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Lehramt studieren

Frage: Lehramt studieren
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Wo könnte/sollte man am besten Lehramt in NRW studieren?
Frage von eben (ehem. Mitglied) | am 09.02.2012 - 19:00


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Antwort von C. Baerchen | 09.02.2012 - 19:01
das kommt auch immer gaz drauf an,
welche fächer du studieeren willst


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Antwort von _Gummibaer (ehem. Mitglied) | 09.02.2012 - 19:04
erkundige dich einfach in deiner Umgebung,welche Universitäten es gibt und welche Fächerangebote sie haben. Du wirst ja sicherlich eine Vorstellung haben,in welchen Fächern du später einmal Unterricht geben möchtest.
Trotzdem solltest du dich nicht nur im Raum NRW bewegen,sondern auch einmal woanders gucken :)


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Antwort von eben (ehem. Mitglied) | 09.02.2012 - 19:04
das weiß ich noch nicht so genau..
irgendwelche tipps?


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Antwort von _Gummibaer (ehem. Mitglied) | 09.02.2012 - 19:06
Überlege dir,was deine Stärken sind und welche Fächer du von anfang an ausschließen kannst.
Bist du sprachlich begabt,nimm Sprachen,wenn du eher naturwissenschaftlich begabt bist,nimm Naturwissenschaften usw...
Oder frag deine Lehrer einmal,was sie darüber denken und welche Tipps sie dir geben können.


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Antwort von eben (ehem. Mitglied) | 09.02.2012 - 19:10
also ich würd gerne türkisch und päda studieren..


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Antwort von _Gummibaer (ehem. Mitglied) | 09.02.2012 - 19:28
dann informier dich diesbezüglich einfach bei verschiedenen Unis.


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Antwort von Slnbada | 09.02.2012 - 19:41
Überleg Dir mal die Schulform. Grundschule - Haupt- -Realschule oder Gymnasium. Velleicht auch Berufsschule, dort sind die Lehrer sehr gefragt. (Viele freie Stellen)

Wenn du die hast, suchst du Dir das Bundesland raus, das sich da für dich am meisten lohnt.
Eventuell ist NRW nämlich da gar nich so vorteilhaft, mag ja sein.

Beispiel: Ich studier Realschullehramt in BaWü weil ich hier automatisch 3 Fächer studier, was für mich ein Vorteil bei der Einstellung sein wird. Deswegen bin ich aus dem Saarland raus, weil da studiert man nur 2 Fächer.

Dann auf Fächerverbünde achten! In manchen Unis/ Bundesländern muss man nach Fächerverbünden studieren. Sprich 2 Fächer aus dem naturwissenschaftlichen Bereich (Mathe, Bio, Physik,...) kulturellem Bereich wie Geo und Geschichte, usw....
Das heisst dort ist man in seiner Wahl doch recht eingeschränkt.

Weiterhin musst du die Fächer natürlich mögen^^ Deine Aufgabe als Lehrer wird es sein, von deinem Fach überzeugt zu sein und zu überzeugen! (So wünscht man sich das jedenfalls und gut täte es den Schülern allemal)


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Antwort von Slnbada | 09.02.2012 - 19:42
http://studienwahl.de/de/studieren/studienfelder/lehraemter0222.htm Da kannste maln bissl rumschnusen. Die Studienzeit sollte man auch mitbedenken.

 
Antwort von GAST | 09.02.2012 - 19:44
Natürlich sollte man bei der Studienwahl durchaus auf seine "Neigungen" hören; do ch sollte man nicht so wirklichkeitsfremd sein und irgendwelche "Paradiesvogel-Fächer" studieren, für die kein Bedarf im normalen Schulbetrieb besteht.
O.K. zwischen Aufnahme eines Studiums und tatsächlichem Unterrichten liegen i.d.R. sechs oder mehr Jahre, da kann sich schon so einiges ändern.

Bevor ich ein Lehramtsstudium beginne, würde ich erst einmal mich selbst befragen und durchchecken, ob ich später auch wirklich als Lehrer bestehen könnte; denn der Fachunterricht ist nur ein kleiner Teil dessen, was vom Lehrer heute verlangt wird.

