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Mankell, Henning - Der Junge, der im Schnee schlief

Frage: Mankell, Henning - Der Junge, der im Schnee schlief
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Unser Sohn - 5. Klasse Realschule - Alter 10 Jahre - behandeln gerade das o.a. Buch mit vielen Fragen und Aufgaben.

Meine Frage dahingehend - Altersempfehlung für das Buch ist 12 - 14 Jahre

Sind die Kids nicht überfordert? Es wurde schon von mehreren Eltern angefragt,
es wäre zu schwer, weil selbst die Erwachsenen sich schwer tun die Fragen der Lehrkraft zu beantworten.
Frage von Rokilli | am 21.03.2017 - 12:38


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Antwort von matata | 21.03.2017 - 14:37
Altersempfehlungen für Bücher sind so eine Sache wie die Altersempfehlungen für Filme oder Videospiele, ziemlich dehnbar...
Eigenartigerweise nehmen Eltern in den meisten Fällen Altersempfehlungen für Bücher wortwörtlich.
Bei Filmen und Spielen sehen sie grosszügig darüber hinweg, Hauptsache, die Kids beschäftigen sich eine Weile damit und fallen den Eltern nicht auf den Wecker...
Alterempfehlungen für Bücher sind mit Vorsicht zu geniessen: Ist ein Buch in Amerika erschienen und ins Deutsche übersetzt worden, wurde eine höhere Altersempfehlung gesetzt. Das entspricht dem konservativen Stil der Verlage. Kommen die Bücher aus Schweden oder Deutschland, sind die Altersangaben niedriger, entsprechend dem liberaleren Geist in den betreffenden Ländern.
Ausserdem ist es ein Unterschied, ob Kinder ein Buch allein lesen oder begleitet im Klassenverband, also als Klassenlektüre. Dein Sohn liest im Klassenverband und bearbeitet einzelne Aufgaben allein, die nachher wieder in der Klasse besprochen und aufgearbeitet werden. So können Schwierigkeiten überwunden und Verständnis geweckt werden für Unverstandenes.
Im Übrigen entspricht die Problematik des Buches der Gedankenwelt der Kinder: Sie wollen Grosses und träumen von der Zukunft in den schönsten Farben. Sie haben, in den Augen der Erwachsenen, verrückte Berufswünsche und für kurze Zeit unbegreifliche Ziele.. Kinder verstehen deshalb die Gedankenwelt des Jungen namens Joel. Eltern tun sich sicher schwerer damit. Das erlaubt ihnen aber nicht, dem Kind die Lektüre des Buches zu vermiesen durch Meckern über die Auswahl des Buches oder durch Kritik an der "unfähigen" Lehrkraft vor den Ohren der Kinder.
Dein Sohn liest das Buch - lies es auch, aber genau so hingebungsvoll und versunken wie er, und zwar ganz - nicht nur satzweise. Sprecht miteinander über das Buch.
Dein Sohn muss die Fragen und Aufgaben lösen, nicht du... Lass ihm genug Zeit zum Lesen und zum Arbeiten daran. Du kannst ihm helfen dabei, wenn du ihm zeigst, wo das Buch spielt, ihm kindgerechte Informationen über den Lebensraum und die Familienverhältnisse das Jungen verschaffst.
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