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Charakterisierung: Hauke Haien aus "Der Schimmelreiter"

Alles zu Theodor Storm  - Der Schimmelreiter

Charakterisierung der Figur "Hauke Haien" aus Theodor Storms "Der Schimmelreiter"


Hauke Haien, der Schimmelreiter, ist die Hauptfigur der Novelle von Theodor Storm.
Er lebt in einem nordfriesischen Dorf an der Küste der Nordsee. Sein Vater, ein Kleinbauer besaß ungefähr 15 Demat Land, eine Kuh und ein kleines Haus. Auf dem Acker baut er Bohnen und Raps an. Die Mutter Hauke Haiens lernen wir in Storms Erzählung nicht kennen. Der Junge wächst alleine mit dem Vater auf. Dieser gehört zu den klügsten Bewohnern des Dorfes. Im Herbst und Winter beschäftigt er sich mit prickeln und mit Berechnungen, die der Knabe Hauke anzweifelt. Der Vater ermuntert ihn in einem Buch von Euklid nachzulesen, da er seinem Sohn keine Antwort auf dessen Frage geben kann. Dieses mathematische Buch, das in holändischer Sprache geschrieben war erlas sich Hauke über den Winter. Er bewies dabei viel Ausdauer und Ehrgeiz. Haukes Interesse richtet sich nicht auf Bohnen, Raps und Kühe, sondern auf das Meer, die Meereswellen und die Deiche. Sein Vater aber sorgt auch dafür das Hauke körperliche Arbeit leisten muss, ohne die man in der nordfriesischen Marsch nicht auskommt. Hauke ist Gleichaltrigen an Wissen, Zielstrebigkeit und Selbstvertrauen weit überlegen. So wird er zum Einzelgänger. , Mit denen zu verkehren, die mit ihm auf der Schulbank gesessen hatten fiel ihm nicht ein, “ schreibt Storm. Dieser verachten ihn als Träumer und Hauke verachtet die Menschen, die ihm nicht ebenbürtig sind.

Hauke eignet sich selbständig Wissen über Deiche und Deichprofile an. Er überprüft seine Berechnungen an den vorhandenen Deichen aber auch an Modellen. In ihm erwacht der Ehrgeiz einmal Verantwortung für die Deiche und ihre Erhaltung zu übernehmen. Als er seinem Vater erklärt, dass die alten Deiche nicht ideal sind meint der Alte lachend: , Du kannst es ja vielleicht zum Deichgraf bringen; dann mach sie anders.” Hauke antwortet: , Ja, Vater.” Sein Ziel einmal Deichgraf zu werden verfolgt Hauke sehr konsequent. Die Stelle des Kleinknechts beim amtierenden Deichgrafen wird frei und Hauke bekommt sie. Der Deichgraf, Tede Volkerts, hat zwar genügend Land um dieses Amt auszufüllen, aber mit dem Rechnen hat er Schgwierigkeiten.

So übernimmt Hauke bald die Geschäfte des Deichgrafen. er entwickelt große Selbstständigkeit und viele Aktivitäten um seine eigenden Ideen durchzusetzen. Sein Stolz und sein Geltungsbedürfnis wachsen. Er isoliert sich so immer mehr von seinen Mitbürgern.
Für das Amt des Deichgrafen ist sein väterliches Erbe auch viel zu klein. Das ärgert Hauke. Sein ärgster Widersacher, Ole Peters, war durch eine Erbschaft zu einem wohlhabenden Mann geworden und könnte ihm darum das Amt streitig machen.

So wuchsen in seinem jungen Herzen neben Erhhaftigkeit und Liebe auch die Ehrsucht und der Hass,” steht in der Novelle. Nur die Tochter des Deichgrafen, Elke, steht ihm nahe. Sie ist es, die ihn nach dem Tode ihres Vaters zum Deichgrafen vorschlägt. Sie überträgt ihm auch ihr Land. Alle Hindernisse für die Wahl sind nun beseitigt und Hauke Haien wird mit 25 Jahren Deichgraf.
Er führt sein Amt sehr verantwortungsbewusst und mit viel persönlichen Einsatz aus.
Nach sieben Jahren unermütlicher Arbeit kommt ihm zu Ohren, das man übel über ihn redet, ganz besonders Ole Peters. Der sagt er sei Deichgraf nur seines Weibes wegen.

Das will Hauke nicht auf sich sitzen lassen. Nun erst recht will er seinen Mitmenschen zeigen das er mehr kann als nur alte Deiche pflegen. Er entwickelt ein kühnes Objekt, den Bau eines neuen Deiches mit einem neuen Profil. Damit will er für die Dorfgemeintschaft mehr Land und Sicherheit gewinnen.
Seine Frau warnt ihn, weil er kaum Unterstützung bekommen wird. Hauke arbeitet oft bis in die Nacht hinein und denkt nicht an seine Familie. Seine Helfer aber denken nicht mit, sondern arbeiten ohne Kopf. Hauke wird immer einsamer. Er treibt die Arbeiten am Deich mit Härte, Rücksichtslosigkeit, gegen Bedenken und Widerstände voran. Die Hofbesitzer des Kogs hängen aber am Alten und wollen keinen neuen Deich. Man gehorcht dem Deichgrafen oftmals nur noch aus Furcht.

Obwohl sich Hauke Haien in den Dienst der Gemeinschaft stellt, wird ihm die Anerkennung seiner Mitmenschen versagt. Öffentliche Anerkennung erhält er für den Deichbau durch die Benennung mit seinen Namen, Hauke Haien Kog. Dadurch steigert sich sein Selbstbewusstsein und sein Ehrgeiz. Er hat sein selbstgesetztes Ziel durch harte und zielstrebige Arbeit erreicht. Doch der Erfolg ist nicht von Dauer. Als der Frühjahrssturm schäden am Deich anrichtet hat Hauke nicht mehr die Kraft, da er durch Krankheit geschwächt ist, bis zum Herbst alles wieder in Ordnung zu bringen.

Ein mächtiger Herbststurm bricht den alten Deich und Hauke sieht Frau und Kind im eisigen Wasser untergehen. Er gibt sich die Schuld am Deichbruch und damit am Tode seiner Familie und reitet mit seinem Schimmel in das tosende Meer. "Ich habe meines Amtes schlecht gewartet".” Mit diesen Worten endet sein Leben.
Inhalt
Charakterisierung der Hauptfigur "Hauke Haien" aus der Novelle "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm. (781 Wörter)
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11.12.2002 von unbekannt
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