Ich kenne zahlreiche Fälle, bei denen Lehramtskandidaten erst nach dem Studium während des Referendariats feststellten, dass sie die falsche Berufswahl getroffen hatteN, bzw. ich kenne viele Lehrer an verschiedenen Schultypen, die seit Jahren mit starken psychosomatischen Störungen ihren "Dienst" abreissen und dann für die Schüler nur zu Witzfiguren werden.

Falls du Lust hast, lies mal das Buch "Chill mal, Frau Freitag" (Ullstein Taschenbuch).


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Antwort von Webperoni (ehem. Mitglied) | 09.02.2012 - 20:49
Zitat:
Fachunterricht ist nur ein kleiner Teil dessen, was vom Lehrer heute verlangt wird.
Was denn? :D Klassenfahrten?

Ne mal im Ernst. Als Lehrer erfreut man sich eines wirklich angenehmen, langweiligen Lebens. Du kannst machen, was du willst oder lassen, was du willst. Du gibst ein paar Stunden Unterricht am Tag (hast aber auch zum Teil freie Tage in der Woche) und ab und zu korrigierst du zuhause mal eine Klausur. Keiner setzt dir ein Zeitlimit dabei natürlich und keiner kann dir kündigen.

Quelle: Eigener Vater mit Mathe und Informatik am Gymnasium


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Antwort von cleosulz | 09.02.2012 - 20:56
Hier findest du die Leseprobe von dem Buch:




http://www.vorablesen.de/files/Leseprobe_Chill_mal_Frau_Freitag.pdf


________________________
 e-Hausaufgaben.de - Team

 
Antwort von GAST | 09.02.2012 - 22:23
Zitat:
Was denn? :D Klassenfahrten?

Ne mal im Ernst. Als Lehrer erfreut man sich eines wirklich angenehmen, langweiligen Lebens. Du kannst machen, was du willst oder lassen, was du willst. Du gibst ein paar Stunden Unterricht am Tag (hast aber auch zum Teil freie Tage in der Woche) und ab und zu korrigierst du zuhause mal eine Klausur. Keiner setzt dir ein Zeitlimit dabei natürlich und keiner kann dir kündigen.



Ach ja, die Klassenfahrten; da bist du als Lehrer 24 Stunden im Einsatz (die Betreuung einer Klasse ist Arbeit ohne Ende; ich habe schon Fahrten durchgeführt, da musste ich 5 Schüler ins Krankenhaus bringen lassen; und wenn dann die Eltern ihre kids nach der Fahrt ihre Kinder abholen, ohne ein Wort mit dem Lehrer - also auch nicht mal ein kleines "danke" zu sagen - zu wechseln - man z.T. hört: "Na, da haben Sie sich aber gut erholt", dann möchte man diesen Eltern mit dem nackten Arsch voran ins Gesicht springen.

Ja ich weiß, was du hier schreibst ist die Perpetuierung der Vorurteile gegenüber Lehrern, die ja nur einen !"Halbtagesjob" haben, nachmittags Kanu fahren oder Tennis spielen oder Kakteen züchten --- und dann noch ca 12 Wochen im Jahr Ferien haben - um nichts zu tun.

Wahrscheinlich war/ist dein Vater einer dieser Dünnbrettbohrer, die nur ihren Stremel durchziehen - die Zensur kommt am Schluss, ob der Schüler was kapiert hat oder nicht -- Fehlanzeige!

Wenn ich Abiturarbeiten korrigieren musste: 20 Arbeiten / 3 bis 4 Wochen Zeit / pro Arbeit muss man 5 bis 7 Stunden veranschlagen: (Korrektur der Sprachrichtigkeit, des Inhalts, des Ausdrucksvermögens, dann die Gutachten), dann gehen die Arbeiten an den Koreferenten; danach: Absprache mit dem Ko über jeden einzelnen Fehler, Abgleichung der Gutachten, Schreiben der Gutachten: d.h in 4 Wo chen sind das bis zu 140 Stunden Arbeit ne ben der norm alen Arbeit gewesen, denn der Unterricht ging ja (wenn auch auf Sparflamme) weiter.

