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Facharbeit: Die Droge Cannabis

Alles zu Nutzpflanzen (Reis, Tabak, Raps,..)

04.06.2007


Verfasser: Maria Wischwenko 10 C
Fertigstellung erfolgte am 4. Juni 2007
Heinrich – Mann – Gymnasium 2007©
Inhaltsverzeichnis
1.0 Cannabis (Name der Droge mit kurzer Definition)...................Seite 2
1.1 Einleitung....................................................................................Seite 2
2.0 Biologie der Pflanze.......................................................................Seite 3-4
2.1 Allgemein.....................................................................................Seite 3
2.2 Lebenszyklus............................................................................Seite 3-4
2.3 Besonderheiten......................................................................Seite 4
2.4 Drogenprodukte..................................................................Seite 4
3.0 Chemie der Droge..........................................................................Seite 4- 6
3.1 Allgemein………………………………………………………. Seite 4
3.2 Delta-9-Tetrahydrocannabinol………………………………Seite 5
3.3 Zusammenfassung der verschiedenen Wirkungen der einzelnen
Stoffe........................................................................................Seite 5-6
4.0 Geschichte der Droge.....................................................................Seite 6-7
4.1 Musik- / Jugendkultur und ihre Verbindung mit der Droge...Seite 7
5.0 Wirkung und Gefahren...................................................................Seite7-9
5.1 Wirkung im Gehirn.......................................................................Seite7-8
5.2 Positive und Negative Wirkungen an zwei Beispielen..............Seite 8
5.2.1 „High – Feeling“...................................................................Seite 8
5.2.2 „Bad – Trip“.........................................................................Seite 8
5.3 Sonstiges ...................................................................................Seite 8-9
6.0Abhängigkeit und der eventuell damit verbundene soziale Abstieg.Seite 9
7.0 Therapien......................................................................................Seite9-10
7.1 Familientherapie...........................................................................Seite 9-10
7.2 Entzug.......................................................................................Seite10
Bildanhang.........................................................................................Seite11-12
Quellenverzeichnis................................................................................Seite 13

1.0 Cannabis
Cannabis ist der lateinische Ausdruck für die Hanfpflanze aus der Familie der Hanfgewächse und wird oft als „Sammelbegriff für die aus der Pflanze hergestellten Rauschmittel“1, wie zum Beispiel Marihuana oder Haschisch, verwendet. Sie ist die weltweit am meisten konsumierte Droge, in Deutschland verstößt sie gegen das Betäubungsmittelgesetz und ist deswegen illegal. „Der Wortstamm Canna kommt aus dem Indischen und bedeutet Hanf.“

