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Franz Kafka - Parabel

Frage: Franz Kafka - Parabel
(4 Antworten)


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Hallo zusammen,

ich muss am Di eine Interpretation über eine Parabel von Fanz Kafka schreiben.
Da ich des interpretierens überhaupt nicht mächtig bin, wollte ich micht informieren, ob mein Ansatz für eine Interpretation stimmt:

1. Basisatz
2. Der Text lässt in .... Sinnabschnitte untergliedern. Den Inhalt der Abschnitte kurz erläutern.
3. Hauptteil:
da weiß ich nicht, wie ich es machen soll. Einfach Zeile für Zeile durchgehen und sagen was einem auffällt? Das würde sich ja aber dann wie eine Nacherzählung anhören: "In Zeile 1 wird der Leser über... informiert". Oder soll ich allgemein sagen um was es geht und dabei Zitate aus dem Text verwenden?
4. Schluss:
Was muss man in den Schluss schreiben? Dass der Text auch noch in die heutige Zeit passt?

Vielen Dank für eure Hilfe.
Frage von BurtonCustom | am 03.07.2009 - 15:20


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Antwort von auslese | 03.07.2009 - 15:29
Zitat:
Oder soll ich allgemein sagen um was es geht und dabei Zitate aus dem Text verwenden?

Ja, richtig.
Das andere wäre eine Textanalyse.
Zitat:
Was muss man in den Schluss schreiben? Dass der Text auch noch in die heutige Zeit passt?

Im Schluss fässt du noch mal kurz zusammen, gibst deine Meinung dazu ab und kannst dabei u.a. auch der Frage nachgehen, ob die Thematik auch noch in die heutige Zeit passt bzw. aktuell ist.


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Antwort von BurtonCustom | 03.07.2009 - 15:48
viele Dank für die schnelle Antwort.

Wie mach ich das dann genau, dass es keine Textanalyse ist? Wie kann man erwähnen ob man die "soziologische Methode" oder den "Psychoanalytischen Ansatz" verwendet? Das macht man dann vermutlich, bevor man anfängt zu interpretieren. Könnte mit jemand einen Mustersatz dafür geben? Weil ich kann ja nicht einfach schreiben "Mit der soziologischen Methode lässt sich der Text folgendermaßen interpretieren:"

Viele Dank


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Antwort von auslese | 03.07.2009 - 16:02
Nee, sowas darfst du in einer Interpretation nicht schreiben. Die verschiedenen Interpretationsansätze wendest du im Hauptteil einfach an (in nem neuen Absatz) und leitest bspw. von der soziologischen Methode über zum psychoanalytischen. Dies aber nicht, indem du sagst: "So, jetzt komm ich zum psychoanalytischen Interpretationsansatz" , sondern sowas wie "Wenn man das Handeln des Hauptakteurs unter psychoanalytischen Gesichtspunkten interpretiert, lassen sich Parallelen zu Freud`schen entwicklungspsychologischen Konzeptionen finden" - und das führst du dann weiter aus.. aber ist auch nur n Beispiel; kann ja je nach AUfbau deiner Interpretation variieren.


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Antwort von BurtonCustom | 05.07.2009 - 13:30
ich habe ich überwunden über "Die Bäume" einen Teil des Haupteils zu schreiben. Wäre toll wenn ihr mal drüberfliegen könnt und mir sagen, ob der Ansatz stimmt, oder ob ich es komplett anders machen muss. Und bitte lacht mich nicht aus, ich weis, dass ich nicht gut bin.

Die Bäume:
Denn wir sind wie Baumstämme im Schnee. Scheinbar liegen sie glatt auf, und mit kleinem Anstoß sollte man sie wegschieben können. Nein, das kann man nicht, denn sie sind fest mit dem Boden verbunden. Aber sieh, sogar das ist nur scheinbar.


Mein Ansatz: (würde dann nach der Einleitung und Gliederung kommen)
Die Baumstämme sind hierbei als eine Metapher zu sehen, die für die Menschheit steht. Durch das Personalpronomen „wir“ wird der Leser in die Parabel integriert. Der Mensch verdeckt seine inneren Werte, wie der Schnee die Baumstämme (Z.1). Außerdem wir deutlich, dass Kafka die Gesellschaft als eine Ansammlung von Entwurzelter ansieht. Sie haben keinen festen Halt mehr in ihrem Leben. Ihnen fehlt die gesellschaftliche Stütze durch Freunde, Anerkennung oder Familie. Durch die häufige Verwendung von „scheinbar“ möchte der Sprecher verdeutlichen, dass die Menschen nach außen hin ein anderes Bild von sich geben, als sie in Wirklichkeit sind. Hierbei wird das Motiv von Sein und Schein deutlich. Das Sein wird durch den Schnee verdeckt (Schein). In der Realität sind die Menschen ängstlich und unsicher. Sie haben keine Sicherheit in ihrem Leben. Sie spielen den anderen Menschen eine „glatt[e]“(Z.2) Welt vor, entweder weil sie es selbst noch nicht erkannt haben, in welcher Lage sie sich befinden, oder weil sie nicht als gescheiterte Person angesehen werden wollen. Sie haben Angst durch einen „kleinen Anstoß“(Z.2) ihren Schein zu verlieren. Durch das adversative „Aber“(Z.4) verdeutlicht Kafka die Ungewissheit und Unsicherheit der Menschen.

Viele Dank für eure Hilfe.

Gruß Bobo

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