Als Lehrer musst du (eigentlich) 5 bis 6 Stunden pro Tag vorbereiten; man unterrichtet als Gymnasiallehrer, der ich nun mal war, 23 Wochenstunden (da hat der Staat eingeplant, dass man ca 1 Stunde Vorbereitung pro Stunde habe - macht dann eine Wochenbelastung von 46 Stunden): du kannst keine perfekte Unterrichtsvorbereitung für alle Stunden schaffen (es sei denn, du bis so ein Typ Mathelehrer, der seit 20- 30 Jahren - Mathe ändert sich ja nicht - immer dieselben Aufgaben aus dem Schrank zieht - dann in der Tat ist das Lehrerleben leichter.)

Natürlich will man Familienleben haben: das findet dann nachmittags statt, evtl noch am frühen Abend: ich selbst bin kaum vor 12 h ins Bett gekommen (Unterrichtsvorbereitungen / Korrekturen); manchmal war ich um 5- 6 Uhr wieder auf, weil ich noch nicht alle Texte getippt hatte, die ich dann ab 7.30 uhr in der Schule vervielfältigen konnte.

Hinzu kommen die "Belastungen" durch Konferenzen: Gesamtkonferenzen (4x im Jahr), Fachkonferenzen ( bei 2 Fächern: 4x im Jahr), Jahrgangskonferenzen (1 x im Monat), zusätzlich die Zensurenkonferenzen (ja nach Zahl der Fächer bis 6 x im Jahr) dann die Klassenkonferenzen (mind. 4 x im Jahr).. von den vielen abendlichen Elterngesprächen per Telefon und den vielen Eltern-Einzelgesprächen im Laufe eines jahres ganz zu schweigen).

Und wenn dann jemancd sagt, dass sei ja alles ganz "easy", dann kann ich nur antworten "hallejuja".

Hinzu kommt: Die GEW hat per Langzeituntersuchungen festgestellt, dass eine Unterrichtsstunde fast so "stressig" ist wie eine Stunde im Flughafentower: Die Menge der von den Schülern ausgehenden Impulse, die man gleichzeitig mit den eigenen Anstrengungen, seinen "Stoff" an den Schüler zu bringen, durchzuziehen ist so anstrengend, dass das "burn-opurt"syndrom vieler Lehrer fast zwangsläufig ist.


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Antwort von wuseldusel7 | 09.02.2012 - 22:25
Zitat:
dann in der Tat ist das Lehrerleben leichter.

Ja, wenn man es seriös macht, gibt das viel Arbeit. Aber ich und jeder andere begegnet mehr Lehrern, die das Datum 1.1.1980 auf den Aufgabenblättern jedes Jahr einfach umschreiben.


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Antwort von Grizabella | 09.02.2012 - 23:08
Also da muss ich doch mal ganz klar widersprechen, nicht dass die liebe Userin hier einen falschen Eindruck bekommt. Vielleicht erfreut man sich irgendwann eines faulen Lebens wenn ich irgendwann zig Ordner mit Unterrichtstunden für jede Klasse und jedes Thema hab und das bei Bedarf rausziehe, aber der Anfang des Lehrerseins hat mal überhaupt nix mit Faulheit zu tun. Die ersten Schulstunden, die ich ganz alleine vorbereitet habe, waren einfach mal so dermaßen zeitaufwändig, weil du einfach noch gar keinen Plan hast. Du musst dir plötzlich über so viele Sachen Gedanken machen, die dir als Schüler natürlich einfach nicht bewusst sind. Es macht mir viel Spaß, aber ich bin mir durchaus der Arbeit bewusst, die auch noch im Referendariat auf mich zukommt, wenn ich nicht einfach irgendwelche 0815-Stunden halten möchte.