1.1 Einleitung
Ich habe mich ganz bewusst für diese Droge entschieden, da ich in meinem Umfeld schon öfters von dieser Droge nicht nur gehört habe, nein, sogar Angebote zum Kauf oder zum Konsum bekam. Hier möchte ich ganz klar erwähnen das ich vehement abgelehnt habe, da ich weiß das diese Droge immer wieder verharmlost wird. Ich denke das die meisten Erwachsenen sich kaum vorstellen können wie allerorts in Deutschland der Joint in den Schulpausen rumgereicht wird, auch nicht wenn ihr Kind selbst betroffen ist. Die meisten haben keine wirklichen Kenntnisse über diese Kultdroge, denn die Medien geben ein widersprüchliches Bild dieser wieder und können kaum als Wissensquelle genutzt werden. Rap und Hip-Hop Songs in denen das Kiffen und dessen Wirkung angepriesen wird, stürmen die Charts. Man bekommt mancherorts leichter einen Bong als eine Tüte Milch und an Kiosken werden uns hübsche Kettchen und Feuerzeuge mit dem bekannten Abbild eines Hanfblattes angeboten. Drogenkonsum wird zur Normalität“² – fast wie: schnell mal einen Burger bei McDonalds essen. Wer kann schon da durchblicken ob die Droge nun harmlos ist oder aber auch medizinisches etwas taugt. Ich finde die Gesellschaft hat völlig versagt was die Aufklärungspflicht betrifft, Cannabis bekommt ein immer „positiveres Image“² und wird schon als eine Alternative zu Zigarreteen gehandelt. Aber die meisten wissen ja nicht einmal das beim Kiffen viel mehr „Teer und Krebserregende Stoffe“² in den Körper gelangen als bei Tabak, da steht man auch da und weiß nicht woher dann so eine positive „Beurteilung“ der Droge herkommt, von den anderen Risiken ganz zu schweigen von denen noch weniger Kenntnis genommen wird. Auch hab ich erfahren das Cannabis meist von jungen Konsumenten genommen wird wie Schülern, Auszubildenden oder Studenten, wobei deren Familien normal sind ohne mit sozialen Problemen kämpfen zu müssen. Daher ist der Irrglaube das Drogenprobleme nur in schwach sozialen Familien vorkommen für mich noch weniger nachvollziehbar, da offensichtlich die Mittelschicht und auch die wohlhabende Schicht eher zur Droge greift als die sozial Schwächeren. Wenn das Problem erst mal erkannt ist heißt es man hätte in der Erziehung versagt oder es läge an den falschen Freunden. Diese Familien werden dann von der Gesellschaft verachtet und diskriminiert. Deswegen werden Drogenprobleme in der eigenen Familie nicht frühzeitig erkannt, sondern verdrängt um der sozialen Schmach zu entgehen. Da Cannabis die am häufigst genommene Droge ist, erwarte ich herauszufinden aus welchen Gründen man sie nimmt und welche Folgen es hat. Auch möchte ich die Wirkungsweise erfahren, und auch mehr über die Rolle der Droge in unsere Gesellschaft, außerdem würde ich gerne die Thematik des sozialen Abstiegs den ich schon kurz erwähnt habe intensiver behandeln. Auch interessiert mich welche Geschichte die Droge hat und vor allem im Zusammenhang mit sozialen Gruppen und der öffentlichen Gesellschaft. Ich erwarte das mich meine Recherche indem bestätigt was ich vermute, dass Cannabis kaum als gefährlich wahrgenommen wird, aber andererseits als Droge abgestempelt ist und die anderen Nutzungsgebiete der Pflanze kaum wahrgenommen werden.
2.0 Biologie der Pflanze

2.1 Allgemein

Cannabis ist eine einjährige, krautartige Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse, diese kann 2 – 5 Meter hoch werden. Der Samen dagegen ist ölhaltig (20 –25%) und enthält im Keimling narkotisierende Stoffe die schmerzmildernd wirken. Diese Pflanze kann in folgende drei Grundarten unterteilt werden:

Cannabis sativa
Diese Hanfart wird etwa zwei bis fünf Meter groß Sie ist weniger psychoaktive (berauschend). Der Cannabis sativa zeichnet sich durch schmalere, hellgrüne Blätter aus, deren Fasern bevorzugt zur Textilgewinnung verwendet werden. Die Blütenstände sind meistens kerzenartig. Diese Cannabisart tritt meist in warmen und gemäßigten Zonen vor, so liegen die meisten Anbaugebiete in Nordafrika, Amerika und Europa. Ihre Blütezeit ist zwischen Juli und August und nur die Blüten können für Marihuana verwendet werden.

Cannabis indica
Cannabis indica (=aus Indien stammend) ist die häufigste für den Rauschkonsum verwendete Hanfsorte, da sie den höchsten Anteil psychoaktiver Substanzen enthält. Sie trägt dunkelgrüne, breite Blätter und wird etwa ein bis zwei Meter groß. Cannabis ruderalis
Diese Sorte hat im Gegensatz zu Cannabis indica und Cannabis sativa am wenigsten THC. Sie stammt aus Russland und wird gerne wegen ihrer Kleinwüchsigkeit und Beständigkeit für die Textilindustrie gezüchtet.

