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Irmgard Keun; Das kunstseidene Mädchen: Hauptfigur

Frage: Irmgard Keun; Das kunstseidene Mädchen: Hauptfigur
(5 Antworten)

 
Hi Leute...
Muss bis morgen eine Charakterisierung machen und hab keinen Plan, was da alles rein muss...
Könnt ihr mir ein paar Tipps geben oder ein paar Links schicken wo ich was nachlesen kann?
Wäre echt super von euch!
Danke ;)
Sebi
GAST stellte diese Frage am 03.12.2007 - 14:18

 
Antwort von GAST | 03.12.2007 - 14:25
eine
charakterisierung von wem? oder willst du nur die fragen die man dazu braucht?

 
Antwort von GAST | 03.12.2007 - 14:30
das Kunstseidene Mädchen von irmgard keun... Müssen wir Doris charaterisieren... Aber was muss man denn genau beachten?

 
Antwort von GAST | 03.12.2007 - 14:32
Charakterisierung einer literarischen Figur

Gliederung:
1. Gesamteindruck
•Zeit, Ort, grundlegende Lebensbedingungen
•Grundzüge des Charakters
2. Die Figur und ihre Handlungskreise
•Ziele, die die Figur verfolgt
daraus ableitend wesentliche Eigenschaften
•charakteristische Handlungen bzw. Verhaltensweisen
•Verhalten zu anderen Figuren
•Entwicklung innerhalb der Gesamthandlung
3. Einschätzung und Beurteilung
•Beurteilung, die sich aus dem Text ergibt
•persönliche Stellungnahme

Grundfragen für eine Personencharakteristik als Aufsatzform:

1. In welchem inhaltlichen Zusammenhang tritt eine Bühnenfigur auf? Z. B.:
- Welche Ausgangssituation ist erkennbar, welcher Schauplatz?
- In welchen Zeitverhältnissen, in welchem Milieu lebt die Figur?
- Welche Schwierigkeiten und Interessenkonflikte deuten sich an?
2. Welche Rolle spielt die Bühnenfigur? Z. B.:
. - Alter, Beruf, Verhältnis zu anderen?.
- Welches äußere Erscheinungsbild fallt auf?
- Welche Verhaltensweisen (und Interessen) lassen sich beschreiben?
3. Was sagt die Person, z; B.:
- zu anderen oder über andere?
- über sich selbst? Passt beides zusammen?
- Wie ist die Redeweise? Welche Wirkungen hat sie auf andere?
4. Welche innere Einstellung oder welche Interessen hat eine Bühnenfigur?
- Welche Gedanken oder Absichten äußert sie, welche kann man erschließen (z. B. aus Worten oder Verhaltensweisen)?
- Welche Stimmungen und Gefühle werden geäußert oder erkennbar?
5. Welche Eigenschaften oder Charakterzüge sind erschließbar, z. B.:
- aus dem Äußeren oder dem Verhalten der Figur?
- aus ihren Worten oder Gedanken?
- aus Hinweisen anderer Figuren?
6. Wie ist das Zusammenspiel im Rahmen der Personengruppierung?
- Welche Personen haben gemeinsame Interessen?
- Welche haben Konflikte miteinander? Wie werden sie ausgetragen?
7. Wie entwickelt sich eine Figur im Laufe der Szene oder des Gesamtdramas? - Was erfährt man über den früheren oder späteren Lebenslauf?
- Zeigt das Verhalten veränderte Einstellungen?
8. Welchen Gesamteindruck gewinne ich von der Bühnenfigur?
- Wie hat sie sich im Vergleich zu anderen Figuren im Text entwickelt? Wie beurteile ich diese Entwicklung?
- Erscheinen die Eigenschaften und Charakterzüge einhellig oder zwiespältig? - Legt der Autor bestimmte Urteile nahe? Teile ich sie oder komme ich zu anderen Einschätzungen des Charakters?
9. Auf welche Textbestandteile stützt sich meine Charakterisierung?
- Auf den "Haupttext", die Worte der beteiligten Personen?
- Auf den "Nebentext", z. B. auf die Regieanweisungen?
10. Welche Gestaltungsweisen (Techniken zur `Charakterisierung) benutzt der Autor, z. B.:
- direkte Charakterisierung?
- indirekte Charakterisierung?


Grundbegriffe zur literarischen Personencharakterisierung


Charakter: Das Wort bedeutet im Altgriechischen "Stempel", etwas fest Eingeprägtes. Damit sind auch heute noch die Eigenschaften eines Menschen, seine fest geprägten Wesenszüge in ihrer Ge¬samtheit gemeint. Eine literarische Gestalt mit unveränderlichen, unverwechselbaren persönlichen Eigenarten,
z. B. Wilhelm Teil, Maria Stuart oder Götz von Berlichingen, nennt man einen Cha¬rakter.