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Antwort von Webperoni (ehem. Mitglied) | 09.02.2012 - 23:31
So jetzt werde ich den Text mal genüsslich auseinandernehmen ;)

Zitat:
Ach ja, die Klassenfahrten; da bist du als Lehrer 24 Stunden im Einsatz (die Betreuung einer Klasse ist Arbeit ohne Ende; ich habe schon Fahrten durchgeführt, da musste ich 5 Schüler ins Krankenhaus bringen lassen; und wenn dann die Eltern ihre kids nach der Fahrt ihre Kinder abholen, ohne ein Wort mit dem Lehrer - also auch nicht mal ein kleines "danke" zu sagen - zu wechseln - man z.T. hört: "Na, da haben Sie sich aber gut erholt", dann möchte man diesen Eltern mit dem nackten Arsch voran ins Gesicht springen.
Soso ;) Also ich weiß, dass mein Vater so gut wie nie auf Klassenfahrt ist. Demnächst steht eine Kursfahrt nach Holland (segeln) an und nach eigenen Angaben macht ihm das Spass und war auch eine demokratische Entscheidung der Klasse.

Zitat:
Ja ich weiß, was du hier schreibst ist die Perpetuierung der Vorurteile gegenüber Lehrern, die ja nur einen !"Halbtagesjob" haben, nachmittags Kanu fahren oder Tennis spielen oder Kakteen züchten --- und dann noch ca 12 Wochen im Jahr Ferien haben - um nichts zu tun.
Das sind keine Vorurteile, das sind Urteile. Seit ich an der Uni bin, weiß ich, dass man als Lehrer gar nicht mitbekommt, was Arbeit bedeutet. Und ich meine keine Lehramtsstudenten, die kaum Klausuren schreiben müssen und die Semesterferien wirklich noch als Ferien haben (auch kein Vorurteil; kenne mehrere)

Zitat:
Wahrscheinlich war/ist dein Vater einer dieser Dünnbrettbohrer, die nur ihren Stremel durchziehen - die Zensur kommt am Schluss, ob der Schüler was kapiert hat oder nicht -- Fehlanzeige!
Auch falsch. Mein Vater macht seit vielen Jahren die Mathe-Leistungskurse an seiner Schule und der schneidet im Schnitt IMMER besser ab als der landesweite Durchschnitt (Zentralabi) bis jetzt. Und ein unter Schülern beliebter Lehrer ist er obendrein auch.

Zitat:
Wenn ich Abiturarbeiten korrigieren musste: 20 Arbeiten / 3 bis 4 Wochen Zeit / pro Arbeit muss man 5 bis 7 Stunden veranschlagen: (Korrektur der Sprachrichtigkeit, des Inhalts, des Ausdrucksvermögens, dann die Gutachten), dann gehen die Arbeiten an den Koreferenten; danach: Absprache mit dem Ko über jeden einzelnen Fehler, Abgleichung der Gutachten, Schreiben der Gutachten: d.h in 4 Wo chen sind das bis zu 140 Stunden Arbeit ne ben der norm alen Arbeit gewesen, denn der Unterricht ging ja (wenn auch auf Sparflamme) weiter.
Ach ja.. die Abiturarbeiten. Die sind einmal im Jahr. Und 5-7 Stunden braucht der nie für eine Arbeit. Dabei ist genau vorgeschrieben, was der Schüler richtig oder falsch gemacht hat und muss er nur ankreuzen. Dann steht da "Der Prüfling hat erkannt.." oder son Zeug und am Ende errechnet sich dann die Note daraus. Und beim Ko-Korrektor ist es doch immer so, dass der in Wirklichkeit nur eben abzeichnet. Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann werden nur stellen, wo der andere Korrektor unsicher war, markiert und die guckt sich dann der Co-Korrektor nochmal genauer an. Mehr ist das nicht