2.2 Lebenszyklus
Der Lebenszyklus der Cannabispflanze lässt sich in die Wachstumsphase (Vegetative) und in die Blütenphase (Produktive) einteilen, dabei kann man das Geschlecht erst genau bestimmen wenn nach ca. 1-2 Wochen die Blütenphase eintritt. Diese setzt ein, wenn die Pflanze unter mäßigem Licht aber bei viel Dunkelheit, sprich 12h pro Tag, wächst
Es erfolgt die Bildung von buschigen Blüten bei den weiblichen Pflanzen, diese haben „antennenartige, weiße oder andersfarbige Stigmen,“ ( z.B. wie der Stempel bei Blumen, eine Art Narbe im Fruchtblatt der Blütenpflanze in der die `Bestäubung` erfolgt) mit diesen wird der, per Wind übertragene, männliche Pollen aufgefangen.
Die weibliche Pflanze besitzt an Blättern, Blattachseln und Blütenkelchen (Calyxen) Harzdrüsen (Zusammensetzung des Harzes siehe Chemie), im letzteren reift der Samen nach erfolgreicher Befruchtung. Der Harz ist zum Schutz der Frucht da, denn er ist wasserabweisend und daher ein guter Schutz gegen Witterung.
Die männliche Pflanze dagegen bildet kein oder nur sehr wenig Harz und die Pollen hängen in Pollensäcken an Zweigen herunter. Bei den richtigen Bedingungen (Temperatur, Reife etc.) öffnen sich die Säcke, der Pollen liegt dann freu und ungeschützt, auf 5 Staubbeuteln (Antheren) die ca. 5mm lang sind. So kann der Wind den Pollen relativ gut verteilen.
Nach der Blütephase ist der Lebenszyklus der Pflanze beendet und sie stirbt, bis auf wenige Ausnahmen in denen die Pflanze in die Wachstumsphase zurückkehrt.

2.3 Besonderheiten

Wenn es zu Stresssituationen kommt, kann es passieren das die weibliche Pflanze männliche Blüten bildet und sich dadurch selbst und andere weibliche Pflanzen, bestäubt. Diese Ausnahmen werden dann als „Hermaaphrodite“ (Zwitter) bezeichnet. Folgende Stresssituationen können diese Entwicklung auslösen:
Unregelmäßiger Lichtzyklus
Anhaltend zu viel Wasser
Extreme Temperaturschwankungen
Sowie Nährstoffschwankungen

2.4 Drogenprodukte
Haschisch, ist ein Rauschmittel aus den weiblichen Blüten des Indischen Hanfs, und ist ähnlich dem Marihuana. Die Rauschwirkung beruht auf dem im Hanfharz enthaltenen Cannabinol. Cannabidiol besteht unter anderem aus dem Tetrahydrocannabinol (THC).
Haschisch wird geraucht („kiffen“), getrunken oder gegessen. Eine stark konzentrierte Form Haschisch ist das Haschischöl.
Marihuana, ist ein Rauschgift aus dem Harz der Cannabis sativa, auch dieser erzeugte Stoff hat Cannabinol als rauscherzeugenden Bestandteil. Die Wirkung ist ähnlich dem Haschisch nur geringer.
3.0 Chemie der Droge

