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Allopatrische Artbildung - Beispiel Kleiber?!

Frage: Allopatrische Artbildung - Beispiel Kleiber?!
(6 Antworten)


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Hallo,
ich habe eine Frage zu einer Biologie-Aufgabe die ich morgen vorstellen soll.
Das Thema ist Evolution>Artbildung>allopatrische Artbildung

Wie man ja weiß, bedeutet allopatrische Artbildung, dass eine Ausgangspopulation durch geografische Isolation (z.B.
hier die Eiszeit) voneinander getrennt wurden und später, nach ende der eiszeit, wieder aufeinander treffen.

Dies wurde in meiner Aufgabe an dem Beispiel des Kleibers gezeigt.
Eine Teilpopulation lebt in der nähe von Griechenland und die andre in der nähe der Türkei. Dann erweiterten die ihr verbreitungsgebiet und es folgte eine Überlappung der beiden Arten, also sie trafen wieder aufeinander!

Nun habe ich die Aufgabe 2 Abbildungen zu deuten:

Hier noch Infos zu dem Kleiber:


Nun kommt meine FRAGE:
Ich verstehe die rechte Abbildung/Grafik nicht genau. Warum sind bei der Westform nur die Buchstaben A und B und bei der Ostform H, I, J, K, L und M? Was bedeuten diese Buchstaben?

Im Durchschnitt haben ja Ost- und Westform eine gleiche Schnabellänge. Im Überlappungsgebiet hat Sitta tephronota jedoch einen längeren Schnabel als Sitta neumayer und lebt auch in höheren Gefilden.
Was soll das nun heißen?
Kann man hier den Begriff Konkurrenzausschlussprinzip verwenden?
Also bewohnt Sitta tephronota ökologische Nischen bei denen man lange Schnäbel braucht und Sitta Neumayer ökologische Nischen die für kürzere Schnäbel geeignet sind.

Die Selektionsfaktoren die die Arten dazu getrieben haben sich so zu verhindern sind ja anscheinend die Wärme in den unterscheidlichen Gebieten und die größe des Gebiets wo sie leben, nicht wahr?

Vielen Dank, wenn ihr bereit seid mir zu helfen! :)
Frage von mopselratz | am 07.10.2010 - 17:51


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Antwort von mopselratz | 07.10.2010 - 17:52
Links zur vollansicht der Grafiken:

http://www.bilder-hochladen.net/files/cp75-2a-jpg.html
und der infos:
http://www.bilder-hochladen.net/files/cp75-2b-jpg.html

Danke nochmals für Antworten!

 
Antwort von GAST | 07.10.2010 - 18:19
Die Buchstaben stehen einfach nur für untersuchte Populationen. Es wurden im Osten einfach mehr Tiere eingefangen.

Zitat:
Also bewohnt Sitta tephronota ökologische Nischen bei denen man lange Schnäbel braucht und Sitta Neumayer ökologische Nischen die für kürzere Schnäbel geeignet sind.

Darfst du so auf keinen Fall formulieren. Es geht um Selektion und Evolution. Du sagst also: Die Sitta tephronota mit kürzeren Schnäbeln sind nicht gut an ihre Umgebung angepasst (meinetwegen auch Niesche) und deswegen haben sie eine geringere reproduktive Fitness als Individuen mit längeren Schnäbeln. Also haben Tephronota längere Schnäbel.

Konkurrenzausschlussprinzip trifft hier genau zu. Tephronota setzt sich hier eher durch, wobei bei ihnen auch eher die Individuen mit noch längeren Schnäbeln als normal überleben, weil wenn sie immer noch durchschnittlich lange Schnäbel hätten, wäre die Konkurrenz zu neumayer noch zu groß. Neumayer zieht aber allgemein, im wahrsten Sinne den kürzeren ;)


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Antwort von mopselratz | 07.10.2010 - 18:33
Jo spitze Antwort. Ich danke dir! ! ! :)

Die beiden Rassen paaren sich also nicht, da sie zu verschieden sind (ethologische oder zeitliche Isolation= Genpool hat sich zu sehr verändert), richtig?

Also sind die Folgen die ein Aufeinandertreffen naher verwandter Arten mit sich bringen, ein Konkurrenzausschlussprinzip, das bewirkt, dass sich die Arten in ihrer Schnabellänge "extrem" verändern um eine Konkurrenz möglichst zu verhindern. Und: Sie besetzen halt unterschiedlichere ökologische Nischen im Gegensatz zu ihrer Ursprungsteilpopulation.

Noch eine Frage:
Die beiden Teilpopulationen haben aber trotzdem im durchschnitt die gleiche Schnabellänge, nicht wahr?

Danke =)

 
Antwort von GAST | 07.10.2010 - 18:46
Als die Populatinoen noch getrennt gelebt haben nahezu, ja. Untereinander verpaaren tun sie sich denke ich nicht, aus den Gründen die du schon nanntest, genetisch möglich wäre es allerdings.

Was du noch sagen kannst ist evtl., dass die Augenflecken unterschiedlich sind, daran erkennen sie auch, ob ein Individuum zur eigenen oder zur "fremden" Art gehört. Danach werden die Sexualpartner auch gewählt/erkannt/abgewiesen.


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Antwort von mopselratz | 07.10.2010 - 18:58
Ja ok, die phänotypischen Unterschiede der Kleiber auf dem Arbeitsblatt sind zwar schwer zu erkennen, aber ich werds trotzdem noch mit rein bringen^^

Dann vielen Dank für deine Hilfe, das Referat wird bestimmt gut werden ;)

 
Antwort von GAST | 07.10.2010 - 18:59
Wünsche dir viel Erfolg ;)

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