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Aicher - Scholl, Inge - Sie haben versagt

Alles zu Inge Auerbacher

A: Notiere die angesprochenen Probleme stichpunktaurig!



Ist das was man isst verseucht?
Die Ernte muss vernichtet werden
Noch mehr Krankheiten, wie Krebs, krankhaft verändertes Erbgut
Dadurch entstehen Krüppel und Sozialfälle
Die Schadstoffe bleiben in der Lebensmittelkette bestehen
Man lebt in Unsicherheit: wird so etwas noch mal passieren?
Lässt sich von Politikern beeinflussen d.h. man verbietet sich die eigene Meinung
Die Angst wird einem genommen man bedenkt die Risiken der Atomenergie nicht mehr
Kann man den Politikern vertrauen?

B: Wie wurde der Text typografisch gestaltet?

Im 1. Teil (1-13) sind die Zeilen wie ein Frage-Antwort-Dialog aufgebaut. Die Antwort lautet immer: "Wir wissen es nicht." Und wird zusätzlich farbig (rot) hervorgehoben. Die Autoren legen besonderen Wert auf die Antwort, weil man nicht weiß ob/wann so etwas wieder geschehen wird. "Wir wissen es nicht" klingt auch monoton, da man immer wieder die selbe Antwort wiederholt.
Im 2. Teil (14-63) geht es hauptsächlich darum, was die Politiker dazu sagen. Die Sätze "der Staat ist untergetaucht" und "aber sie haben..." wurden kleiner und kursiv geschrieben. Das soll vielleicht das Kleinlaute, oder die stumme Frage darstellen. Der andere Teil des Satzes ist groß geschrieben. "Warum" und "versagt". Wir denken, dass das die größeren Wörter im Mittelpunkt sehen sollen und der Anfang des Satzes ist nicht so wichtig. Vielleicht haben sich die Autoren dabei gedacht, dass die Fragen aus der Menge, also aus dem Volk immer lauter werden. Die Menschen wollen eine Antwort darauf, aber die Politiker haben immer nur ein- und die selbe Antwort auf die Fragen (30-33; 39- 42). Diese ist auch noch eingezogen, was sicherlich darstellen soll, dass die Politiker auch nicht mehr weiter wissen.
In letzten Teil (64-110) werden die gefahren der Atomenergie besprochen. Zeile 98 wird schräg geschrieben, was vielleicht den Zweifel der Menschen darstellen soll. "Wohin" in Zeile 99 ist groß geschrieben. Die Autoren wollen damit zeigen, dass überall die Gefahr einer Atomkraftwerkexplosion besteht. Mit der Strophenform erinnert der Artikel an ein Gedicht.

C: An welche Textgattung erinnert dich die Anordnung des Textes? Überlege, was der Grund für diese typografische Gestaltung sein könnte.

Dieser Text erinnert in der Anordnung an ein Gedicht. Wahrscheinlich sollte der Artikel in der Zeitung ein Blickfang sein. Wäre es einfach im Blocksatz geschrieben worden, hätte niemand hingesehen. Die Gedichtsform hat alles aufgelockert. Dadurch sieht der Artikel nicht so lag aus. Der Artikel sollte Aufmerksamkeit, Nachdenklichkeit und Proteste erregen. Die Menschen sollen nicht immer alles hinnehmen, sondern sich auch mal wiedersetzen und sagen was sie denken. Die Autoren wollten damit die Menschheit wachrütteln und ihnen sagen was Sache ist. Sie wollten die Menschen vor der bestehenden Gefahr warnen und ihnen sagen, was in der Welt alles falsch läuft. Wenn sich jemand diesen Artikel ansieht, denkt er vielleicht auch an ein Gebet zu Gott, der den Menschen helfen soll aus ihrem Unglück wieder heraus zu kommen.

D: Welche Taktik haben die Politiker nach Meinung der Autoren nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl verfolgt? Was meinst du dazu?

wir denken, dass die Politiker nur ihre eigene Haut retten wollten
dass sie alles zu ihrem Vorteil ausnutzen wollen
dass sie nichts unternehmen können/wollen
dass sie nichts aus dem Atomunfall gelernt haben
dass sie immer nur an sich denken

die Autoren denken, dass die Politiker nichts können außer Wahlen gewinnen
dass sie nicht hinhören oder -sehen wollen
dass sie unfähig sind was zu tun
dass sie immer alles auf die anderen schieben

Wir denken, dass die Autoren mit ihrer Meinung vollkommen Recht haben.

E: Benenne die Probleme, die die Autoren des Textes im Umgang mit der Atomenergie sahen welche Schlussfolgerungen zogen sie?

Es geht um mehr als nur um die Lebensmittel
Es geht um die Gesundheit der Menschen
Man kann nicht immer alles nur stillschweigend hinnehmen
Die Kinder können nicht mehr einfach auf den Spielplatz gehen
Man wartet ab bis Gras über die ganze Sache gewachsen ist
Menschen sind in Gefahr ohne das sie es wissen
Man darf nicht so verantwortungslos mit dem Leben umgehen
Die Natur wird sich nie von dieser Katastrophe erholen können

Ihre Schlussfolgerung ist, dass es nicht in Ordnung ist wie es derzeit auf der Welt zugeht. Sie wollen mit dem Text den Menschen helfen besser zu begreifen und endlich mal zu sagen was die eigene Meinung ist und nicht immer zu schlucken was einem die Politiker einreden.

F: Beurteile die Aktualität des Textes.

Obwohl der Text schon 1 9Jahre alt ist, ist er immer noch aktuell. Denn Atomreaktoren gibt es auch heute noch. Auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden, ist eine erneute Explosion nicht auszuschließen. Solange diese Atomkraftwerke noch bestehen, wird die Menschheit sich immer in Gefahr befinden. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten Energie zu gewinnen. Aber wenn diesen Alternativen keine Beachtung geschenkt wird, dann verstärkt sich das Risiko einer erneuten Explosion weiterhin.
Inhalt
Die Datei ist eine Beantwortung der Fragen aus einem Deutschbuch der 8. Klasse Gymnasium. Aufgabenstellungen sind in der Datei enthalten. Der Text wurde am 23.5.1986 in der Zeitung "Die Zeit" abgedruckt, vier Wochen nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl. Er entstand in einem Freudeskreis von 7 Männern und Frauen. Dazu beigetragen hat Inge Aicher-Scholl, Schwester von Hans und Sophie Scholl. Unteranderem kann man in der Datei die Typographische Gestalltung des Textes erfahren. (825 Wörter)
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17.03.2005 von unbekannt
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