3.1 Allgemein
Die weibliche Hanfpflanze vor allem des indischen Hanfs (lat. Cannabis sativa variatio indica) sondert ein harziges Sekret („Haschisch“)ab, dass über 400 Verbindungen enthält. Mehr als 70 dieser Verbindungen gehören zu der Cannabinoidengruppe, die charakteristisch für das Harz der Cannabispflanze steht, und nur in dieser vorkommt. Alle Cannabinoide, die aus den Elementen Wasserstoff (H), Sauerstoff (O) und Kohlenstoff (C) bestehen, verbindet das gleiche Grundskelett. Die C-Atome werden durchnummeriert um die Verbindung zu benennen (z.B. 10 C-Atome = 10-(je nach Eigenart mit zusätzlichen Bezeichnungen)Cannabinol). Wenn vor der Bezeichnung ein (Delta) steht, deutet das an das an dieser Stelle sich eine Doppelbindung befindet (z.B. -10-(``)Cannabinol).
3.2 Delta-9-Tetrahydrocannabinol
Das 9-Tetrahydrocannabinol hat die stärkste Wirkung auf die Psyche, auch abgekürzt als THC bekannt. Diese Wirkung kann sich aber von anderen Cannabinoiden beeinflussen lassen. Der Rauschzustand entsteht erst durch Wechselwirkungen verschiedener Substanzen. Ein großer Teil des THC 's liegt als Karbonsäure vor (THCA). Eine Carboxyl – Gruppe (COOH) ist an das THC-Gerüst gebunden. Erst durch Erhitzten, wie beim Rauchen oder Backen wird diese THC-Säure durch Decarboxylierung zu THC umgewandelt. Es findet sich auch das gegenüber dem 9- THC schwächerwirkende -8-THC
Folgende Cannabinoide wie CBD Cannabidiol, CBN Cannabinol, CBG Cannabigerol und CBC Cannabichromen sind unter anderem auch enthalten. Der wichtigste Bestandteil neben THC ist auch CBD ein wichtiger Bestandteil, da er THC und seine Wirkung aufhebt. Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf, Cannabidiol ist ein nicht psychoaktives Stoff. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Nicht allein THC ist für die gewünschten Wirkungen verantwortlich, sondern auch verschiedene Substanzen die diese verstärken oder hemmen.
Der spezifische Geruch entsteht durch die in den Blättern und im Harz enthaltenen ätherischen Öle. In den Samen der Pflanze sind Lignine vorhanden, die eine allergiehemmende Wirkung haben.
Es gibt noch mehr Cannabinoide, von denen aber noch nicht alle Strukturen bekannt sind
3.3 Zusammenfassung der verschiedenen Wirkungen der einzelnen Stoffe
THC
stark psychoaktiv
beruhigend
stimulierend
halluzinogen
Brechreiz lindernd
Pulsfrequenz steigernd
CBN
leicht halluzinogen
Augeninnendruck senkend
Pulsfrequenz verringernd
antiepileptisch
CBD
schmerzlindernd
angstlösend
leicht beruhigend
Augeninnendruck senkend
Antiepileptisch
Antibiotisch
CBG
leicht psychoaktiv
schlafanstoßend
Augeninnendruck senkend
Antibiotisch
CBC
schmerzlindernd
beruhigend
entzündungshemmend

