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Wechsel der Schulform

Frage: Wechsel der Schulform
(2 Antworten)


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Hallo,
unser Sohn ist in der 6.Klasse auf dem Gymnasium.
Heute haben wir eine Empfehlung der Schule erhalten Inder uns nahe gelegt wird Ihn auf die Realschule zu stecken. Er könnte da angeblich besser gefördert werden. Ein Ummeldeformular war direkt dabei. Ich brauche Argumente für ein verbleiben auf dem Gymmi. Ich will nicht das er auf die Realschule wechselt
Frage von gelbezitrone (ehem. Mitglied) | am 02.02.2017 - 10:47


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Antwort von matata | 02.02.2017 - 12:27
Was will denn dein Sohn? Fühlt er sich wohl am Gymi, oder ist er überfordert? Wie sehen seine Noten aus in den Hauptfächern?

Ist dein Sohn bereit eigene Anstrengungen zu unternehmen, damit er am Gymi bleiben kann? In welchen Bereichen braucht er überhaupt eine bessere Förderung? Was sind seine schulischen Stärken und Schwächen?
Was sind deine Argumente oder die Argumente deines Sohnes für einen Verbleib am Gymi?

Deine Aussage
Zitat:
Ich will nicht das er auf die Realschule wechselt

ist kein Argument.
________________________
 e-Hausaufgaben.de - Team

 
Antwort von ANONYM | 06.02.2017 - 08:21
Vorneweg:
Meine Kinder haben alle Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife und keines besuchte ein Gymnasium. Zwei haben studiert/studieren noch. Und persönlich bin ich froh darüber. In allen Schulformen mussten die Kinder lernen, auch auf der Hauptschule. Aber wenn ich mitbekommen habe, wie die Freunde, die auf dem Gymnasium waren, teilweise büffeln mussten und wie von denen wirklich Einsatz von morgens bis abends erwartet wurde, war ich über die Schulauswahl (entsprechend der Grundschulempfehlung + Gespräch mit dem Lehrer) richtig zufrieden. Meine Kinder hatten auch noch eine Kindheit neben dem Schulunterricht.
Das Schulsystem in Deutschland ist so vielfältig, dass das Gymnasium nicht alleinseeligmachend oder heilbringend ist. Es ist lediglich der kürzeste Weg zum Abitur.
Ein steiler Aufstieg ist nicht für alle machbar, manche brauchen den flacheren Serpentinenweg.
...---...

Vor dem Brief der Schule gab es doch sicher ein Gespräch mit den Lehrkräften?
Hast du die Sprechstunden der Lehrer wahrgenommen?

Zitat:
..... uns nahe gelegt wird ihn auf die Realschule zu stecken. Er könnte da angeblich
besser gefördert werden.

Aber wenn eine Schule nach eigenen Angaben ein Kind nicht ausreichend "fördern" kann, dann ist das für mich irgendwie ein Armutszeugnis für die Schule - ich kann die Aussage nicht wirklich nachvollziehen.

Warum benötigt euer Sohn Förderung? In welchem Bereich?
Wie sind seine Noten? Ist er ein Problemkind, ein Kind mit Lernschwäche? Oder scheitert die Schule an der Inklusion?
Dazu schreibst du nichts.

Wenn jemand trotz vielem Lernen schlechte Schulnoten hat und den Schulstoff nicht hinreichend verarbeiten kann, dann ist das meist ein Zeichen der Überforderung.
Und dann muss man sich als Eltern überlegen, warum ist mein Kind überfordert?
In Regelschulen (egal ob Haupt-, Realschule oder Gymnasium) ist es doch so, dass für jede Klasse der Lernstoff und das Lernsziel vorgegeben ist und wenn die Leistungen deines Sohnes nicht denen der Klasse entspricht, kann es zu Problemen kommen. Jedes Kind hat sein eigenes Lerntempo.

Und wie Matata schon geschrieben hat: Was du willst, ist zweitrangig.
Was will dein Sohn?
Gefällt es ihm an der Schule?
Würde ihm ein Wechsel Probleme machen?
Wenn ja, wie sieht das aus?
Hätte er z. B. an der Realschule auch Freunde?

Wenn es die Schulnoten sind: Besteht Möglichkeit diese mit Nachhilfe in den Griff zu bekommen? Und wie sieht es dann in Klasse 7,8 und 9 aus?

Nicht nur die weniger Klugen haben Rechte, auch kluge Kinder haben ein Recht auf Schule und Förderung. Da kann in einer Klasse wirklich nicht so lange zugewartet werden, bis der allerletzte den Schulstoff begriffen hat.

Wenn euer Kind in der aktuellen Schule - aus welchem Grund auch immer - überfordert ist, dann lass ihm seine Kindheit und folge der Schulempfehlung.

Ausnahme: Dein Sohn will selbst nicht wechseln. Dann ist es aber seine Entscheidung.
Und dann soll er dir seine Argumente für sein Verbleiben auf dem Gymnasium diktieren.

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