Zitat:
Als Lehrer musst du (eigentlich) 5 bis 6 Stunden pro Tag vorbereiten; man unterrichtet als Gymnasiallehrer, der ich nun mal war, 23 Wochenstunden (da hat der Staat eingeplant, dass man ca 1 Stunde Vorbereitung pro Stunde habe - macht dann eine Wochenbelastung von 46 Stunden): du kannst keine perfekte Unterrichtsvorbereitung für alle Stunden schaffen (es sei denn, du bis so ein Typ Mathelehrer, der seit 20- 30 Jahren - Mathe ändert sich ja nicht - immer dieselben Aufgaben aus dem Schrank zieht - dann in der Tat ist das Lehrerleben
Naja ich weiß jetzt nicht genau, wie viel mein Vater da vorbereitet, aber 5-6 Stunden sind es laange nicht am Tag. Da dauert die Vorbereitung für eine Unterrichtsstunde sicher nicht mehr als 30 Minuten. Naja - Mathe ändert sich nicht. Der Lehrplan (meiner Meinung nach zum Negativen) schon. Es gibt fast jedes Jahr ein neues Buch für die Oberstufe. Und was will man da schon groß vorbereiten, als die vorgeschrieben Themen abzuklappern und ein paar Aufgaben für den Unterricht vorbereiten und sonst den Krams vom letzten Jahr erzählen (der sich ja wie Sie festgestellt haben, sich grundsätzlich nicht ändert)

Zitat:
Natürlich will man Familienleben haben: das findet dann nachmittags statt, evtl noch am frühen Abend: ich selbst bin kaum vor 12 h ins Bett gekommen (Unterrichtsvorbereitungen / Korrekturen); manchmal war ich um 5- 6 Uhr wieder auf, weil ich noch nicht alle Texte getippt hatte, die ich dann ab 7.30 uhr in der Schule vervielfältigen konnte.
Dann machen Sie wohl was falsch. Wenn mein Vater mal Klausuren hat, dann macht der das Nachmittags nach der Schule oder am Wochenende. Oft sitze ich dabei und schaue etwas zu und helfe etwas. Dabei dauert das 1. Heft (ich rede jetzt von LK`s. Die anderen interessieren mich nicht) meißt so 45 Minuten und der Rest geht dann viel schneller. Und ich habe noch nie eine Stelle gefunden, wo ich fand, dass ungerecht benotet wird.

Zitat:
Hinzu kommen die "Belastungen" durch Konferenzen: Gesamtkonferenzen (4x im Jahr), Fachkonferenzen ( bei 2 Fächern: 4x im Jahr), Jahrgangskonferenzen (1 x im Monat), zusätzlich die Zensurenkonferenzen (ja nach Zahl der Fächer bis 6 x im Jahr) dann die Klassenkonferenzen (mind. 4 x im Jahr).. von den vielen abendlichen Elterngesprächen per Telefon und den vielen Eltern-Einzelgesprächen im Laufe eines jahres ganz zu schweigen).
Fachkonferenzen... Auch so ein Thema. Besonders, da mein Vater der einzige Informatiklehrer ist an der Schule. So findet die Fachkonferenz immer nur aufm Papier statt. Sonst gibt es wohl an der Schule natürlich auch Konferenzen. Aber die stellen ja wohl keine Belastung dar, außer eine Zeitliche.
Gibt natürlich dann die "jungen Kolleginnen", die mit jeder Menge sinnlosen Ideen herkommen und alles in die Länge ziehen.. Hier noch ein Formular, da noch ein Formular usw...

Zitat:
Und wenn dann jemancd sagt, dass sei ja alles ganz "easy", dann kann ich nur antworten "hallejuja".
Ich bleibe dabei. Verglichen mit meiner jetzigen Situation.

Zitat:
Hinzu kommt: Die GEW hat per Langzeituntersuchungen festgestellt, dass eine Unterrichtsstunde fast so "stressig" ist wie eine Stunde im Flughafentower: Die Menge der von den Schülern ausgehenden Impulse, die man gleichzeitig mit den eigenen Anstrengungen, seinen "Stoff" an den Schüler zu bringen, durchzuziehen ist so anstrengend, dass das "burn-opurt"syndrom vieler Lehrer fast zwangsläufig ist.
Dann machen die wohl was falsch!


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Antwort von Webperoni (ehem. Mitglied) | 09.02.2012 - 23:31
Passte leider nicht alles in einen Beitrag^^


Ich will das mal mit meiner Situation vergleichen: Maschinenbaustudium.