4.0 Geschichte der Droge
Ursprünglich stammt die Hanfpflanze Cannabis aus Zentralasien, wahrscheinlich aus dem Himalaja und wurde in China bereits 5000 vor der christlichen Zeitrechnung (v.chr.Zr.) bei Menstruationsbeschwerden und zur Fasergewinnung verwendet. Die ersten Berichte aus dem 8.Jahrhundert v.chr.Zr., die aus Indien stammen, sagen das die Inhaltsstoffe des Hanfs in der Medizin oder in Fruchtbarkeitsritualen verwendet wurden. Damals fand dieser eine vielseitige Verwendung, wie um Schmerzen zu heilen oder die Erscheinungen von Epilepsie zu unterdrücken. Von da aus breitete die Pflanze sich wahrscheinlich im 8./7. Jahrhundert v.chr.Zr. nach Mesopotamien aus und kam schließlich in den „arabischen Kulturkreis“. Mit der weiten Verbreitung des Islams nach 800 n.chr.Zr. breitet sich Cannabis im gesamten vorderen Orient und in Afrika aus. In Europa erschien die Droge im 16. Jahrhundert und wurde auch in Amerika von den europäischen Eroberern eingeführt. Den psychischen Wirkungen, die der Konsum zur Folge hat, stand man mit geteilter Meinung gegenüber. Die medizinische Wirkung der Droge wurde weit verbreitet und oft zur Beruhigung, oder zur Linderung von Krämpfen und Anfällen verwendet. Das geschah meist in England. In Frankreich dagegen bezog man sich lieber auf die bewusstseinserweiternde, psychedelische Wirkung der Droge. Wenn kein Tabak vorhanden war, konnte man sich anstelle dessen auch Hanf konsumieren. So kam es auch, dass man Hanf oft als „starken Tabak“ bezeichnet. Im Laufe der letzten 2000 Jahre hat sich die anspruchlose Pflanze nach und nach über alle Kontinente verbreitet. Sie wächst sowohl in subtropischen als auch in tropischen Regionen. In gemäßigten Zonen wie in Holland und den USA wird Cannabis in Treibhäusern angebaut.
Die Folge, des leicht verfügbaren Medikaments, als welches man Cannabis anfangs des 20. Jahrhunderts erwerben konnte, war, dass Cannabis in Unmengen ärztlich verschrieben wurde. Es war zu der Zeit, das am häufigsten verschriebene Medikament. Darauf folgte nach der „internationalen Opiumkonferenz“ das Verbot von Cannabis in den USA.1935 folgten Verbote in weiteren meist europäischen Ländern.
Im zweiten Weltkrieg schließlich, tauchte der Gebrauch der Hanfpflanze wieder auf. Sie wurde für Uniformen. Flugzeugbau, Verbandszeug verwendet. Am Ende des Krieges folgte aber auch die Vernichtung der Anbauflächen. Zu der Zeit tauchte auch der Name „Marihuana“ auf, den spanische Einwanderer mitbrachten. Die US- Medien reagierten darauf, in dem sie Marihuana in Werbungen als Droge für die Unterschichte bezeichnete. Zu denen gehörten ihrer Meinung nach „Perverse“; „Untermenschen“; „Neger“ und mexikanische Immigranten. Diese Diskussion und starke Abneigung hielt eine lange Zeit an. Das, und die Unwissenheit, das Marihuana ein Synonym für Hanf ist, hielt sie eine lang Zeit fern aus dem westlichen Kulturkreis. Seit den sechziger Jahren werden in sogenannten „Indoor- Anlagen“ immer THC – reichere (THC siehe Chemie) Sorten gezüchtet. Die Hippie- Bewegung der sechziger Jahre verhalf der Droge zu einer bis heute anhaltenden Popularität. Obwohl Cannabis bis heute als illegal gilt, sind manche Menschen dafür die Droge zu legalisieren. Schließlich sind die Wirkungen und die Gefahr von Cannabis noch sehr umstritten und es kann in vielen unterschiedlichen Gebieten eingesetzt werden.
4.1 Musik- / Jugendkultur und ihre Verbindung mit der Droge
Ein geschichtlich wichtiges Ereignis das zur Popularität von Cannabis beitrug war das Musikfestival das 1969 in Woodstock stattfand. Es war zwar katastrophal organisiert, weil die Veranstalter nicht mit über 500.000 Teilnehmern rechneten. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch denn trotz völlig unzureichenden Sanitärverhältnissen gab es ausreichend Drogen vor allem Cannabis.
Das berühmte Beatles Album „Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band“ entstand unter dem Einfluss von Cannabis, so nach Paul McCartney
Die Rolling Stones widmeten den Song „19 th Nervous Breakdown“ ganz dem Cannabis, warum man es nahm und was man dabei erlebte. Er wurde von Musikwissenschaftlern als verschreckender Denkanstoß an die damals verschlossene Gesellschaft bewertet.
1963 prägt „Drogenpapst“ Timothy Leary den bekanntesten Slogan des Jahrzehnts „Turn on, turne in, drop out“. Erweitere dein Bewusstsein, stimm dich ein und steig aus. Vor allem dieses Aussteigen beunruhigte die amerikanische Gesellschaft, denn die, die sich Drogen zuwandten, mussten sich zwangsläufig von der Norm der Gesellschaft abwenden. Dies führte letztendlich zum Kampf gegen die Legalisierung von Marihuana.
5.0 Wirkung und Gefahren

