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Wether und seine Einstellung zur Religion

Alles zu Johann Wolfgang von Goethe  - Die Leiden des jungen Werthers

Werther und seine Einstellung zur Religion


Werther glaubt an Gott, jedoch liest er nicht in der Bibel oder geht zur Kirche.
In dem Brief vom 10. Mai spricht er davon, dass er die Gegenwart des Allmächtigen fühlt (S.9 Z.26/27). Er sucht Gott jedoch in der Natur. Auch den Trost sucht Werther nicht in der Bibel, sondern in der Literatur. Die Landschaft ist für ihn aus Gottes Hand und die Seele spiegelt seine Unendlichkeit wieder. (S.10 Z. 1f) Doch als Werthers Naturempfinden sich ändert, ändert sich auch die Einstellung zu Gott. Er leitet darunter, dass er den Geist Gottes nicht mehr spürt, und dass Gott ihn verlassen hat. Die Aussage "Mein Gott! Mein Gott! Warum hast du mich verlassen?" (S.89 Z. 2f) stammt aus der Bibel (Matt. 27,46) als Jesus gekreuzigt wurde und dieses ausschrie. In dem Brief von 30. November (S. 90-93) erzählt Werther von einem Wahnsinnigen, den er getroffen hat. Er ruft zu Gott, dass er nicht mehr schweigen soll. Denn Gott könne ihn auch nicht daran hindern zu sterben. Werther macht eine Anspielung auf das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Luk. 15,11-24), dass er gesündigt hat und jetzt zum Vater zurückkehren will, der ihn freundlich empfangen soll.
Werther weiß, dass es eine Sünde für die Welt ist Lotte, einer verheirateten Frau, zu lieben und für diese Sünde will es sich bestrafen, obwohl er sie nicht bereut. (S. 116 Z. 16-21) Da er an ein Leben nach dem Tod glaubt, erfreut es Werther Lottes Mutter, ihr Ebenbild, zu sehen und weiß, dass er dort mit Lotte zusammen sein kann. (S. 116 Z. 29-31)
Am Ende wird eine Parallelität zwischen Werthers und Jesus Leiden hergestellt. Werther lässt sich Brot und Wein von dem Knaben bringen. (S. 119 Z. 3) Was darauf hindeutet, dass es sein letztes Abendmahl ist, wie es auch bei Jesus war bevor er gestorben ist. Auch als Werther in seinem Zimmer ist, spricht er von einem Kelch, den er nimmt, "aus dem (...) [er] den Taumel des Todes trinken soll" (S. 121 Z. 10f) und verbildlicht damit als Jesus verhaftet werden soll und zu Petrus spricht: "Steck dein Schwert weg! Diesen Leidenskelch hat mein Vater für mich bestimmt. Muss ich ihn dann nicht trinken?" (Joh. 18, 11). Jesus wußte, dass er sterben wird und auch Werther weißt, dass Gott ihn diesen Weg zugewiesen hat. Dass er dann am 24.12. , am Tag der Geburt Jesus stirb, weißt darauf hin, dass Jesus alle Menschen von ihrer Schuld befreien wird.
Inhalt
Die Leiden des jungen Werthers und seine wechselnde Einstellung zur Religion.

Ausführliche Analyse, mit vielen Quellenangaben. (410 Wörter)
Hochgeladen
18.04.2004 von unbekannt
Schlagwörter
Goethe | Johann Wolfgang - Die Leiden des jungen Werther | Deutsch | Erörterung | Werther und seine Einstellung zur Religion | Religion | Gott | Bibel | Kirche | Brief vom 10. Mai | Lotte | Analyse | Interpretation | Jesus
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