Während des Semesters ist man an vielen Tagen von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr (kein Scherz, Herr Lehrer) in der Uni und geht von einer Vorlesung in die Nächste bzw von einer Übung in die Nächste. Zwischendurch immer noch Tutorien usw. Oft bleibt nichtmal mehr die Zeit, um in die Mensa zu gehen. Nach der Uni ist man dann zuhause und muss den Stoff nachbereiten, den man zum Teil die ganze Zeit mitschreibt, den man während der Vorlesung gar nicht verstehen kann, weil er in unglaublicher Geschwindigkeit kommt.
Hinzu kommen Übungszettel und Tutorienzettel in (fast) allen Fächern, die man machen sollte, um nicht unterzugehen. Dafür muss dann das Wochenende herhalten. Da die Zeit unter der Woche nicht ausreicht zum Nachbereiten, muss auch dies noch am Wochenende geschehen. Eine nicht nachgearbeitete Vorlesung oder Übung bedeutet: Anschluss verloren.

Jetzt sind hier gerade Semesterferien. Von Ferien merke ich nicht viel. Ich habe seit letzten Freitag (Beginn der Ferien) die ganze Zeit den ganzen Tag über für dieses Fach (Durchfallquote, also Note schlechter 4: 60%) gelernt, in welchem ich morgen die Klausur schreiben werde. Nur wenige Unterbrechungen habe ich mir gegönnt (u.a., um das zu schreiben hier). Und was ist nach der Klausur? Richtig: Vor der Klausur. Nächste Woche schreibe ich die nächste Klausur. Und jetzt raten Sie mal, was ich ab morgen mache.
Und das zieht sich die ganzen Ferien so durch bis April. Da geht dann wieder das Semester los. Zwischen dem Beginn des neuen Semesters und der letzten Klausur liegt bei mir eine Woche. Das ist dann die eine Woche, die ich jedes Jahr 2 Mal habe (für jede Ferien eine Woche frei). Jaja - So ist das.

Übrigens: Ganz vergessen habe ich die 20 Wochen Berufspraktika, die wir innerhalb des Studiums erwerben müssen. Und wann finden die statt? Zur Zeiten des Diploma gab es ein Praxissemester. Heute gibt es das nicht mehr und müssen zusätzlich und parallel zu den Klausurvorbereitungen in den Ferien gemacht werden. Für den Tag, andem man Klausur schreibt, bekommt man dann frei. Der Tag muss natürlich nachgeholt werden, genau wie Tage, an denen man Krank war.
Und glauben Sie: Die Praktika sind auch kein zuckerschlecken, insbesondere wenn ich da an mein letztes in einer Gießerei denke, wo ich 8 Stunden lang "Kerne" in Formen einlegen musste, die teilweise 20 kg das Stück wogen.


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Antwort von y0sh1 (ehem. Mitglied) | 10.02.2012 - 00:26
Unter uns Studenten sagt man : " wer nichts wird , wird lehrer"


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Antwort von Grizabella | 10.02.2012 - 11:49
Zitat:
Und wenn dann jemancd sagt, dass sei ja alles ganz "easy", dann kann ich nur antworten "hallejuja".
Ich bleibe dabei. Verglichen mit meiner jetzigen Situation.


Zitat:
Unter uns Studenten sagt man : " wer nichts wird , wird lehrer"


Bei solchen Sachen könnt ich echt einen zuviel kriegen. Alle die behaupten, dass man als Lehrer und Lehramtsstudent nichts zu tun, die sollen es nur einmal selbst ausprobieren und ein paar Stunden halten. Achja, ich muss insgesamt auch 5 Praktika machen, die mal so nebenher laufen. Was soll immer dieses ewige Gerede von wegen "ach mein Studium ist ja soo schwer, und verglichen mit deinem, das ist ja gaar nichts" (erlebe ich sehr oft). Jeder hat sich seinen Weg ausgesucht und muss ihn dann halt auch gehen und schließlich ist es überall mit Arbeit verbunden wenn ich in dem, was ich tue auch gut sein will.


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Antwort von Slnbada | 10.02.2012 - 11:52
Die Lehrer die nichts zu tun haben, sind keine guten Lehrer.

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