5.1 Wirkung im Hirn
Cannabis wirkt sich auf die Neuronen (Nervenzellen) bzw. auf ihre Kommunikation untereinander aus, indem sie die Neurotransmitter, die Botenstoffe die zur Weiterleitung eines Reizes (Aktionspotentials) an eine nächste Nervenzelle ausgeschüttet werden, manipuliert. Das in Cannabis vorkommende THC bewirkt eine übermäßige Ausschüttung an Neurotransmittern. In Folge dessen verändert sich die Wahrnehmung und das Empfinden des Konsumenten und der gewünschte Rausch tritt ein.
5.2 Positive und Negative Wirkungen an zwei Beispielen

5.2.1 „High“ Feeling
Grundliegend kann man sagen, dass die Hauptnutzung von Cannabis der Entspannung, Ruhe und Heiterkeit dient.
Jedoch werden vorherrschende Gefühle, positive als auch negative verstärkt und eine gewisse Antriebslosigkeit tritt auf. Außerdem kommt es zu einer Anregung von Hunger und Durstgefühlen. Der Konsum von Cannabis verstärkt die bildliche Vorstellungskraft, sowie die Empfindung für Schall. Insgesamt kann der Konsum die Empfindung des Konsumenten verstärken. Dies ist jedoch sehr individuell auf den jeweiligen Konsumenten abhängig. Die Fähigkeit sich auf mehrere Sachen gleichzeitig zu konzentrieren lässt nach, jedoch kann individuell auf den Konsumenten die Fähigkeit sich auf eine Sache zu konzentrieren gesteigert werden. Bei bewusster Anwendung kann das eigene Bewusstsein verändert bzw. erweitert werden. Neue Gedankengänge werden erschlossen, welche sowohl unlogisch und verrückt als auch genial sein können. Diese Vorgänge sind jedoch wieder sehr individuell auf den Konsumenten zu betrachten

5.2.3 „Badtrip“
Die Rauschwirkung des Cannabis kann auch negative Wirkung entfalten, d.h. die intensivierenten Empfindungen sind nicht angenehm und lustvoll, sondern beänstigend und quallvoll. Die Intensität der negativen Rauscherlebnisse ist dosisabhängig. Bei einem starken Cannabis – Rausch kann das Bewusstsein stark verändert werden – bei einem sog. Horrortrip oder Bad Trip ist die verzerrte Sinneswahrnehmung albtraumhaft und in einem hohen Maße beängstigend. Ein solches Erlebnis ist mit akuten schizophrenen Symptomen weitgehend identisch. Vereinzelt können solche Erlebnisse nach dem Rausch noch bestehen bleiben, klingen meistens jedoch spätestens in einigen Tagen ab. In seltenen Fällen können sie aber in eine Psychose münden.
Es gibt vereinzelt Konsumenten, die bei jedem versuchten Konsum Gefühle von Paranoia erleben. Diese menschen hören dann natürlich meist auf, Cannabis zu konsumieren.
Manchmal können Gefühle zeitlicher oder räumlicher Orientierungslosigkeit und verwirrtheit auftreten, deren Ausprägung von der der Dosis abhängig ist und die Stunden bis zu einigen Tagen dauern können. Sprach- und Gedächnisstörungen, starke Gefühlsschwankungen und Unsicherheit hinsichtlich der eigenen Identität sind andere Auffälligkeiten, die beobachtet werden. Halluzinationen und Wahnvorstellungen sind weitere negative Auswirkungen, die auftreten können.