Die Personengestaltung ist die Art und Weise, in der ein Autor seine Personen gestaltet, sie denken, sprechen und handeln lässt. Man könnte auch sagen: Der Autor charakterisiert seine Personen durch bestimmte Darstellungsmittel.

Charakterisierung: Das ist die mündliche oder schriftliche Be¬schreibung und Erklärung von Charaktereigenschaften eines le¬benden Menschen oder einer literarischen Figur. Es ist eine Form der Texterschließung und Textbeschreibung, als Aufsatzform auch Charakteristik genannt. Man setzt sich dabei auseinander z. B. mit dem äußeren Erscheinungsbild und dem Verhalten, den Worten und Gedanken einer Person. Ziel ist es, ihre Wesenszüge zu erfassen. Charakterisieren heißt, die Eigenarten einer Person beim Namen nennen.

Direkte Charakterisierung: Die Verhaltensweisen und Wesenszüge einer Person werden direkt benannt, in einem literarischen Text ebenso wie in einem Schulaufsatz, z. B.: "Sie war ebenso klug wie bescheiden". Der Autor beschreibt und charakterisiert eine Gestalt so, wie sie der Leser sehen soll, z. B.: "Anton war der ruhigste Junge im ganzen Ort".

Die indirekte Charakterisierung ist eine andere Technik der Perso¬nengestaltung. Hier werden Eigenschaften und Charakterzüge einer Person nicht direkt genannt. Der Autor macht sie vielmehr durch ihre Verhaltensweisen, Worte oder Gedanken sichtbar. Dar¬aus muss sie sich der Leser erschließen. Wenn z. B. in einer Bild¬geschichte der kleine, rundliche Vater einem großen, gewalttäti¬gen Nachbarn entgegentritt, so zeigt sich darin der Mut des Va¬ters als wesentliche Eigenschaft.

 
Antwort von GAST | 03.12.2007 - 14:44
Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Das_kunstseidene_M%C3%A4dchen:
„Doris [Bearbeiten]
Jeder Mensch sei ein Ofen für ihr Herz - das bekennt Doris offen. Viel Liebe habe sie, so viel, dass sie davon abgeben könne. An Männern mangelt es der 18-jährigen keineswegs. Ist sie doch nach männlicher Ansicht so niedlich im Gesichte. Nicht alle Männer passen der Ich-Erzählerin Doris ins Konzept. Und so schämt sie sich, manche aufs Papier zu geben. Warum schreibt dieses Mädchen, das sich ohne Ausweispapiere in Berlin herumtreibt, trotz ihrer Unbildung? Antwort: Seine Hand will was tun, in dem liniierten Schreibheft soll sein Müdes liegen, damit wenigsten seine Buchstaben ein Bett haben. In ihrer Schreibnot empfindet Doris Schenkel als furchtbar unanständiges Wort. Einerlei, es muss hingeschrieben werden, denn wie kann man das über den Knien sonnst nennen? Jedenfalls, Gott soll Doris eine feine Bildung machen. Das übrige macht sie selbst mit Schminke.
Bereits in ihrer Heimatstadt war Doris` Profession das Briefeschreiben für einen Rechtsanwalt. Allerdings haperte es auch schon damals in ihren Machwerken mit der Zeichensetzung. Kommata ließ Doris kurzerhand weg - von eklatanten grammatikalischen Schwächen nicht zu reden. Der Anwalt widersprach Doris` kerngesunder Meinung zur Interpunktion, nach der richtige Bildung mit Kommas gar nichts zu tun habe. Er entließ sie. Das Mädchen - auf der Straße - zitterte in den Gliedern, und versuchte es an einer Bühne; machte Statisterie. Ich bin jetzt Künstlerin, schreibt Doris. Auf der Jagd nach dem Satz in einer Vorsprechsache sind der aufstrebenden "Künstlerin" alle Mittel recht. Sie gibt sich als die Gespielin des Theaterdirektors Leo Olmütz aus und sperrt eine rivalisierende Kollegin in die Toilette ein. Zur Premiere ist - außer Doris` Verehrern - kaum Publikum da. Die Herren schreien nach ihrem Satz Bravo und trampeln. Doris stiehlt einen Fehmantel. Die Karriere ist hinüber.
Die Mutter, Garderobiere im Schauspielhaus und der gefürchtete Vater daheim können Doris auch nicht weiterhelfen. Das Mädchen flieht mit Mantel ins ferne Berlin und wird auf dem Wege zur Bühne ein Glanz.“


Autor
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Antwort von matata | 03.12.2007 - 14:47
ein kindliches Geschöpf
gewitzt und hilflos

schlau und naiv

frech und schüchtern

frühreif und ahnungslos
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