5.3 Sonstiges
Die Aufnahme von Haschisch/ Marihuana erfolgt mit Tabak vermischt (Joint) durch Inhalation oder es wird in Nahrungsmittel gemischt (z.B. in Plätzchen eingebacken, Spacekekse) und verzehrt. Beim rauchen von Cannabis tritt die Wirkung innerhalb weniger Minuten ein und hält etwa 2 bis 3 stunden an. Nach oralem Verzehr tritt die Wirkung nach einer Ÿ Stunde bis 1œ Stunden ein und dauert je nach Füllzustand des Magens bis zu 5 Stunden an.
Äußerliche Anzeichen für einen Cannabiskonsum sind geweitete Pupillen, gerötete Augen und ein trockener Mund.
Eine körperliche Abhängigkeit ist bei dem Konsum von Cannabis nicht bekannt. Langzeitschäden liegen aufgrund der vermischung mit Tabak in der Belastung der Lunge.
6.0 Abhängigkeit und der eventuell damit verbundene soziale Abstieg
75 % der haschisch und Marihuanaraucher in unserer Gesellschaft sind junge Menschen. Häufig haben sie den ersten Kontakt mit dem Stoff schon mit 12-15 jahren. In der Regel wird er durch Freunde oder bekannte vermittelt. Meist sind es schüchterne, in sich verschlossene junge Menschen von geringem Durchsetzungsvermögen die zu Haschisch greifen. Meist steht die Neugier an vorderster Stelle aber auch Nachahmungstrieb und Gruppenzwang spielen eine wichtige Rolle. Man erhofft sich seine Hemmungen zu überwinden.
Den meisten bringt der erste „Joint“ – außer Husten und manchmal Übelkeit – nicht viel. Lernt er beim nächsten mal die „richtige“ Technik des Inhalierens, dann erlebt er mehr oder weniger deutlich, dass die Droge Unangenehmes eine Zeit lang vergessen lässt, z. B. Schwierigkeiten mit den Eltern, Ärger in der Schule, Streit mit der Freundin oder dem Freund. Wer diese Erfahrung macht bekommt Lust, dieses „Feeling“ zu wiederholen. Die positiven Erlebnisse sind aber offenbar nicht so stark, dass die weitere Drogeneinnahme zwingend erscheint bzw. das man sie nicht beenden kann.
Das Haschisch- oder Marihuanarauchen hört meist mit der „Übernahme von Erwachsenenfunktionen“ auf. (Maturing out). Ist den jungen Menschen diese Rolle verwehrt z.B durch arbeitslosigkeit oder fehlende feste Beziehung mit einem Partner etc. verlieren sie meist die Gewohnheit zu kiffen nicht.
Unter bestimmten Bedingungen des Cannibsgebrauchs, stellt man bei Jugendlichen fest das sie in ein Muster fallen, es bahnt sich ein gefestigter Lebenstil an, wie der Übergang zu „harten“ Drogen.
So kommt es zum sozialen Abstieg, denn wenn die Familie oder nahe Freunde, auf das Problem nicht reagieren, kappselt sich die betroffende Person immer mehr von seiner alten Umgebung ab. Die Drogenszene wird dann immer mehr seine neue Familie, und ein Austieg ohne Hilfe von aussen oder der eigenen Familie, sondern mit eigener Willenskraft ist dann kaum noch möglich.
7.0 Terapien

7.1 Familienteraphien
Weil es sich be Cannabisabbhängigen um sehr junge Leute, teils um Miderjährige handelt, die häufig noch bei ihren Eltern leben, sollte die Familientheraphie auch bei der Suchtbehandlung eine große Rolle spielen. Zum einen brauchen Eltern viel informationen über die Droge sowie Hilfe im Umgang mit ihrem abhängigen Kind, und es ist wichtig, die Kommunikation in der Familie mit hilfe der Therapie wieder zu normalisieren. Zum anderen fühlen sich Angehörige durch die Situation sehr belastet, leiden unter Schuldgefühlen, haben Angst um ihr Kind usw. Viele Angehörige haben auch das Bedürfnis, über die Ursachen der Abhängigkeit zu sprechen. Die Familie zu entlasten, das Familienklima sowie die Kommunikation zu verbessern und die Ursachen der Abhängigkeit gemeinsam zu bearbeiten sind wichtige Aufgaben.

7.2 Der Entzug
Es war lange umstritten, ob ein Entzug von Cannabis zu einem Entzugssyndrom führen kann. Das Syndrom wurde inzwischen in vielen internationalen Studien nachgewiesen, es tritt aber, ähnlich wie bei Alkohol, nicht bei jedem, sondern nur bei etwa 17 % der Konsumenten auf. Warum nur einige Konsumenten davon betroffen sind, ist bisher noch nicht erforscht.
Psychische Symptome überwiegen die physischen, die im Vergleich z.B. zu Heroin und Alkohol weniger ausgeprägt sind. Die Symptome entstehen innerhalb von etwa 10 Stunden nach dem letzten Konsum und dauern etwa 48 Stunden lang. Depressive Verstimmungen und Essstörungen können noch drei bis vier Wochen nach dem Entzug bestehen.
Der innere Drang, den Konsum wieder aufzunehmen, kann aber noch Monate lang nach dem Entzug anhalten. Besonders hoch wird das Suchtrisiko bei denjenigen eingeschätzt, die sozial und körperlich unstabil sind.
Selbst wenn die Intensität der Abhängigkeit nicht so ausgeprägt sein mag, wie z.B. Heroinsüchtigen oder bei Alkoholikern, so hat sie doch gravierende Auswirkungen auf die emotionale Entwicklung betroffener Jugendlicher. Sollte eine andere psychische Störung parallel zur Sucht existieren, so fallen die negativen Auswirkungen umso gravierender aus.
Typische Symptome eines Entzugs von Cannabis
Zittern
Schwitzen
Erhöhter Pulsschlag
Übelkeit
Magen- und Darmverstimmung
Konzentrations- und Gedächtnissstörung
Wortfindungstörung
Verwirrtheit
Essstörung bzw. Gewichtsverlust
Reizbarkeit bis agressive Verstimmung
Angstzustände
Schlafstörungen
Bildanhang
Quellen
- http://cannabis-archiv.de/archiv/allgemeines/cannabis-faq.html
- „Cannabis und Cannabinoide“ Franjo Grotenhermen Hans Huber Verlag 2001
- http://www.thema-drogen.net/Drogen/Cannabis/Can_Wirkstoffe.html
- weedfarmer.com
- http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis
- “Wenn Cannabis die Seele schadet“ von Lisa Lindenberg und Christian Haasen erschienen 2005 beim Walter Verlag Düsseldorf
- www.suchtberatungsstelle.de/cannabis.php
- http://www.drogenscreening.info/Cannabis.htm
- http://haschisch.de/geschichte.htm
-„Suchtvorbeugung Entwicklung. Aktuelle Situation“ Rolf Harten Verlag Neuland 1989
- Bertelsmann Universal lexikon
- Das Große Drogenlexikon (leider darf man das nicht ausleihen deswegen kenne ich keine weiteren Details)
- http://www.inside.to/cannabis/
- http://www.vollhigh.ch/berichte/roger.php-------------patientnberichte
- http://pseiko.kulando.de/post/2005/12/05/legalize_it-----------------drogen
- http://www.cannabislegal.de/argumente/polizei.htm-----------cannabis
- http://www.jellinek.nl/brain/-------------------IS
- www.dhs.de/substanzen_cannabis.html
- www.drogen-aufklaerung.de/texte/sachtext/cannabis00.htm
- www.hanfburg.de
- www.acmed.org
- http://www.jugend-hilft-jugend.de/suchtinfo/101338431748972.shtml
http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis
²“wenn Cannabis die Seele schadet“ von Lisa Lindenberg und Christian Haasen erschienen 2005 beim Walter Verlag Düsseldorf
Lignin (lateinisch „Holz“) ist ein phenolisches Makromolekül aus verschiedenen Monomerbausteinen und ein fester, farbloser Stoff, der in die pflanzliche Zellwand eingelagert wird und dadurch die Verholzung der Zelle bewirkt. Lignin ist damit neben der Zellulose der häufigste organische Stoff der Erde
Inhalt
Das ist eine sehr ausführliche Facharbeit über die Droge Cannabis, auch mit einem Chemie Teil...viele Quellen sind aus dem Internet und Büchern, es gibt demnach auch ein quellenverzeichnis wo man alles überprüfen kann.

Theraphien, Chemie, Vorkommen, Historie, Wirkung. (3517 Wörter)
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05.09.2007 von unbekannt
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